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| Ich werde den Missionaren helfen |
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| Am 14. Dezember 1927 ernennt Pius XI. die kleine Therese zur Patronin der Mission, ganz rechts |
Katechese von Christoph Kardinal Schönborn über Theresia von Lisieux, der Patronin der Weltmission, 2003:
Dieses Freiwerden von sich selber und sich Zuwenden zu Christus, seiner
Leidenschaft, seiner Liebe zu den Menschen, das ist das Geheimnis ihrer
Missionskarriere. Das sieht man gleich in der zweiten Schlüsselerfahrung,
die unmittelbar anschließt:
"Als ich eines Sonntags die Photographie unseres
Herrn am Kreuz betrachtete, ward ich betroffen vom Blute, das aus einer
seiner Göttlichen Hände floss. Ich empfand tiefen Schmerz beim Gedanken,
dass dies Blut zur Erde fiel, ohne dass jemand herzueilte, es aufzufangen.
Ich beschloss, im Geiste meinen Standort am Fuße des Kreuzes zu nehmen, um
den ihm entfließenden Göttlichen Tau aufzufangen, und begriff, dass ich ihn
nachher über die Seelen ausgießen müsse... Der Schrei Jesu am Kreuz
widerhallte ununterbrochen in meiner Seele: «Mich dürstet!» (Joh 19,28).
Diese Worte entfachten in mir ein unbekanntes, heftiges Feuer... Ich wollte
meinem Viel-Geliebten zu trinken geben und ich fühlte mich selbst vom Durst
nach Seelen verzehrt..."
(Selbstbiographische Schriften 97).
Es ist wirklich ein erstaunlicher Text, machtvoll. Thérèse ist ganz wach
geworden, ihr Herz kann mitleiden, sie sieht den Herrn am Kreuz. Sie sieht
das Blut aus seinen Wunden. Aber es ist nicht nur Mitleid mit seinem
physischen, körperlichen Leid, es ist die Erschütterung darüber, dass das
für uns vergossene Blut so unbeachtet bleibt, dass, wie Franziskus sagt, die
Liebe nicht geliebt wird. Dieser Schmerz trifft sie. Das ist das tiefste
Mitleid mit dem Heilswillen Jesu. Warum wird Jesu Liebe nicht mehr
angenommen? Da beschließt Thérèse, wieder unglaublich gewagt, sich beim
Kreuz aufzuhalten, "de me tenir en esprit au pied de la Croix" - "im Geist
mich am Fuß des Kreuzes aufzuhalten", dort meinen Platz zu finden, dort, wo
Maria, Johannes und Maria von Magdala standen, aber nicht passiv, sondern
aktiv, um das göttliche Blut aufzufangen. Mich fasziniert immer wieder an
Thérèse dieses Gewagte, dieses unglaublich eigentlich alle ängstlichen Maße
Sprengende: "Ich begriff, dass ich es nachher über die Seelen ausgießen
müsse." Sie hat eine Heilsaufgabe. - Ich erwähne nur in Klammer, man müsste
es sich näher anschauen, die erstaunliche Parallele zum so genannten dritten
Geheimnis von Fatima, wo es eine ganz ähnliche Passage gibt.
- Es ist eine
direkte, mit Christus verbundene Mission, die schon damals im Grunde
grenzenlos ist. Wenn Christus sein Blut für alle vergossen hat, so will
Thérèse immer entschiedener das Heil aller, weil es Jesu Wille ist. Sie will
deshalb Jesu Durst stillen, ihr Mitleid mit ihm wird zum Durst, an seinem
Werk teilzunehmen. Ihr Durst wird sein Durst nach Seelen. Sie zeichnet dann
ein kleines Bild, ein Kreuzesbild, auf das sie diese beiden Worte zusammen
schreibt: "Mich dürstet", Jesu Wort am Kreuz (Joh 19,28), und daneben das
andere Wort, das Jesus zur Samariterin sagt: "Gib mir zu trinken" (Joh 4,7).
Sie deutet es in diesem Sinn.
"Seelen retten", das hat man ein wenig belächelt, hat gesagt, das sei
überholt, eine altmodische Sprechweise. Aber erinnern wir uns vielleicht an
die erste Katechese: Was ist denn Mission? Ist das nicht zuerst eine
Rettungsaktion? Erinnern wir uns daran, wie Jesus im Abendmahlssaal
inständig gebetet, den Vater angefleht hat, dass keiner verloren gehe (Joh
17,15), von denen "die du mir gegeben hast". So sagt Thérèse im Blick auf
dieses Bild des Gekreuzigten: "Ich brannte vor Verlangen, die großen Sünder
den ewigen Flammen zu entreißen."
(vollständige Katechese:
kathnet)
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| Reliquienschrein der hl. Therese |
Maurice Belliere (1874-1922) hatte als Seminarist an den Karmel zu Lisieux geschrieben mit der Bitte um das Gebet einer Schwester. Er wird Therese zum "geistlichen Bruder" gegeben.
Gebet für einen Theologiestudenten (Therese von Lisieux)
Jesus, ich danke dir, daß du mir einen meiner größten Wünsche erfüllt hast:
einen Bruder zu haben, einen Priester und Apostel.
Ich fühle mich unwürdig dieser Auszeichnung,
doch da es dir gefallen hat, deiner kleinen, armen Braut die Gnade zu geben,
besonders für die Heiligung eines Priesters zu leben,
opfere ich dir für ihn mit Freude alle Gebete und Leiden auf.
Ich bitte dich, mein Gott, schau nicht auf das, was ich bin,
sondern darauf, was ich sein soll und sein möchte:
eine Ordensschwester, die ganz von deiner Liebe entflammt ist.
Du weißt, Herr, daß ich nur einen Wunsch habe:
daß man dich erkenne und liebe!
Jetzt wird dieser Wunsch Wirklichkeit.
Ich kann nur beten und leiden, aber dieser Bruder,
mit dem du mich in Liebe vereinst,
wird auf der Ebene kämpfen, um Herzen für dich zu gewinnen,
und ich werde auf dem Berge Karmel zu dir flehen,
daß du ihm den Sieg schenkst (vgl. Ex 17,9-13)
Göttlicher Jesus, erhöre mein Gebet für den, der dein Missionar sein will,
bewahre ihn mitten in den Gefahren der Welt.
Laß ihn mehr und mehr die Nichtigkeit und Eitelkeit der vergänglichen Dinge erkennen,
und laß ihn das Glück erfahren, sie hintanstellen zu können aus Liebe zu dir...
Maria, König des Karmel, dir vertraue ich diesen künftigen Priester an;
dem ich eine unwürdige kleine Schwester bin...,
beschütze ihn, damit er eines Tages zum Altar schreiten
und in seinen Händen den König der Himmel halten kann.
Ich bitte darum, daß du ihn immer unter deinem jungfräulichen Mantel bewahrst,
bis zu dem glücklichen Augenblick,
wenn er das Tal der Tränen verlassen und deinen Glanz schauen darf.
Dann wird er sich ewiglich an den Früchten seines wunderbaren Apostolats freuen können.
(17.-21. Oktober 1895)
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| Apsis der Basilika Sainte-Therese |
Das Lächeln der Himmelskönigin
Für die Priester beten!
und nochmal:
Gebet für die Priester
Gebet zum göttlichen Antlitz
Theresia lässt Rosen regnen
Die Mosaiken in der Unterkirche der Basilika St. Therese de Lixieux
In der Pfarrkirche St. Pierre erkennt Therese ihre Mission
Der pilgernde Reliquienschrein der hl. Therese
Die Eltern Zelie und Louis Martin
Am Grab der hl. Theresia vom Kinde Jesu
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| Basilika Sainte-Therese, Lisieux |