Montag, 7. Oktober 2013

Die Macht des Rosenkranzgebetes


Maria und Jesus überreichen dem hl. Dominikus den Rosenkranz, Dominikanerkirche, Wien

Lourdes
11. Februar 1858: Die 14-jährige Bernadette Soubirous geht mit ihrer Schwester und einer Freundin Holz sammeln. In der Grotte von Massabielle erblickt Bernadette „eine weiß gekleidete Dame: Sie hatte ein weißes Kleid, einen blauen Gürtel und eine goldene Rose in der Farbe ihres Rosenkranzes auf jedem Fuß. Als ich das sah, rieb ich mir die Augen, weil ich dachte, mich zu täuschen. Ich steckte die Hand in meine Tasche; dort fand ich meinen Rosenkranz. Ich wollte mich bekreuzigen, konnte aber die Hand nicht zur Stirn heben: Sie zitterte und fiel mir herunter… Die Dame bekreuzigte sich. Ich versuchte, es auch zu machen, und jetzt konnte ich es. Sobald ich das Kreuzzeichen gemacht hatte, war jede Furcht verschwunden. Ich kniete mich hin und betete meinen Rosenkranz; die Dame ließ die Perlen ihres Rosenkranzes durch die Hand gleiten, bewegte dabei aber nicht die Lippen. Als ich meinen Rosenkranz beendet hatte, machte sie mir Zeichen, näherzukommen. Aber ich wagte es nicht, und so verschwand sie plötzlich“ (nach dem ersten handschriftlichen Bericht von Bernadette, 28. Mai 1861).
 
Maria zeigt Bernadette das Kreuzzeichen, Basilika zur Unbefleckten Empfängnis, Lourdes


Fatima
13. Mai 1917: „Betet täglich den Rosenkranz, um den Frieden der Welt und um das Ende des Krieges zu erlangen.“ (Worte der Gottesmutter an die Seherkinder)

Schlacht von Muret, Hinweis auf die Kraft des Rosenkranzes, Dominikanerkirche Wien



Botschaften in Medjugorje
8.10.1984: „Alle Gebete, die ihr abends zu Hause betet, betet für die Bekehrung der Sünder, weil die Welt sich in großer Sünde befindet. Betet jeden Abend den Rosenkranz!“
25.4.92: „Nur durch das Gebet und das Fasten kann der Krieg aufgehalten werden.“


Seeschlacht von Lepanto, Dominikanerkirche, Wien


25.2.1988: „Wenn ihr betet, kann Satan euch nichts antun, denn ihr seid Kinder Gottes und Gott wacht über euch. Betet! Der Rosenkranz sei immer in euren Händen, als Zeichen dem Satan gegenüber, dass ihr mir gehört.“

25.1.1991: „Gott hat mich unter euch gesandt, damit ich euch helfe. Wenn ihr das wollt, nehmt den Rosenkranz. Schon allein der Rosenkranz kann in der Welt und in eurem Leben Wunder wirken.“
 25.8.1997: "Ich lade alle Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen ein, den Rosenkranz zu beten und ihn andere beten zu lehren. Der Rosenkranz ist mir, meine lieben Kinder, besonders lieb. Durch den Rosenkranz öffnet ihr mir euer Herz und ich kann euch helfen.“

Mach es wie Maria: beten und andere beten lehren
Ölbild unter der Orgelempore, Dominikanerkirche, Wien:
Verherrlichung des Rosenkranzes und seine Vermittlung
durch Dominikus und die Dominikaner

Samstag, 5. Oktober 2013

Seelenrettung durch Opfer


Faustyna Kowalska, Heiligtum in Lagiewniki, Krakau, Polen

Heute morgen, nach meinen geistigen Übungen, fing ich an zu häkeln. Ich fühlte leise in meinem Herzen - ich fühlte, daß Jesus in ihm ruht. Diese tiefe und süße Gewißheit der Anwesenheit Gottes ermunterte mich, folgendes zum Herrn zu sagen:

"O Heiligste Dreifaltigkeit, die Du in meinem Herzen wohnst, ich bitte Dich, schenke die Gnade der Bekehrung so vielen Seelen, wie viele Schlaufen ich heute mit der Nadel häkele."

Darauf hörte ich in meiner Seele die Worte: "Meine Tochter, dein Verlangen ist zu groß."

„Jesus, Dir fällt es leichter, einer Seele viel zu geben als wenig."

"So ist es, es fällt mir leichter, einer Seele viel zu geben als wenig, aber jede Bekehrung einer sündigen Seele verlangt Opfer."

"So opfere ich Dir, Jesus, diese meine ehrliche Arbeit auf. Ich finde nicht, daß dieses Ofer für die Vielzahl von Seelen zu gering ist. Du Selbst, Jesus, hast mit solcher Arbeit dreißig Jahre lang Seelen gerettet. Weil aber der heilige Gehorsam mir strenge Abtötung und Buße verbietet, bitte ich Dich, Herr, nimm diese Kleinigkeiten, mit dem Siegel des Gehorsams, als große Dinge an."

Darauf hörte ich in meiner Seele die Stimme: "Meine liebe Tochter, Ich will deine Bitte erfüllen."

(aus dem Tagebuch der Schwester Faustyna, 961)



Himmelwärts

Freitag, 4. Oktober 2013

Franz von Assisi


Grabeskirche des hl. Franziskus, San Francesco, Assisi

Zugang zur Oberkirche, San Franzcesco, Assisi

Franziskus, hoch begnadet
und tiefer Demut Bild, 
lebt jetzt verklärt im Lichte
bei Christus, seinem Herrn.

Voll Lauterkeit und Demut,
voll Friede war sein Geist.
Zerbrechlich war der Leuchter
und dennoch hell das Licht.

Den Armut nur bekleidet,
erwärmte Gottes Glut,
er hat besiegt die Kälte
durch seiner Wunden Mal.

Arm hat er uns verlassen,
reich trat er vor den herrn.
Noch immer wirkt er Wunder,
bleibt kranken Menschen nah.

Du Vater der Armen,
lehr uns der Armut Geist;
begleite die Erwählten
und führe sie zum Licht.

Dem Vater Gott sei Ehre,
dem Sohn und auch dem Geist.
Wir danken für Franziskus
und seines Lebens Weg.

(Hymnus der Vesper am Gedenktag des hl. Franz v. Assisi,
Franziskanisches Proprium)

Das ältestes Fresko der Unterkirche von San Francesco wurde von Cimabue gemalt und zeigt Maria und Jesus auf dem Königsthron. Auf der rechten Seite neben Maria und den Engeln steht Franziskus. Die Stigmata sind klar zu erkennen.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Ich will hier raus!


Mehr Mutter als Königin

O Maria, du weißt es:
trotz meiner Kleinheit besitze ich
- wie du - in mir den Allmächtigen.
Doch auch wenn ich meine Schwäche sehe,
zittere ich nicht,
denn der Reichtum der Mutter gehört auch dem Kind...

Ich bin dein Kind,
o vielgeliebte Mutter!
Deine Tugenden, deine Liebe,
gehören sie nicht auch mir?

(aus dem Gedicht über Maria, das Therese von Lisieux im letzten Marienmonat ihres Lebens geschrieben hat)

"Sie ist mehr Mutter als Königin", Basilika Lisieux

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Ein Danklied sei dem Herrn für ....

alle Seine Wunder:













Und Dein Engel möge hier zugegen sein

Ewiger Lenker der Gestirne,
der Du alles, was da ist,
mit großer Macht erschaffen hast
und mit nicht geringerer Vorsehung leitest.

Stehe bei der Schar der Schuldigen,
die zu Dir flehen,
und bei des Lichtes Dämmerung
gib neues Licht den Herzen.

Und Dein Engel,
der erwählt ist zum Schutz,
möge hier zugegen sein,
damit er uns schütze
vor der Seuche der Sünden.

Er vertreibe uns die Verschlagenheit
des neidischen Drachens,
damit nicht das Netz der Betrügerei
unvorsichtige Herzen umschlinge.

Di3 Furcht vor Feinden vertreibe er
weit von unseren Grenzen, 
er sorge um den Frieden der Bürger
und lasse fliehen die Seuche.

Gott, dem Vater, sei Ehre,
der jene, die der Sohn erlöst
und der Heilige Geist gesalbt hat,
durch Engel beschützt. Amen.

(Hymnus der Laudes zum Schutzengelfest, Diurnale Romanum)


Schutzengel, Pfarrkirche zum heiligsten Herzen Jesu, Lourdes

Dienstag, 1. Oktober 2013

Theresia vom Kinde Jesus

Die Basilika Sainte Therese de Lixieux ist nach Lourdes der zweithäufigst besuchte Wallfahrtsort Frankreichs. Mosaike in der Unterkirche erinnern an das Leben der Heiligen.

Die Basilika Sainte Therese de Lixieux im Nebel

Unterkirche der Basilika Sainte Therese de Lixieux

"Ich wähle alles!"  Als Leonie eines Tages wohl dachte, sie sei schon zu groß, um noch mit Puppen zu spielen, brachte sie uns beiden einen ganzen Korb voll von Puppenkleidchen, schönen Stoffresten und anderen Zierat. Obendrauf lag ihre Puppe. "Hier, meine Schwesterchen", rief sie aus, " wählt davon aus, was euch gefällt!" Celine schaute sich alles an und nahm einen Knäuel Bandschnüre. Ich überlegte einen Augenblick, streckte die Hände aus, rief: "Ich wähle alles!" und trug den Korb mit der Puppe davon.
Dieser Zug aus den Kindheitstagen ist gewissermaßen die Zusammenfassung meines ganzen Lebens. Nachdem mir später klar geworden war, worin die Vollkommenheit besteht, begriff ich, daß man viel leiden, stets nach dem Vollkommensten streben und sich selbst vergessen muß, um eine Heilige zu werden.


Taufe der hl. Theresia vom Kinde Jesus, Basilika Sainte Therese de Lisieux

In der Krankheit: Da ich auf Erden keine Hilfe mehr fand und nahe daran war, vor Schmerz zu sterben, hatte auch ich mich an meine himmlische Mutter gewandt und sie aus tiefstem Herzensgrund angefleht, sich endlich meiner zu erbarmen.
Plötzlich belebte sich die Statue! Die liebe Gottesmutter wurde ganz schön, so schön, daß ich niemals einen Ausdruck zu finden vermag, um diese göttliche Schönheit zu beschreiben. Ihr Antlitz strahlte eine unaussprechliche Milde, Güte und Zärtlichkeit aus. Was mich aber bis ins Innerste meiner Seele rührte, war ihr entzückendes Lächeln! Da verschwanden all meine Leiden.

Heilung durch die Gottesmutter, Basilika Sainte Therese de Lisieux

Über die erste heilige Kommunion: Oh, wie zärtlich war der erste Kuß, den Jesus meiner Seele gab! Ja, es war ein Kuß der Liebe! Ich fühlte mich geliebt, und auch ich sagte: "Ich liebe Dich und schenke mich Dir auf ewig!"
Keine Bitte richtete Jesus an mich, und kein Opfer forderte er von mir. Schon seit langem hatten er und die kleine Therese einander betrachtet und verstanden... An diesem Tag aber war unsere Begegnung kein bloßer Anblick mehr, sondern ein Verschmelzen! Wir waren nicht mehr zwei, sondern wie ein Wassertropfen sich im Schoß des Ozeans verliert, so war Therese verschwunden. Jesus allein blieb. Er war der Meister, der König!

Die erste heilige Kommunion der hl. Therese, Basilika Sainte Therese de Lixieux

Ihr Sterben: Als die Klosterglocke zum Angelus läutete, heftete sie einen unaussprechlich innigen Blick auf die Statue der unbefleckten Gottesmutter, den Meeresstern. Wenige Minuten nach sieben Uhr wandte sich Therese zur Mutter Priorin und sagte: "Meine Mutter, ist das noch nicht der Todeskampf?... Werde ich jetzt nicht sterben?"
"Ja mein, Kind, das ist der Todeskampf, vielleicht aber will Jesus ihn um einige Stunden verlängern."
Ganz ergeben erwiderte die Sterbende: "Nun gut! ...Mut! ... Mut! Oh, ich möchte nicht weniger leiden!"
Dann richtete sie ihren Blick auf das Kruzifix: "O.. ich liebe ihn! ...mein Gott!
Ich .... liebe ... Dich!
Das waren Thereses letzte Worte. Kaum hatte sie dieselben ausgesprochen, da fiel sie zu unserer großen Überraschung plätzlich in sich zusammen, der Kopf neigte sich nach rechts in der Haltung jener Märtyrerinnen, die sich selbst dem Schwert darbieten, oder besser ausgedrückt: wie ein Schlachtopfer der Liebe, das nur auf den feurigen Pfeil der göttlichen hand wartet, damit er sie sterben lasse.
Plätzlich richtete sie sich wieder auf, wie wenn eine geheimnisvolle Stimme sie gerufen hätte, öffnete die Augen, und mit einem vergeistigten Blick, von himmlischem Frieden und unaussprechlichem Glück überstrahlt, schaute sie auf eine Stelle über der Muttergottesstatue. Dieser Blick währte einige Augenblicke, die Länge eines Credos: ihre Seele war die Beute des göttlichen Adlers geworden und zum Himmel aufgestiegen. (aus den letzten Gesprächen der Heiligen)


Das Sterben der hl. Therese, Basilika Sainte Therese de Lixieux


Ja, mein Vielgeliebter, so möge mein flüchtiges Leben sich vor dir verzehren. Ich habe keine anderen Mittel, um dir meine Liebe zu beweisen, als Blumen zu streuen: das heißt, kein Opfer, keinen Blick, kein Wort vorübergehen zu lassen, aus den kleinsten Handlungen Nutzen ziehen und sie aus Liebe tun. Ich will leiden aus Liebe und mich selbst aus Liebe freuen: so werde ich Blumen streuen. Nicht eine einzige werde ich finden, ohne sie für dich zu entblättern...  Und dann werde ich singen, immer singen, selbst wenn ich meine Rosen mitten unter den Dornen pflücken muß.


(Texte aus der Autobiographie der Heiligen "Geschichte einer Seele)


"O, ich liebe ihn, mein Gott, ich liebe dich"

Was den Himmel betrifft, so hege ich keine großen Wünsche. Ich werde mich freuen, hineinzukommen, das ist alles!


Lange noch will ich leben,
Herr; wenn so du´s gedacht,
dir nach zum Himmel streben,
wenn es dir Freude macht.
Die drüben die Himmlischen erben,
die Liebe verzehrt mich schon hier.
Was kümmert mich Leben, was Sterben,
mein Glück ist die Liebe zu dir.

(Therese am 2. August 1897)

Am Grab der hl. Theresia vom Kinde Jesu
Gebet für die Priester