Samstag, 7. Januar 2023

Der hingegebene Sohn liegt uns vor Augen

 

Epiphanie, Exeter College, Oxford
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Aber wie nun, wenn Gott uns sein ewiges Wort in Gestalt eines Kindes auf die Erde schickt? 

Dann geht es zuerst darum, zu verstehen, was er mit dieser seiner Epiphanie uns sagen will.
Sicher sagt er, wie immer durch sein Wort, etwas über sich selbst aus. In allem, was dieses Kind ist und was es werden wird, Jüngling, Mann, der Lehrer und Wundertäter, der Schweigende vor dem Richter, der Gegeißelte, Verhöhnte, Verworfene, der in Gottverlassenheit am Kreuz Schreiende, der Begrabene, der aus den Toten neu und ewig Lebende: in alldem ist Epiphanie, in der Gott sich selber enthüllt.

Ist Gott also ein kleines Kind, dann sagt er damit: Bei all meiner Allmacht, die ich wahrhaftig bin und habe, bin ich gleichzeitig so arm und demütig und vertrauensvoll wie dieses Kind, ja nicht nur "wie", ich bin ja wirklich dieses Kind. Und wenn Jesus später lehren wird, wird er vom letzten Platz sprechen, an den man sich stellen soll, vom Dienen, vom Hingeben seines Lebens für die Brüder: und das nicht nur als moralische Belehrung für die Menschen, sondern als etwas, das er selber tut und ist, und darin als Kundgabe des Herzens Gottes, seines Vaters.

Tut das, denn so ist Gott! Und dann das Schreckliche: wenn Jesus für die Sünder leidet und im Tragen der Sünde den Vater nicht mehr spürt und als Fallengelassener, an Gott Verdurstender schreit: nochmals: so ist Gott! Und wenn Jesus sich selber austeilt als Speise und Trank: So Gott!

Der Vater ist es ja, der uns dieses von den Menschen zerrissene, zerfleischte, blutige Wort und Fleisch Gottes darreicht zur Teilnahme an seinem ewigen Leben. Und wenn Jesu Herz durchbohrt und zur ausgeleerten Höhle wird, in die man die Finger und den ganzen Menschen hineinlegen kann - "in deine Wunden verberge ich mich" -: so ist Gott! Eine Wunde, die hinabreicht bis zu seinem Herzen und in der wir Heilung finden. Alles das ist Gottes Epiphanie.
(H. U. v. Balthasar, Du krönst das Jahr mit deiner Huld, 30)

Heute gedenkt die Kirche des hl. Raimund von Penyafort und des hl. Valentin von Terni

Exeter College



Donnerstag, 5. Januar 2023

Kommt, lasst uns ihn anbeten

 

Erscheinung des Herrn, Gloucester Cathedral,Kreuzgang

 

ERSCHEINUNG DES HERRN BENEDIKT XVI.

ANGELUS, Petersplatz,Mittwoch, 6. Januar 2010

Liebe Brüder und Schwestern!

Heute feiern wir das große Fest der Epiphanie, das Geheimnis der Erscheinung des Herrn vor allen Völkern. Sie werden repräsentiert durch die Sterndeuter, die aus dem Osten gekommen sind, um dem König der Juden zu huldigen (vgl. Mt 2,1–2). Der hl. Matthäus, der über das Ereignis berichtet, hebt hervor, daß sie bis nach Jerusalem gekommen waren, wobei sie einem Stern folgten, den sie aufgehen sahen und als Zeichen für die von den Propheten angekündigte Geburt des Königs, also des Messias, deuteten. Als sie aber in Jerusalem angekommen waren, befragten die Sterndeuter die Hohenpriester und Schriftgelehrten, um den genauen Ort in Erfahrung zu bringen, zu dem sie sich begeben sollten, das heißt Betlehem, die Stadt Davids (vgl. Mt 2,5–6; Mich 5,1). Der Stern und die Heilige Schrift waren die beiden Lichter, welche die Sterndeuter, die uns als Vorbilder für die aufrichtige Suche nach der Wahrheit erscheinen, auf ihrem Weg führten.

Sie waren Weise, die die Sterne erforschten und die Geschichte der Völker kannten. Sie waren in einem weiten Sinn Männer der Wissenschaft, die den Kosmos beobachteten und ihn gleichsam als ein großes Buch voller göttlicher Zeichen und Botschaften für den Menschen ansahen. Daher war ihr Wissen – weit davon entfernt, sich für autonom zu halten – offen für weitere göttliche Offenbarungen und Aufrufe. In der Tat schämen sie sich nicht, die religiösen Führer der Juden um Auskunft zu bitten. Sie hätten sagen können: Wir machen das allein, wir brauchen keinen, um so entsprechend unserer heutigen Mentalität jede »Kontaminierung« zwischen der Wissenschaft und dem Wort Gottes zu vermeiden. Die Sterndeuter hingegen hören die Weissagungen und nehmen sie an; und sobald sie sich wieder auf den Weg nach Betlehem machen, sehen sie erneut den Stern, gleichsam als Bestätigung eines vollkommenen Einklangs zwischen der Suche des Menschen und der Wahrheit Gottes, eines Einklangs, der ihre Herzen als echte Weise mit Freude erfüllte (vgl. Mt 2,10). Ihr Weg der Suche fand seinen Höhepunkt, als sie zum »Kind und Maria, seiner Mutter« (Mt 2,11) kamen. Das Evangelium sagt, daß sie »niederfielen und ihm huldigten«. Sie hätten enttäuscht, ja entrüstet sein können. Als wahre Weise hingegen sind sie offen für das Geheimnis, das sich in überraschender Weise offenbart; und mit ihren symbolischen Gaben zeigen sie, daß sie in Jesus den König und Sohn Gottes anerkennen. Gerade in jener Geste erfüllen sich die messianischen Prophezeiungen, welche die Huldigung aller Völker für den Gott Israels ankündigen.

Eine letzte Besonderheit dient den Sterndeutern als Bestätigung für die Einheit zwischen Vernunft und Glauben: Es handelt sich um die Tatsache, daß sie, »weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, auf einem anderen Weg heim in ihr Land [zogen]« (Mt 2,12). Es wäre normal gewesen, nach Jerusalem in den Palast des Herodes und in den Tempel zurückzukehren, um ihrer Entdeckung ein gebührendes Gewicht zu verleihen. Die Sterndeuter hingegen, die das Kind als ihren Herrscher erwählt haben, bewahren diese Entdeckung gemäß dem Stil Mariens, oder besser gesagt Gottes, im Verborgenen, und so, wie sie erschienen waren, verschwinden sie in Stille, zufrieden, aber auch verwandelt durch die Begegnung mit der Wahrheit. Sie hatten ein neues Antlitz Gottes entdeckt, ein neues Königtum: das Königtum der Liebe. Die Jungfrau Maria, Vorbild der wahren Weisheit, helfe uns, echte Sucher Gottes sein, die fähig sind, stets den tiefen Einklang zwischen Vernunft und Glauben, zwischen Wissenschaft und Offenbarung zu leben.

ERSCHEINUNG DES HERRN 

(erfreut euch an der Schönheit der Kunst früherer Zeiten)
 
 
 
 

Sonntag, 1. Januar 2023

Das Heilige Land 41 - Maria bewahrte alles

 

Geburt Jesu
 

 

Maria aber bewahrte alle diese Worte
und erwog sie in ihrem Herzen.

Das Heilige Land 40 - Die Hirten kehrten zurück und priesen Gott für alles

 



Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas Lk 2,16-21

In jener Zeit
16 eilten die Hirten nach Betlehem
und fanden Maria und Josef
und das Kind, das in der Krippe lag.
17Als sie es sahen,
erzählten sie von dem Wort,
das ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
18Und alle, die es hörten,
staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde.
19Maria aber
bewahrte alle diese Worte
und erwog sie in ihrem Herzen.
20Die Hirten kehrten zurück,
rühmten Gott
und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten,
so wie es ihnen gesagt worden war.
21Als acht Tage vorüber waren
und das Kind beschnitten werden sollte,
gab man ihm den Namen Jesus,
den der Engel genannt hatte,
bevor das Kind im Mutterleib empfangen war.

 

 

Da die Hirten es aber gesehen,
breiteten sie das Wort aus,
welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Lk 2,17

Wer wollte nun noch traurig sein?
die Krippe birgt ein Kind,
das aller Welten heller Schein
und wegnimmt alle Sünd.



Kapelle der Verkündigung an die Hirten

Montag, 12. Dezember 2022

Unsere Liebe Frau von Guadalupe - ein Bild bekehrt Millionen

 

Altar der Jungfrau von Guadalupe in der Wiener Votivkirche,

Bild
Quelle für Text und Bild

Warum dieses Bild Millionen bekehrte

Durch dieses Bild wandten sich innerhalb kürzester Zeit Millionen von Indigenen dem Glauben der katholischen Kirche zu. Aber warum? Hernand Cortéz und seine Soldaten hatten keinen Erfolg mit dem vergeblichen Versuch, den Samen des Glaubens mit Ihren Waffen in die Herzen der Ureinwohner zu säen.

Sie sahen die schrecklichen Menschenopfer der Azteken und wie den Menschen bei lebendigem Leib das Herz aus der Brust gerissen wurde, um so die Götter der Azteken zu beschwichtigen. Sie wollten diesem Treiben ein Ende setzen und versuchten es mit Feuer und Schwert, ja mit Gewalt.

Sie hatten keinen Erfolg. Im Gegenteil, das Volk der Azteken war dadurch ganz und gar verletzt, es fühlte sich seiner Kultur beraubt, verwirrt, verzweifelt. Die Kluft zwischen Cortéz´ Soldaten und den Indigenen wurde immer größer, die Gräben und Wunden immer einschneidender.

Missionare suchten Zugang über Sprache und Kultur

Neben den Soldaten des Cortéz versuchte auch eine Gruppe von Franziskanermissionaren den Glauben an den wahren Gott zu verbreiten. Sie hatten nichts gemein mit den Gewalttaten der Soldaten und deren Gier nach Gold – das es in Mexiko im Überfluss gab – sondern versuchten, durch das mühselige Erlernen der Nahuatl-Sprache und des Studiums ihrer Kultur, einen Zugang zu den Azteken zu finden. Es war ein sehr friedliches Miteinander, das jedoch anfangs sehr wenig Früchte hervorbrachte. Allerdings gab es schon damals einige erste Konvertiten, zu denen auch Juan Diego zählte.

In diese furchtbare und leidvolle Stille hinein kam nun die Wärme der Mutter. Dieses Bild sprach seine eigene Sprache zu den Azteken: Es holte sie in ihrer Kultur ab.

War es das Bild des 12. Kapitels der Offenbarung des Johannes in der Heiligen Schrift, wie es die Eroberer, die Soldaten von Hernand Cortéz, interpretierten? Es war diesem so ähnlich: "Und es erschien am Himmel ein großes Zeichen: eine Frau, umkleidet mit der Sonne, der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt ein Kranz von zwölf Sternen; und sie ist schwanger und schreit in Wehen und Geburtswehen."

Die Azteken hingegen konnten in diesem Bild "wie in einem Bilderbuch lesen, es hatte mit ihrer Kultur, mit ihrem Glauben, mit ihrer Sprache, mit ihrer Bildersprache zu tun."

Das Bild erschloss den Ureinwohnern den Glauben

Mit dieser Frage hat sich Pater Maria Rojas Sanchéz, einer der bekanntesten Guadalupeforscher Mexikos und unserer Zeit, auseinandergesetzt. Er spricht nicht nur die alte mexikanische Nahuatl-Sprache, sondern hat sich auch intensiv mit der Kultur der Azteken befasst.

Er beschreibt die Bekehrung der Indigenen durch die Marienerscheinung als Erklärungsmuster, dass den Ureinwohnern nun alles in diesem Bild erschließen konnte. Das Abbild einer  Mutter und Frau, die vor der Sonne stand, die stärker war als ihr Sonnengott Huitzlipochtli.

Die Religion der Azteken hatte einen primitiven Opferkult zum Mittelpunkt: Lebendigen Leibes wurde den Opfern das Herz herausgerissen. Ihr Blut sollte helfen, die Herrschaft des Kriegsgottes Huitzlipochtli aufrechtzuerhalten. Nach ihrem Glauben standen die Götter im Kampf miteinander und bedurften der Beschwichtigung durch Menschenopfer. Auf vielen Bildern in der Aztekenwelt wurde ein Kolibri abgebildet, der Herz und Blut der Opfer zu den Göttern gen Himmel trug. Nun jedoch deutete diese erhabene Frau darauf hin, dass sie diesen blutrünstigen Gott besiegt hatte.

Pater Mario Rojas Sanchéz, der Jahrzehnte seiner Forschung diesem Bild widmete, erwähnt, dass dem Glauben der Ureinwohner zufolge Huitzlipochtli den vorherigen Herrscher Quetzalcóatl, den gefiederten Schlangengott, aus dem Land vertrieben hatte.

Damit war für die Azteken das Zeitalter "der dritten Sonne" zu Ende. Für die Azteken war der wachsende Mond ein Symbol für Quetzalcóatl, die gefiederte Schlange, die unter anderem auch mit dem "weißen Gott" in Verbindung gebracht wurde, über den eine Legende existierte.

Prophetien, die es schon lange vor der Ankunft der Spanier gab, wiesen darauf hin, dass auch die Zeit der "vierten Sonne" bald zu Ende sein würde, und ein "weißer Gott” kommen werde.

Die schöne Frau auf dem Bild steht auf der Sichel des Mondes. Diese Mondsichel hatte für die Ureinwohner mehrere Bedeutungen. Sie verkörperte unter anderem ihren gefiederten Schlangengott. Diese Dame war also stärker als Ihr Schlangengott, diese “Mestiza", also “Mischling”, die mit dem Sternenhimmel bekleidet war. Ja, der ganze Kosmos und die Sternenwelt dienten ihr als Mantel, alles diente ihr.

Nicht nur war diese tief türkis-grüne Farbe die Farbe der Fürsten, der Könige, Prinzen und Prinzessinnen, sonder auch die Farbe der Jungfräulichkeit. Sie war für sie eine noble Dame, eine "Cihuapilli". Sie wussten also, dass es sich bei dieser schönen "Mestiza" um eine Jungfrau handelte. Die türkise Farbe und die Strahlenmandorla wies auch auf das kostbarste des "Himmels und der Erde" hin.  

Aber wer war dann diese Frau? War sie für die Azteken eine Göttin?

Nein, sie stand geneigten Hauptes auf der Sichel des Mondes. Nicht nur das, sie betete mit ihren in aller Andacht gefalteten Händen an! Aber wen? Wen betete sie denn an? Für die Azteken, die in diesem Bild wie in einem Bilderbuch lesen konnten war es eindeutig.

Diese Dame trägt eine Brosche, auf der ein Kreuz abgebildet ist. Es war wiederum das gleiche Kreuz, das die Spanier, als sie in Veracruz Anker legten, auf der Flagge trugen und das sie auf den wahren Gott hinwies, von dem sie schon durch die Prophetie hörten: die Rückkehr des weißen Gottes Quetzalcóatls.  

Nahui Ollin ist die einzige vierblättrige Blume in diesem Bild, die sich auf Ihrem Kleid, unter den schwarzen Bändern finden lässt. Diese Blume deutete auf den unbekannten Gott hin, auf den einen wahren Gott, der kommen wird. Sie hatte in der Aztekensprache mehr als 80 Bedeutungen wie: der Gott über alle vier Himmelsrichtungen, er, der das Nahe und Nächste beherrscht, den Himmel und die Erde, Schöpfer der Personen.

Hinzu kommt, dass die Azteken erkannten, dass die "Morenita" (die kleine Braungebrannte) ein Kind unterm Herzen trägt. Denn jede Aztekenfrau trug, wenn sie schwanger war, solch ein schwarzes Band, wie auf dem Bild sichtbar.

Also war es klar: sie war schwanger! Es ist auch unverkennbar auf dem Bild zu sehen, dass das schwarze Band etwas hinaufgerutscht ist und sich eine Wölbung in der Bauchgegend abzeichnet. Sie trug also den Erlöser, den wahren Gott in sich. Sie selber war also keine Göttin, sie betete IHN an.

Sie erkannten in ihr also nicht nur eine Jungfrau, sondern sie war auch Mutter und Mutter des bis dahin unbekannten, einen, wahren Gottes.

Pater Mario Rojas Sanchéz fügt hinzu: "Die weißen Hermelinärmel, Teil des Unterkleides der Morenita, deuteten auf den Erlöser hin. Immer wenn die Franziskaner die Messe feierten, sprachen sie von dem "Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt", indem sie die weiße Hostie hoch erhoben. Die Azteken konnten sich darunter gar nichts vorstellen, da sie keine Lämmer kannten. Erst als die Spanier die Lämmer aus Europa mitbrachten, wussten Sie, was gemeint war. Es war für Sie eine ganz neue Erfahrung und sie verglichen die Lämmer mit Baumwolle, nannten die Lämmer die "hüpfende Baumwolle". Die weiße Hostie, das Lamm Gottes erinnerte sie an die weißen Ärmel Mariens. Diese Frau also trug also das Lamm Gottes in Ihrem Schoß und ihre anbetenden Hände deuteten darauf hin."

Dass in diesem Bild sehr viele wunderbare Entdeckungen gemacht wurden, würde viele Kapitel eines Buches füllen.

Angefangen vom bärtigen Mann, der in den Pupillen der Augen der Jungfrau von Guadalupe sichtbar ist und mittels modernster  Technologie wissenschaftlich erforscht wurde. Dann die Sternenwelt auf dem Mantel, die identisch ist mit dem Sternenhimmel des 12. Dezembers 1531, dem Zeitpunkt der Erscheinung. Die Farben, die nicht aus dieser Welt stammen, die Tilma auf der das Bild wie eingebrannt ist, besteht aus Kakteenfasern, einem groben Stoff, der spätestens innerhalb 25 Jahren verwesen müsste.

Diese Tilma ist jedoch heute noch so intakt, als ob das Wunder sich erst ereignet hätte. Die perfekte Symmetrie, die man im Bild im Blick auf den Goldenen Schnitt bewundern kann, selbst die Blumen haben ihre tiefere Bedeutung, abgesehen von den unzähligen übernatürlichen Wundern, die dieses Bild und die Erscheinungen von Guadalupe begleiteten. Pater Sanchez erklärt:

Als Maria das erste Mal Juan Diego erschien, "rief sie (Maria) ihn an, dass er sich ihr nähere. Als er ihr näherkam, ward er zutiefst ergriffen über ihre Würde. Ihr Gewand strahlte wie die Sonne, löste sich wie in Strahlen auf. Der Stein, der Vorsprung auf dem sie stand, strahlte nur so. Ihr Glanz war wie Edelstein, wie der schönste Smaragd. Die Erde strahlte aus dem Nebel in allen Farben des Regenbogens. Die Disteln und Nopalkakteen und das andere Gewächs, das dort vorkommt, schienen von Smaragd und ihre Blätter von Türkis zu sein. Ihr Stamm aber und ihre Stacheln leuchteten wie Gold.

Er neigte sich zu Boden vor ihrer Gegenwart, horchte auf ihren Hauch, ihr Wort, das strahlte vor Herrlichkeit und doch zugleich liebenswürdig war, ihn anzog und erhob. Und sie sagte: "Höre, kleinster meiner Söhne, lieber Juan, wo gehst du denn hin?" Und er antwortete: "Meine Herrin, Königin, meine Schönste, ich gehe hin in Dein Haus nach Tlatilolco, um den Unterricht zu empfangen von denen, die das Bild unseres Herrn Jesus Christus sind, den Priestern. "

Dann spricht sie mit Juan, übersetzt Pater Sanchez aus dem Nican Mopohua, dem aztekischen Text.

"Wisse und sei dessen ganz sicher, du kleinster meiner Söhne, dass ich die Heilige Jungfrau Maria bin, die Mutter des einen wahren Gottes, durch den wir das Leben empfangen, den Schöpfer der Personen, der das Nahe und das Nächste beherrscht, den Himmel und die Erde.

Mein ganz besonderer Wunsch ist, dass man IHM hier ein Heiliges Haus errichte.

Hier werde ich IHN zeigen, erhöhen und offenbaren. Ich werde IHN verschenken an die Menschen mit meiner ganz persönlichen Liebe, in meinem erbarmenden Blick, durch meine Hilfe, in der Kraft der Erlösung, die mir zuteil geworden ist.

Denn ich bin in Wahrheit eure erbarmende Mutter; deiner und aller Menschen, die ihr auf dieser Erde eins seid; ja der verschiedensten Arten von Menschen, die mich lieben, die mich anrufen, die mich suchen und mir vertrauen. Denn hier werde ich hören auf ihre Klage, ihre Traurigkeit, um ihr abzuhelfen, um alle ihre Not, Bedrängnis und ihren Schmerz zu heilen."

Das ist die Hauptbotschaft von Guadalupe. Durch Bild und Wort konnte Maria so die Herzen einer ganzen Nation gewinnen. Innerhalb weniger Jahre bekehrten sich acht bis neun Millionen Azteken. Die Franziskaner mussten Massentaufen abhalten, da sie dem großen Andrang nicht mehr stand halten konnten. Alle wollten sie Kinder des einen wahren Gottes sein. Alle wollten sie in ihrer mütterlichen Liebe geborgen sein. Bis heute ist Guadalupe der größte Wallfahrtsort der Welt.
(von Christine Hein-Moosbrugger auf CNA)

Detaillierte Beschreibung des Wunders (Andreas Resch)

Wissenschaftlicher Befund des Bildes von Guadalupe (kathinfo) 

Die Guadalupe-Kapelle in Sevilla

Die Guadalupe-Kapelle im Petersdom

Die Guadalupe-Kapelle in der Wiener Votivkirche

Die Guadalupe-Kapelle in der Basilika von Loreto

Die Guadalupe-Kapelle in Lourdes 

Unsere Liebe Frau von Guadalupe in der Dormitio-Abtei in Jerusalem

Unsere Liebe Frau von Guadalupe, bitte für uns!

Freitag, 9. Dezember 2022

Dienstag, 6. Dezember 2022

Es soll niemand wissen

 

Hl. NIkolaus mit den drei Goldklumpen, Stein an der Donau
HEILIGER NIKOLAUS, BITTE FÜR UNS!


In der Stadt wohnte eine Familie mit drei Töchtern, die sehr arm war. Damals war es jungen Frauen nur möglich zu heiraten, wenn sie genügend Geld hatten. Kein Mann wollte zu der Zeit eine arme Frau heiraten. Der Vater machte sich furchtbare Sorgen, was aus seinen Töchtern werden sollte, wenn er einmal stirbt.

Ich muss ihnen unbedingt helfen“, sagte sich Nikolaus, als er von der aussichtslosen Situation der jungen Frauen hörte. „Aber es soll niemand wissen, dass ich derjenige bin, der sie unterstützt.

Mitten in der Nacht schlich er sich leise zum Haus der Familie und warf einen Klumpen Gold durch das offene Fenster. Als die älteste Schwester das Gold am Morgen fand, war sie überglücklich. Jetzt hatte sie genügend Geld, um zu heiraten und eine eigene Familie zu gründen.

Als ein paar Nächte später wieder Gold ins Haus geworfen wurde und die Zukunft der zweiten Schwester damit abgesichert war, hielt es der Vater nicht mehr aus. „Ich muss unbedingt wissen, wer es ist, der uns so unglaublich geholfen hat“, sagte er.

Er versteckte sich und wartete. Und tatsächlich: Es dauerte nicht lange, da kam Nikolaus und warf einen weiteren Goldklumpen durchs Fenster. Der Vater sprang auf und rannte zu ihm, um ihm zu danken: „Du hast meine Töchter vor einer traurigen Zukunft bewahrt, dafür werde ich dir immer dankbar sein!', rief er. „Das werden wir dir niemals vergessen!

Nikolaus aber bat ihn, es niemandem zu erzählen. Er wollte kein Lob dafür. Für ihn war es selbstverständlich zu helfen, wenn er konnte. (Quelle)

 Nikolausaltar in St. Nikolauskirche, Gent (drei Jünglinge)

Die Basilika des hl. Nikolaus in Bari 

Nikolausfenster in Saint Gatien: Geburt und Kindheit des hl. Nikolaus (1),
vom Jugendlichen zum Bischof (2)

Nikolausaltar in der Pfarrkirche Mindelstetten

Nikolauskirche in Burgos

St. Nikolaus, Stein an der Donau, NÖ

Samstag, 3. Dezember 2022

Franz Xaver

 

Burg Javier

Franz Xaver (Francisco Javier) wurde 1506 auf dem Schloss Javier (Navarra) geboren. Er kam 1525 zum Studium nach Paris, wo er sich 1533 dem hl. Ignatius von Loyola anschloss. 1537 wurde er in Venedig zum Priester geweiht und half in Rom bei der Abfassung der ersten Ordenssatzung mit. 1542 landete er als Missionar und päpstlicher Legat im portugiesischen Goa (Ostindien). Er wirkte mit apostolischem Eifer unter Portugiesen und Heiden. Er versuchte, die christlichen Portugiesen Gerechtigkeit und Menschlichkeit zu lehren; von den Heiden soll er etwa 30000 getauft haben. 1549 brach er mit zwei Jesuiten und drei getauften Japanern zur Mission nach Japan auf und gründete auch dort eine Christengemeinde. 1552 kehrte er nach Goa zurück. Bei einem Versuch, das Evangelium auch nach China zu bringen, starb er 1552 auf einer Insel bei Kanton (Südchina). - Franz ist einer der größten christlichen Missionare gewesen, der Bahnbrecher der neuzeitlichen Mission überhaupt. Er passte sich dem Volk an, bei dem er wirkte, lebte mit den Armen in größter Armut, zog einheimische Kräfte für die Missionsarbeit heran und weckte in der alten Heimat das Interesse für das Missionswerk. Tausende sind seinem begeisternden Vorbild gefolgt.
 

„Wir alle, die wir hier (in Japan) sind, haben geglaubt, wir seien es, die Gott einige Dienste erweisen, weil wir in diese Länder kommen, um den heiligen Glauben zu verkünden. Doch in seiner Güte lässt uns der Herr erkennen und zuinnerst erfühlen, dass Er es ist, der uns eine Gnade erweist: die unermessliche Gunst, uns nach Japan zu rufen und uns frei zu machen von dem zähen Sichanklammern an die Geschöpfe, die uns hindern würden, immer tiefer an Gott zu glauben, auf ihn zu hoffen und ihm zu vertrauen.“

(Franz Xaver, Brief aus Japan an die Väter in Goa)

„Ich werde Ihnen niemals beschreiben können, was ich den Japanern verdanke; denn unser Herr gab mir um ihretwillen eine tiefe Einsicht in die Abgründe meines Innern.“
(Franz Xaver, Brief an Ignatius von Loyola)

erzabteibeuron

 

Heiliger Franz, bitte für uns!