Donnerstag, 23. April 2015

Die Narzissenfalle, oder

was treibt die Spinne auf den Blüten einer Narzisse?

Zur Kirchweihe des Stephansdoms

Die Eligiuskapelle im Stephansdom dient der Eucharistischen Anbetung

Großer und heiliger Gott,
jedes Jahr feiern wir den Weihetag dieses heiligen Hauses.
Höre auf die Bitten deines Volkes.
Hilf uns, dass wir an diesem Ort
in rechter Gesinnung den heiligen Dienst vollziehen
und den Reichtum der Erlösungsgnade empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.



Hausmuttergottes, um 1330, Eligiuskapelle, Stephansdom

Zur Kirchweihe 2014

Dienstag, 21. April 2015

Abendstimmung

Das glühende Gebet des hl. Konrad von Parzham

Statue des hl. Konrad von Parzham in der Gnadenkapelle, Altötting

(Der Guardian) fand ihn (Br. Konrad) knieend, wie in Ekstase, in der Alexiuskapelle. Er sah, wie aus Bruder Konrads Mund feurige Kugeln zum Hochaltar schwebten. Versinnbildeten nicht jene Kugeln Bruder Konrads feurige Gebete, die bei Gott kostbar waren wie das allerfeinste Gold.
Ob durch goldene Kugeln sichtbar gemacht oder nicht: Jedes kindlich-demütige Gebet dringt durch die Wolken, ist beim himmlischen Vater wertvoller als alle Güter der Erde! (...)

Im Jahre 1862 besuchte ein 16-jähriger Gymnasiast, der spätere Redemptoristenbruder Nikolaus Hartwanger, die Gnadenkapelle. Bruder Konrad stand direkt vor ihm. "Auf einmal beobachtete ich", erinnert sich Nikolaus Hartwanger, "wie sich die Glut seiner inneren Andacht nach außen offenbarte: feurig glänzende Kugeln stiegen aus seinem Mund zum Gnadenbilde empor. Das sah ich mehrere Male."

(...) Eine unverheiratete Frau A. Br. hat eidlich ausgesagt: "Als ich einst in der Heiligen Kapelle betete, sah ich aus dem Mund des Bruders Konrad drei, ein andermal fünf goldene Kugeln zum Gnadenbild emporsteigen. Später, in den Jahren 1879 und 1880, hatte ich noch zwei Mal die nämliche Erscheinung. Die Kugeln waren feurig."

"In den achtziger Jahren", berichtete ein anderer Zeuge, "wohnte ich um 5 Uhr der hl. Messe in der Gnadenkapelle bei. Bruder Konrad ministrierte. Auf einmal verbreitete sich im Innern des Heiligtums eine außerordentliche Helle. Dann sah ich drei feurige Kugeln aus dem Mund des Bruders Konrad zum Gnadenbild emporsteigen. Alle Anwesenden sahen es auch und äußerten ein unwillkürliches Ah!"
(P. Schmidt, Bruder Konrad von Parzham, 45f)

Heiliger Bruder Konrad, sei unser Fürsprecher, begleite unsere Bitten!

Gnadenkapelle Altötting

Montag, 20. April 2015

Am Grab der hl. Agnes von Montepulciano


Agnes, 1268 in Gracciano bei Montepulciano (Toscana) aus der reichen Familie Segni geboren, trat im Alter von 9 Jahren in das Kloster ihrer Stadt ein. Als Fünfzehnjährige wurde sie - mit päpstlicher Dispens - Vorsteherin des Klosters von Procene bei Orvieto, an dessen Gründung sie maßgeblich beteiligt war. Unter ihrer Leitung erlangte dieses Kloster große Berühmtheit wegen seiner vorbildlichen Oberservanz.
22 Jahre später kehrte Agnes auf Bitten der Einwohner von Montepulciano zurück und gründete 1306 ein neues Kloster. Als Priorin stellte sie das Kloster unter die Regel des heiligen Augustinus. Da sie den Predigerorden und das Vorbild des hl. Dominikus kennengelernt hatte, wünschte sie einige Jahre später, daß die geistliche Leitung des Klosters voll und ganz dem Predigerorden anvertraut würde. 1311 wurde das Kloster dem Dominikanerorden rechtlich angeschlossen und von den Brüdern betreut.
Agnes verehrte das Jesuskind und die Jungfrau Maria mit großer Frömmigkeit. Gestärkt durch die Gaben des Heiligen Geistes war sie ein leuchtendes Vorbild des Gebetes und der Nächstenliebe. Dank ihrer Tugend und ihres Einflusses hielt sie ihre Mitbürger an, nach Einheit und Frieden zu streben.
Die hl. Katharina von Siena nannte sie "glorreiche Mutter" wegen ihrer Lehrer und ihrer wahren Demut.
Agnes starb am 20. April 1317. Papst Benedikt XIII. nahm sie am 10. Dezember 1726 in die Schar der heiligen Jungfrauen auf.
(Proprium des Predigerordens, 289f)


Sant´Agnese de Montepulciano, Dominikanerkirche






Wißt ihr, welcher Grundsatz sie (Agnes) zu vollendeten und wahren Tugend gelangen ließ? Folgender: Frei und aus eigenen Stücken übte sie Entsagung und wollte von den Gütern dieser Welt nichts besitzen.
Denn diese ruhmvolle Jungfrau hatte klar begriffen, daß ein Mensch, der die Güter dieser Welt besitzt, leicht überheblich wird. Er kümmert sich nicht mehr um die unscheinbare Tugend der Demut, er gerät zu einer sinnlichen Liebe seiner selbst, er hat das Gefühl der reinen Liebe nicht mehr, Eifer und Gebet läßt er fahren. Denn wenn Herz und Gefühl mit irdischen Dingen und der Liebe zu sich selbst gesättigt sind, können sie nicht mehr mit dem gekreuzigten Christus erfüllt werden und sind ebenso unfähig, wahres und trostreiches Gebet zu erfahren.
Weil die liebliche Agnes das erkannte, legte sie ihr eigenes Ich ab und zog Christus, den Gekreuzigten, an. Aber das legte sie nicht allein sich auf, sondern auch uns.
Darauf hat sich euch verpflichtet und darin müßt ihr standhaft verharren.

(Katharina von Siena, aaus einem Brief an die Priorin Christophora im Kloster des hl. Agnes von Montepulciano, Proprium des Dominikanerordens, 293))







After the saint's recovery she was consoled by a wonderful vision, in which she seemed to be admitted to contemplate the glory of her heavenly country. She was not really raised to behold that light which forms the happiness of the inhabitants of heaven, but the immense joys of that eternal kingdom were presented, as it were, by allegory to her intellect. Among the dearest objects which fixed her attention there, was the august throne of the Mother of God, who was clothed with the sun, and surrounded by ineffable beauty. A chosen choir of the brightest spirits stood round that sublime threshold, who celebrated the greatness of their Queen in most joyful songs and canticles. Heaven resounded with their voices, and except the triple sanctus to the Most Holy, there was nothing in the whole court of heaven more joyful and triumphant. After that vision Agnes frequently recited or sung a devout Latin hymn in honour of our Lady, which she said she had learnt from the angels on that occa It begins, " Vernans rosa, spes humilium propitia," which the blessed Raymond gives at length. It refers entirely to the seven joys relative to the incarnation and life of her Divine Son, which Mary most holy experienced. The sentiments are refined and expressive of devotion, but the style and the phrases are not concise, and are those of an age in which elegance of language and the dignity of the lyric metre had quite disappeared. But whoever endeavours to prove from this that it was not composed by angels, must recollect that those inspirations that saints and sion.



Agnes, Braut des Lammes, erwirke/erlange uns das Heil
 
Herr und Gott, du hast dir die heilige Agnes als Braut erwählt
und sie mit glühendem Eifer im Gebet erfüllt.
Gib, daß wir nach ihrem Vorbild unser Herz zu dir hin lenken
und dadurch an Güte und Liebe wachsen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
(Tagesgebet, Proprium des Predigerordens, 299)




Donnerstag, 16. April 2015

Nils,


Bernadette Soubirous



Bernadette Soubirous, Seherin und Ordensfrau. Bernadette Soubirous wurde am 17. Februar 1844 in ärmlichen Verhältnissen zu Lourdes in den Pyrenäen geboren. Sie hatte beginnend mit dem 11. Februar 1858 in der Grotte namens Masabielle insgesamt 18 Erscheinungen der Unbefleckt Empfangenen Gottesmutter. Hierdurch wurde Lourdes zu einem der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte. Bernadette freilich musste viele Anfeindungen und Verdächtigungen ertragen. 1866 trat sie in das Kloster der Caritas- und Schulschwestern zu Nevers ein, wo sie in demütiger Verborgenheit Kranke pflegte. Auch hier ertrug sie Unverständnis durch ihre Oberen und schwere Krankheiten mit geduldiger Ergebenheit. Die Gottesmutter hatte ihr bei der Grotte verheißen: „Ich werde dich nicht in dieser Welt glücklich machen, aber in der kommenden!“
Bernadette Soubirous starb am 16. April 1879. Ihr Leib ist unverwest und wird in Nevers in einem Glasschrein aufbewahrt. Sie wird als Bauernmädchen vor der Lourdesgrotte kniend dargestellt, den Rosenkranz in der Hand.
(Martyrologium Sancrucense)

Bernadette in der Mitte, Geburtshaus in Lourdes

links: Bernadette als Nonne, Geburtshaus in Lourdes