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| Taufstein in San Giovanni Battista in Vallà |
Die heutige Kirche San Giovanni Battista in Vallà (Riese Pio X), Provinz Treviso wurde 1735–1746 nach einem Entwurf von Francesco Maria Preti errichtet. Im 20. Jahrhundert wurde sie erweitert und erhielt ihre heutige dreischiffige Gestalt. Besonders interessant ist, dass mehrere Kunstwerke ganz unmittelbar das Leben des Kirchenpatrons Johannes des Täufers darstellen.
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| Maria am Samstag |
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| für die Wahrheit hat Johannes Zeugnis abgelegt |

Der Hochaltar befindet sich im rechteckigen Presbyterium. Darüber bzw. im Bereich des Presbyteriums befinden sich drei große Altarbilder, die zusammen eine Art Lebensgeschichte des Kirchenpatrons bilden:
- Geburt des hl. Johannes des Täufers
- Johannes der Täufer tauft Jesus im Jordan
- Enthauptung des hl. Johannes des Täufers
Das dritte Bild zeigt das dramatische Ende seines Lebens: Johannes wird auf Befehl des Herodes enthauptet. Der biblische Zusammenhang ist die Geschichte von Herodes, Herodias und Salome. Johannes hatte die Verbindung des Herodes mit Herodias kritisiert. Salome verlangt nach ihrem Tanz als Belohnung den Kopf Johannes des Täufers. Damit wird Johannes als Märtyrer für die Wahrheit und seinen Glauben dargestellt.
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| Johannes wird auf Befehl des Herodes enthauptet |
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| Johannes tauft Jesus |
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| Geburt Johannes`des Täufers |
Das wichtigste Bild im Kirchenraum ist das große Deckenbild von Giovanni Battista Canal aus dem späten 18. Jahrhundert.
Es zeigt die Verherrlichung des hl. Johannes des Täufers: Johannes wird in einer himmlischen Szene dargestellt, umgeben von der göttlichen Sphäre. Das Bild befand sich ursprünglich in der alten Kirche und wurde bei der Erweiterung der Kirche abgenommen und an seine heutige Stelle versetzt.
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| Verherrlichung Johannes`der Täufer |
Predigt über die Enthauptung des Johannes
Als das heilige Evangelium vorgelesen wurde, wurde unseren Augen ein grausames Schauspiel vorgeführt: der Kopf des heiligen Johannes auf einer Schüssel, eine tödliche Botschaft der Grausamkeit, hervorgebracht aus Hass gegen die Wahrheit.
Das Mädchen tanzt, und die Mutter wütet. Und mitten unter den Genüssen und Ausschweifungen der Tischgesellschaft wird leichtfertig ein Eid geschworen – und was geschworen wurde, wird ruchlos erfüllt.
An Johannes geschah, was er selbst vorausgesagt hatte. Denn über den Herrn Jesus Christus hatte er gesagt:
„Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“
Dieser wurde am Haupt vermindert; jener wuchs am Kreuz.
Die Wahrheit brachte Hass hervor.
Man konnte nicht gelassen ertragen, was der heilige Mann Gottes ermahnte – obwohl er doch gewiss das Heil jener suchte, die er auf diese Weise ermahnte. Sie vergolten ihm Böses für Gutes.
Denn was hätte er anderes sagen sollen als das, womit er erfüllt war? Und was hätten jene anderes antworten sollen als das, womit sie erfüllt waren?
Er säte Weizen, aber er fand Dornen.
Er sagte zum König:
„Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben.“
Denn die Begierde besiegte den König: Er hielt die verbotene Frau seines Bruders bei sich. Dennoch war er ihr so verfallen, dass er gegen Johannes nicht wütend wurde. Er ehrte denjenigen, von dem er die Wahrheit hörte.
Aber jene verabscheuungswürdige Frau empfing Hass in ihrem Herzen, dem sie bei passender Gelegenheit zur Geburt verhelfen wollte.
Als sie schließlich gebar, gebar sie eine Tochter – eine Tochter, die tanzte.
Und jener König, der Johannes als heiligen Mann betrachtete und ihn um des Herrn willen fürchtete, obwohl er ihm nicht gehorchte, wurde traurig, als von ihm der Kopf des Johannes auf einer Schüssel verlangt wurde.
Doch wegen seines Eides und wegen der mit ihm zu Tisch Liegenden sandte er den Henker und erfüllte seinen Schwur. (chatgpt)
Es gibt eine Diskussion darüber, ob diese Predigt Augustinus oder Pseudo Augustinus (Caesarius von Arles) zuzuschreiben ist.
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| San Giovanni Battista, Valla, Italien |












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