Petrus heilt einen Gelähmten an der Schönen Pforte?, Saint Pierre, Chartres
Lesung aus der Apostelgeschichte.
In jenen Tagen 1 gingen Petrus und Johannes zur Gebetszeit um die neunte Stunde in den Tempel hinauf. 2 Da wurde ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war.
Man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, das man die Schöne Pforte nennt;
dort sollte er bei denen, die in den Tempel gingen, um Almosen betteln. 3 Als er nun Petrus und Johannes in den Tempel gehen sah, bat er sie um ein Almosen. 4 Petrus und Johannes blickten ihn an und Petrus sagte: Sieh uns an! 5 Da wandte er sich ihnen zu und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen. 6 Petrus aber sagte: Silber und Gold besitze ich nicht.
Doch was ich habe, das gebe ich dir:
Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, steh auf und geh umher! 7 Und er fasste ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf.
Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke; 8 er sprang auf,
konnte stehen und ging umher.
Dann ging er mit ihnen in den Tempel,
lief und sprang umher und lobte Gott. 9 Alle Leute sahen ihn umhergehen und Gott loben. 10 Sie erkannten ihn als den, der gewöhnlich an der Schönen Pforte des Tempels saß und bettelte.
Und sie waren voll Verwunderung und Staunen über das, was mit ihm geschehen war.
links: der Engel erscheint Zacharias, rechts Maria besucht Elisabeth
Johannes ist sein Name
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 1
57 Für Elisabet erfüllte sich die Zeit, dass sie gebären sollte, und sie brachte einen Sohn zur Welt. 58 Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte,
und freuten sich mit ihr. 59 Und es geschah:
Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes
und sie wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharías geben. 60 Seine Mutter aber widersprach
und sagte: Nein, sondern er soll Johannes heißen. 61 Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemanden in deiner Verwandtschaft, der so heißt. 62 Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle. 63 Er verlangte ein Schreibtäfelchen
und schrieb darauf: Johannes ist sein Name.
Und alle staunten. 64 Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen und er redete und pries Gott. 65 Und alle ihre Nachbarn gerieten in Furcht
und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa. 66 Alle, die davon hörten, nahmen es sich zu Herzen
und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden?
Denn die Hand des Herrn war mit ihm. 80 Das Kind wuchs heran und wurde stark im Geist.
Und es lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem es seinen Auftrag für Israel erhielt.
links Geburt des Johannes, rechts: "sein Name ist Johannes", ist das etwa ein anachronistisches Taufbecken?
BENEDIKT XVI.
ANGELUS
Petersplatz Sonntag, 24. Juni 2007
Liebe Brüder und Schwestern!
Am heutigen 24. Juni lädt uns die Liturgie zur Feier des Hochfestes
der Geburt des hl. Johannes des Täufers ein, dessen Leben ganz auf
Christus ausgerichtet ist wie das von Maria, der Mutter Jesu. Johannes
der Täufer ist der Wegbereiter gewesen, die »Stimme«, die entsandt
wurde, um das menschgewordene Wort anzukündigen. Deshalb bedeutet das
festliche Gedenken an seine Geburt in Wirklichkeit die Feier Christi,
der Erfüllung der Verheißungen aller Propheten, unter denen der Täufer
der größte gewesen ist, der dazu berufen war, für den Messias den Weg zu
bahnen (vgl. Mt 11,9–10).
Alle Evangelien beginnen die Erzählung des öffentlichen Lebens Jesu
mit dem Bericht über seine Taufe durch Johannes im Fluß Jordan. Der hl.
Lukas fügt das Auftreten des Täufers in einen feierlichen
geschichtlichen Rahmen ein. Auch am Anfang meines Buches Jesus von Nazareth
steht die Taufe Jesu im Jordan, ein Ereignis, das zu seiner Zeit großes
Aufsehen erregte. Von Jerusalem und aus allen Teilen Judäas eilten die
Menschen herbei, um Johannes den Täufer zu hören, sich von ihm im Fluß
taufen zu lassen und dabei ihre Sünden zu bekennen (vgl. Mk
1,5). Der Ruf des Propheten und Täufers wuchs in einem Maß an, daß viele
sich fragten, ob er der Messias sei. Er aber – so hebt der Evangelist
hervor – wies dies entschieden zurück: »Ich bin nicht der Messias « (Joh 1,20).
Er bleibt auf jeden Fall der erste »Zeuge« Jesu, da er den Hinweis auf
ihn vom Himmel erhalten hat: »Auf wen du den Geist herabkommen siehst
und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft« (Joh 1,33).
Genau dies geschah, als Jesus nach dem Empfang der Taufe aus dem Wasser
stieg: Johannes sah auf ihn den Geist wie eine Taube herabkommen. Da
»erkannte« er die volle Wirklichkeit des Jesus von Nazaret, er begann,
»Israel mit ihm bekanntzumachen« (Joh 1,31) und wies ihn als Sohn Gottes und Erlöser des Menschen aus: »Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt« (Joh 1,29).
Als echter Prophet gab Johannes ohne Kompromisse Zeugnis von der
Wahrheit. Er klagte die Überschreitungen der Gebote Gottes auch dann an,
wenn die Verantwortlichen die Mächtigen waren. So zahlte er mit dem
Leben, als er Herodes und Herodias des Ehebruchs anklagte, und er
besiegelte mit dem Martyrium seinen Dienst an Christus, der die Wahrheit
in Person ist. Wir bitten um seine Fürsprache zusammen mit jener der
allerseligsten Jungfrau Maria, auf daß es die Kirche auch in unseren
Tagen verstehe, Christus immer treu zu bleiben und mutig seine Wahrheit
und seine Liebe für alle zu bezeugen.
Dom St. Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist, Thorn
Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und der See gehorchen?
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus 4
35 An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren. 36 Sie schickten die Leute fort
und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg;
und andere Boote begleiteten ihn. 37Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm
und die Wellen schlugen in das Boot, sodass es sich mit Wasser zu füllen begann.
38 Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief.
Sie weckten ihn
und riefen:
Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen? 39 Da stand er auf,
drohte dem Wind
und sagte zu dem See: Schweig, sei still!
Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein. 40 Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst?
Habt ihr noch keinen Glauben? 41 Da ergriff sie große Furcht
und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?
Die Muttergottes hat in Medjugorje zu einem neuntägigen Gebet um
den Frieden in der Welt aufgerufen. Am ersten Tag der neuntägigen
Novene, die die Pfarrei Medjugorje in Vorbereitung auf den 43. Jahrestag
der Erscheinungen der Muttergottes betet (24. Juni 2024), hat die Muttergottes am Abend
des 15. Juni durch die Seherin Marija Pavlovic-Lunetti eine besondere
Botschaft gegeben. Die Muttergottes bittet die Pfarrangehörigen und
Pilger sich ab Sonntag, 16. Juni für 9 Tage auf den Berg der
Erscheinungen zu versammeln, um in besonderen Weise für den Frieden in
der Welt zu beten. Ab 22 Uhr wird dort vor der Statue täglich der
Rosenkranz gebetet. Ab 23:30 Uhr findet dann neun Tage hindurch eine
tägliche Erscheinung der Muttergottes statt. Diese besondere Einladung
der Gospa ist einmalig in der 43jährigen Geschichte von Medjugorje. (kathnet) Schließen wir uns dem Gebet in Medjugorje an.
St Jakobus, Medjugorje
Marienaltar im rechten Seitenschiff, Medjugorje
"mir" heißt Frieden, in Medjugorje hat sich Maria als Königin des Friedens vorgestellt
GEBET UM DEN
FRIEDEN - MEINEN FRIEDEN GEBE ICH EUCH
V: Im
Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A: Amen.
gemeinsames Lied: Maria dich lieben, ist allzeit mein Sinn; / dir wurde die Fülle der Gnaden
verliehn:
du Jungfrau, auf dich hat der Geist sich gesenkt; du Mutter hast uns den
Erlöser geschenkt.
Du Mutter der Gnaden, o reich uns die Hand / auf all unsern Wegen durchs irdische Land. / Hilf
uns, deinen Kindern, / in Not und Gefahr; / mach allen, die suchen, / den Sohn offenbar.
Von Gott über Engel und Menschen gestellt / erfleh uns das Heil und den Frieden
der Welt. / Du Freude der Erde, du himmlische Zier: / du bist voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
V: Herr Jesus Christus, Du bist hier unter uns
gegenwärtig, da wir in Deinem Namen versammelt sind. A: Wir danken Dir. V: In sorgenvoller Zeit nehmen wir unsere Zuflucht zu Dir. A: Rette uns aus der Drangsal. / Erhalte
uns den Frieden: / den Frieden der Waffen und den Frieden der Herzen. V: Du hast am Abend vor Deinem Leiden, in jener gesegneten Stunde, da Du
uns die Heilige Messe und das Priestertum geschenkt hast, zu Deinen Jüngern
gesagt: A: Frieden hinterlasse ich euch, / meinen
Frieden gebe ich euch. / Nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich
euch. V: Sieh nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben Deiner Kirche, A: und gib uns huldvoll Frieden und
Eintracht, / wie es Deinem Willen entspricht. V: Gib der Welt jenen Frieden, den sie sich nicht selbst geben kann. A: Lass unsere Herzen Deinen Geboten
ergeben sein, V: befreie uns von Feindesfurcht, und lass uns unter Deinem Schutz ruhige
Zeiten erfahren. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist A: wie im Anfang so auch jetzt und alle
Zeit und in Ewigkeit. Amen.
BITTEN
V: Gott des Friedens, aus tiefer Not rufen wir zu
Dir. Schwer wird die Welt heimgesucht in diesen Jahren. Dunkel und sorgenvoll
liegt die Zukunft vor uns. A: Aber wir glauben, Dass Du der Herr
bist auch dieser Zeit / und dass Du mächtig bist, uns zu retten. / Und wir
vertrauen, / dass Du auch diese Prüfung uns zum Guten wenden willst. V: Du hast gesagt: „Ich denke Gedanken des Friedens und nicht des Unheils. A: Ich will euch eine hoffnungsvolle
Zukunft schenken. Wenn ihr mich anruft, werde ich euch hören und euer Schicksal
wenden“. Gott des Friedens, in diesem Glauben und mit diesem Vertrauen rufen
wir zu Dir: V: Für die Lenker der Staaten: Dass sie erkennen und
erstreben, was dem Frieden dient. A: für die Völker und Rassen, die in
Spannung und Feindschaft leben: Wecke in den Herzen die Bereitschaft zur
Versöhnung, V: für die leidenden und unterdrückten Menschen: Gib ihnen Hoffnung auf
eine bessere Zukunft, A: für die Vertriebenen und Heimatlosen:
Lass Ihnen Gerechtigkeit zuteil werden, V: für alle, die um ihres Glaubens willen Nachteil und Verfolgung dulden.
Gib ihnen Trost und Kraft. A: für die Opfer von Krieg und Gewalt:
Nimm sie auf in Deinen Frieden.
V: Gott des Friedens, Du hast gesagt: Wenn ihr mich anruft, werde ich euch
hören und euer Schicksal wenden. Höre unser Rufen! Wende unser Los und gib
barmherzig Frieden.
Lasst uns beten, wie der Herr uns zu beten gelehrt hat: Vater unser im Himmel, geheiligt werde …… V: Maria, Königin des Friedens, A:
bitte für uns.
V: Der
Herr sei mit euch. A: Und mit deinem
Geiste.
V: Auf die Fürsprache Mariens, der Rosenkranzkönigin, segne euch und alle,
für die ihr betet, der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige
Geist. Amen.
Lied:
1. Segne Du,
Maria,segne mich, Dein Kind, dass
ich hier den Frieden, dort den Himmel find'; segne all mein Denken, segne all
mein Tun, lass' in Deiner Liebe Tag und Nacht mich ruh'n.
2. Segne Du, Maria, alle, die mir lieb, Deinen Muttersegen ihnen täglich gib;
Deine Mutterhände breit' für alle aus; segne alle Herzen, segne jedes Haus.
3. Segne Du Maria, uns're letzte Stund', süße Trostesworte flüst're dann Dein
Mund; Deine Hand, die linde, drück' das Auge zu, bleib' in Tod und Leben unser
Segen Du.