Allmächtiger Gott, du hast der Mutter Jesu die Kraft verliehen, unter dem Kreuz zu stehen und das Leiden ihres Sohnes zu teilen. Hilf uns, täglich unser Kreuz anzunehmen, damit wir auch an der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus teilhaben, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Schmerzhafte Mutter, Monte Senario, Florenz
Maria Mater Dolorosa, die schmerzensreiche Jungfrau und Gottesmutter Maria. Der Ursprung des Gedenktages entspringt der Mystik und der Marienminne des Spätmittelalters. Schon 1423 ist ein Fest zum Gedächtnis der Schmerzen Marias in der Erzdiözese Köln bekannt. Von dieser Zeit an stellt die Kunst Maria als „Mater dolorosa“ dar: in der Gestalt der Pietà oder mit Schwertern in der Brust. Durch die Serviten verbreitet sich die Verehrung von gezählten 7 Schmerzen Mariens ab dem 17. Jahrhundert. Als Schmerzen werden aufgezählt: die Beschneidung Jesu, die Flucht nach Ägypten, der Verlust im Tempel, die Begegnung auf dem Kreuzweg, die Kreuzigung, die Kreuzabnahme und die Grablegung.
Die Serviten begingen das Fest der „Mater dolorosa“ ab 1668 am Tag nach Kreuzerhöhung, am 15. September. Pius VII. ordnete 1814 das Gedächtnis für die ganze Kirche an, um damit für die glückliche Heimkehr aus seiner fünfjährigen Gefangenschaft durch Napoleon zu danken. (martyrologium sancrucense)
Wenn du also in der Taufe gestorben bist, so
bleibe tot; kein Toter kann ja mehr sündigen. Wenn du dennoch sündigst,
so machst du das Geschenk Gottes zunichte. — Nachdem der Apostel eine
solche (entsagungsvolle) Lebensweisheit von uns verlangt hat, stellt er
auch gleich die Siegeskrone in Aussicht, indem er spricht:
V. 8: „Wenn wir aber mit Christas gestorben sind.“
Schon
das ist der Siegeskronen größte, ein gemeinsames Los zu haben mit dem
Herrn. Außerdem aber, sagt er, gebe ich dir noch einen andern
Kampfpreis. Welchen? — Das ewige Leben.
„… so glauben wir“, fährt er fort, „daß wir auch leben werden mit ihm.“
— Und woraus erhellt das? —
V. 9: „Weil Christus, auferweckt von den Toten, nicht mehr stirbt.“
Beachte
hier wieder die Schlagfertigkeit des Paulus, und wie er den Beweis
führt vom Gegenteil. Es war nämlich anzunehmen, daß manche bei den
Worten „Kreuz“ und „Tod“ erschrecken würden; darum zeigt er, daß man
sich gerade deswegen vielmehr freuen dürfe. Schließe nicht, will er
sagen, daraus, daß Christus gestorben ist, er sei sterblich. Gerade
deswegen bleibt er unsterblich. Des Todes Tod ist S. b193 sein Tod geworden; und nachdem er gestorben ist, stirbt er eben deswegen nicht mehr; denn er ist ja diesen Tod
V. 10: „Für die Sünde gestorben“.
—
Was heißt: „für die Sünde“? — Das heißt, er war ihr nicht unterworfen,
sondern er starb unserer Sünde wegen. Er starb dafür, daß er unsere
Sünde hinwegnehme, daß er ihr die Nerven zerschneide und ihr alle Kraft
benehme. — Siehst du, wie der Apostel (durch diese Begründung) auch
Furcht einjagt? Wenn Christus nicht ein zweites Mal stirbt, so gibt es
auch kein zweites Taufbad; wenn es aber kein zweites Taufbad gibt, dann
halte dich fern von der Sünde! Das alles sagt der Apostel, um jenem
Einwand zu begegnen: „Wir wollen Böses tun, damit Gutes daraus
hervorgehe“, und dem andern: „Wir wollen verharren in der Sünde, damit
die Gnade sich um so mehr erweise.“ Um eine solche (irrige) Meinung mit
der Wurzel auszurotten, stellt er alle diese Sätze auf.
„Insoweit er aber lebt, lebt er Gott“,
fährt
er fort; d. h. er lebt, ohne eine Auflösung befürchten zu müssen, da er
nicht mehr unter der Herrschaft des Todes steht. Denn wenn er das
erstemal den Tod erlitten hat, obwohl er ihm nicht unterworfen war,
sondern wegen der Sünde anderer, so wird er um so weniger jetzt sterben,
nachdem er die Erlösung von der Sünde gebracht hat. Dasselbe sagt der
Apostel im Briefe an die Hebräer: „Einmal ist Christus nach Ablauf der
(von Gott festgesetzten) Zeit erschienen, um die Sünde durch sein Opfer
hinwegzunehmen. Und so wie es den Menschen bestimmt ist, nur einmal zu
sterben, so ist auch Christus nur einmal geopfert worden, um die Sünden
vieler zu tilgen; das zweitemal wird er ohne Beziehung auf die Sünde
denen zum Heil erscheinen, die ihn erwarten“ .
Damit macht der Apostel einerseits die Kraft des Lebens nach Gott,
andererseits die Gewalt der Sünde begreiflich. Die Kraft des Lebens nach
Gott (zeigt sich darin), daß Christus nicht mehr stirbt; die Gewalt der
Sünde darin,
daß dieselbe den Tod auch über den gebracht hat, der (selbst) ohne
Sünde war; wie sollte sie dann die nicht zugrunde richten, die ihr
unterworfen sind?
Bisher hat er von dem Leben
Christi gesprochen; damit nun nicht jemand einwende: Was hat das für
einen Bezug auf uns? fährt er fort:
V. 11: „So haltet auch ihr euch für abgestorben der Sünde, lebend aber für Gott.“
Treffend
sagt der Apostel: „Haltet euch dafür“; denn augenscheinlich darstellen
läßt sich das bisher Gesagte nicht. — Und wofür sollen wir uns halten?
„Für abgestorben der Sünde, lebend aber für Gott in Christus Jesus,
unserem Herrn.“ Wer nämlich so lebt, der faßt alle Tugend in sich, da er
ja Jesus selbst zum Bundesgenossen hat; das bedeutet das „in Christus“.
Denn wenn er Tote auferweckt, wird er um so mehr imstande sein, Lebende
zu erhalten.
Als 1683 Wien durch die Türken belagert wurde, flüchtete Leopold I. nach
Passau. Vor dem Gnadenbild in der Wallfahrtskirche Mariahilf betete das Kaiserpaar täglich um Rettung aus
der Türkengefahr. Als dann die christliche Allianz die Entsatzschlacht am Kahlenberg unter dem Kampfmotto „Maria hilf!“ gewann, wurde das Passauer Mariahilf-Gnadenbild zum Staatsgnadenbild der Habsburgermonarchie. (wikipedia)
Der hl. Nikolaus wurde um die Mitte des 13. Jahrhunderts zu
Sant'Angelo in Pontano (Italien) geboren. Er kam aus einfachen
Verhältnissen und trat sehr jung in unseren Orden ein. Er wird als
schlichter Ordenspriester beschrieben. Seinen Mitbrüdern und Mitmenschen
war er in Liebe zugetan, die Verpflichtungen seiner Ordensprofess hielt
er gewissenhaft und treu. Die Kranken und Notleidenden besuchte er
regelmäßig und unterstützte sie nach Kräften. Als Prediger wirkte er mit
erstaunlichem Erfolg, denn seine Predigt besaß eine seltene
Überzeugungskraft. Er predigte auf den Straßen, in den Spitälern und im
Gefängnis. Er war ein gesuchter Seelsorger; er feierte die Eucharistie
so andächtig, dass auch die Anwesenden tief ergriffen waren.
Im Spätmittelalter galt Nikolaus als einer der großen Nothelfer der
abendländischen Christenheit und als Patron der kirchlichen Einheit. Die
letzten 30 Jahre seines Lebens verbrachte er in Tolentino, wo er am 10.
September 1305 gestorben ist. Sein Leib ruht in der dortigen
Augustinerkirche. Die Cappelone (große Kapelle) ist der Mittelpunkt der
Verehrung des hl. Nikolaus. Sie ist mit beeindruckenden Fresken
ausgeschmückt, die Szenen aus dem Leben des hl. Nikolaus, Ereignisse aus
dem Leben Christi und in der Kuppel die Kirchenlehrer darstellen. (augustinerat)
Allmächtiger Gott, du hast durch das Wirken des heiligen Nikolaus von
Tolentino deine Kirche auf Erden verherrlicht. Sieh gnädig auf uns und
schenke uns auf seine Fürsprache in deiner Kirche Einheit und Frieden. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Lebensdaten: geboren Mitte Juni 1580 in Verdú, Provinz Lérida, Katalonien, gestorben am 9. September 1654 in Cartagena, Kolumbien
Lebensgeschichte: Pere Claver Corberó war der Sohn
eines Oliven- und Weinbauern und wurde als 13-jähriger, nach dem Tod
seiner Mutter, in die Obhut eines Onkels und Priesters in Barcelona
gegeben. Ab 1596 studierte er Philosophie am Jesuitenkolleg von Bélen
und schloss sich 1602 dem Orden an. 1605 begegnete er auf der
Missionsschule von Palma de Mallorca dem Klosterpförtner Alonso Rodríguez, der ihm den Gedanken eingab, sich der Missionsarbeit zu widmen.
1610 wurde Claver, den seine Ordensoberen abschätzig beurteilten und
für die Indianermission empfahlen, in das neue Königreich von Granada
(heutiges Kolumbien und Venezuela) entsandt und vollendete sein
Theologiestudium in Santa Fé de Bogotá. Vor seiner Priesterweihe 1616
lernte er in der Hafenstadt Cartagena den Jesuitenpater Alonso de
Sandoval kennen, den Pionier der Seelsorgearbeit an den
schwarzafrikanischen Sklaven, die zu Hunderttausenden angeschifft
wurden. Dessen Einfluss führte dahin, dass Claver 1622 seine ewigen
Gelübde mit „Petrus Claver, ӕthiopum semper servus – Sklave der
Schwarzen auf ewig“ unterschrieb.
Pater Claver ließ sich stets im Voraus von der Ankunft eines
Sklavenschiffs in Cartagena benachrichtigen und betrat es in Begleitung
geeigneter Übersetzer – später erwarb das Jesuitenkolleg dazu eigens
ausgesuchte Sklaven, die zu wichtigen Mitarbeitern wurden. Claver
brachte Obst, Brot, Wein, Tabak und Branntwein an Bord, sorgte für
medizinische Versorgung im Kolleg und führte die Sklaven mittels
Katechesen in den Glauben ein. Bis etwa 1650 soll er 150.000 die Taufe
gespendet haben. Claver wirkte als Seelsorger vorrangig für die Sklaven,
die er häufig besuchte und gegen ihre Herren in Schutz nahm. Regelmäßig
pflegte er die Aussätzigen im Leprosenhospital – es heißt, seine
Soutane habe mehrmals täglich gewaschen werden müssen. Sein geistliches
Pensum verrichtete er nachts.
Pater Claver überlebte Sumpffieber und Pest, erkrankte jedoch 1650 an
Parkinson und musste seine letzten vier Lebensjahre selbst gepflegt
werden.
Verehrung: Petrus Claver ruht in einem Kristallsarg
in der nach ihm benannten Jesuitenkirche von Cartagena, der Stadt, die
ihn als ihren „Apostel“ ehrt. 1851 selig- und 1888 heiliggesprochen,
wurde er 1896 von Papst Leo XIII. zum Patron der „Mission unter
Schwarzen“ ernannt. In Kolumbien wird zu seinen Ehren der 9. September
als Tag der Menschenrechte begangen. (bistumaugsburg)
Darstellung: als Priester mit schwarzen Sklaven
Patron: von Cartagena und der Mission unter Schwarzen
Gedenktag der seligen und heiligen Märtyrer des Grazer Jesuitenkollegs:
Johannes Ogilvie, Markus Crisin, Stephan Pongracz, Melchior Grodecz und Jan Sarkander.
Das Jesuitenkolleg in Graz, von den Habsburgern zur Rekatholisierung Innerösterreichs gestiftet, hatte in der Zeit der Gegenreformation eine starke Ausstrahlung. Elf seiner Schüler werden als Märtyrer des katholischen Bekenntnisses gerühmt, drei sind selig und zwei sogar heilig gesprochen. Während sie in ihren Heimatländern an je eigenen Gedenktagen gefeiert werden, wird ihrer in Österreich an einem einzigen Tag, dem 7. September, gedacht. Es handelt sich u. a. um den Jesuiten John Ogilvie. Er stammte aus einer calvinischen Familie in Schottland, studierte in Graz und wurde Priester. Er wurde am 10. März 1615 in Glasgow öffentlich gehängt. Papst Paul Vl. sprach ihn am 17. Oktober 1976 heilig.
Bild des hl. John Ogilvie von Peter Howson in der Sakramentskapelle von St Andrews RC, Glasgow
Lebensdaten: geboren 1579 bei Keith, Schottland, gestorben am 10. März 1615 in Glasgow
Lebensgeschichte:
John Ogilvie stammte aus einer teils calvinistischen, teils
katholischen Adelsfamilie, wurde selber calvinistisch erzogen und mit 13
Jahren zur Ausbildung auf den Kontinent geschickt. Er studierte in
Löwen, wo er 1596 unter dem Einfluss des Jesuiten Cornelius a Lapide,
des katholischen Bibelexperten bei kontroversen Diskussionen mit den
Protestanten, katholisch wurde. Ogilvie setzte seine Studien zunächst am
Schottischen Kolleg in Douai fort und gelangte über einen Aufenthalt im
Regensburger Benediktinerkloster St. Jakob ans Olmützer Jesuitenkolleg,
wo er sich 1598 der Gesellschaft Jesu anschloss. Nach der
Ordensausbildung und weiterführenden Studien in Graz, Wien und Brünn
wurde er 1610 in Paris zum Priester geweiht und in Rouen eingesetzt.
Nach
der Begegnung mit zwei Jesuiten, die als Missionare im inzwischen
katholikenfeindlichen Schottland eingekerkert gewesen waren, lag Ogilvie
zweieinhalb Jahre seinen Ordensoberen in den Ohren, ihn doch in seine
Heimat zu entsenden, wo er im November 1613 eintraf. Ogilvie gab sich
als Pferdehändler namens John Watson oder als ein aus den europäischen
Kriegen heimgekehrter Soldat aus, um inkognito unter den heimlichen
Katholiken zu wirken und politische Kontakte zu knüpfen, hatte aber
keinen Erfolg und kehrte alsbald nach Paris zurück. Scharf dafür
ermahnt, seine Mission aufgegeben zu haben, landete er im April 1614
wiederum in Schottland, wo er eine Anstellung als Hauslehrer fand, die
verbliebenen Katholiken seelsorgerisch betreute und sich erste Erfolge
bei der Bekehrung einiger Landsleute abzeichneten.
Im Herbst 1614
wurde er nach der Feier der heiligen Messe in Glasgow verraten und
verhaftet. Ogilvie weigerte sich in drei Prozessen und trotz aller
Misshandlungen, Namen von Katholiken preiszugeben oder die Vollmacht des
Königs in geistlichen Belangen anzuerkennen, konnte noch einen
Haftbericht für seine Oberen aus dem Gefängnis schmuggeln und wurde am
10. März 1615 wegen Hochverrats öffentlich gehängt, ausgeweidet und
gevierteilt. Als man ihm unterm Galgen den Hocker wegstieß, warf er noch
seinen Rosenkranz in die Menge.
Verehrung: 1929
seliggesprochen, wurde der Jesuit 1976 im Beisein mehrerer Angehöriger
der Familie Ogilvie als erster Schotte seit 1250 feierlich für heilig
erklärt. 2015 wurde sein 400. Todestag von der katholischen Kirche in
Schottland festlich begangen. (Bistumaugsburg)
das Bild des ehemaligen Klosters Maria in Paradyso wurde mir privat zur Verfügung gestellt
Das Kloster Sancta Maria in Paradyso (auch: Klosterruine Riederberg oder Sankt Laurentius im Paradies) ist eine Klosterruine im niederösterreichischenWienerwald, Gemeinde Tullnerbach, ganz am Rand des Gemeindegebiets an der Grenze zu Sieghartskirchen.
Bereits
im 14. Jahrhundert wird mehrmals eine St.-Laurentius-Kirche genannt.
Gabriel von Verona, damals Vikar der österreichischen Ordensprovinz,
gründete auf Grund einer Schenkung durch die Habsburger um 1440, nach
anderen Quellen nach 1460, an der Stelle ein Franziskaner-Observantenkloster. Die einschiffige, spätgotische Kirche war der Mutter Gottes und dem hl. Laurentius geweiht und wurde nach einem Brand im Jahre 1509 etwas umgebaut.
Am 26. September 1529 zerstörten Türken
das Kloster mit der Kirche, wobei sie 22 Klosterbrüder töteten (darunter der Priester Theobald von Wiener Neustadt und die Laienbrüder Alexius von Tamsweg, Bernhardin von Töllersheim und Zachäus von Zwettl). Sowohl
die Kirche als auch das Kloster wurden nicht wieder aufgebaut. vlg Wikipedia
Bei den Franziskanern werden die Märtyrer am 26. September erwähnt: