Mittwoch, 3. März 2021

Liberat-Gedenkstätte in der Grazer Franziskanerkirche

 

 

Liberatus Weiß und zwei Gefährten, Märtyrer in Äthiopien. Liberatus Weiß wurde 1675 in Konnersreuth geboren und bei den Zisterzienserinnen von Waldsassen erzogen. Mit 18 trat er in Graz in den Franziskanerorden ein und wurde nach seiner Priesterweihe 1704 für die Mission in Äthiopien bestimmt. 1704 brach Liberatus mit seinen Begleitern auf, aber auf dem Weg über Ägypten und den Sudan wurde er in Khartum vom König aufgehalten und ausgeraubt; acht seiner neun Begleiter starben durch die Strapazen. In Jerusalem wartete Liberatus dann auf eine neue Gelegenheit zur Mission in Äthiopien, 1711 folgte er der Anweisung aus Rom und traf 1712 in Begleitung von Michael Pius Fasoli und Samuel Marzorato in Gonder, der damaligen Hauptstadt Äthiopiens ein. Liberatus litt unter dem ständigen Misstrauen der Kopten, gewann aber das Vertrauen des äthiopischen Königs. Zwar durfte er nicht predigen, aber er konnte lehren und sogar ein kleines Hospital aufbauen. 1715 schlug er der äthiopischen Kirche die Wiedervereinigung mit der katholischen Kirche in Rom vor. Doch es kam im Volk zur Revolte gegen ein solches Vorhaben, Liberatus und seine Begleiter mussten flüchten, der König als ihr Förderer sogar abdanken. Der neue König stellte die drei Franziskaner vor Gericht, sie wurden zum Tod durch Steinigung verurteilt. Liberatus Weiß, Michael Pius Fasoli und Samuel Marzorato fanden am 3. März 1716 unter dem Steinhagel einer aufgebrachten Volksmenge den Martertod. Johannes Paul II. hat sie am 20. November 1988 selig gesprochen.
(Martyrologium Sancrucense)

Glasfenster in der Grazer Franziskanerkirche


Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Kapuziners Innozenz von Berzo.


Franziskanerkirche Graz

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