Samstag, 27. Januar 2018

Dem König aller Könige

Maria mit Kind, St James´s Spanish Place, London

Die Jungfrau empfing durch das Wort,
sie blieb Jungfrau
und gebar den König aller Könige.
(Dominikanisches Proprium 841)

Angela Merici

Angela Merici, Petersdom


Angela Merici, Ordensgründerin. Angela Merici wurde am 1. März 1474 in Desenzano am Gardasee geboren. Sie unterrichtete mit gleichgesinnten Kinder in den Glaubenswahrheiten. 1524 pilgerte Angela Merici nach Jerusalem. Kurz darauf bestätigte Papst Clemens VII. die von ihr ins Leben gerufene „Gesellschaft der hl. Ursula“, die 1535 endgültig gegründet wurde und 1537 Angela zur ersten Oberin wählte. Die Ursulinen widmeten sich besonders der Erziehung und dem Unterricht der weiblichen Jugend. In Brescia war „Madre“ Angela die vielgeliebte Ratgeberin für alle Stände. Sie starb am 27. Jänner 1540 in Brescia und wurde in der dortigen Kirche Santa Afra bestattet. Angela Merici wird dargestellt im Ursulinengewand mit Kruzifix, Buch und Himmelsleiter.
(Martyrologium Sancrucense)

Anleitung zum Herzensgebet (Angela Merici)

Petersdom

Freitag, 26. Januar 2018

Mein geliebtes und treues Kind im Herrn (1 Kor 4,17) - Timotheus

hl. Timotheus, S. Pudenziana, Rom



Timotheus und Titus sind die bekanntesten Schüler des Apostels Paulus und werden deshalb gemeinsam am Tag nach Pauli Bekehrung gefeiert.

Timotheus, Sohn eines heidnischen Vaters und einer jüdischen Mutter, stammte aus Lystra (in der heutigen Türkei). Er wurde von Paulus auf der ersten Missionsreise für den christlichen Glauben gewonnen und war sein treuester Begleiter und Mitarbeiter. Auch während der römischen Gefangenschaft war er bei Paulus. Nach alter Überlieferung war Timotheus der erste Bischof von Ephesus. Zwei von den paulinischen Briefen sind an ihn gerichtet.

Titus ist geborener Heide. In der Apostelgeschichte wird er merkwürdigerweise nicht erwähnt, dagegen in den Paulusbriefen oft Mitarbeiter des Paulus genannt. Paulus hat ihn für das Christentum gewonnen, ihn zum sog. Apostelkonzil nach Jerusalem mitgenommen und ihm wichtige Aufgaben anvertraut. Einer der Paulusbriefe ist an Titus gerichtet. Nach der Überlieferung wurde er von Paulus zum ersten Bischof von Kreta bestellt.

Paulus an Timotheus:
„Es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen zahlreiche Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln ... Du aber sei in allem nüchtern, ertrag das Leiden, verkünde das Evangelium, erfülle deine Aufgabe!“ (2 Tim 4,3-5)
(Schott)

Donnerstag, 25. Januar 2018

Bekehrung Pauli - Westminster Cathedral


Pauli Bekehrung: Steh auf und geh...., Boris Anrep, Pauluskapelle in der Westminster Cathedral, London



1 Ihr Brüder und Väter, hört jetzt meine Verantwortung vor euch!
2 Als sie aber hörten, dass er sie in hebräischer Mundart anredete, hielten sie noch mehr Ruhe. Und er spricht:
3 Ich bin ein jüdischer Mann, geboren in Tarsus in Zilizien; aber auferzogen in dieser Stadt, zu den Füßen Gamaliels, unterwiesen nach der Strenge des väterlichen Gesetzes, war ich, wie ihr alle heute seid, ein Eiferer für Gott.
4 Ich habe diesen Weg verfolgt bis auf den Tod, indem ich sowohl Männer als auch Frauen band und in die Gefängnisse überlieferte,
5 wie auch der Hohepriester und die ganze Ältestenschaft mir Zeugnis gibt. Von ihnen empfing ich auch Briefe an die Brüder und reiste nach Damaskus, um auch diejenigen, die dort waren, gebunden nach Jerusalem zu führen, dass sie bestraft würden.
6 Es geschah mir aber, als ich reiste und mich Damaskus näherte, dass um Mittag plötzlich aus dem Himmel ein helles Licht mich umstrahlte.
7 Und ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die zu mir sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich?
8 Ich aber antwortete: Wer bist du, Herr? Und er sprach zu mir: Ich bin Jesus, der Nazoräer, den du verfolgst.
9 Die aber bei mir waren, sahen zwar das Licht, aber die Stimme dessen, der mit mir redete, hörten sie nicht.
10 Ich sagte aber: Was soll ich tun, Herr? Der Herr aber sprach zu mir: Steh auf und geh nach Damaskus! Und dort wird dir von allem gesagt werden, was dir zu tun verordnet ist. 
(Apg 22)


Petrus und Paulus mit Christus

Das für unsere Meditation in der Gebetswoche, die wir heute abschließen, vorgeschlagene Thema lautet: »Wir werden alle verwandelt werden vom Sieg unseres Herrn Jesus Christus« (vgl. 1 Kor 15,51–58).
Die Bedeutung dieser geheimnisvollen Verwandlung, von der die zweite kurze Lesung heute abend spricht, zeigt sich auf wunderbare Weise in der persönlichen Geschichte des hl. Paulus. Infolge des außergewöhnlichen Geschehens, das ihm auf der Straße nach Damaskus widerfahren war, wurde Saulus, der sich durch den Eifer hervortat, mit dem er die im Entstehen begriffene Kirche verfolgte, in einen unermüdlichen Apostel des Evangeliums Jesu Christi verwandelt. In der Geschichte dieses außergewöhnlichen Glaubensverkündigers wird klar, daß diese Verwandlung nicht das Ergebnis eines langen inneren Nachdenkens und nicht einmal Frucht eines persönlichen Bemühens war. Sie ist vor allem Werk der Gnade Gottes, der gemäß seinen unerforschlichen Wegen gehandelt hat. Deshalb sagt Paulus, als er einige Jahre nach seiner Bekehrung an die Gemeinde in Korinth schreibt, wie wir in der ersten Lesung dieser Vesper gehört haben: »Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben« (1 Kor 15,10).
Wenn man sich also die Geschichte des hl. Paulus aufmerksam ansieht, begreift man, daß sich die Verwandlung, die er in seinem Dasein erfahren hat, weder auf die sittliche Ebene – wie etwa die von der Unsittlichkeit zur Sittlichkeit – noch auf die verstandesmäßige Ebene – wie etwa die Änderung des eigenen Verständnisses der Wirklichkeit – beschränkt, sondern daß es sich tatsächlich um eine radikale Erneuerung des eigenen Seins handelt, die in vieler Hinsicht einer Neugeburt ähnlich ist. Ihre Grundlage findet eine solche Verwandlung in der Teilhabe am Geheimnis des Todes und der Auferstehung Jesu Christi und zeichnet sich als ein stufenweiser Weg der Gleichgestaltung mit ihm ab. Im Licht dieses Bewußtseins wird der hl. Paulus, als er später dazu aufgerufen ist, die Rechtmäßigkeit seiner apostolischen Berufung und des von ihm verkündeten Evangeliums zu verteidigen, sagen: »Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat« (Gal 2,20).

Die vom hl. Paulus persönlich erlebte Erfahrung läßt ihn mit begründeter Hoffnung die Erfüllung dieses Mysteriums der Verwandlung erwarten, das allen, die an Jesus Christus glauben, und auch der ganzen Menschheit und der ganzen Schöpfung zuteil werden wird. In der kurzen zweiten Lesung, die heute abend verkündet wurde, beschreibt der hl. Paulus nach einer ausführlichen, mit den herkömmlichen Bildern aus der apokalyptischen Literatur seiner Zeit versehenen Darlegung, die in den Gläubigen die Hoffnung auf die Auferstehung stärken soll, in wenigen Zeilen den großen Tag des Endgerichts, an dem sich das Schicksal der Menschheit erfüllt: »Plötzlich, in einem Augenblick, beim letzten Posaunenschall [werden] die Toten zur Unvergänglichkeit auferweckt, wir aber werden verwandelt werden« (1 Kor 15,52). An jenem Tag werden alle Gläubigen Christus gleichgestaltet, und alles, was vergänglich ist, wird von seiner Herrlichkeit verwandelt werden: »Denn dieses Vergängliche«, so der hl. Paulus, »muß sich mit Unvergänglichkeit bekleiden und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit« (1 Kor 15,53). Dann wird der Sieg Christi schließlich vollendet sein, weil, wie uns Paulus unter Hinweis auf die Erfüllung der alten Prophezeiungen der Schrift noch sagt, der Tod und mit ihm die Sünde, die ihn in die Welt kommen ließ, und das Gesetz, das die Sünde bestimmt, ohne uns die Kraft zu ihrer Überwindung zu geben, endgültig besiegt sein wird: »Verschlungen ist der Tod vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz« (1 Kor 15,54–56).
Der hl. Paulus sagt uns also, daß jeder Mensch durch die Taufe auf den Tod und die Auferstehung Christi am Siege dessen teilhat, der als Erster den Tod überwunden hat, indem er einen Weg der Verwandlung einschlägt, die sich schon jetzt in einer Erneuerung des Lebens äußert und ihre Vollendung am Ende der Zeiten erreichen wird. Sehr bezeichnend ist, daß der Abschnitt mit einem Dankwort schließt: »Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch Jesus Christus, unseren Herrn« (1 Kor 15,57). Der Gesang des Sieges über den Tod verwandelt sich in einen Gesang an dessen Überwinder. Auch wir wollen heute bei der Feier des abendlichen Gotteslobes unsere Stimmen, unsere Sinne und unsere Herzen zu diesem Hymnus des Dankes für das vereinen, was die göttliche Gnade im Völkerapostel und für den wundervollen Heilsplan vollbracht hat, den Gottvater durch den Herrn Jesus Christus an uns erfüllt. Während wir unser Gebet zum Himmel richten, sind wir zuversichtlich, daß auch wir verwandelt und dem Bild Christi gleichgestaltet werden. Das gilt insbesondere in bezug auf das Gebet für die Einheit der Christen. Wenn wir nämlich inständig um das Geschenk der Einheit der Jünger Christi flehen, machen wir uns den Wunsch zu eigen, den Jesus Christus vor seinem Leiden und Tod in seinem Gebet an den Vater zum Ausdruck gebracht hat: »Alle sollen eins sein« (Joh 17,21). Aus diesem Grund ist das Gebet für die Einheit der Christen nichts anderes als die Teilnahme an der Verwirklichung des göttlichen Planes für die Kirche, und der engagierte Einsatz für die Wiederherstellung der Einheit ist für alle eine Verpflichtung und große Verantwortung.

Auch wenn wir Christen in unseren Tagen die schmerzliche Situation der Spaltung der Christen erleben, können und sollen wir mit Hoffnung in die Zukunft schauen, denn der Sieg Christi bedeutet die Überwindung all dessen, was uns davon abhält, mit ihm und mit den anderen an der Fülle des Lebens teilzuhaben. Die Auferstehung Jesu Christi bestätigt, daß Gottes Güte über das Böse siegt, die Liebe Gottes den Tod überwindet. Er begleitet uns im Kampf gegen die zerstörerische Kraft der Sünde, die der Menschheit und der ganzen Schöpfung Gottes Schaden zufügt. Die Gegenwart des auferstandenen Christus ruft uns Christen alle dazu auf, uns gemeinsam für die Sache des Guten einzusetzen.
In Christus vereint sind wir dazu aufgerufen, unseren Sendungsauftrag miteinander zu teilen, nämlich dorthin Hoffnung zu bringen, wo Ungerechtigkeit, Haß und Verzweiflung herrschen. Unsere Spaltungen verdunkeln unser Zeugnis für Christus. Das Ziel der vollen Einheit, die wir in tätiger Hoffnung erwarten und für die wir voll Vertrauen beten, ist kein nebensächlicher Sieg, sondern wichtig für das Wohl der menschlichen Familie. In der heute vorherrschenden Kultur wird der Siegesgedanke häufig mit einem unmittelbaren Erfolg in Verbindung gebracht. In der christlichen Sicht hingegen ist der Sieg ein langer und in den Augen von uns Menschen nicht immer geradlinig verlaufender Prozeß der Verwandlung und des Wachstums im Guten. Sie vollzieht sich nach Gottes, nicht nach unseren Zeiten und verlangt von uns tiefen Glauben und geduldige Beharrlichkeit. Obwohl das Reich Gottes mit der Auferstehung Jesu endgültig in die Geschichte hereinbricht, ist es noch nicht vollkommen verwirklicht. Der endgültige Sieg wird erst mit der Wiederkunft des Herrn erfolgen, auf die wir mit geduldiger Hoffnung warten. Auch unser Warten auf die sichtbare Einheit der Kirche muß geduldig und vertrauensvoll sein. Nur in dieser Verfügbarkeit finden unser tägliches Gebet und unser Einsatz für die Einheit der Christen ihre volle Bedeutung. Die Haltung geduldigen Wartens bedeutet nicht Passivität oder Resignation, sondern eine bereitwillige und aufmerksame Antwort auf jede Möglichkeit zu Gemeinschaft und Brüderlichkeit, die uns der Herr schenkt.
(Papst Benedikt XVI., 25. Jänner 2012)


Westminster Cathedral

Mittwoch, 24. Januar 2018

Einfach so




Franz von Sales als Seelsorger in einer Diözese mit fast 600 Pfarren

Die von 1941 bis 1952 entstandenen zwölf Glasfenster der Heimsuchungsbasilika von Annecy zeigen Lebensstationen der hl. Johanna Franziska von Chantal und des hl. Franz von Sales.

1. Fenster rechts: Die Jugend von Franz von Sales
2. Fenster rechts: Franz von Sales als Priester und Missionar
3. Fenster rechts: Franz von Sales als Bischof von Genf
4. Fenster rechts: Franz von Sales als geistlicher Schriftsteller


a) Das fünfte Fenster zeigt Franz von Sales als Seelsorger seiner Diözese. Mit Hilfe eines Maultiers visitiert er von 1605 bis 1609 die 600 Pfarren seiner Diözese. Er segnet die Gläubigen und spendet das Sakrament der Firmung.

b) Bildmitte: im September 1609 durchquert der Bischof Genf, um seine Pfarren in der Grafschaft Gex zu besuchen. Erstaunt beobachten die Menschen den Bischof in der völlig protestantisch gewordenen Stadt.

c) Links unten: Franz von Sales trifft 1619 in Paris seinen Freund, den hl. Vinzenz von Paul, und setzt ihn als Oberen der Heimsuchungsschwestern im Pariser Kloster ein. Dieser Aufgabe wird der hl. Vinzenz über vierzig Jahre nachkommen.



d) Die große Bildszene: Von November 1618 bis September 1619 hält sich Franz von Sales in Paris auf, um die Heirat von Prinz Victor Amadeus von Savoyen, dem er freundschaftlich verbunden war, mit Christine von Frankreich, der Schwester Ludwigs XIII., anzubahnen.

Heinrich von Gondi (Henri de Gondi) Kardinal von Retz, Bischof von Paris, bot dem Bischof von Annecy wenigstens dreimal die Würde eines Kodadjutors an.
"Sie wissen", sagte er zum Heiligen, "wie beliebt sie bei den Parisern sind und welchen Segen Sie hier stiften könnten, so wie Sie das bereits getan haben. Es geht hier einzig um die Ehre Gottes!"
"Ich weiß mich meiner kleinen Herde verpflichtet", war die Antwort des Bischofs in der Hauptsache. "Ich glaube nicht, sie wegen eines so bedeutenden Angebots verlassen zu dürfen; stehe ich doch bereits an der Schwelle des Greisenalters und bin großer Gebrechlichkeit unterworfen. Offengestanden fühle ich mich nicht einmal stark genug, die Last meines eigenen Bistums zu tragen; um wieviel weniger könnte ich da eine Stadt übernehmen, die eine Million Seelen zählt".



Je ne crois pas devoir changer une pauvre femme pour une riche.
Ich werde nicht eine arme Gattin (Diözese) gegen eine reiche auswechseln

Am Tag nach diesem Angriff vertraute Franz seinem Freund, dem Präsidenten Favre, an: "Meine Seele bereitete mir gestern großes Vergnügen, da sie diese Vorschläge nicht nur nicht in Erwägung zog, sondern sie verachtete und davon nicht mehr Aufhebens machte, als hätte meine Todesstunde bereits geschlagen, in der einem ja die ganze Welt wie Rauch anmutet." Anton Favre riet ihm trotzdem, auf das Angebot einzugehen, weil er in der Hauptstadt mehr Gutes wirken könne. Doch da erhielt er zur Antwort: Würden Sie etwa ihre Gattin gegen eine andere eintauschen, wie reich sie auch wäre?" - "Das gewiß nicht", meinte dieser. -""Nun, warum verlangen Sie dann, daß ich die meine auswechsle"?
(Etienne-Jean Lajeunie, Franz von Sales, 563f)

Dienstag, 23. Januar 2018

Ildefons von Toledo

Kapelle des hl. Ildefons von Toledo, Kathedrale von Toledo


Ildefons von Toledo, Bischof und Kirchenlehrer. Ildefons wurde gegen den Willen seiner Eltern Mönch und war später Abt im Kloster der heiligen Kosmas und Damian zu Agalia bei Toledo. Wahrscheinlich war Ildefons ein Schüler Isidors von Sevilla. 657 wurde er Erzbischof von Toledo. Sein umfangreiches theologisches Schrifttum erweist ihn als einen großen Marienverehrer. An der Ausbildung der westgotisch-mozarabischen Liturgie in Spanien hatte Ildefons erheblichen Anteil. Er starb am 23. Jänner 667. Ildefons wird dargestellt, wie er von der Muttergottes persönlich ein weißes Kleid oder Messgewand überreicht bekommt.
(Martyrologium Sancrucense)

Ildefons bekommt von Maria ein Meßgewand, Kathedrale von Toledo
Ventura Rodriguez, 1780


Die Kapelle wurde in der jetzigen Gestalt für den berühmten Kardinal Gil Carrillo de Albornoz († 1364) errichtet, der Gesandter des Papstes, Minister von Alfons XI. und Begründer der Spanischen Schule von Bolognia war. Sie liegt in der Mitte der Apsis, hat eine oktogonale Form und ist nach gotischem Stil mit Kreuzrippengewölbe errichtet. Sie ist mit vergoldeten Wölbungen in den Rippen und mit dem Wappen der Albornoz ausgestattet. Die Mitte der Kapelle wird von der Grabstätte des Gründers eingenommen. Erst vor kurzem wurde zwischen den Gittern und der Grabstätte von Albornoz der Kardinal Marcelo González Martín († 2004) begraben. Der Hauptaltar im hinteren Teil wurde 1780 von Ventura Rodriguez erbaut, mit einer Darstellung des Abstiegs der Jungfrau Maria vom Himmel, um dem Heiligen Ildephons die Kassel (Gewand) anzulegen. Rechts vom Altar befindet sich die Grabstätte von Don Alonso Carrillo de Albornoz, Bischof von Àvila, ein Werk im spanischen plateresken Stil, 1515 von Vasco de la Zarza errichtet. Bereits zu Zeiten von Erzbischof Jiménez de Rada (1215) wurde diese Kapelle dem Heiligen Ildephons gewidmet.
(Quelle)


Ildefonskapelle, Kathedrale von Toledo

Montag, 22. Januar 2018

Vinzenz und Ladislaus

Martyrium des hl. Vinzenz v. Saragossa, Kathedrale von Burgos; Leon Picardo, 1524
 
Vinzenz von Saragossa (4 Posts)

Und in Österreich begehen wir den Gedenktag des sel. Ladislaus Batthyany Strattmann:

Ihr Heiligen Gottes,
bittet für uns!
Grab des sel. Ladislaus Batthyany-Strattmann, Franziskanerkirche Güssing

Ladislaus Batthyany-Strattmann, Franziskanerkirche Güssing

Sonntag, 21. Januar 2018

Hl. Agnes

Personfikation der Demut in der Gestalt eines jungfräulichen Mädchens, das ein
Lamm hält. In der kirchl. Kunst wird die hl. Agnes so dargestellt.
Glasfenster von Burne Jones, Harris Manchester College, Oxford

Die heilige Agnes breitete die Hände aus und betete:
Heiliger Vater, dich rufe ich an.
Siehe, ich komme zu dir,
den ich geliebt und gesucht,
nach dem ich mich allezeit gesehnt.

(Magnifikatantiphon)



Samstag, 20. Januar 2018

Hl. Sebastian - Rom

Sebastian empfängt die Krone des Martyriums,
Cerchia di Girolamo Siciolante (Il Sermoneta), um 1570, Öl auf Holz
Pinakothek des Vatikanmuseums

Sebastian war zur Zeit des Papstes Cajus (283-296) Hauptmann der Prätorianergarde am Hof des Kaisers Diokletian. Als dieser von seinem Glauben erfuhr, ließ er ihn an einen Baum binden und von numidischen Bogenschützen auf ihn schießen. In der Meinung, er sei tot, ließ man ihn liegen, doch die hl. Witwe Irene nahm ihn zu sich und pflegte ihn gesund. Aber kaum genesen, stellte er sich dem Kaiser und hielt ihm öffentlich seine Grausamkeit gegen die Christen vor. Daraufhin ließ Diokletian ihn in der Arena auf dem Palatin mit Keulen erschlagen (288) und seinen Leichnam in die angrenzende Kloake werfen. Von dort holte ihn die fromme Christin Lucina und bestattete ihn bei der Via Appia an einen Ort namens "ad catacumbas". Um 350 ließ Kaiser Konstantin darüber eine Kirche errichten, die unsprünglich den Apostelfürsten Petrus und Paulus geweiht war, seit dem frühen 5. Jh. aber den Namen des hl. Sebastian trägt und eine der sieben Hauptkirchen Roms ist. Von der Ortsbezeichnung "ad catacumbas" leitet sich der Name Katakombe her.
(Volksmissale, Ramm)

links hinter dem Gitter ist die Grabstätte des hl. Sebastian, S. Sebastiano fuori le Mura

Sieh an unsere Schwachheit, allmächtiger Gott,
und weil die Last des eigenen Tuns uns bedrückt,
möge die glorreiche Fürsprache
Deiner Heiligen Märtyrer Fabian und Sebastian uns beschützen.
Durch unseren Herrn.

S. Sebastiano fuori le Mura