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| Hippolyt bei der Dreifaltigkeitssäule in St. Pölten |
Hippolyt war Presbyter und gelehrtester Theologe der römischen Kirche. Die Wahl seines Gegners Kallistus führte 217 zum Schisma, indem ein Teil der Gemeinde Hippolyt als Bischof aufstellte. Unter Pontianus, einem gebürtigen Römer (230–235), dauerte die Spaltung noch fort, bis beide Gegner in der vom Kaiser verhängten Verbannung nach Sardinien den Entbehrungen erlagen. Sie wurden, vermutlich ausgesöhnt, beide an einem 13. August in Rom beigesetzt, Pontianus in der Kallistuskatakombe, Hippolyt in dem nach ihm benannten Cömeterium an der Via Tiburtina. Zu Hippolyts Schriften gehört die „Apostolische Überlieferung“ mit dem berühmten Hochgebet, aus dem Teile im jetzigen Hochgebet II verwertet sind.
Herr, unser Gott,wir gedenken der heiligen Märtyrer
Pontianus und Hippolyt
und ehren ihr ruhmvolles Sterben für Christus.
Das Beispiel ihrer Treue
mehre in uns die Liebe zu dir und stärke unseren Glauben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Marko d´Aviano, des Retters Wiens.
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| Dreifaltigkeitssäule und Franziskanerkirche St. Pölten |
Hl. Hippolyt & St. Pölten.
(Quelle)
Der Weg, den Hippolytus nach St. Pölten genommen hat, ist nicht recht klar. Abt Fulrad von St. Denis brachte jedenfalls im achten Jahrhundert Reliquien des Heiligen Hippolyt nach Frankreich. Einen Teil davon gab er auf seinen Erbbesitz in Fulradsweiler im Elsaß. Der Ort bekam den Namen St. Pilt oder französisch St. Hippolyte. Fulrad stand seinerseits mit den Brüdern Adalbert und Ottokar (Autkar) in Verbindung, die der Sage nach auch Gründer von St. Pölten sind.
Adalbert wurde erster Abt von Tegernsee. Dort sind ebenso wie in
Salzburg Hippolyt-Reliquien nachgewiesen. Eine wohlbegründete Tradition
berichtet, dass von Tegernsee aus das Kloster St. Pölten gegründet
wurde. Vermutlich hat sich das Kloster Tegernsee, das eines der
wohlhabendsten in Bayern war, 791 am Awarenfeldzug Karls des Großen
beteiligt und bekam vom späteren Kaiser Güter im neu eroberten Land
zugesprochen. Auf einem solchen Besitz in der ehemaligen Römerstadt
Aelium Cetium errichtete es ein Kloster und stattete es mit
Hippolyt-Reliquien aus.
Der Ort, der zunächst nach dem Fluss Traisma benannt war, bekam
schließlich den Namen St. Pölten. Es ist anzunehmen, dass das Kloster in
St. Pölten um 800 errichtet wurde und in Abhängigkeit von Tegernsee
stand. Im Spätmittelalter wurde an der Volksseite des Lettners ein
Marienaltar errichtet. Nach der Beseitigung des Lettners rückte der
Marienaltar als Hauptaltar in das Presbyterium an die Stelle des
Hippolytsaltars. Hippolyt bekam nur mehr einen Seitenaltar zugewiesen
und die Stifts- bzw. Domkirche ist seither Maria Himmelfahrt geweiht. Bei der Errichtung der Diözese St. Pölten 1785 wurde aber der Heilige Hippolyt zum Diözesanpatron erwählt.


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