Donnerstag, 22. Juli 2021

Maria von Magdala

Maria von Magdala unter dem Kreuz
Fra Angelico, San Marco Museum, Florenz

 

Maria von Magdala wird im Lukasevangelium (Lk 8,2) an erster Stelle unter den Frauen genannt, die Jesus geheilt hatte und die ihn dann begleiteten und unterstützten. Dass sie die Sünderin war, die Jesus die Füße wusch (Lk 7,36-50), und dass sie die Schwester der Marta und des Lazarus war (Lk 10,38-50; Joh 12,1-8), wird in der abendländischen Liturgie seit Papst Gregor d. Gr. allgemein vorausgesetzt, ist jedoch nicht sicher.
Dagegen wird klar berichtet, dass sie beim Kreuz Jesu stand (Mk 15,40-41), dass sie beim Begräbnis Jesu dabei war (Mk 15,47) und am Ostermorgen mit anderen Frauen zum Grab ging (Mk 16,1-8). Ihr ist der auferstandene Herr zuerst erschienen und hat sie mit der Osterbotschaft zu den Jüngern gesandt (Mk 16,9; Joh 20,14-18).
(erzabteibeuron)

Maria Magdalena

Altar der hl. Maria Magdalena in der Grabeskirche

Bild mit Jesus als Gärtner im katholischen Bereich der Grabeskirche

Fenster im Magdalene College in Cambridge (B16, 14.2.2007)

M. Magdalena als Zeugin der Auferstehung (Chartres)

Maria Magdalena Fenster in Chartres (Lazarus schläft)

Das Magdala Center im Heiligen Land

Statue mit Salbgefäß in S. Maria Maggiore, Trient

Glasfenster im Kings College/Cambridge

Mosaik im  Johannes Paul II. Heiligtum in Krakau

Glasfenster im Magdalene College Cambridge

bronzierte Holzfigur in der Wiener Dominikanerkirche

S. Maddalena, Rom, Grab Kamillus von Lellis

Marienkirche in Krakau

Franziskanerkirche Frauenkirchen (halte mich nicht fest)

 

Die Frauen beim leeren Grab

 

Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus,
die heilige Maria Magdalena durfte den Auferstandenen sehen
und als Erste den Jüngern die österliche Freude verkünden.
Gib auf ihre Fürsprache auch uns den Mut,
zu bezeugen, dass Christus lebt,
damit wir ihn einst schauen in seiner Herrlichkeit,
der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.


Mittwoch, 21. Juli 2021

Brot vom Himmel hast du ihnen gegeben

 


Ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen

Lesung aus dem Buch Exodus 16

1Die ganze Gemeinde der Israeliten brach von Elim auf und kam in die Wüste Sin, die zwischen Elim und dem Sinai liegt. Es war der fünfzehnte Tag des zweiten Monats nach ihrem Auszug aus Ägypten.

2Die ganze Gemeinde der Israeliten murrte in der Wüste gegen Mose und Aaron.

3Die Israeliten sagten zu ihnen: Wären wir doch in Ägypten durch die Hand des Herrn gestorben, als wir an den Fleischtöpfen saßen und Brot genug zu essen hatten. Ihr habt uns nur deshalb in diese Wüste geführt, um alle, die hier versammelt sind, an Hunger sterben zu lassen.

4Da sprach der Herr zu Mose: Ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen. Das Volk soll hinausgehen, um seinen täglichen Bedarf zu sammeln. Ich will es prüfen, ob es nach meiner Weisung lebt oder nicht.

5Wenn sie am sechsten Tag feststellen, was sie zusammengebracht haben, wird es doppelt so viel sein, wie sie sonst täglich gesammelt haben.

9Dann sagte Mose zu Aaron: Sag der ganzen Gemeinde der Israeliten: Tretet hin vor den Herrn; denn er hat euer Murren gehört.

10Während Aaron zur ganzen Gemeinde der Israeliten sprach, wandten sie sich zur Wüste hin. Da erschien plötzlich in der Wolke die Herrlichkeit des Herrn.

11Der Herr sprach zu Mose:

12Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sag ihnen: Am Abend werdet ihr Fleisch zu essen haben, am Morgen werdet ihr satt sein von Brot, und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr, euer Gott, bin.

13Am Abend kamen die Wachteln und bedeckten das Lager. Am Morgen lag eine Schicht von Tau rings um das Lager.

14Als sich die Tauschicht gehoben hatte, lag auf dem Wüstenboden etwas Feines, Knuspriges, fein wie Reif, auf der Erde.

15Als das die Israeliten sahen, sagten sie zueinander: Was ist das? Denn sie wussten nicht, was es war. Da sagte Mose zu ihnen: Das ist das Brot, das der Herr euch zu essen gibt.

Lesung vom Mittwoch in der 16. Woche vom Jahreskreis

 

Manna in der Wüste

Glasfenster im Exeter College in Oxford

Malerei in der Basilika in Mariazell

Das Einsammeln des Manna, Tintoretto, Scuola Grande di S. Rocco, Venedig

Dienstag, 20. Juli 2021

Nun erkenne ich, dass du ein Mann Gottes bist

 

Elija erweckt das tote Kind der Witwe zum Leben, Fußboden im Dom von Siena, Alessandro Franchi

17 Und nach diesen Geschichten wurde der Sohn dieser Frau, seiner Hauswirtin, krank, und seine Krankheit wurde so schwer, dass kein Odem mehr in ihm blieb. 18 Und sie sprach zu Elia: Was hab ich mit dir zu schaffen, du Mann Gottes? Du bist zu mir gekommen, dass meiner Sünde gedacht und mein Sohn getötet würde. 19 Er sprach zu ihr: Gib mir deinen Sohn! Und er nahm ihn von ihrem Schoß und ging hinauf ins Obergemach, wo er wohnte, und legte ihn auf sein Bett 20 und rief den HERRN an und sprach: HERR, mein Gott, tust du sogar der Witwe, bei der ich ein Gast bin, so Übles an, dass du ihren Sohn tötest? 21 Und er legte sich auf das Kind drei Mal und rief den HERRN an und sprach: HERR, mein Gott, lass das Leben in dies Kind zurückkehren! 22 Und der HERR erhörte die Stimme Elias, und das Leben kehrte in das Kind zurück, und es wurde wieder lebendig. 23 Und Elia nahm das Kind und brachte es hinab vom Obergemach ins Haus und gab es seiner Mutter und sprach: Siehe, dein Sohn lebt! 24 Und die Frau sprach zu Elia: Nun erkenne ich, dass du ein Mann Gottes bist, und des HERRN Wort in deinem Munde ist Wahrheit.
(1 Kön 17)

Elias (Gedenktag am 20. Juli)

Statue des Propheten Elias im Petersdom
Altar der Menschwerdung in Avila 
Entrückung des Elijas, Holzrelief in S. Sabina, Rom
Opus sectile in St James´s, Spanish Place, London, Elija und der Engel, steh auf und iß
Die Elijakapelle auf dem Tabor (Feuer auf das Opfer)
Elija (Figur, Feuerwagen), Glasbild in St John´s, Oxford
Apsismosaik, Berg Tabor
Mose und Elija, Glasbild in Saint Gervais, Paris

Dom von Siena,


Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Margareta von Antiochien
Katharina, Margarete und der Erzengel Michael sprechen mit Johanna von Orleans (Glasbild in der Kathedrale von Orleans)
Hochaltarbild der Pfarrkirche in Marchegg, NÖ
in Cambridge mit Agnes und Cädilia zu sehen

und des hl. Apollinaris von Ravenna.


  







Sonntag, 18. Juli 2021

Ich selbst sammle den Rest meiner Schafe

 

Jesus als Guter Hirte, Basilika S. Maria in Vado, Ferrara

Lesung aus dem Buch Jeremía.

1Weh den Hirten,
die die Schafe meiner Weide zugrunde richten und zerstreuen –
Spruch des Herrn.
2Darum – so spricht der Herr, der Gott Israels,
über die Hirten, die mein Volk weiden:
Ihr habt meine Schafe zerstreut und sie versprengt
und habt euch nicht um sie gekümmert.
Jetzt kümmere ich mich bei euch um die Bosheit eurer Taten –
Spruch des Herrn.

3
Ich selbst aber sammle den Rest meiner Schafe
aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe.
Ich bringe sie zurück auf ihre Weide
und sie werden fruchtbar sein und sich vermehren.
4Ich werde für sie Hirten erwecken, die sie weiden,
und sie werden sich nicht mehr fürchten und ängstigen
und nicht mehr verloren gehen –
Spruch des Herrn.

5
Siehe, Tage kommen
— Spruch des Herrn —,
da werde ich für David einen gerechten Spross erwecken.
Er wird als König herrschen und weise handeln
und Recht und Gerechtigkeit üben im Land.
6In seinen Tagen wird Juda gerettet werden,
Israel kann in Sicherheit wohnen.
Man wird ihm den Namen geben:
Der Herr ist unsere Gerechtigkeit.

(1. Lesung vom 16. Sonntag im Jahreskreis)