Dienstag, 6. November 2018

Leonhard von Noblac

 



Leonhard von Noblac, Einsiedler. Leonhard war ein Einsiedler, der wahrscheinlich im 6. Jahrhundert zu Noblac im Bistum Limoges eine Zelle gründete. Nach der legendären Lebensbeschreibung aus dem 11. Jahrhundert stammte Leonhard aus fränkischem Adel, war Schüler des Remigius von Reims. Er soll das Kloster Saint-Léonard-de-Noblac gegründet und sich besonders der Gefangenen angenommen haben.
Seine Gebeine wurden im 11. Jahrhundert erhoben. Seine Verehrung ist in Deutschland, Österreich, Frankreich, England und Italien verbreitet. Leonhard galt ursprünglich als Schutzpatron derer, „die in Ketten liegen“, also der Gefangenen und der Geisteskranken, die man bis ins 18. Jahrhundert ankettete.
Nach der Reformation wurde er Schutzpatron der Stalltiere, weil man die Ketten, mit denen er abgebildet wurde, als Viehketten deutete. Die Leonhard geweihten Kirchen sind mit Ketten umspannt. Am Leonarditag finden vielfach Tiersegnungen statt. Leonhard wird dargestellt in benediktinischer Abtskleidung mit Stab und Buch, mit Ketten und Kühen. Eine Statue des Heiligen befindet sich am Gang vor dem Refektorium von Heiligenkreuz.
(Martyrologium Sancrucense)



Marterl in der Nähe des Leithagebirges

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