![]() |
| Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Svatý Hostýn |
FÜNFTE STATION
Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz tragen
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
Aus dem Evangelium nach Markus. 15, 21-22
Einen Mann, der gerade vom Feld kam,
Simon von Zyrene,
den Vater des Alexander und des Rufus,
zwangen sie sein Kreuz zu tragen.
Und sie brachten Jesus an einen Ort namens Golgota,
das heißt übersetzt: Schädelhöhe.
MEDITATION
Simon von Zyrene, der angehalten wurde, das Kreuz zu tragen (vgl. Mk
15, 21; Lk 23, 26), wollte es gewiß nicht tragen. Er ist also dazu
gezwungen worden. Er ging neben Christus unter derselben Last. Er lieh
ihm seine Schultern, als die Schultern des Verurteilten zu schwach zu
sein schienen. Er war ihm ganz nahe: näher als Maria, näher als
Johannes, der, obwohl auch er ein Mann war, nicht gerufen worden ist, um
ihm zu helfen. Sie haben ihn, Simon von Zyrene, den Vater des Alexander
und des Rufus, gerufen, wie das Markusevangelium berichtet (Mk 15, 21).
Sie haben ihn gerufen, ja sie haben ihn gezwungen.
Wie lange hat
dieser Zwang gedauert? Wie lange ist er neben ihm gegangen und hat dabei
zu erkennen gegeben, daß ihn nichts mit dem Verurteilten, mit seiner
Schuld, mit seiner Strafe verband? Wie lange ist er so gegangen,
innerlich gespalten durch eine Sperre der Gleichgültigkeit gegenüber dem
Mann, der litt? "Ich war nackt, ich war durstig, ich war im Gefängnis"
(vgl. Mt 25, 35.36), ich habe das Kreuz getragen... und: Hast du es mit
mir getragen? ... Hast du es wirklich bis zum Ende mit mir getragen?
Das wissen wir nicht. Der heilige Markus nennt nur den Namen der Söhne
des Mannes aus Zyrene, und die Überlieferung behauptet, daß sie zu der
Christengemeinde gehörten, die dem heiligen Petrus nahestand (vgl. Röm
16, 13).
ANRUFUNGEN
Christus, barmherziger Samariter,
du hat dich an die Seite des Armen, des Kranken und des Geringsten gestellt.
R. Christe, eleison.
Christus, Diener des Ewigen, du betrachtest jede liebevolle Geste
gegenüber dem Verbannten, dem Ausgegrenzten und dem Fremden,
als würde sie dir erwiesen.
R. Christe, eleison.
Alle:
Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Quis est homo qui non fleret,
matrem Christi si videret
in tanto supplicio?



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen