Sonntag, 26. April 2020

Sie wussten, dass es der Herr war

der wunderbare Fischfang bei der Erscheinung des Auferstandenen, Vorhalle des Petersdoms



Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 21
1 In jener Zeit
offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal,
am See von Tibérias,
und er offenbarte sich in folgender Weise.
2 Simon Petrus, Thomas, genannt Dídymus,
Natánaël aus Kana in Galiläa,
die Söhne des Zebedäus
und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.
3 Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen.
Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit.
Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot.
Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
4 Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.
Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
5 Jesus sagte zu ihnen:
Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen?
Sie antworteten ihm: Nein.
6 Er aber sagte zu ihnen:
Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus
und ihr werdet etwas finden.
Sie warfen das Netz aus
und konnten es nicht wieder einholen,
so voller Fische war es.
7 Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus:
Es ist der Herr!
Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei,
gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war,
und sprang in den See.
8 Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot
– sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt,
nur etwa zweihundert Ellen –
und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
9 Als sie an Land gingen,
sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer
und darauf Fisch und Brot liegen.
10 Jesus sagte zu ihnen:
Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt!
11 Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land.
Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt,
und obwohl es so viele waren,
zerriss das Netz nicht.
12 Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst!
Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du?
Denn sie wussten, dass es der Herr war.
13 Jesus trat heran,
nahm das Brot und gab es ihnen,
ebenso den Fisch.
14 Dies war schon das dritte Mal,
dass Jesus sich den Jüngern offenbarte,
seit er von den Toten auferstanden war.
(Evangelium vom 3. Ostersonntag)





Vorhalle des Petersdoms
der wunderbare Fischfang bei der Erscheinung des Auferstandenen, Vorhalle des Petersdoms

Samstag, 25. April 2020

Markus

Evangelist Markus, Kapitell im Chorquadrat, Pfarrkirche Schöngrabern



Johannes mit dem Beinamen Markus (Apg 12,12) war der Sohn der Maria, in deren Haus sich die Urgemeinde von Jerusalem versammelte. Er begleitete seinen Verwandten Barnabas und den Apostel Paulus auf der ersten Missionsreise, kehrte aber, als sie in Perge in Pamphylien ankamen, allein nach Jerusalem zurück (Apg 13,13). Es scheint, dass er den Mut verloren hatte. Auf die zweite Missionsreise wollte Paulus ihn nicht mehr mitnehmen. 
Später finden wir ihn wieder bei Paulus (Phlm 24; Kol 4,10; 2 Tim 4,11). Dann war er Begleiter des Petrus in Rom. Petrus-Erinnerungen sind auch in dem nach Markus benannten Evangelium zu erkennen, das sicher vor der Zerstörung Jerusalems (70 n. Chr.) geschrieben wurde. - Nach der Überlieferung soll Markus die Kirche von Alexandrien gegründet und geleitet haben und dort als Märtyrer gestorben sein. Seine Reliquien kamen im 9. Jahrhundert auf abenteuerliche Weise nach Venedig, wo ihm die Hauptkirche (Markus-Dom) geweiht ist.



Markus
Glasfenster in S. Martino, Lucca (Glaube u. Nachfolge bei Markus, Söding)
Mosaik in S. Vitale Ravenna
San Marco in Rom
Aslan, bist du es?




Freitag, 24. April 2020

Fidelis von Sigmaringen


Fidelis von Sigmaringen, Patron der Nordtiroler Kapuzinerprovinz, Holzfigur
von Franz Staud, um 1949, Kapuzinerkirche, Innsbruck


Fidelis von Sigmaringen, Priester und Märtyrer. Geboren 1578, Sohn des Bürgermeisters Roy von Sigmaringen, wurde Fidelis von der Universität Freiburg zum Doktor der Philosophie und beider Rechte promoviert und war 1611 für 2 Jahre als Gerichtsrat im Elsass tätig.
Im September 1612 wurde er zum Priester geweiht und trat im Oktober desselben Jahres in den Kapuzinerorden ein. Der hervorragende Prediger und Seelsorger war in Württemberg, in Vorarlberg und in der Schweiz tätig. In Graubünden wurde Fidelis von calvinistischen Bauern am 24. April 1622 vor der Kirche zu Seewis erschlagen. Seine Reliquien werden in Chur und Stuttgart verehrt, sein Haupt befindet sich in der Kapuzinerkirche von Feldkirch. Fidelis ist der zweite Diözesanpatron von Feldkirch und auch der Patron der Juristen.


Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Egbert von Irland.

Innsbruck

Donnerstag, 23. April 2020

Kirchweihe des Stephansdoms

 



Kirchweihe des Stephansdomes. Im Jahr 1137 wurde von Bischof Regimar aus Passau eine Pfarre in Wien errichtet. Bischof Reginbert weihte im Jahr 1147 eine romanische Kirche zu Ehren des heiligen Erzmärtyrers Stephanus, der auch Patron des Passauer Domes ist.
Die Kirche, die durch einen Brand im Jahr 1267 arg mitgenommen war, wurde wieder aufgebaut, größer und herrlicher als zuvor. Doch Rudolf IV., Erzherzog von Österreich, führte einen ganz neuen Bau im gotischen Stil auf. Deshalb hat man Rudolf IV. auch den Beinamen „der Stifter“ gegeben. Dieses Heiligtum wurde von Paul II. im Jahr 1469 zur Würde einer Kathedralkirche und von Innozenz XIII. zum Sitz eines Erzbischofs erhoben.
Am 11. April 1945 wurde der Stephansdom durch Kriegswirren und einen Feuersturm schwer beschädigt, sodass er zum Teil einstürzte. Nach dem Wiederaufbau unter Kardinal Theodor Innitzer konnte das Wahrzeichen Wiens am 19. Dezember 1948 – mit Ausnahme des Albertinischen Chores – wieder für den Gottesdienst eingeweiht werden. Der gesamte Dom wurde schließlich am 26. April 1952 wieder in Verwendung genommen.
(Martyrologium Sancrucense)

Zur Kirchweihe 2014 (im Weitwinkel)
Zur Kirchweihe 2015 (Eligiuskapelle)




Und hier noch Bilder der letztjährigen missa chrismatis, heuer wurde sie aufgeschoben:

Vorsicht Steinschlag (1)


Weihe der Öle, hier Chrisam

Vorsicht Steinschlag (2)

scharf ist hier nur das Handybild

schon besser

Adalbert von Prag

Karlsbrücke, Prag



Adalbert von Prag, tschechisch Vojtech, Bischof.
Vojtech stammte aus dem Fürstengeschlecht der Slavnikiden in Böhmen, er wurde um 956 geboren und erhielt bei der Firmung den Namen seines heiligen Firmspenders, Erzbischof Adalberts von Magdeburg. 983 wurde Adalbert von Kaiser Otto III. zum 2. Bischof von Prag berufen.
Infolge seelsorglicher und politischer Schwierigkeiten verließ er seinen Bischofssitz und wurde Benediktiner in Rom. Er wirkte jedoch später wieder in Prag, ja zog mit Unterstützung des Polenherzogs Boleslaw Chrobry nach Preußen, um an der Weichselmündung den Glauben zu verkündigen. Dort erlitt Adalbert zu Tenkitten am Frischen Haff am 23. April 997 den Märtyrertod, wo ihn die Preußen überwältigten und enthaupteten. Er gilt als Apostel und Patron Preußens.
Zunächst in Gnesen bestattet, wurden seine Gebeine 1039 nach Prag überführt. Dargestellt wird Adalbert als Bischof mit Mitra und Stab, oft mit Ruder, Speer und Schwert.
(Martyrologium Sancrucense)

Adalbert von Prag in der Grabeskirche des Apostels Bartholomäus auf der Tiberinsel

Johannes Nepomuk Denkmal auf der Karlsbrücke vor dem Veitsdom, Prag

Adalbert von Prag, Veitsdom

O heiliger Georg


Hochaltarbild: Hl. Georg besiegt den Drachen, Georgskirche, Horn


Märtyrer, Nothelfer
Namensdeutung: der Landmann (griech.)
Namenstage: Georg, Giorgio, George, Jorge, Jörg, Jürgen, York, Jordi, Juri, Juraj, Jerzy, Jiří, weibl.: Georgia, Georgette, Jiřina
Gedenktag: 23. April
Lebensdaten: geboren in Lydda, Palästina, gestorben um 303 in Nikomedien, Türkei

Lebensgeschichte und Legende: Georg war der Sohn eines römischen Provinzgouverneurs und wurde Soldat im kaiserlichen Heer. Als er nach dem Tod seines Vaters dessen Amt übernehmen wollte, dabei aber seines christlichen Glaubens wegen das Kaiseropfer verweigerte, wurde er wie unzählige andere unter dem Christenverfolger Diokletian zum Tod durch Folterung verurteilt: Er wurde auf ein Rad aus scharfen Klingen geflochten, überlebte jedoch und wurde schließlich enthauptet.
Die zahlreichen verschiedenen Überlieferungen seines Martyriums verlagern es unmittelbar an den Kaiserhof oder fügen einen kaiserlichen Statthalter ein, der seiner Bosheit wegen als „Schlange“ bezeichnet wird. Vielleicht hat darin die Legende vom Drachentöter Georg ihren Ursprung, die besonders von der Legenda aurea verbreitet wurde: Der christliche Ritter befreite eine Königstochter von einem Untier, dem sie geopfert werden sollte, und aus Dankbarkeit ließen sich der König und alle seine Untertanen taufen. Diese Legende, in der sich die griechische Perseussage und Märchen zu einem christlichen Ritterroman verbinden, wurde besonders in England populär. König Richard Löwenherz erwählte den heiligen Georg zu seinem Schutzpatron, und über die zurückkehrenden Kreuzfahrer wurde er zu einem der beliebtesten Heiligen und Namenspatrone.

Verehrung: Eusebius von Caesarea (gestorben 339) berichtet von einer Kirche in Lydda, die Georgs Reliquien gewidmet war. Im 4. Jahrhundert breitete sich seine Verehrung im gesamten Römischen Reich aus. 494 zählte Papst Gelasius I. Georg zu den Heiligen, deren Taten nur Gott bekannt seien. Nachdem er den Kreuzfahrern als Beistand erschienen war, wurde Georgs Gedenktag 1222 auf der Synode von Oxford zum Fest in England und auf dem Konstanzer Konzil am 23. April 1415 zum Hochfest erhoben. Obwohl Georg zu den 14 Nothelfern und zu den beliebtesten Heiligen weltweit zählt, schwand seine liturgische Verehrung ab dem 16. Jahrhundert.

Darstellung: als Ritter mit einem durchbohrten Drachen, seltener bei seinem Martyrium

Patron: von England, Georgien, Äthiopien, Griechenland, Serbien, Tirol, Aragonien und Katalonien, Freiburg, Genua und Barcelona, des Bistums Limburg, der Ritterorden und der Pfadfinder, der Artisten, Bauern, Bergleute, Böttcher, Gefangenen, der Pferde und des Viehs, der Reiter, Wanderer und Spitäler; Helfer in Kämpfen und gegen Kriegsgefahren, Versuchungen, Fieber, Pest und für das Wetter

Georgsdenkmal in Zagreb
Statue des hl. Georg im Stephansdom 




Gebet der Priester zum Hl. Georg

O heiliger Georg, du unser Schutzpatron!
In deinem ganzen Leben, hast du dich dafür eingesetzt,
Leben zu retten und Unheil abzuwenden
und den Glauben durch die Nächstenliebe weiterzugeben.

Hilf uns allen die wir dich als Schutzpatron verehren,
nach deinem Beispiel und Vorbild als Christen und Priester
mutig und mit kraftvoller Überzeugung die Botschaft unseres Herrn Jesus Christus zu leben.

Erhebe unseren Blick zu Christus, dem Auferstandenen,
aus dessen Kraft du gehandelt hast
und lass es uns nachahmen mit unseren gegebenen Kräften.

Als Priester haben wir uns in den Dienst unseres Auferstandenen Herrn Jesus Christus gestellt,
 um ihm in dieser Welt zu dienen.
Lass aus diesem Grunde jede unserer Taten zum Gebet werden
und zu einer Glaubenstat Gottes.

Hilf uns, dem Bösen zu widerstehen, es zu bekämpfen,
das Gute zu fördern, den Schwachen und Bedrückten gegen Ungerechtigkeit zu verteidigen.

Heiliger Georg, steh uns bei, dass wir mit Tapferkeit und Mut,
Selbstverleugnung und Selbstopfer deinen und unseren Herrn verkünden.

Sei unser Fürsprecher,
 der uns im Todeskampf siegreich entgegenkommt,
dass auch wir Aufnahme finden in die Gemeinschaft der Heiligen, in die Vollendung bei Gott.
So bitten wir:
 Heiliger Georg! Bitte für uns! Durch Christus unseren Herrn.
Amen.

(Quelle)


Georgskirche, Horn

Mittwoch, 22. April 2020

So sehr hat Gott die Welt geliebt


Gnadenstuhl, Saint Hilaire le Grand, Poitiers



+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes Joh 3, 16-21
16Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
17Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
18Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.
19Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.
20Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
21Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.
(Evangelium vom Dienstag der 2. Osterwoche)

Dienstag, 21. April 2020

Gebet zum Bruder Konrad in Not und Bedrängnis

Statue von Konrad von Parzham im Kloster Altötting



Heiliger Bruder Konrad,
du Liebhaber der Armen und Bedrängten,
sei in Demut und Liebe von mir armen Erdenpilger gegrüßt!

Ich fasse großes Vertrauen zu dir, weil du ja in deinen Erdentagen
schon Tag für Tag armen und bedrängten Herzen Helfer und Tröster warst.
Diese deine Liebe zu den Armen ist aber heute, wo du im Himmel bist,
noch viel größer geworden, so daß ich fürwahr voll Zuversicht mich dir nahen kann.

So stehe ich denn vor dir und klage dir mein Elend und meine Not.
Ich weiß zwar, daß ich armer Mensch nicht würdig deiner Liebe bin,
aber schaue nicht auf meine Armseligkeit, sondern auf deine große Güte und erhöre mich!
Amen.


Ausstellung im Konradkloster (1)
Die Glasfenster in St. Konrad in Altötting
Am Grab des hl. Bruder Konrad von Parzham
Das glühende Gebet des hl. Konrad
Die Marienminne des hl. Konrad

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Anselm von Canterbury