Dienstag, 15. Oktober 2013
Montag, 14. Oktober 2013
Sonntag, 13. Oktober 2013
Die Botschaft der Mutter Gottes vom 13. Oktober 1917 und das Sonnenwunder
| Erscheinungskapelle, Fatima |
Die Zeit vom 13. September bis zum 13. Oktober war für die Seherkinder sehr bewegt. Sie litten viel unter den täglichen Beleidigungen der Dorfbevölkerung, deren größter Teil zwar sichtlich neugierig war, jedoch ein sehr ablehnendes bis spöttisches Verhalten an den Tag legte. Der Dorfpriester versuchte eifrig den Kindern und deren Eltern einzureden, dass sie alles zu leugnen hätten, da die Gottesmutter nicht so einfach irgend jemandem erscheine, und erst recht nicht in Fatima, und besonders auch wegen der feindseligen Einstellung der staatlichen Behörden, die das Leben der Kirche auch ohne wunderbare Erscheinungen schon zur Genüge einschränkten und erschwerten. Die Kinder mögen daher im Gehorsam und zum Wohle der Kirche derlei Dinge nicht weiterhin behaupten. Andere wiederum drohten den Kindern, nicht zuletzt der Administrator, der in Aussicht stellte, dass er im Oktober eine Bombe neben den Kindern zünden werde.
Am 13. Oktober regnete es schon frühmorgens in Strömen. Da die Eltern Lucias fürchteten, es könnte doch noch ein Schwindel aufgedeckt werden und dies der letzte Tag ihres Lebens sei, munterten sie Lucia auf, zur hl. Beichte zu gehen; sie selbst wollten, um ihr Kind zu beschützen, bei der behaupteten Erscheinung in unmittelbarer Nähe sein. Die Kinder arbeiteten sich durch den großen Schlamm, unterstützt von ihren Eltern, zur Steineiche durch. Überall suchten die Menschen den Kindern ihre Bitten mitzugeben: Betet für meinen blinden Sohn, für einen Gelähmten, für einen Kranken... Der Regen schien nicht aufhören zu wollen. Um die Mittagszeit knieten die Kinder nieder, denn sie sahen “ihren Blitz”, währenddessen das ganze Volk, es waren schätzungsweise 70.000 Personen zugegen, durchnäßt vom Regen und in tiefem Morast stehend, den Rosenkranz betet.
“Was wünschen Sie von mir?” sprach Lucia die Gottesmutter an.
“Ich möchte dir sagen, dass hier eine Kapelle zu meiner Ehre gebaut werden soll. Ich bin Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz. Man soll weiterhin täglich den Rosenkranz beten. Der Krieg geht zu Ende, und die Soldaten werden in Kürze nach Hause zurückkehren."
| Die genaue Stelle, an der die Mutter Gottes erschienen war, wird durch eine Marmorsäule angezeigt, auf der Statue Unserer Lieben Frau steht. Erscheinungskapelle, Fatima |
“Ich wollte Sie um vieles bitten: ob Sie einige Kranke heilen und einige Sünder bekehren möchten”, fragte Lucia.
“Einige ja, andere nicht. Alle aber müssen sich bessern und um die Vergebung ihrer Sünden bitten.”
Lucia fügt hier an, dass die Gottesmutter mit traurigem Ausdruck sagte:
“Man soll den Herrn, unsern Gott, nicht mehr beleidigen, der schon so sehr beleidigt worden ist.”
Die “Frau” hatte ihren Namen genannt: Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz. Hatte sie bisher immer nur von den Kindern verlangt, täglich den Rosenkranz zu beten, so sprach sie nun alle Christen an: “Man soll weiterhin täglich den Rosenkranz beten!” Als Bestätigung der Macht, die sie diesem Gebet zu verleihen gedenkt, sagte sie voraus, dass die Soldaten bald heimkehren werden.
Man mag sich zuweilen fragen, warum den Rosenkranz? Und es mögen auch viele plausiblen Argumente dafür sprechen, im Grunde genommen jedoch bleibt die Antwort das Geheimnis der Gottesmutter. Viel wichtiger scheint mir an dieser Stelle der Hinweis darauf zu sein, dass es die Mutter Jesu und unsere himmlische Mutter war, die diesen Wunsch äußerte und Großes durch ihn versprach. Ziemt es sich für ein wohlerzogenes Kind nicht, den Wunsch einer Mutter, auch wenn alle Hintergründe nicht erhellt sind, zu erfüllen?
Als Dank für ihre Treue öffnete die Gottesmutter vor ihrem Weggang erneut ihre Hände, und ein Strahl, stärker als die Sonne, durchflutete den Ort. Die Kinder sahen sie in gewohnter Weise am östlichen Horizont verschwinden, währenddessen die Anwesenden Augenblicke des höchsten Glücks und zugleich unaussprechlicher Schrecken, das große Sonnenwunder, erlebten.
Viele Menschen waren schlagartig gesund, Lahme erhoben sich und priesen Gott, Blinde riefen ihre Freude über das zurückgewonnene Augenlicht aus und jene, die die Erscheinungen - und mit ihnen den Glauben des Volkes - bekämpften, schlugen sich reumütig und zum Zeichen ihrer Bekehrung an die Brust. Avelino de Almeida, ein Reporter, beschreibt in “O Século” den Ablauf der Ereignisse, wie sie von den Anwesenden erlebt wurden. Das ganze Volk in der Cova sah plötzlich ein Lichtbündel wie einen Sonnenball. “Der Stern erinnerte an eine Platte aus mattem Silber. Es war möglich, ohne auch nur im geringsten geblendet zu werden, in diese ‘Scheibe’ zu schauen. Sie brannte und blendete nicht. Man möchte sagen, dass sich eine Sonnenfinsternis ereigne. Aber siehe! Es löst sich ein kolossaler Schrei, und man hört von den Zuschauern, die sich in der Nähe befanden, wie sie rufen: Ein Wunder, ein Wunder! Ein Schauspiel, ein Schauspiel! Bleich vor Schrecken, mit entblößtem Haupt, starrte alles in den blauen Himmel; der Feuerball hatte die Wolken durchbrochen und war zu sehen wie eine vibrierende Sonne. Die Sonne machte schroffe Bewegungen, wie sie bisher niemals zu beobachten waren, ganz gegen alle kosmischen Gesetze; es löste sich auch aus dem Mund einiger der typische Ausdruck: „Die Sonne tanzte.
Vom Vater Lucias sind die Worte überliefert: „Alle hatten die Augen zum Himmel erhoben, als die Sonne stillstand, und danach zu tanzen begann. Sie blieb stehen, um nochmals zu tanzen, bis sie sich ganz vom Himmel zu lösen und auf uns hernieder zu fallen schien wie ein riesiges Feuerrad. Es war ein schrecklicher Augenblick. Viele schrien: O weh, wir sterben alle! Unsere Liebe Frau, hilf uns! Es gab Leute, die laut ihre Sünden bekannten. Schließlich blieb die Sonne auf ihrem gewohnten Platz stehen.“ Das Schauspiel war bis in 40 km Entfernung zu sehen.
Erst als das Ereignis vorbei war, bemerkten die Menschen, dass ihre völlig durchnäßten Kleider plötzlich trocken waren. Die Seher selbst bemerkten kaum etwas von dem, was um sie herum geschah. Noch schauten sie der im Horizont verschwindenden Lichtflut nach, als ihnen plötzlich weitere Schauungen zuteil wurden. Lucia beschreibt das Folgende mit sehr einfachen, schlichten Worten als ein unvergeßliches, eindrückliches Erlebnis und bemerkt dazu, dass sie, um alles richtig zu beschreiben, keine passenden menschlichen Worte fände.
“Nachdem Unsere Liebe Frau in der unendlichen Ferne des Firmaments verschwunden war, sahen wir dann zur Seite der Sonne den heiligen Josef mit dem Jesuskind und Unsere Liebe Frau in Weiß gekleidet mit einem blauen Mantel. Der heilige Josef mit dem Jesuskind schien die Welt mit einer Handbewegung in Kreuzesform zu segnen. Kurz darauf verschwand die Erscheinung.”
Die Gottesmutter hatte schon in der Erscheinung vom September angedeutet, dass sie im Oktober nicht allein kommen werde. Als erstes sah Lucia den hl. Josef, der seinen Segen der Welt spendet. Dies darf als Hinweis gewertet werden, dass die Familie schwerwiegenden Belastungsproben ausgesetzt sein werde. Fatima zeigt hier einen Weg auf, wie die Familien aus der Krise kommen können: Die demütige Bescheidenheit, mit der der hl. Josef seinerzeit den Willen Gottes ohne große Nachforschungen erfüllte, ist, bei näherem Hinsehen, genau der Gegenpol jenes Familienbildes, in dem jeder nur auf seine Freiheit, seine zu erreichenden Ziele, seine Ideale pocht und vielfach Partner und Kinder auf der Strecke - von Streit, Zwietracht und Auseinandergehen - bleiben. Der hl. Josef hat unserer heutigen Welt, gerade im Hinblick auf die Familie, einiges zu sagen!
“Dann sahen wir Unseren Herrn und Unsere Liebe Frau”, so Lucia in ihrem Bericht. “Ich hatte den Eindruck, es sei Unsere Liebe Frau von den Schmerzen. Unser Herr schien die Welt in der gleichen Weise zu segnen wie der heilige Josef. Diese Erscheinung verschwand, und ich meine wohl, dass ich auch noch Unsere Liebe Frau vom Karmel gesehen habe.
(Quelle kathpedia: Fatima)
Der 13. Oktober 1917 nach den Aufzeichnungen von Schwester Lucia
Hochwürdigster Herr Bischf, wir sind beim 13. Oktober angelangt. Eure Exzellenz weiß schon alles, was sich an diesem Tag zutrug. Was sich mir von dieser Erscheinung am tiefsten ins Herz prägte, war die Bitte unserer heiligsten Himmelsmutter:
"Man soll Unseren Herrn nicht mehr beleidigen, der schon so sehr beleidigt worden ist."
Welche Klage voll Liebe und welch sanfte Bitte! Wie sehr wünschte ich, daß sie durch die ganze Welt widerhallte und alle Kinder der himmlischen Mutter den Klang ihrer Stimme hören könnten! ( )
| Basilika in Fatima |
| rechts Erscheinungskapelle, dahinter Dreifaltigkeitskirche |
Manchmal fühlte ich mich so erschöpft von der ständigen Wiederholun und vom Beten, daß ich einen Vorwand suchte, mich zu entschuldigen und zu entkommen. Aber diese armen Leute drängten dermaßen, daß ich mich bemühen mußte, sie zufriedenzustellen, und manchmal nicht wenig. Ich sprach dann mein gewohntes Gebet aus der Tiefe meines Herzens:
"Aus Liebe zu Dir, mein Gott, zur Wiedergutmachung der Sünden, die gegen das Unbefleckte Herz Mariens begangen werden, für die Bekehrung der Sünder und für den Heiligen Vater."
(aus: Schwester Lucia spricht über Fatima, 104f)
Freitag, 11. Oktober 2013
Angela von Foligno
Heute hat Papst Franzikus die Mystikerin Angela von Foligno zur Ehre der Altäre erhoben. Im Oktober 2010 hat Papst Benedikt XVI. über diese große Frauengestalt des 13. Jahrhunderts gesagt:
"Liebe Brüder und Schwestern, das Leben der sel. Angela beginnt mit einem weltlichen Dasein, das recht weit von Gott entfernt ist. Aber dann weckt die Begegnung mit der Gestalt des hl. Franziskus und schließlich die Begegnung mit dem gekreuzigten Christus die Seele für die Gegenwart Gottes, denn nur mit Gott wird das Leben zu wahrem Leben, weil es im Schmerz um die Sünde zu Liebe und Freude wird. Das sagt uns die sel. Angela. Heute sind wir alle in Gefahr, so zu leben, als ob es Gott nicht gäbe: Er scheint dem heutigen Leben so fern zu sein. Aber Gott hat tausenderlei Weisen – für jeden die seine –, um sich in der Seele zu vergegenwärtigen, um zu zeigen, daß es ihn gibt und daß er mich kennt und mich liebt. Und die sel. Angela will uns auf diese Zeichen aufmerksam machen, mit denen der Herr unsere Seele berührt, sie will uns aufmerksam auf die Gegenwart Gottes machen, damit wir so den Weg mit Gott und zu Gott erlernen, in der Gemeinschaft mit dem gekreuzigten Christus. Bitten wir den Herrn, uns aufmerksam zu machen auf die Zeichen seiner Gegenwart, uns zu lehren, wirklich zu leben. Danke." (vollständiger Text der Generalaudienz)
"Das Gebet ist nichts anderes als eine Offenbarung Gottes und seiner selbst, ist also die vollkommene und wahre Verdemütigung. Denn die Seele befindet sich im Zustand der Demut, wenn sie Gott sieht und sich selbst; dann ist sie in tiefer Demut, die ihrerseits die Gnade Gottes in der Seele vergrößert und vertieft. Denn je mehr die göttliche Gnade die Seele in der Verdemütigung erniedrigt, um so mehr kann sie darin wachsen; und je mehr die göttliche Gnade wächst, um so tiefer kann sie in der wahren Demut gründen und ruhen.
Durch ein andauerndes gutes Gebet werden in der Seele das göttliche Licht und die Gnade vermehrt; und diese wiederum verankern die Seele immer tiefer in der wahren Demut, indem sie ohne Unterlaß das Leben des Gottmenschen Jesus Christus liest. Nichts Größeres kann ich erkennen als dies Offenbar-werden Gottes und seiner selbst. Aber das Zusammentreffen von beiden wird nur den rechtmäßigen Kindern Gottes geschenkt, die wahrhaft beten."
(aus: Angela von Foligno, Zwischen den Abgründen, 53)
"Liebe Brüder und Schwestern, das Leben der sel. Angela beginnt mit einem weltlichen Dasein, das recht weit von Gott entfernt ist. Aber dann weckt die Begegnung mit der Gestalt des hl. Franziskus und schließlich die Begegnung mit dem gekreuzigten Christus die Seele für die Gegenwart Gottes, denn nur mit Gott wird das Leben zu wahrem Leben, weil es im Schmerz um die Sünde zu Liebe und Freude wird. Das sagt uns die sel. Angela. Heute sind wir alle in Gefahr, so zu leben, als ob es Gott nicht gäbe: Er scheint dem heutigen Leben so fern zu sein. Aber Gott hat tausenderlei Weisen – für jeden die seine –, um sich in der Seele zu vergegenwärtigen, um zu zeigen, daß es ihn gibt und daß er mich kennt und mich liebt. Und die sel. Angela will uns auf diese Zeichen aufmerksam machen, mit denen der Herr unsere Seele berührt, sie will uns aufmerksam auf die Gegenwart Gottes machen, damit wir so den Weg mit Gott und zu Gott erlernen, in der Gemeinschaft mit dem gekreuzigten Christus. Bitten wir den Herrn, uns aufmerksam zu machen auf die Zeichen seiner Gegenwart, uns zu lehren, wirklich zu leben. Danke." (vollständiger Text der Generalaudienz)
| Angela von Foligno, Vision des Jesuskindes, zwei Engel reichen ihr eine Dornenkrone und eine Rosenkrone, kleine Engel mit den Leidenswerkzeugen, S. Francesco, Foligno |
"Das Gebet ist nichts anderes als eine Offenbarung Gottes und seiner selbst, ist also die vollkommene und wahre Verdemütigung. Denn die Seele befindet sich im Zustand der Demut, wenn sie Gott sieht und sich selbst; dann ist sie in tiefer Demut, die ihrerseits die Gnade Gottes in der Seele vergrößert und vertieft. Denn je mehr die göttliche Gnade die Seele in der Verdemütigung erniedrigt, um so mehr kann sie darin wachsen; und je mehr die göttliche Gnade wächst, um so tiefer kann sie in der wahren Demut gründen und ruhen.
Durch ein andauerndes gutes Gebet werden in der Seele das göttliche Licht und die Gnade vermehrt; und diese wiederum verankern die Seele immer tiefer in der wahren Demut, indem sie ohne Unterlaß das Leben des Gottmenschen Jesus Christus liest. Nichts Größeres kann ich erkennen als dies Offenbar-werden Gottes und seiner selbst. Aber das Zusammentreffen von beiden wird nur den rechtmäßigen Kindern Gottes geschenkt, die wahrhaft beten."
(aus: Angela von Foligno, Zwischen den Abgründen, 53)
| S. Francesco, Foligno, links der Sarg der hl. Angela von Foligno |
| Grab der hl. Angela von Foligno, S. Francesco, Foligno |
Donnerstag, 10. Oktober 2013
St. Gereon in Köln
Der hl. Gereon und seine 381 Gefährten gehörten zur Thebaischen Legion und wurden um 304 als Christen getötet. Die heutige Gereonskirche, wo der Heilige begraben ist, bildet einen zehneckigen Zentralbau (Dekagon). Die antike Kirche soll Kaiserin Helena, die Mutter Konstantins des Großen, über den Gebeinen der Märtyrer errichtet haben.
Die neuen Fenster des Dekagons entstanden nach Entwürfen von Georg Meistermann und Wilhem Buschultes.
| St. Gereon, Köln |
| Kölner Dom im Hintergrund, rechts St. Gereon, Köln |
| St. Gereon, Köln |
| Westfenster: Pfingsten: Geistsendung - Himmelfahrt - Reich des Todes |
| Ostfenster vlnr: Maria - Lamm Gottes - Johannes d. Täufer |
| Prolog aus dem Johannesevangelium, Johannes 1 |
| Wandmalerei aus dem 13. Jahrhundert in der Krypta, Kreuzigung, links Gereon, rechts Helena |
Zum gestrigen Gedenktag des hl. Dionysius
Der heilige Dionysius von Paris gehört zu der Gruppe der vierzehn Nothelfer; er ist der Schutzpatron Frankreichs und der Stadt Paris. Wahrscheinlich war er es, der auf der Seine-Insel die erste christliche Kirche errichtete. Während der Christenverfolgungen um 285 wurde er zusammen mit dem Priester Rustikus und dem Diakon Eleutherius auf dem Montmartre enthauptet. König Dabobert ließ seine Reliquien in die Kirche der Benediktinerabtei Saint Denis übertragen, die dadurch zum größten Heiligtum Galliens und später zu einer Art Nationalmausoleum wurde, da dort fast alle Könige Frankreichs ihre Grabstätte fanden. ( )
Dargestellt wird der hl. Dionysius als Bischof mit abgeschlagenem Kopf in der Hand, woher sich sein Patronat gegen Kopfweh ableitet.
aus der Legende:
Sein Martyrium wird ausführlich geschildert. Zuletzt nahm man seine Gefährten Rustikus und Eleutherius gefangen und schlug allen dreien, weil sie immer laut die Dreieinigkeit bekannt hatten, zusammen die Häupter ab. Dionysius aber erhob sich alsbald, nahm sein Haupt in die Hände und trug es, von einem Engel geführt und von himmlischen Licht umgeben, zwei Meilen hinweg von dem Ort, der "Mons Martyrium" genannt ist, zu der Stätte, wo er nach seiner Wahl und nach Gottes Willen ruhen sollte. Katulla, eine fromme Matrone, die der Heilige bekehrt hatte, eilte ihm entgegen, nahm das Haupt und bestattete dasselbe nebst dem Leichnam des Heiligen ehrenvoll. Auf seinem Grabe wurde von den Gläubigen eine hölzerne Kapelle errichtet, später erbaute die hl. Genoveva auf den Trümmern dieser Kapelle eine Kirche.
(aus: Melchers, Das Jahr der Heiligen, 657f)
Dargestellt wird der hl. Dionysius als Bischof mit abgeschlagenem Kopf in der Hand, woher sich sein Patronat gegen Kopfweh ableitet.
| Hl. Dionysius, Rochuskapelle, Bingen |
aus der Legende:
Sein Martyrium wird ausführlich geschildert. Zuletzt nahm man seine Gefährten Rustikus und Eleutherius gefangen und schlug allen dreien, weil sie immer laut die Dreieinigkeit bekannt hatten, zusammen die Häupter ab. Dionysius aber erhob sich alsbald, nahm sein Haupt in die Hände und trug es, von einem Engel geführt und von himmlischen Licht umgeben, zwei Meilen hinweg von dem Ort, der "Mons Martyrium" genannt ist, zu der Stätte, wo er nach seiner Wahl und nach Gottes Willen ruhen sollte. Katulla, eine fromme Matrone, die der Heilige bekehrt hatte, eilte ihm entgegen, nahm das Haupt und bestattete dasselbe nebst dem Leichnam des Heiligen ehrenvoll. Auf seinem Grabe wurde von den Gläubigen eine hölzerne Kapelle errichtet, später erbaute die hl. Genoveva auf den Trümmern dieser Kapelle eine Kirche.
(aus: Melchers, Das Jahr der Heiligen, 657f)
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Dienstag, 8. Oktober 2013
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