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| Ebnerkapelle im Jahr 2020 |
Gleichzeitig mit dem Ostflügel des Klosters Maria Medingen wurde 1753 bis 1758 die Ebnerkapelle südlich an das Langhaus der Klosterkirche angebaut und vor dem Altar der Kapelle das Hochgrab der 1979 seliggesprochenen Mystikerin Margareta Ebner (1291–1351) untergebracht, die von 1305 bis zu ihrem Tod im Kloster Maria Medingen lebte. Die Grabplatte mit ihrer Liegefigur wurde im 14. Jahrhundert, kurze Zeit nach ihrem Tod, von einem Lauinger Steinmetz angefertigt. (wiki)
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| Grabplatte von Margarete Ebner, 14. Jhdt, Ebnerkapelle, Maria |
Lebensdaten: geboren um 1291 in Donauwörth, gestorben am 20. Juni 1351 in Mödingen bei Dillingen
Lebensgeschichte: Margarete Ebner war die Tochter eines Donauwörther Patriziers und trat mit 15 Jahren als Chorschwester in das Kloster der Dominikanerinnen von Maria Medingen ein. Ab 1312 war sie ständig krank, konnte weder essen noch trinken und zog sich immer mehr von der Klostergemeinschaft zurück. Es folgten Schwellungen und Lähmungen, die sie ans Bett fesselten. In dieser Zeit erfuhr Margarete Visionen, in denen sie von Jesus Christus direkt angesprochen wurde.
1325 kehrte sie für ein Jahr zu ihrer Familie nach Donauwörth zurück, weil ihr Kloster infolge kriegerischer Auseinandersetzungen aufgelöst worden war. Nach Wiederaufnahme des Ordenslebens besserte sich ihr gesundheitlicher Zustand merklich, und sie band sich stärker an die Gemeinschaft.
1332 lernte sie den Priester Heinrich von Nördlingen kennen, der sie geistlich begleitete, sie mit Schriften anderer Mystiker bekanntmachte und sie zur Niederschrift ihrer eigenen Erfahrungen ermunterte. Margarete verfasste ein „Büchlein“ genanntes Tagebuch, in dem sie ihre Visionen und Auditionen sowie Gebete und Briefauszüge festhielt. Ihre Korrespondenz mit Heinrich von Nördlingen ist der älteste erhaltene Briefwechsel in deutscher Sprache.
Eine Besonderheit von Margaretes Mystik sind die Dialoge, die sie als eine Art „Amme“ mit einer hölzernen Jesuspuppe führte. Sie starb mit 60 Jahren im Ruf der Heiligkeit.
Verehrung: Margarete erhielt im Klosterkapitel ein kunstvolles Grabmal, dessen Inschrift sie eine „Selige“ nennt. Nach 600-jähriger Verehrung nahm Papst Johannes Paul II. am 24. Februar 1979 an ihr seine erste Seligsprechung vor.
Darstellung: als Dominikanerin mit Kreuz, Kind oder Bußwerkzeug
„Do neigete sich unser herre zuo mir und truckte mich an sin herz. Do wart min sele erfüllet mit süezekeit und mit solicher minne, daz ich nit enmochte begrifen, waz got an dem menschen gewirken mag.“
„Da neigte sich unser Herr zu mir und drückte mich an sein Herz. Da wurde meine Seele mit Süße und mit einer solchen Liebe erfüllt, dass ich nicht begreifen konnte, was Gott am Menschen wirken kann.“
(Margarete Ebner)
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| Selige Margarete Ebner, bitte für uns! |




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