Lesungen am Montag der 4. Fastenwoche
Susanna im Bade
Tintoretto im Kunsthistorischem Museum in Wien
Susanna im Bade, Georg Schweigger, Kunsthistorisches Museum, Wien
Jesus und die Ehebrecherin
Tintoretto in der Prager Burg, B16, Angelus, 21.3.2010)
Tizian im Kunsthistorischen Museum Wien, B16, Predigt 25.3.2007)
Mosaik in S. Pio da Pietrelcina, Johannes Paul II. in mulieris dignitatem
Glasfenster in der Kathedrale von Troyes
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| 1. Station des Kreuzweges, Jesus wird zum Tod verurteilt, Svatý Hostýn |
ERSTE STATION
Jesus wird zum Tod verurteilt
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
(Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich.
Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.)
Aus dem Evangelium nach Markus. 15, 14-15
Sie schrien noch lauter: "Kreuzige ihn!".
Darauf ließ Pilatus, um die Menge zufriedenzustellen,
Barabbas frei
und gab den Befehl, Jesus zu geißeln
und zu kreuzigen.
MEDITATION
Das Urteil des Pilatus wurde unter dem Druck der Priester und der
Menge gefällt. Die Verurteilung zum Tod durch Kreuzigung hätte ihre
Leidenschaften befriedigen und die Antwort auf das Geschrei: "Kreuzige
ihn! Kreuzige ihn!" (Mk 15, 13-14 ff.) sein sollen. Der römische
Statthalter dachte, sich dem Urteil dadurch zu entziehen, daß er sich
die Hände wusch, so wie er sich zuvor der Worte Christi entledigt hatte,
der sein Reich mit der Wahrheit, mit dem Zeugnis für die Wahrheit (Joh
18, 38), gleichgesetzt hatte. Im dem einen wie im dem anderen Fall
suchte Pilatus, seine Unabhängigkeit zu bewahren, gewissermaßen
"abseits" zu stehen. Aber das war nur die Oberfläche. Das Kreuz, zu dem
Jesus von Nazaret verurteilt wurde (Joh 19, 16), ebenso wie seine
Wahrheit über das Reich (Joh 18, 36-37), sollten zutiefst die Seele des
römischen Statthalters berühren. Das Kreuz war und ist eine Realität,
angesichts derer man nicht abseits oder am Rande stehen kann. Die
Tatsache, daß Jesus, der Sohn Gottes, von dem Mann über sein Reich
befragt und deshalb gerichtet und zum Tod verurteilt worden ist, stellt
den Anfang jenes abschließenden Zeugnisses Gottes dafür dar, daß er die
Welt so sehr geliebt hat (vgl. Joh 3, 16).
Wir stehen vor diesem Zeugnis und wissen, daß es uns nicht erlaubt ist, uns die Hände zu waschen.
ANRUFUNGEN
Jesus von Nazaret, zum Tod am Kreuz verurteilt,
getreuer Zeuge der Liebe des Vaters.
R. Kyrie, eleison.
Jesus, Sohn Gottes, gehorsam gegenüber dem Willen des Vaters
bis zum Tode am Kreuz.
R. Kyrie, eleison.
Alle:
Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Stabat Mater dolorosa,
iuxta crucem lacrimosa,
dum pendebat Filius.
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| 1. Station: Jesus wird zum Tod verurteilt, Svatý Hostýn |



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