Freitag, 5. Juni 2020

Am Bonifatiusgrab in Fulda

Grab des hl. Bonifatius, Liegefigur und Relief des Martyriums v. Johann Neudecker

 
Bonifatius, ursprünglich Winfrid, wurde um 673 in der Grafschaft Wessex (England) geboren und in den Klöstern Exter und Nursling erzogen. Mit vierzig Jahren reiste er zum ersten Mal als Missionar nach Deutschland.

Dreimal pilgerte er nach Rom, um die Einheit der Kirche zu sichern. Von Papst Gregor II. erhält er 719 den Missionsauftrag für Germanien und den Namen Bonifatius, 722 wird er zum Missionsbischof geweiht, 732 von Gregor III. zum Erzbischof ernannt. Er organisiert die Kirche in Bayern durch Erneuerung bestehender Bistümer, im mitteldeutschen Raum durch Neugründungen (Büraburg, Erfurt, Würzburg) und reformierte die fränkische Kirche durch Synoden. Er errichtet Klöster (Amöneburg, Fritzlar, Fulda) als Zentren weiterer Missionsarbeit, als Orte des Gebets und der Kultur. Am 5. Juni 754 wird Bonifatius bei Dokkum von heidnischen Friesen erschlagen und später in seiner Lieblingsgründung, dem Kloster Fulda, begraben.

Bonifatius hat maßgeblich an der christlichen Grundlegung Europas mitgewirkt; er wird als "Apostel der Deutschen" gefeiert und als Patron unseres Bistums Fulda verehrt. Seit 1867 versammeln sich an seinem Grab die deutschen Bischöfe zu ihrer jährlichen Herbstkonferenz.


Herr, unser Gott,
erhöre die Bitten deiner Gemeinde,
die heute das Fest des heiligen Bonifatius feiert.
Auf seine Fürsprache schenke uns deine Hilfe,
damit wir den Glauben treu bewahren,
den er unseren Vätern gepredigt
und mit seinem Blut besiegelt hat.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Gemälde in Pfarrkirchen, OÖ, Bonifatius gründet Diözesen und vergibt sie (Lesehore, die Last des Hirtenamtes)

Bonifatiusstatue vor dem Mainzer Dom (Vita)

Tod durch Friesen, Statue im Mainzer Dom, Gebet des hl. Bonifatius 

Bonifatiuskapelle in der Krypta des Doms zu Fulda

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