Donnerstag, 27. August 2026

Die Dienerin aller (Monika)

 

Augustinus und Monika, Bayerisches Nationalmuseum, München

Zum Schluß gelang es ihr, ihren Mann, der sich schon dem Ende seines Lebensweges näherte, für Dich zu gewinnen, und so brauchte sie, da er gläubig war, nicht mehr zu bedauern, was sie von noch Ungläubigen erduldet hatte.
Sie war in Wahrheit die Magd Deiner Diener. Wer immer sie kannte, fand Anlaß, sie vielfach zu loben, und darin Dich zu ehren und zu lieben. Denn man spürte Deine Gegenwart in ihrem Herzen. Die Früchte ihres heiligen Wandels bezeugten es. Sie war "die Frau eines einzigen Mannes" gewesen, "hatte ihren Eltern treu vergolten", "ihr Haus in Gottesfurcht geführt", besaß "ihr Zeugnis in guten Werken".
Sie erzog ihre Söhne so, daß  sie immer neu in Wehen um sie lagm, sooft sie sah, daß sie von Dir abwichen.

Schließlich hat sie für uns alle, die wir kraft Deiner Gnade uns Deine Diener nennen dürfen und vor ihrem Tod nach Erhalt der Taufgnade schon in Dir versammelt lebten, so treu gesorgt, als hätte sie uns alle geboren, und uns so gedient, als wäre sie eines jeden Tochter gewesen.
(Augustinus, Die Bekenntnisse, 9. Buch, X,22)

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