Eine Bekannte geht in eine große katholische Buchhandlung in Wien. Sie genießt das Privileg vom Chef selbst beraten zu werden. Er ist Theologe.
B: Ich hätte gerne die Ansprachen des Papstes vom letzten Weltjugendtag.
C: (mit abfälligem Ton) Weltjugendtag, wo war der? Sydney?
B: Nein, in Madrid, heuer im August.
C stöbert im Computer.
B: Der Weltjugendtag war wichtig, es gibt Jugendliche, für die gibt es im religiösen Leben ein Vorher und ein Nachher.
C: Das bezweifle ich! (**Kopfschüttel**, der Ton wird verächtlicher)
Da gibt es nichts, aber Sie können den Youcat nehmen!
B: Den Youcat haben die Jugendlichen am Weltjugendtag bekommen.
C: Der Youcat ist vorkonziliar!
Nächster Versuch: eine ähnlich große katholische Buchhandlung
Lange Suche der Verkäuferin (ähnlich unangenehm wie im 1. Geschäft, ertappt beim Kauf von etwas ganz ganz Unanständigem).
V: Die Ansprachen des Papstes finden Sie vermutlich auf der Homepage vom Weltjugendtag.
B: Ich weiß, dass die Texte auf der Vatikanseite zu finden sind. Ich möchte sie aber in gebundener Form.
V rät nun, zur katholischen Jugend zu gehen!
Fazit: Vielleicht hätte die Dame es im normalen Buchhandel versuchen sollen, sehr wahrscheinlich wäre sie freundlich und unvoreingenommen bedient worden, ohne Spezialhäme für Papst und Kirche.
Seit Jahren schon kaufe ich meine Bücher - immerhin jährlich ein ordentliches Sümmchen Geld - bei Christoph Hurnaus und lasse mir die Ware zuschicken.
Angefragt zum WJT schreibt C. Hurnaus: "Ich hab im Verzeichnis lieferbarer Bücher alles durchgekämmt. Es gibt im deutschen Sprachraum nicht ein einziges Buch zum WJT 2011. Das ist wirklich mehr als traurig."
Zumindest bei uns, lieber deutscher Papst, machen wir dich mundtot. Es soll doch kein Jugendlicher auf die verrückte Idee kommen, nachzulesen, was du in Madrid gesagt hast.
Dienstag, 13. Dezember 2011
Montag, 12. Dezember 2011
Versäume niemals
durch eigene Schuld eine Kommunion.
Eine Kommunion, das ist mehr als das Leben,
mehr als alle Güter der Welt,
mehr als das ganze Universum,
das ist Gott selbst, das bin Ich, Jesus.
Kannst du etwas anderes Mir vorziehen?
(Charles de Foucauld)
Eine Kommunion, das ist mehr als das Leben,
mehr als alle Güter der Welt,
mehr als das ganze Universum,
das ist Gott selbst, das bin Ich, Jesus.
Kannst du etwas anderes Mir vorziehen?
(Charles de Foucauld)
Wusstet ihr?
dass die Vatikanischen Grotten Kapellen beherbergen, wo Priester in der Morgenfrüh die Hl. Messe feiern können. So was lässt sich kein Priesterrompilger entgehen! Direkt neben der Confessio habe ich - wie man sieht ganz im Licht der Hl. Eucharistie - in der Kapelle Unserer lieben Frau von Guadalupe zelebriert. Die beiden Ministranten sind beim ersten Hochgebet dann doch etwas ungeduldig geworden. Aber zehn Meter vom Grab Petri entfernt gibt es keine Alternative dazu.
Gott, Vater des Erbarmens,
du hast dein Volk unter den einzigartigen Schutz der heiligsten Mutter deines Sohnes gestellt.
Gewähre allen, die die selige Jungfrau von Guadalupe anrufen,
dass sie in immer freudigerem Glauben
den Fortschritt der Völker auf den Wegen der Gerechtigeit suchen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus. (Collecta übersetzt)
| Kapelle unserer lieben Frau v. Guadalupe in den Vatikanischen Grotten |
Sonntag, 11. Dezember 2011
Überall, wo die Heilige Hostie ist,
ist der lebendige Gott, ist dein Erlöser ebenso wirklich gegenwärtig wie damals in Galiläa und Judäa als Er lebte und sprach, und wie Er jetzt im Himmel ist. (Charles de Foucauld)
Samstag, 10. Dezember 2011
Verwechslungsgefahr
| Loretto im Burgenland |
So wie überall Nachbildungen der Grotte in Lourdes und Fatimakapellen entstanden, so stifteten früher Pilger nach ihrer Rückkehr in die Heimat Loreto-Kapellen. Freiherr von Stotzingen besuchte 1644 auf einer Italienreise auch den Gnadenort Loreto. Er ließ eine Nachbildung der Gnadenstatue schnitzen und errichtete eine Loretto-Kapelle, die bald das Ziel vieler Wallfahrer wurde.
Papst Benedikt betete bei seinem Besuch in Loreto (das Original in Italien) mit den Jugendlichen:
Maria, Mutter des Ja, du hast Jesus gehört
und kennst den Klang seiner Stimme und das Pochen seines Herzens.
Morgenstern, sprich uns von ihm
und erzähle uns deinen Weg, damit wir ihm auf dem Weg des Glaubens folgen.
Maria, die du in Nazareth mit Jesus gewohnt hast,
präge unserem Leben deine Gefühle ein,
deine Fügsamkeit, dein hörendes Schweigen,
und lass das Wort in Entscheidungen wahrer Freiheit erblühen.
Maria, sprich uns von Jesus,
auf dass die Frische unseres Glaubens
in unseren Augen glänze und das Herz dessen erwärme, der uns begegnet,
wie du es getan hast, als du Elisabeth besuchtest,
die sich im hohen Alter mit dir ob des Geschenks des Lebens freute.
Maria, Jungfrau des Magnifikat,
hilf uns, die Freude in die Welt zu tragen, und veranlasse wie in Kana
jeden jungen Menschen, der sich im Dienst an den Brüdern einsetzt,
nur das zu tun, was Jesus sagt.
Maria, schau auf die „Agorà der Jugend“,
auf dass sie fruchtbarer Boden der italienischen Kirche sei.
Bete, auf dass der gestorbene und auferstandene Jesus in uns neu geboren werde
und uns in eine Nacht voller Licht verwandle, voll von ihm.
Maria, unsere Liebe Frau von Loreto, Pforte des Himmels,
hilf uns, den Blick zu erheben.
Wir wollen Jesus sehen, mit ihm sprechen,
allen seine Liebe verkünden.
und kennst den Klang seiner Stimme und das Pochen seines Herzens.
Morgenstern, sprich uns von ihm
und erzähle uns deinen Weg, damit wir ihm auf dem Weg des Glaubens folgen.
Maria, die du in Nazareth mit Jesus gewohnt hast,
präge unserem Leben deine Gefühle ein,
deine Fügsamkeit, dein hörendes Schweigen,
und lass das Wort in Entscheidungen wahrer Freiheit erblühen.
Maria, sprich uns von Jesus,
auf dass die Frische unseres Glaubens
in unseren Augen glänze und das Herz dessen erwärme, der uns begegnet,
wie du es getan hast, als du Elisabeth besuchtest,
die sich im hohen Alter mit dir ob des Geschenks des Lebens freute.
Maria, Jungfrau des Magnifikat,
hilf uns, die Freude in die Welt zu tragen, und veranlasse wie in Kana
jeden jungen Menschen, der sich im Dienst an den Brüdern einsetzt,
nur das zu tun, was Jesus sagt.
Maria, schau auf die „Agorà der Jugend“,
auf dass sie fruchtbarer Boden der italienischen Kirche sei.
Bete, auf dass der gestorbene und auferstandene Jesus in uns neu geboren werde
und uns in eine Nacht voller Licht verwandle, voll von ihm.
Maria, unsere Liebe Frau von Loreto, Pforte des Himmels,
hilf uns, den Blick zu erheben.
Wir wollen Jesus sehen, mit ihm sprechen,
allen seine Liebe verkünden.
Donnerstag, 8. Dezember 2011
Maria, vorerlöst und vollerlöst
Sei gegrüßt, du Himmelstür,
Stern, der leuchtet für und für,
Heiligste im Himmelsheer,
o Maria, Gottes Mutter, hoch und hehr.
Die des höchsten Königs Sinn
als die einzige im Chor
huldvoll sich zur Magd erkor
schon vor aller Zeiten erstem Anbeginn.
Sünde hat mit böser Macht
nie dein Innterstes betört,
da du Gottes Wort gehört,
hast du Erd´und Himmel Fröhlichkeit gebracht.
(aus dem Hymnus zur Lesehore des Hochfestes)
| Bildausschnitt Rosenkranzmadonna, Steiermark |
Ansprache und Weiheakt von Papst Benedikt XVI. bei seinem Österreichbesuch vor der Mariensäule am Hof am 7. September 2007:
.... Schon vor der Erschaffung der Welt hat Gott uns in Christus erwählt. Jeden von uns kennt und liebt er von Ewigkeit her! Und wozu hat er uns erwählt? Um in Liebe heilig und untadelig vor ihm zu leben! Und das ist keine unerfüllbare Aufgabe: In Christus hat er uns die Verwirklichung schon geschenkt. Wir sind erlöst! Durch unsere Gemeinschaft mit dem auferstandenen Christus hat Gott uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet. Öffnen wir unser Herz, nehmen wir das kostbare Erbe an! Dann werden wir mit Maria das Lob seiner herrlichen Gnade anstimmen. Und wenn wir weiter unsere alltäglichen Sorgen vor die makellose Mutter Christi hintragen, wird sie uns helfen, unsere kleinen Hoffnungen immer zu öffnen auf die große, die eigentliche Hoffnung hin, die unserem Leben Sinn gibt und uns mit tiefer, unzerstörbarer Freude erfüllen kann.
... In diesem Sinne möchte ich nun mit Ihnen aufschauen zur Immaculata, ihrer Fürsprache die Bitten anvertrauen, die Sie vorhin vorgetragen haben, und sie um ihren mütterlichen Schutz für dieses Land und seine Bewohner bitten:
Heilige Maria, makellose Mutter unseres Herrn Jesus Christus,
in dir hat Gott uns das Urbild der Kirche und des rechten Menschseins geschenkt.
Dir vertraue ich das Land Österreich und seine Bewohner an:
Hilf uns allen, deinem Beispiel zu folgen
und unser Leben ganz auf Gott auszurichten!
Laß uns, indem wir auf Christus schauen,
ihm immer ähnlicher, wirklich Kinder Gottes werden!
Dann können auch wir, erfüllt mit allem Segen seines Geistes,
immer besser seinem Willen entsprechen und so zu Werkzeugen des Friedens werden für Österreich, für Europa und für die Welt. Amen.
Dienstag, 6. Dezember 2011
Orgelklang piano und forte
Montag, 5. Dezember 2011
Bitten wir ihn gewöhnlich
mehr für die anderen als für uns und vergessen wir uns selbst, wie der Herr es ohne Unterlaß tut und uns dadurch ein Beispiel gibt.
Bitten wir im allgemeinen nicht besonders für uns selbst, sondern widmen wir den größten Teil unres Gebetes der ganzen Menschheit, wie uns der Herr im "Vater unser" lehrt. (Charles de Foucauld)
Bitten wir im allgemeinen nicht besonders für uns selbst, sondern widmen wir den größten Teil unres Gebetes der ganzen Menschheit, wie uns der Herr im "Vater unser" lehrt. (Charles de Foucauld)
Sonntag, 4. Dezember 2011
Samstag, 3. Dezember 2011
Bei dieser Aufnahme zitterte mein Arm
allerdings nicht vom vielen Taufen wie beim Hl. Franz Xaver (das Alter macht sich bemerkbar).
Besser aufgenommen hat dieses Bild der erstklassige Photograph P. Lawrence OP (danke, Frischer Wind, für den Hinweis)
| Franz Xaver, Il Gesu, Rom |
Neuevangelisierung damals
Überall ließ er die wichtigen Gebete in der Landessprache schriftlich zurück mit der Weisung, sie auswendig zu lernen und jeden Tag zu wiederholen. Zahlreiche Kranke, für die er betete oder beten ließ, wurden wieder gesund.
Oft taufte er an einem Tag ein ganzes Dorf oder in einem Monat über 10.000 Personen.
Nach dem Glaubensbekenntnis, den Geboten, dem Vaterunser und dem Ave Maria trug er den Menschen eine Erklärung der Glaubensartikel und Gebote in ihrer Sprache vor und ließ sie am Ende seiner Predigt ihr Glaubensbekenntnis ablegen. Dann taufte er sie und gab einem jeden schriftlich seinen Namen.
"Oft sind mir die Arme müde vom Taufen und ich kann nicht mehr reden, weil ich so oft nacheinander den Leuten die Gebete vorgesprochen und sie über die Christenpflichten in ihrer Landessprache unterwiesen habe".
(Brief d. hl. Franz Xaver vom 15.1.1544 nach Rom)
Aus: Rita Haub, Franz Xaver, Aufbruch in die Welt, 37f.)
Oft taufte er an einem Tag ein ganzes Dorf oder in einem Monat über 10.000 Personen.
Nach dem Glaubensbekenntnis, den Geboten, dem Vaterunser und dem Ave Maria trug er den Menschen eine Erklärung der Glaubensartikel und Gebote in ihrer Sprache vor und ließ sie am Ende seiner Predigt ihr Glaubensbekenntnis ablegen. Dann taufte er sie und gab einem jeden schriftlich seinen Namen.
"Oft sind mir die Arme müde vom Taufen und ich kann nicht mehr reden, weil ich so oft nacheinander den Leuten die Gebete vorgesprochen und sie über die Christenpflichten in ihrer Landessprache unterwiesen habe".
(Brief d. hl. Franz Xaver vom 15.1.1544 nach Rom)
Aus: Rita Haub, Franz Xaver, Aufbruch in die Welt, 37f.)
| Franz Xaver, Herz Jesu Kirche, Graz |
Freitag, 2. Dezember 2011
Gebet ist ...
jedes Gespräch der Seele mit Gott.
Es ist auch jener Zustand der Seele, die Gott wortlos, einzig in seinen Anblick versunken betrachtet, indem sie ihm mit ihren Blicken sagt, daß sie ihn liebt, während die Lippen, ja auch die Gedanken stumm bleiben. (Charles de Foucauld)
Es ist auch jener Zustand der Seele, die Gott wortlos, einzig in seinen Anblick versunken betrachtet, indem sie ihm mit ihren Blicken sagt, daß sie ihn liebt, während die Lippen, ja auch die Gedanken stumm bleiben. (Charles de Foucauld)
Donnerstag, 1. Dezember 2011
Dieses Buch
- war nicht ganz unschuldig daran, dass ich Priester geworden bin.
- hat sehr mitgeholfen, dass einer meiner Freunde in eine Ordensgemeinschaft eingetreten ist.
- hat einen jungen Mann aus meiner Kaplanspfarre veranlasst, den Namen Br. Karl Maria anzunehmen - seit zwei Jahren gehört er einem Bettelorden an.
Lassen wir ihn doch selbst zu Wort kommen, seine Gedanken über das Gebet können unser zuweilen marodes Gebetsleben neu entflammen.
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