Donnerstag, 2. Oktober 2014

Engel Gottes

Engel Gottes,
der du über mich wachst,
dir anvertraut von der Güte
des Himmlischen Vaters,
erleuchte mich,
beschütze mich,
führe mich heute und allezeit.
(Pater Pio, in: R. Fabiano, So betete P. Pio, 106)

Schutzengel, Lourdes, Pfarrkirche

Wir nominieren Robusta



Gerade noch vor Ablauf der bereits verlängerten Frist nominieren wir diese Blogs:

Politik: Bellfrell. http://bellfrell.blogspot.de/
Frische:  http://denzinger-katholik.blogspot.co.at
Spiritualität: Andreas. http://prospesalutis.blogspot.de/
Cocktail: Thomasleser.  http://eumloquatur.wordpress.com/
Papsttreue: http://frischer-wind.blogspot.co.at/
Kultur: http://einfachentfachend.wordpress.com/
Alltag:  http://viasvitae.wordpress.com/
Großmaul:  http://www.geistbraus.de/
Dialog: http://invenimus.blogspot.co.at/


 




 

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Seelen durch Gebet und Opfer retten

Die Kathedrale St. Pierre in Lisieux wurde im 12. Jahrhundert im normannisch-gotischen Baustil errichtet und war bis zur französischen Revolution Bischofssitz der Diözese Lisieux. Heute ist der Bischofssitz in Bayeux. Die Kathedrale St. Peter war die Pfarrkirche der hl. Theresia. Hierher kam sie täglich zur hl. Messe, hier empfing sie erstmals das Sakrament der Beichte.
In einer Seitenkapelle im rechten Seitenschiff hatte die Familie Martin ihren Platz bei den Sonn- und Feiertagsmessen. Im Juli 1887 erkannte Theresia gegen Ende der hl. Messe ihre Berufung, "Seelen durch Gebet und Opfer zu retten".
 
Kathedrale St. Pierre, Lisieux
Seitenkapelle, in der die Familie Martin die Hl. Messe mitfeierte




"Als ich eines Sonntags die Photographie unseres Herrn am Kreuz betrachtete, ward ich betroffen vom Blute, das aus einer seiner Göttlichen Hände floss. Ich empfand tiefen Schmerz beim Gedanken, dass dies Blut zur Erde fiel, ohne dass jemand herzueilte, es aufzufangen. Ich beschloss, im Geiste meinen Standort am Fuße des Kreuzes zu nehmen, um den ihm entfließenden Göttlichen Tau aufzufangen, und begriff, dass ich ihn nachher über die Seelen ausgießen müsse... Der Schrei Jesu am Kreuz widerhallte ununterbrochen in meiner Seele: «Mich dürstet!» (Joh 19,28). Diese Worte entfachten in mir ein unbekanntes, heftiges Feuer... Ich wollte meinem Viel-Geliebten zu trinken geben und ich fühlte mich selbst vom Durst nach Seelen verzehrt...“
Noch waren es nicht Priesterseelen, zu denen es mich hinzog, sondern die der großen Sünder, ich brannte vor Verlangen, sie den ewigen Flammen zu entreißen."
(Therese von Lisieux, Selbstbiographie, Johannesverlag, 97)

 



"Es ist wirklich ein erstaunlicher Text, machtvoll. Thérèse ist ganz wach geworden, ihr Herz kann mitleiden, sie sieht den Herrn am Kreuz. Sie sieht das Blut aus seinen Wunden. Aber es ist nicht nur Mitleid mit seinem physischen, körperlichen Leid, es ist die Erschütterung darüber, dass das für uns vergossene Blut so unbeachtet bleibt, dass, wie Franziskus sagt, die Liebe nicht geliebt wird. Dieser Schmerz trifft sie. Das ist das tiefste Mitleid mit dem Heilswillen Jesu. Warum wird Jesu Liebe nicht mehr angenommen?
Da beschließt Thérèse, wieder unglaublich gewagt, sich beim Kreuz aufzuhalten, „de me tenir en esprit au pied de la Croix,– „im Geist mich am Fuß des Kreuzes aufzuhalten“, dort meinen Platz zu finden, dort, wo Maria, Johannes und Maria von Magdala standen, aber nicht passiv, sondern aktiv, um das göttliche Blut aufzufangen. Mich fasziniert immer wieder an Thérèse dieses Gewagte, dieses unglaublich eigentlich alle ängstlichen Maße Sprengende: „Ich begriff, dass ich es nachher über die Seelen ausgießen müsse.“ Sie hat eine Heilsaufgabe. –
Ich erwähne nur in Klammer, man müsste es sich näher anschauen, die erstaunliche Parallele zum so genannten dritten Geheimnis von Fatima, wo es eine ganz ähnliche Passage gibt. – Es ist eine direkte, mit Christus verbundene Mission, die schon damals im Grunde grenzenlos ist. Wenn Christus sein Blut für alle vergossen hat, so will Thérèse immer entschiedener das Heil aller, weil es Jesu Wille ist. Sie will deshalb Jesu Durst stillen, ihr Mitleid mit ihm wird zum Durst, an seinem Werk teilzunehmen. Ihr Durst wird sein Durst nach Seelen. Sie zeichnet dann ein kleines Bild, ein Kreuzesbild, auf das sie diese beiden Worte zusammen schreibt: „Mich dürstet“, Jesu Wort am Kreuz (Joh 19,28), und daneben das andere Wort, das Jesus zur Samariterin sagt: „Gib mir zu trinken“ (Joh 4,7). Sie deutet es in diesem Sinn."
(Aus der Katechese von Kardinal Schönborn vom 6.4.2003 über Therese von Lisieux und die Stadtmission)



Und passend zum Oktober: Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz in der Kathedrale St. Pierre.

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz, St. Pierre, Lisieux

Montag, 29. September 2014

Erzengelfest



Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe.
Gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels sei unser Schutz.
"Gott gebiete ihm", so bitten wir flehentlich.
Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen,
stoße den Satan und die anderen bösen Geister,
die in der Welt umhergehen, durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.


 

In der Kathedrale von Senj befindet sich im linken Kirchenschiff ein Altar aus dem Jahr 1764, der den heiligen Engeln geweiht ist.

Sonntag, 28. September 2014

Wenzel von Böhmen



Holzrelief des hl. Wenzel, Prager Veitsdom

Vaclav oder Wenzeslaus oder Wenzel, Herzog von Böhmen. Vaclav wurde um 903 geboren, die Erziehung übernahm seine Großmutter, die hl. Ludmilla. Als sein Vater Wratislav starb, kam es zu einer tragischen Familienfehde: Der 13-Jährige wurde zwar Herzog von Böhmen, seine Mutter Drahomira übte jedoch die Regentscahft aus und unterstützte die heidnische Reaktion aus nationalistischem Interesse. Der daraufhin ausbrechende Streit mit Ludmilla endete damit, dass Drahomira ihre Schwiegermutter ermorden ließ.
Drahomira musste jedoch dank des Eingreifens König Heinrichs I. die Herrschaftan ihren Sohn Vaclav abtreten. Dieser war nun um die Ausbreitung und Vertiefung des Christentums in Böhmen bemüht; ihm verdankt das böhmische Volk den Anschluss an die abendländische Kulturgemeinschaft. Vaclav gründete die Veitskirche in Prag. Vermutlich wollte Vaclav ohnehin abdanken und seinem Bruder Boleslaw I. die Macht überlassen, um ins Kloster zu gehen. Doch noch bevor er sein Vorhaben kundtun konnte, wurde sein Bruder Boleslaw vom heidnischen Adel für ein Attentat auf Vaclav gewonnen. Boleslaw lud seinen Bruder auf seine Burg Altbunzlau, das ist das heutige Stara Boleslaw. Er erschlug Vaclav während eines Gottesdienstes und ließ ihn von anderen in Stücke hauen. Das Martyrium des Herzogs Vaclav ereignete sich am 28. September 929. Die Gebeine wurden in die von ihm gegründete Sankt-Veits-Kirche auf der Prager Burg überführt, 1729 wurde Vaclav als erster Slawe heilig gesprochen.

(Martyrologium Sancrucense)

Martyrium des hl. Wenzel, Holzrelief, Prager Veitsdom

Samstag, 27. September 2014

Vinzenz von Paul


Über den hl. Vinzenz in der Rue du Bac gab es hier schon einen Post, anlässlich seines Festes reiche ich ein paar Bilder des Heiligen nach.



Geben wir uns Gott hin, um seine frohe Botschaft durch die ganze Welt zu tragen. Es geht um die Ehre des ewigen Vaters, um das Leiden des Sohnes, um das Lebendigwerden des Wortes. Das Heil der Völker und unser eigenes ist etwas so Hohes, daß man alle Kräfte dafür einsetzen muß.

Herzreliquie des hl. Vinzenz in der Rue du Bac

Wir müssen immer wieder um den Frieden beten, meine Brüder. Überall wütet der Krieg. Krieg in Frankreich, in Spanien, in Italien, in Deutschland, in Schweden, in Polen, das von drei Seiten angegriffen wird: Krieg in Irland bis hinauf in die kahlen Berge und fast unbewohnbare Felsen. In Schottland ist es nicht besser. England - man kennt den beklagenswerten Zustand dort. So viele Menschen müssen leiden. (....)
Laßt uns beten, daß Gott die Herzen der Menschen, in deren Händen die Macht hier auf Erden liegt, zur gegenseitigen Versöhnung bewegt!


Herr Jesus Christus, du hast dich geheiligt, damit auch die Menschen geheiligt seien.
Du hast die Reiche der Welt verschmäht, ihren Reichtum ihre Ehre.
Du wolltest nur das Reich deines Vaters in den Herzen der Menschen errichten.
Gib, daß der himmlische Vater in uns herrsche durch Glaube, Hoffnung und Liebe,
durch die Demut und die Vereinigung mit seinem heiligen Willen,
damit wir einst an seiner Herrlichkeit teilhaben.

(alle Texte aus: Vinzenz von Paul, Worte des Erbarmens)

encore ...

une fois pour Bellfrell

Nur HIER seht ihr den Freudensprung

den die "kleine Hommage" auf der Seite Prospesalutis verursacht hat.

Freitag, 26. September 2014

Siehe, o mein lieber und guter Jesus

vor Deinem Angesichte werfe ich mich nieder
und bitte und beschwöre Dich mit heißer Inbrunst:
Präge meinem Herzen ein
den lebendigen Geist des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe,
der wahren Reue über meine Sünden und des Vorsatzes, mich zu bessern,
indem ich mit inniger Rührung und tiefen Schmerz meiner Seele
Deine heiligen fünf Wunden betrachte und dabei beherzige,
was der Prophet David von Dir, o mein guter Jesus, geweissagt hat:
Sie haben meine Hände und meine Füße durchbohrt,
sie haben alle meine Gebeine gezählt.
(O. Pies, Im Herrn, 178)

Donnerstag, 25. September 2014

die Abendsonne erwarten und genießen


Am Grab des hl. Niklaus von Flüe

Pfarr- und Wallfahrtskirche Sachseln, erbaut 1672-1684, dem hl. Theodul geweiht




Bruder Klaus bei der Tagsatzung zu Stans

Marienerscheinung in der Ranft


"Es hat sich auch zugetragen, dass Pfarrer, Sakristane und gewöhnlicher Bürger in Sachseln, wo Bruder Klaus begraben liegt, in derart großer Zahl das Grab von Bruder Klaus aufsuchten und dort ihre Opfergaben darbrachten, weil sie alle von mancherlei Fieber, von Erkältungskrankheiten und anderen Beschwerden geheilt und wieder gesund wurden, sogar solche, die (dem Tode nahe waren), konnten sofort genesen und wurden wiederhergestellt." (Sachsler Kirchenbuch, 1488)

Im Altar der Sachsler Pfarrkirche befinden sich in einer silbergetriebenen Figur die Reliquien des hl. Niklaus

Hochaltarbild, Aufnahme Mariens in den Himmel

Nun stimmt das grosse Danklied an, dass weithin es erschallt.
Dem Bruder Klaus sind zugetan wir Pilger jung und alt.

Er hat im Leben stets bekannt, was Gottes Willen frommt.
Wir haben diese Kraft erkannt, die aus der Tiefe kommt.

Frau Dorothee gilt unser Dank, ihr Jawort gab ihn frei,
dass er, wo Zwietracht, Streit und Zank, ein Friedenstifter sei.

Wir nehmen seinen Geist und Rat in unsre Welt hinein,
dass Frieden werde allerort und Eintracht allgemein.

(gesungen nach "Nun danket all und bringet Ehr)

Bruder Klaus Figur über dem Portal an der Nordfassade

 


So schön kann die Schweiz sein: