Mittwoch, 16. Januar 2019

Jesus, Heiland und Erlöser, erbarme dich unser

? Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus, Ely Cathedral


29 Sie verließen sogleich die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.
30 Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie
31 und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.
32 Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
33 Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt
34 und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.
35 In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
36 Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
37 und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich.
38 Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen.
39 Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. 

(Markus 1,29-39; Evangelium vom Mittwoch der 1. Woche im Jahreskreis) 

Kathedrale von Ely

Dienstag, 15. Januar 2019

Konrad II. Bosinlother von Mondsee

"Hochschrein" des hl. Konrad von Mondsee, St. Michael, Mondsee

Konrad II. Bosinlother, Abt. Konrad war seit 1127 Abt des Klosters Mondsee, das zum Regensburger Bischofsgut gehörte. Bald hatte Konrad durch eine Reform das geistige und geistliche Leben des Klosters gehoben. Dazu erwirkte er vom Papst für sein Kloster die Loslösung von Regensburg. Er wurde am  15. Jänner 1145 in Oberwang bei Mondsee ermordet. Seine Gebeine befinden sich in der ehemaligen Abteikirche Mondsee.
(Martyrologium Sancrucense)


Hochaltar von St. Michael in Mondsee

St. Michael in Mondsee

 Heute gedenkt die Kirche auch der Benediktiner Placidus und Maurus und des hl. Arnold Janssen.

Und weiter gehts!

Montag, 14. Januar 2019

Grün

Mit dem Fest der Taufe des Herrn endet die Weihnachtszeit. Wir kehren zurück zur Farbe Grün, die die Hoffnung und das Wachstum der heranreifenden Saat symbolisiert.

 

Mögen in uns wachsen Glaube, Hoffnung und Liebe

Sonntag, 13. Januar 2019

Taufe des Herrn (Chartres)

Taufe des Herrn, um 1230, ND de Chartres


In jener Zeit 15war das Volk voll Erwartung, und alle überlegten im Stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei.
16Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
21Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen. Und während er betete, öffnete sich der Himmel,
22und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden. (Lukas 3)


Am heutigen Sonntag feiern wir nach dem Hochfest der Erscheinung des Herrn das Fest der Taufe des Herrn, mit dem die liturgische Weihnachtszeit zu Ende geht. Heute betrachten wir Jesus, der sich im Alter von rund 30 Jahren von Johannes im Jordan taufen lassen wollte. Es handelte sich um eine Sühnetaufe, bei der das Symbol des Wassers verwendet wurde, um die Reinigung von Herz und Leben auszudrücken.

Johannes, den man den "Täufer" nannte, also denjenigen, der tauft, predigte dem Volk Israel, sich zur Vorbereitung auf das bevorstehende Kommen des Messias taufen zu lassen. Und er erklärte allen, dass einer nach ihm kommen werde, der größer sei als er selbst und nicht mit Wasser, sondern mit dem Heiligen Geist taufen werde (vgl. Mk 1,7-8). Als Jesus im Jordan getauft wurde, kam der Heilige Geist in der Gestalt einer Taube auf ihn herab und blieb auf ihm, und Johannes der Täufer erkannte, dass Jesus der Christus war, das "Lamm Gottes", das gekommen war, um die Sünden der Welt hinweg zu nehmen (vgl. Joh 1,29).

Somit ist die Taufe im Jordan auch eine "Epiphanie", eine Offenbarung der messianischen Identität des Herrn und seines Erlösungswerks, das in einer anderen "Taufe" seinen Höhepunkt finden wird, nämlich in seinem Todes und seiner Auferstehung, durch die die ganze Welt im Feuer des göttlichen Erbarmens gereinigt werden wird (vgl. Lk 12,49-50). (....)



Die Kindertaufe bringt das Geheimnis der neuen Geburt zum göttlichen Leben in Christus zum Ausdruck und verwirklicht es: Gläubige Eltern bringen ihre Kinder zum Taufbecken, das für den "Mutterleib" der Kirche steht, aus dessen gesegnetem Wasser Kinder Gottes in die Welt gesetzt werden. Die Gnade, die diese Neugeborenen empfangen, verlangt danach, von ihnen aus freien Stücken und auf verantwortungsvolle Weise angenommen zu werden, wenn sie einmal erwachsen geworden sind. Dieser Reifungsprozess wird sie später dazu führen, das Sakrament der Firmung zu empfangen. Es wird ihre Taufgnade festigen und ihnen das "Siegel" des Heiligen Geistes aufdrücken.

Liebe Brüder und Schwestern! Das heutige Hochfest möge für alle Christen zu einer großartigen Gelegenheit werden, um die Freude und Schönheit der eigenen Taufe zu entdecken, die eine allzeit gegenwärtige Realität ist, wenn sie im Glauben gelebt wird: Sie erneuert in uns andauernd das Bild des neuen Menschen, und sie erneuert uns in der Heiligkeit der Gedanken und Taten. Darüber hinaus vereint die Taufe die Christen aller Bekenntnisse. Als Getaufte sind wir alle Kinder Gottes in Christus Jesus, unserem Meister und Herrn. Die Jungfrau Maria möge für uns alle die Gnade erlangen, immer mehr den Wert unserer Taufe zu verstehen und mit einem angemessenen Lebenswandel Zeugnis für sie zu geben.

(Benedikt XVI., Angelus, 9.1.2006)





Unsere Liebe Frau von Chartres


Heute gedenkt die Kirche des hl. Remigius von Reims und des hl. Hilarius von Poitiers (Hilarius begegnet dem hl. Martin) und in Poitiers

Samstag, 12. Januar 2019

Maria von Kana

Sie haben keinen Wein mehr
1 Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt und die Mutter Jesu war dabei.
2 Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen.
3 Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.
4 Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
5 Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut!
6 Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungssitte der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter.
7 Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand.
8 Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist! Sie brachten es ihm.
9 Dieser kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen
10 und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt aufbewahrt.
11 So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn.
12 Danach zog er mit seiner Mutter, seinen Brüdern und seinen Jüngern nach Kafarnaum hinab. Dort blieben sie einige Zeit.

Was er euch sagt, das tut

Das "Zeichen von Kana" gehört nach dem Evangelium (Joh 2,1-11) zum Geheimnis der Offenbarung des Herrn. Daher erinnert die Römische Liturgie jedes Jahr am Hochfest der Erscheinung des Herrn daran: "Drei Wunder heiligen diesen Tag: Heute führte der Stern die Weisen zum Kind in der Krippe. Heute wurde Wasser zu Wein bei der Hochzeit. Heute wurde Christus im Jordan getauft, uns zum Heil. Halleluja" (Erscheinung des Herrn, 2. Vesper, Magnificat-Antiphon). (...)

An dieser Offenbarung des Herrn hatte die selige Jungfrau tätig Anteil, und darum gedenkt die Liturgie ihrer gemeinsam mit ihrem Sohn, wenn sie singt: "Durch dich hat dein Sohn das erste seiner Zeichen getan, durch dich hat der Bräutigam der Braut den neuen Wein bereitet, durch dich haben die Jünger an den Meister geglaubt." (Kommunionvers).
In dieser Messe werden also gemeinsam Jesus der Herr, die Kirche, die aus dem Zeichen von Kana erwächst, und die Jungfrau Maria gefeiert: (...)

- schließlich die Mutter Jesu, die Gott, der Vater in seinem wunderbaren Ratschluß in das "geheimnisvolle Werk unseres Heiles" (Tagesgebet) hineingenommen hat. Die selige Jungfrau Maria handelt in dem Heilsdienst, den sie in den Tages ihres irdischen Wandels in Kana für die Brautleute und die Jünger erfüllte, nun, da sie glorreich im Himmel herrscht, für die ganze Kirche: Besorgt um das Heil der Menschen, wendet sie sich an ihren Sohn, daß er ihnen in ihren Nöten zu Hilfe komme (vgl. Präfation); die Menschen aber heißt sie das tun, was sie der "Sohn im Evangelium zu tun gelehrt hat" (Tagesgebet). Ja, gemäß der Liturgie muß man sagen, daß die Mutter Jesu, die am Hochzeitsmahl in Kana teilgenommen hat, auch beim eucharistischen Mahl der Kirche gegenwärtig ist. Darum feiert die Gemeinschaft der Gläubigen täglich die Eucharistie vor allem in Gemeinschaft mit der glorreichen Jungfrau Maria.
(Marienmessen, Maria von Kana, 54)

Herr, heiliger Vater,
in deinem wunderbaren Ratschluß
hast du die selige Jungfrau Maria hineingenommen
in der geheimnisvolle Werk unseres Heiles.
Gib, daß wir auf die Worte der Mutter Christi hören
und das tun, was uns dein Sohn
im Evangelium zu tun gelehrt hat.
der, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.


Hochzeit von Kana, ULF von Chartres, 1. Hälfte des 13. Jh.

Die nächsten beiden Posts werden

bunt