Montag, 27. Mai 2013

Morgengebet an die Heilige Dreieinigkeit

Vom Schlaf aufgestanden, danke ich Dir, Heilige Dreieinigkeit,
daß Du Dich in Deiner großen Güte und Langmut
nicht über mich Trägen und Sündigen erzürnet hast mit meinen Vergehen,
sondern nach Deiner Gerechtigkeit menschenfreundlich warst und mich, 
der ich in Verzweiflung darniederlag, aufgerichtet hast,
damit ich mich in der Frühe zu Dir wende und Deine Macht preise.

Erleuchte mein geistiges Auge, öffne meinen Mund,
damit ich Deine Worte lerne und Deine Gebote verstehe und Deinen Willen tue,
und mich aus ganzem Herzen zu Dir bekenne
und Deinen allheiligen Namen preise,
des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit. Amen.
(Gebet des Heiligen Basilius des Großen)

aus: Orthodoxes Gebetsbuch, Hrsg. Russische Orthodoxe Diözese Berlin u. Deutschland, 7

Heiligste Dreieinigkeit, Martinsdom, Bratislava

Sonntag, 26. Mai 2013

Hl. Philipp Neri

Ich will Gott nicht aus Interesse,
sondern aus reiner Liebe
und die Majestät des dreifaltigen Gottes ohne jeden fühlbaren Trost,
nur weil der dreifaltige Gott es so verdient, lieben. 
Philipp Neri

(aus: Holböck, Ergriffen vom dreieinigen Gott, 270)

Grab des hl. Philipp Neri, Chiesa Nuova, Rom

Der Patron Roms
Philipp über die tägliche Zelebration

Samstag, 25. Mai 2013

Dreifaltigkeit


Dreifaltigkeit umgeben von den vier Evangelisten, Prein an der Rax, Niederösterreich

Das Dreifaltigkeitsfest ist wirklich mein Fest,
für mich gibt es nichts Vergleichbares...
Es ist ein Fest der Stille und der Anbetung.
Noch nie habe ich das Geheimnis so gut verstanden
und die ganze Berufung, die in meinem Namen liegt.

Elisabeth von Dijon (von der heiligsten Dreifaltigkeit)



Einmal rundherum








Freitag, 24. Mai 2013

Maialtäre 2013 - Prein an der Rax

Am Dienstag hat es einen Mitbruder und mich in die Berge verschlagen. Die Raxalpe liegt etwa 80 km südlich von Wien und gehört zu den Wiener Hausbergen. Auf dem Heimweg haben wir in der Pfarrkirche Prein Halt gemacht, um den Herrn für die unfallfreie Bergkletteraktion (leicht übertrieben) zu preisen. Auf dem Weg hinauf waren doch immerhin 800 Höhenmeter zu überwinden.




Kirche Prein an der Rax, Pauli Bekehrung


Am Seitenaltar ist hinter der Statue der Muttergottes der hl. Antonius der Einsiedler zu sehen, das Schwein steht für die Versuchungen, denen er ausgesetzt war, der Dämon weist auf seinen Kampf gegen den Teufel hin.







Von dieser luftarmen Höhe aus sind auch die ersten beiden Bilder entstanden

Frühstücksfreuden


Mittwoch, 22. Mai 2013

Rätselauflösung

Klemens hat richtig geraten und als Theologe gleich den biblischen Zusammenhang hergestellt: "Ein bissel wie Jesus". So sah der Bursche vor dem Absprung aus:



Ein anderer Wasserläufer in action:



Bildrätsel - Kategorie: nicht leicht zu erraten

What´s that?
Hinweis: Das Bild mit des Rätsels Lösung ist drei Sekunden vorher aufgenommen worden.

Kontrastlandschaften

Gestern, 8.21 Uhr, Wien



Gestern, 9.27 Uhr, Wiener Hausberge


Maria, mütterlich zugegen

Nach dem ewigen Plan der Vorsehung soll sich die göttliche Mutterschaft Marias über die Kirche ausbreiten, wie es Aussagen der Tradition andeuten, wonach die Mutterschaft Marias über die Kirche der Abglanz und die Fortsetzung ihrer Mutterschaft über den Sohn ist.

Schon die Stunde selbst, da die Kirche geboren wird und ganz offen vor die Welt tritt, läßt nach dem Konzil diese fortdauernde Mutterschaft Marias erkennen: "Da es aber Gott gefiel, das Sakrament des menschlichen Heils nicht eher feierlich zu verkünden, als bis er den verheißenen Heiligen Geist ausgegossen hatte, sehen wir die Apostel vor dem Pfingstag, ´einmütig im Gebet verharren mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern´ (Apg 1,14) und Maria mit ihren Gebeten die Gabe des Geistes erflehen, der sie schon bei der Verkündigung überschattet hatte." (Lumen Gentium 59).

Es gibt also in der Gnadenordnung, die sich unter dem Wirken des Heiligen Geistes vollzieht, eine einzigartige Entsprechung zwischen dem Augenblick der Menschwerdung des Wortes und jenem der Geburt der Kirche.

Die Person, die beide Momente vereinigt, ist Maria. Maria in Nazareth und Maria im Abendmahlsaal von Jerusalem. In beiden Fällen ist ihre zurückhaltende, aber wesentliche Gegenwart ein Hinweis auf den Weg der "Geburt durch den Heiligen Geist". Die im Geheimnis Christi als Mutter gegenwärtig ist, wird so - durch den Willen des Sohnes und das Wirken des Heiligen Geistes - auch gegenwärtig im Geheimnis der Kirche. Auch in der Kirche bleibt sie mütterlich zugegen, wie die am Kreuz gesprochenen Worte anzeigen: "Frau, siehe, dein Sohn" - "Siehe, deine Mutter".

(aus: Johannes Paul II, Enzyklika Redemptoris Mater, Die Mutter des Erlösers, 24)

La Salette, 3. glorreiches Rosenkranzgeheimnis

O Gott, der du deine Aposteln,
die mit Maria, der Mutter Jesu,
im Abendmahlsaal versammelt waren,
den Heiligen Geist geschenkt hast,
gewähre auch uns durch die Fürsprache Marias,
dass wir uns ganz deinem Dienst weihen
und durch unser Wort und Beispiel die großen Werke deiner Liebe verkünden.

(aus: P. J. Levit SM (Hrsg.), Gebete zur Mutter Gottes (v. Johannes Paul II), 39)

Hl. Rita von Cascia

Zwei wundersame Begebenheiten werden  aus dem Leben der hl. Rita von Cascia (Todestag: 22. Mai 1447) erzählt:

Als die Heilige 1443 eine erschütternde Predigt über die Passion angehört hatte, war sie so tief ergriffen, daß sie sich in ihrer Zelle vor dem Bild des Gekreuzigten niederwarf und ihn bat, ihr wenigstens einen Dorn aus seiner Dornenkrone zu geben, damit sie Anteil an seinem Leiden haben könne. Da sprang ein Dorn ab und traf ihre Stirn, so daß sie eine blutende Wunde davon empfing, die ihr bis zum Tode - fünfzehn Jahre lang - blieb.

Ihr Patronat als Helferin für scheinbar Unmögliches stammt aus folgender Geschichte: Einige Jahre vor ihrem Tod erhielt Rita, schwer krank darniederliegend, den Besuch ihrer Verwandten. Als diese sie fragten, ob sie einen besonderen Wunsch hätte, dachte die Heilige still nach und sagte dann, daß sie eine Rose aus dem Garten ihrer Eltern haben möchte. Man glaubte, sie habe im Fieberwahn gesprochen, denn wie sollte man ihr eine Rose mitten im Januar bringen können? Um ihr aber den guten Willen zu zeigen, lief einer der Verwandten nach Rocca Porena, und siehe da, er brachte eine frische Rose zurück, die soeben an dem winterlich kahlen Rosenstock erblüht war. In der Weihe der Ritarosen lebt diese Begebenheit fort bis ins unsere Tage.
Als die hl. Rita ihr Leben aushauchte, begannen die Kirchenglocken auf wunderbare Weise zu läuten, ohne daß jemand sie bewegt hatte.

(aus: Melchers, Das Jahr der Heiligen, 309)



In der Basilika "San Pietro in Ciel d’Oro" in Pavia werden die sterblichen Überreste des hl. Augustinus aufbewahrt. Im rechten Seitenschiff der Basilika ist eine Kapelle der hl. Rita geweiht. Der etwa 1940 errichtete Altar zeigt in Reliefarbeiten Begebenheiten aus dem Leben Ritas. Im Zentrum sieht man ein Farbbild. Der gekreuzigte Herr gibt Rita einen Dorn aus seiner Krone, der sie an der Stirn verwundet.

Rita bat nach dem Tod ihres Mannes um Aufnahme als Augustiner-Eremitin, wurde aber mehrmals abgewiesen, da man keine Witwen aufzunehmen pflegte. Im zweiten Bild ist eine Vision der Heiligen zu sehen. Ihre Lieblingsheiligen Nikolaus von Tolentino, der Bischof Augustinus und Johannes der Täufer erscheinen ihr und bringen sie zum Kloster. 1407 wird sie ihrem Wunsch gemäß aufgenommen.



Litanei zur heiligen Rita

Herr, erbarme dich unser
Christus, erbarme dich unser
Herr, erbarme dich unser,
Christus höre uns, Christus erhöre uns

Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott

Heilige Maria, bitte für uns
Heilige Gottesmutter
Heilige Jungfrau aller Jungfrauen
Heiliger Josef
Heiliger Vater Augustinus
Heilige Mutter Monika


Heilige Rita, du Helferin an anscheinend unmöglichen Dingen, bitte für uns
Du Trost der Verzweifelnden
Du Schutz und Zuflucht aller Verlassenen
Du getreue Fürbitterin in allen Nöten
Du Vorbild der Sanftmut und Demut
Du Muster des Gehorsams und der Entsagung
Du Spiegel der Geduld und Gottergebenheit
Du Zierde des Augustinerordens
Du Liebhaberin des gekreuzigten Jesus
Du Braut des leidenden Jesus
Heilige Rita, mit der Wunde an deiner Stirne geziert
Heilige Rita, voll Vertrauen auf die göttliche Vorsehung
Heilige Rita, ganz Gott geweiht
Heilige Rita, mächtige Fürsprecherin bei Jesus
Heilige Rita, durch Wunder von Gott verherrlicht
Heilige Rita, allzeit von Gott erhört


Dass wir unserer Eigenliebe entsagen -
bitte für uns, o heilige Rita
Dass wir unser Kreuz geduldig tragen
Dass wir Gott über alles lieben
Dass wir seinen Willen allzeit erfüllen
Dass wir unseren Beleidigern gerne verzeihen
Dass wir den Nächsten wie uns selbst lieben
Dass wir dein Tugend-Beispiel nachahmen
In allen Versuchungen
In allen Gefahren
In allen Nöten und Anliegen
In jeder Betrübnis und Widerwärtigkeit
In Kreuz und Leiden
In der Stunde unseres Todes


Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erbarme dich unser
Bitte für uns, o heilige Rita
dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.


Lasset uns beten: O Gott, du hast in deiner unendlichen Güte dich gewürdigt, das Gebet deiner treuen Dienerin Rita gnädig anzusehen und auf ihre Fürbitte hin das zu verleihen, was menschliches Vermögen nicht erlangen kann. Habe Mitleid mit unseren Nöten und Anliegen, damit alle erkennen, dass du der Lohn der Demüten bist, der Verteidiger der Hilflosen und die Stärke derer, welche auf dich vertrauen. Amen.


(aus: Holböck, Isenegger, Novenensammlung, Klopft an, 234ff)

Sonntag, 19. Mai 2013

Belebe mich durch deine Gnade

Heiliger Geist,
du hast die Herzen der Apostel
in heiligem Eifer entflammt:
Entzünde auch in meinem Herzen die Liebe zu dir.

Göttlicher Geist,
stärke mich gegen die bösen Geister.

Du erschienst in Gestalt einer Taube,
verleihe mir Reinheit der Sitten.

Du bist ein Licht,
erleuchte mich,
damit ich die ewigen Dinge erkenne.

Du bist ein Wehen voll Sanftheit,
fege weg die Stürme meiner Leidenschaften.

Du erschienst in Form von Zungen,
lehre mich, dich unablässig zu preisen.

Du bist wie eine Wolke,
möge mich der Schatten deines Schutzes bedecken.

Du bist der Urheber aller himmlischen Gaben,
ich beschwöre dich:
Belebe mich durch deine Gnade,
heilige mich durch deine Liebe,
führe mich durch deine Weisheit,
in deiner Güte nimm mich an als dein Kind,
und rette mich in deiner unendlichen Barmherzigkeit.

Alfons von Liguori, in: J. Sudbrack (Hrsg.), Entzünde in uns das Feuer deiner Liebe, 44.

Marienkirche, Krakau, Polen