Samstag, 9. Dezember 2023

Unsere Liebe Frau von Guadalupe, bitte für uns

 

Juan Diega, während der Erscheinung links, rechts vor dem Bischof, Votivkirche

Detaillierte Beschreibung des Wunders (Andreas Resch)

Wissenschaftlicher Befund des Bildes von Guadalupe (kathinfo) 

Die Guadalupe-Kapelle in Sevilla

Die Guadalupe-Kapelle im Petersdom

Die Guadalupe-Kapelle in der Wiener Votivkirche

Die Guadalupe-Kapelle in der Basilika von Loreto

Die Guadalupe-Kapelle in Lourdes 

Unsere Liebe Frau von Guadalupe in der Dormitio-Abtei in Jerusalem

Freitag, 8. Dezember 2023

Der Saal der Unbefleckten Empfängnis

 

Verkündigung des Dogmas der Unbfleckten Empfängnis, darüber das Paradies, Vatikanmuseum

Nach der Verkündigung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis durch Pius IX. am 8. Dezember 1854 beschloss der Pontifex, dieses Ereignis mit einem Freskenzyklus zu feiern.
Die Wahl fiel auf den großen Saal neben den Raffaelsälen, und die Aufgabe wurde Francis Podesti (1800-1895) übertragen, einem Maler, der ursprünglich aus Ancona stammte, aber in der römischen Kunst- und Akademielandschaft verwurzelt war. Der Künstler und sein Team arbeiteten von 1856 bis 1865 an dem Auftrag, planten ihn und verfolgten seine Ausführung in allen Aspekten: die hölzernen Türen und Fensterrahmen, die Marmorintarsien sowie die Verlegung des römischen Mosaiks aus Ostia Antica, das eigens für diesen Raum erworben wurde.
Die malerische Dekoration beginnt an der Decke mit allegorischen Szenen, die auf die Tugenden der Jungfrau anspielen; sie setzt sich an der Nordwand mit der Huldigung der Kontinente an die thronende Kirche fort; sie setzt sich an der Westwand fort, die der Diskussion der Dogmen im Petersdom gewidmet ist, und endet an der Ostwand mit der Krönung des Marienbildes, einem Ereignis, das auf die Proklamation folgt, die im Petersdom stattfand. Podesti, der anwesend war, hat hier ein Selbstporträt aufgenommen.


Krönung und Beweihräucherung des Marienbildes



Diskussion der Theologen


Papst Pius IX. verkündet das Dogma

Aus der Bulle Ineffabilis Deus von Papst Pius IX. zur Erklärung des  

Dogmas der Unbefleckten Empfängnis 8. Dezember 1854 

Nachdem Wir also ohne Unterlass in Demut und mit Fasten Unsere persönlichen und auch die gemeinsamen Gebete der Kirche Gott dem Vater durch seinen Sohn dargebracht haben, auf dass er durch den Heiligen Geist Unseren Sinn leite und stärke, nachdem Wir auch den ganzen himmlischen Hof um seine Hilfe angefleht und inständigst den Heiligen Geist angerufen haben, erklären, verkünden und entscheiden Wir nun unter dem Beistand des Heiligen Geistes zur Ehre der heiligen und ungeteilten Dreifaltigkeit, zum Ruhme und zur Verherrlichung der jungfräulichen Gottesmutter, zur Auszeichnung des katholischen Glaubens und zur Förderung der christlichen Religion, kraft der Autorität Unseres Herrn Jesus Christus, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und Unserer eigenen:


Die Lehre, dass die allerseligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis auf Grund einer besonderen Gnade und Auszeichnung von seiten des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Erlösers der ganzen Menschheit, von jeder Makel der Erbsünde bewahrt blieb, ist von Gott geoffenbart und muss deshalb von allen Gläubigen fest und unabänderlich geglaubt werden. 

Wenn also jemand, was Gott verhüten wolle, anders, als von Uns entschieden ist, im Herzen zu denken wagt, der soll wissen und wohl bedenken, dass er sich selbst das Urteil gesprochen hat, dass er im Glauben Schiffbruch erlitten hat und von der Einheit der Kirche abgefallen ist.

Alle diese verfallen außerdem durch ihre Tat schon den vom kirchlichen Rechte bestimmten Strafen, wenn sie das, was sie im Herzen sinnen, mündlich oder schriftlich oder auf was immer für eine Weise nach außen hin zur Kenntnis zu geben wagen.

2. Lobpreis der Unbefleckten Jungfrau

34 So ist denn von Freude Unser Herz erfüllt und voll von Jubel Unsere Zunge. Wir sagen jetzt und immerdar Unserem Herrn Jesus Christus den demütigsten und höchsten Dank, dass er entgegen Unseren Verdiensten Uns die Gnade verliehen hat, diese Ehre, diesen Ruhm und diesen Lobpreis seiner heiligsten Mutter darzubringen und zu beschließen.
Auf sie setzen wir Unsere ganze Hoffnung und Unser vollstes Vertrauen.
Ist sie doch ganz schön und ohne Makel;
sie hat das giftige Haupt der grausamen Schlange zertreten und der Welt das Heil gebracht;
sie ist der Ruhm der Propheten und Apostel, die Ehre der Blutzeugen,
die Freude und Krone der Heiligen, die sicherste Zuflucht und treue Helferin aller Gefährdeten des ganzen Erdkreises, die mächtige Mittlerin und Versöhnerin bei ihrem eingeborenen Sohne,
der herrlichste Schmuck, die Zierde der heiligen Kirche und ihre unüberwindliche Schutzwehr;
sie hat stets alle Irrlehren vernichtet
und die gläubigen Völker und Nationen den größten Drangsalen entrissen
und Uns selbst aus so manchen drohenden Gefahren befreit.

Und so erwarten Wir denn von ihr, sie werde durch ihre mächtige Fürbitte bewirken, dass unsere heilige Mutter, die Kirche, nach Beseitigung aller Hindernisse, nach Überwindung aller Irrtümer unter allen Völkern und an allen Orten von Tag zu Tag an Kraft gewinne, blühe und herrsche von Meer zu Meer, vom großen Strom bis zu den Grenzen des Erdenrundes, dass sie des Friedens, der Ruhe und der Freiheit sich erfreue. Wir erwarten, dass sie den Schuldigen Verzeihung, den Kranken Heil, den Kleinmütigen Starkmut, den Betrübten Trost, den Gefährdeten Hilfe bringe und alle Irrenden nach Aufhellung der Finsternis des Geistes auf den Pfad der Wahrheit und Gerechtigkeit zurückführe, auf dass ein Hirt und eine Herde werde.

 

Vitrine aus dem Haus Christofle, Paris, in der kostbar gebundene Bücher aufbewahrt sind. Es
handelt sich vorwiegend um Manuskripte, die Pius IX. anlässlich der feierlichen Definition des
Dogmas von der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria als Geschenk erhielt.



GEBET VOR DER MARIENSÄULE AUF DEM SPANISCHEN PLATZ

GEBET VON JOHANNES PAUL II.

Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria
Montag, 8. Dezember 2003

 

1. Königin des Friedens, bitte für uns!

Am Fest Deiner Unbefleckten Empfängnis
knie ich wieder vor Dir, Maria,
um Dich zu verehren zu Füßen dieses Bildes,
das vom Spanischen Platz aus Deinen mütterlichen Blick
über diese alte, mir so teure Stadt Rom schweifen läßt.

Ich bin heute abend gekommen,
um Dir zu huldigen und meine aufrichtige Hingabe zu bezeigen.
In dieser Geste schließen sich mir auf diesem Platz unzählige Römer an,
deren Zuneigung mich immer begleitet hat
in all den Jahren meines Dienstes auf dem Stuhl Petri.

Mit ihnen bin ich hier, um den Weg anzutreten
zum 150. Jahrestag des Dogmas,
das wir heute mit kindlicher Freude feiern.

2. Königin des Friedens, bitte für uns!

Auf Dich schauen wir mit immer tieferer Sorge,
zu Dir kommen wir mit noch größerem Vertrauen
in dieser Zeit, die von nicht wenigen Unsicherheiten und Befürchtungen gekennzeichnet ist,
aufgrund der gegenwärtigen und zukünftigen Geschicke unseres Planeten.

Zu dir, Erstlingsfrucht der von Christus erlösten Menschheit,
die von der Knechtschaft des Bösen und der Sünde endlich befreit ist,
erheben wir gemeinsam eine eindringliche und vertrauensvolle Bitte:
Höre den Schmerzensschrei der Opfer
der Kriege und der vielen Formen von Gewalt,
die die Erde mit Blut beflecken.

Vertreibe die Finsternis der Traurigkeit und der Vereinsamung,
des Hasses und der Rachsucht.
Öffne den Sinn und das Herz aller für die Zuversicht und Vergebung!

3. Königin des Friedens, bitte für uns!

Mutter der Barmherzigkeit und Hoffnung,
erwirke für die Menschen des dritten Jahrtausends
das wertvolle Geschenk des Friedens:
Frieden in den Herzen und in den Familien, in den Gemeinschaften und unter den Völkern;
Frieden besonders für jene Nationen,
in denen Tag für Tag weiter gekämpft und gestorben wird.

Gib, daß die Menschen aller Rassen und Kulturen
Jesus begegnen und Ihn aufnehmen,
der im Weihnachtsgeheimnis auf die Erde gekommen ist,
um uns »seinen« Frieden zu schenken.
Maria, Königin des Friedens,
schenke uns Christus, den wahren Frieden der Welt!

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Nikolaus, ein Kämpfer

 


Der heilige Nikolaus soll beim Konzil von Nicäa dem glaubensabtrünnigen Arius eine Ohrfeige verpasst haben. 

hier und hier zu sehen und nachzulesen


Wenn der Nikolaus so ausgesehen hat, gabs vermutlich keine Gegenwehr

Montag, 4. Dezember 2023

Osmund von Salisbury (auch am 4.12.)

 

Heiliger Osmund, bitte für uns

hier im Heiligenlexikon

St Osmund, Salisbury

Am Grab des seligen Adolf Kolping

 

Minoritenkirche in Köln

 
Priester
Namensdeutung: edler Wolf (althochdt.)
Namenstage: Adolph, Adolf, Adolphe, Adolfo, Adolfas, Adi, Dolf, Dolph, weibl.: Adolfine
Gedenktag: 4. Dezember

Lebensdaten: geboren am 8. Dezember 1813 in Kerpen bei Köln, gestorben am 4. Dezember 1865 in Köln

Lebensgeschichte: Adolph Kolping, der Sohn eines Lohnschäfers, besuchte nur die Dorfschule und begann mit 13 Jahren eine Schuhmacherlehre. Seinen Beruf übte er unter anderem auf Wanderschaft im Kölner Umland aus. Der häufig kranke und seelisch einsame Kolping nahm Latein- und Griechischunterricht bei den Kerpener Geistlichen Leonhard Lauffs und Theodor Wollersheim und wurde 1837 in die Tertia des Kölner Marzellengymnasiums aufgenommen. Nach dem Reifezeugnis 1841 konnte er dank eines persönlichen Stipendiums der Gutsbesitzertochter Marialen Meller sein Theologiestudium aufnehmen, das er in München und Bonn absolvierte. Nach dem Besuch des Erzbischöflichen Clericalseminars in Köln empfing er 1845 die Priesterweihe.

Seine erste Stelle als Kaplan und Religionslehrer führte ihn nach Elberfeld (Wuppertal), wo der Lehrer Johann Gregor Breuer durch die Gründung eines Gesellenvereins junge Handwerker vor den fatalen Nebenerscheinungen der industriellen Revolution zu bewahren suchte: Arbeitsausbeutung mit keiner anderen Perspektive als Verelendung, gepaart mit geistiger Verwahrlosung. Dagegen bot der Gesellenverein soziale Unterstützung, Bildung, Austausch und religiösen Halt. Kolping war von Breuers Idee überzeugt, verfasste die programmatische Schrift „Der Gesellenverein“ und ließ sich 1849 in die Rheinmetropole versetzen, um den Kölner Gesellenverein und von dort aus weitere Häuser für die gefährdeten Handwerksburschen zu gründen.

1850 hatte der Verein bereits 550 Mitglieder, die seine Idee in die Welt trugen, wo es Kolping nicht selber durch eine reiche publizistische Tätigkeit erreichte. Als Redakteur des „Rheinischen Kirchenblatts“, als Herausgeber katholischer Volkskalender und später als Verleger der erfolgreichen „Rheinischen Volksblätter für Volk, Familie und Handwerk“ erwarb er sich den Ruf eines Volksschriftstellers und nutzte die Reichweite seiner Pressearbeit zur Propagierung seines Anliegens, die geistige und soziale Not der Gesellen zu lindern.

Auch die Katholikentage nutzte der „Gesellenvater“, um für seine Ziele zu werben. 1861 musste er aber aus Gesundheitsgründen seine Teilnahme am Münchener Katholikentag absagen. 1862 konnte er jedoch nach Rom reisen und dem Papst sein Werk vorstellen. 1865 erlitt er zuerst eine schwere Gelenkentzündung und dann mehrere Erstickungsanfälle, denen er kurz vor seinem 52. Geburtstag erlag. Er wurde auf dem Kölner Melatenfriedhof beerdigt und später, seinem Wunsch gemäß, in der Minoritenkirche beigesetzt.

Verehrung: Der 1934 eröffnete Seligsprechungsprozess kam erst 1991 durch Papst Johannes Paul II. zu seinem feierlichen Abschluss. Das Kolpingwerk, das aus dem Zusammenschluss der Gesellenvereine hervorging, ist heute in 17 Ländern der Erde verbreitet und zählt mehr als 250.000 Mitglieder.

(bistumaugsburg)

Grab des sel. Adolf Kolping

Seliger Adolf Kolping, bitte für uns!


Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Barbara, des hl. Osmund von Salisbury und des hl. Johannes von Damaskus

Barbara in der Kathedrale von Laibach

Barbara im Wiener Stephansdom

Tele-Kleinode in Heiligenkreuz (mit dem Glasfenster der hl. Barbara im Hintergrund)

Barbara und die hl. Eucharistie in Heiligenkreuz

Die hl. Barbara bringt dem hl. Stanislaus Kostka die Eucharistie

Freitag, 1. Dezember 2023

Herz Jesu Freitag


 

Heiligstes Herz Jesu, Quelle alles Guten,
ich bete Dich an, ich glaube an Dich, ich hoffe auf Dich,
ich liebe Dich und bereue alle meine Sünden.
Dir schenke ich dieses mein armes Herz,
mache es demütig, geduldig,
rein und in allem Deinen Wünschen entsprechend.

Gib o guter Jesu, dass ich in Dir lebe und Du in mir lebst.
Beschütze mich in Gefahren,
tröste mich in Trübsal und Betrübnissen.
Gewähre mir die Gesundheit des Leibes und der Seele,
Deinen Segen für alle meine Werke
und die Gnade eines heiligen Todes.
Amen.
(Benedikt XV.)