Sonntag, 23. Februar 2014
Samstag, 22. Februar 2014
Ein Nachschlag zur Stuhlfeier Petri
Petrus, der Kirche Fundament,
der Herr hat dich zum Fels gemacht,
er selber ist der feste Grund,
der Halt und Stärke dir verleiht.
Du, Petrus, hast den Herrn zuerst
bekannt als wahren Gottessohn.
Dir gab er Auftrag und Gewalt,
sein Volk zu leiten durch die Zeit.
Behüte du als treuer Knecht
die Herde, dir dir anvertraut.
Wenn Satan uns wie Weizen siebt,
dann stärke unsres Glaubens Kraft.
Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der seine Kirche lenkt und führt,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.
(Hymnus zum Fest Kathedra Petri)
Simon, ich habe für dich gebetet, daß dein Glaube nicht wanke.
Du aber stärke deine Brüder.
| Petrus mit Friedensmöwe :-) |
Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.
Und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
| Schlüsselübergabe an Petrus, Petersdom, Rom |
Kathedra Petri
Das Fest der Kathedra Petri, also des Bischofsstuhls des Papstes als Stellvertreter Christi auf Erden, dient dem Gedenken des besonderen Hirtenamtes des Papstes, das Christus dem Petrus übertragen hat. Es ist in Rom schon Mitte des 4. Jahrhunderts bezeugt. Seit dieser Zeit wurde nachweislich ein aus Antiochia stammender Stuhl gezeigt, auf dem Petrus sein Hirtenamt ausgeübt haben soll.
Im Mittelalter hat sich dazu auch eine Legende entwickelt: Der Statthalter von Antiochia namens Theophilus habe Petrus ins Gefängnis werfen lassen. Daraufhin bot der herbeigeeilte Paulus dem Theophilus seine Dienste in allerlei Handwerk an und erreichte, dass Petrus zur Probe freigelassen wurde. Petrus erweckte daraufhin den verstorbenen Sohn des Theophilus wieder zum Leben, sodass sich Theophilus bekehrte. Und mehr noch: Nun setzte Theophilus den Petrus öffentlich „auf einen hohen Stuhl“, weil alle ihn sehen und hören sollten. Petrus konnte so noch 7 Jahre lang als Bischof in Antiochia wirken, dann ging er nach Rom in das Zentrum des römischen Imperiums, um dort als
1. Bischof Roms das Martyrium zu erleiden.
Das Fest erinnert an die auf dem 1. Vatikanischen Konzil definierte Lehre, wonach dem Papst eine besondere „Unfehlbarkeit“ in Glaubens- und Sittenfragen zukommt, wenn er in bewusster und feierlicher Ausübung seines Lehramtes, also „ex cathedra“ spricht. In Sankt Peter in Rom wird daher am 22. Februar die Petrusstatue mit wertvollen Ornaten und der dreifachen Tiara bekleidet.(Martyrologium Sancrucense)
Liebe Brüder und Schwestern!
Die lateinische Liturgie feiert heute das Fest des Kathedra des heiligen Petrus. Es handelt sich um eine sehr alte Tradition, die in Rom seit dem Ende des vierten Jahrhunderts bezeugt ist, und mit der Gott für die Sendung, die dem Apostel Petrus und seinen Nachfolgern anvertraut worden ist, Dank gesagt wird. Die "Kathedra" meint wortwörtlich den festen Sitz des Bischofs, der in der Mutterkirche einer Diözese aufgestellt ist, die aus diesem Grund "Kathedrale" genannt wird, und sie ist Symbol für die Autorität des Bischofs und insbesondere für sein Lehramt, das heißt für die dem Evangelium gemäße Lehre, die er – als Nachfolger der Apostel – zu bewahren berufen ist und die er der christlichen Gemeinschaft weitergeben soll. Wenn der Bischof die Teilkirche, die ihm anvertraut worden ist, mit der Mitra und dem Bischofsstab in Besitz nimmt, nimmt er auf seiner Kathedra Platz. Von diesem Sitz aus leitet er als Lehrer und Hirte den Weg der Gläubigen im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe.
Was war dann die "Kathedra" des heiligen Petrus? Derjenige, der von Christus zum "Fels" erwählt wurde, auf dem die Kirche errichtet worden ist (vgl. Mt 16,18), hat seinen Dienst in Jerusalem angetreten, nach der Auferstehung des Herrn und dem Pfingstfest. Der erste "Sitz" der Kirche war der Abendmahlsaal, und es ist wahrscheinlich, dass man in diesem Saal, wo auch Maria, die Mutter Jesu, zusammen mit den Jüngern betete, für Simon Petrus einen besonderen Platz reserviert hat. Später war der Sitz des Petrus Antiochia, eine Stadt, die am Orontes im antiken Syrien und in der heutigen Türkei liegt und in der damaligen Zeit nach Rom und Alexandrien in Ägypten die drittwichtigste Stadt des römischen Reiches war. Von dieser Stadt, die durch Barnabas und Paulus evangelisiert worden ist und in der die Jünger zum ersten Mal Christen genannt wurden (vgl. Apg 11, 26), war Petrus der erste Bischof. Tatsächlich sah das Martyrologium Romanum vor der Kalenderreform auch ein spezifisches Fest der Kathedra Petri in Antiochia vor. Von dort führte die göttliche Vorsehung Petrus nach Rom. Somit haben wir es mit einem Weg zu tun, der von Jerusalem, wo die Kirche entsteht, nach Antiochia führt, dem ersten Mittelpunkt der Kirche, die aus Heiden bestand und auch noch mit der Kirche, die von den Juden kam, verbunden war. Danach begab sich Petrus nach Rom, dem Mittelpunkt des römischen Reiches und Symbol der "Orbis" – jener "Urbs" ["Stadt", Anm. d. Übers.], die die "Orbis", Erde, bedeutet –, wo er mit dem Martyrium seine Laufbahn im Dienst des Evangeliums beendete. Aus diesem Grund hat der Sitz von Rom, dem damit die größte Ehre zuteil wurde, auch jenen Auftrag erhalten, der dem Petrus durch Christus übertragen wurde: allen Teilkirchen zu dienen, zur Erbauung und zur Einheit des ganzen Volkes Gottes.
Der Sitz von Rom wurde nach diesen Wanderungen des heiligen Petrus als Sitz des Nachfolgers Petri anerkannt, und die "Kathedra" des Bischofs von Rom repräsentierte die des von Christus dazu beauftragten Apostels, dessen ganze Herde zu weiden. Das bezeugen die ältesten Kirchenväter wie zum Beispiel der heilige Irenäus, Bischof von Lyon, der aber ursprünglich aus Kleinasien stammte. In seinem Traktat " Gegen die Häresien" beschreibt er die Kirche von Rom als die größte, älteste und bekannteste – "gegründet und errichtet in Rom durch die beiden ruhmreichen Apostel Petrus und Paulus". Und er fügt hinzu, dass "mit dieser Kirche wegen ihres besonderen Vorrangs notwendigerweise jede Kirche übereinstimmen muss, das heißt die Gläubigen, wo sie sich auch immer befinden" (III, 3, 2-3). Wenig später erklärt seinerseits Tertullian: "Diese Kirche von Rom ist gesegnet! Die Apostel vergossen für sie mit ihrem Blut die ganze Lehre" ("Prozessreden gegen die Häretiker", 36). Die Kathedra des Bischofs von Rom steht somit nicht nur für den Dienst an der römischen Gemeinde, sondern auch für die Leitungsaufgabe für das ganze Volk Gottes.
Die "Kathedra" des Petrus feiern, wie wir es heute tun, bedeutet also, ihr eine tiefe geistliche Bedeutung zuzuschreiben und in ihr ein bevorzugtes Zeichen der Liebe Gottes zu erkennen, dieses guten und ewigen Hirten, der seine ganze Kirche zusammenführen und sie auf dem Weg der Erlösung anführen will. Unter den zahlreichen Zeugnissen der Kirchenväter möchte ich gern jenes vom heiligen Hieronymus anführen, das einem seiner Briefe an den Bischof von Rom entnommen und besonders interessant ist, weil es die "Kathedra" Petri ausdrücklich erwähnt und sie als sicheren Hafen der Wahrheit und des Friedens darstellt. So schreibt Hieronymus: "Ich habe mich entschlossen, bei der Kathedra Petri anzufragen, dort, wo dieser Glaube ist, den der Mund des Apostels gerühmt hat; ich komme jetzt, um an jenem Ort Nahrung für meine Seele zu erbitten, wo ich das Kleid Christi erhalten habe. Ich folge keinem anderen Primat, sondern nur dem Primat Christi; deshalb setze ich mich mit deiner Heiligkeit in Verbindung, das heißt mit der Kathedra Petri. Ich weiß, dass auf diesem Fels die Kirche gebaut ist" ("Briefe" I, 15,1-2).
Liebe Brüder und Schwestern, in der Apsis der Basilika des heiligen Petrus befindet sich, wie ihr wisst, das Denkmal der Kathedra des Apostels, ein Werk Berninis aus dessen Blütezeit, verwirklicht in Form eines großen Thrones aus Bronze, der von den Statuen von vier Kirchenlehrern getragen wird. Zwei sind aus dem Westen – der heilige Augustinus und der heilige Ambrosius –, und zwei aus dem Osten – der heilige Johannes Chrysostomus und der heilige Athanasius. Ich lade euch ein, vor diesem anregenden Kunstwerk innezuhalten, das heute sogar mit Kerzen verziert bewundert werden kann, und ganz besonders für das Amt, das Gott mir anvertraut hat, zu beten. Ruft, wenn ihr den Blick vor dem Fenster aus Alabaster erhebt, das sich genau vor dem Bischofssitz befindet, den Heiligen Geist an, damit er den Dienst, den ich Tag für Tag an der ganzen Kirche leiste, stets mit seinem Licht und seiner Kraft tragen möge. Dafür und für eure nachsichtige Aufmerksamkeit danke ich euch von Herzen.
(Benedikt XVI. am Fest Kathedra Petri, 2006)
Im Mittelalter hat sich dazu auch eine Legende entwickelt: Der Statthalter von Antiochia namens Theophilus habe Petrus ins Gefängnis werfen lassen. Daraufhin bot der herbeigeeilte Paulus dem Theophilus seine Dienste in allerlei Handwerk an und erreichte, dass Petrus zur Probe freigelassen wurde. Petrus erweckte daraufhin den verstorbenen Sohn des Theophilus wieder zum Leben, sodass sich Theophilus bekehrte. Und mehr noch: Nun setzte Theophilus den Petrus öffentlich „auf einen hohen Stuhl“, weil alle ihn sehen und hören sollten. Petrus konnte so noch 7 Jahre lang als Bischof in Antiochia wirken, dann ging er nach Rom in das Zentrum des römischen Imperiums, um dort als
1. Bischof Roms das Martyrium zu erleiden.
Das Fest erinnert an die auf dem 1. Vatikanischen Konzil definierte Lehre, wonach dem Papst eine besondere „Unfehlbarkeit“ in Glaubens- und Sittenfragen zukommt, wenn er in bewusster und feierlicher Ausübung seines Lehramtes, also „ex cathedra“ spricht. In Sankt Peter in Rom wird daher am 22. Februar die Petrusstatue mit wertvollen Ornaten und der dreifachen Tiara bekleidet.(Martyrologium Sancrucense)
Liebe Brüder und Schwestern!
Die lateinische Liturgie feiert heute das Fest des Kathedra des heiligen Petrus. Es handelt sich um eine sehr alte Tradition, die in Rom seit dem Ende des vierten Jahrhunderts bezeugt ist, und mit der Gott für die Sendung, die dem Apostel Petrus und seinen Nachfolgern anvertraut worden ist, Dank gesagt wird. Die "Kathedra" meint wortwörtlich den festen Sitz des Bischofs, der in der Mutterkirche einer Diözese aufgestellt ist, die aus diesem Grund "Kathedrale" genannt wird, und sie ist Symbol für die Autorität des Bischofs und insbesondere für sein Lehramt, das heißt für die dem Evangelium gemäße Lehre, die er – als Nachfolger der Apostel – zu bewahren berufen ist und die er der christlichen Gemeinschaft weitergeben soll. Wenn der Bischof die Teilkirche, die ihm anvertraut worden ist, mit der Mitra und dem Bischofsstab in Besitz nimmt, nimmt er auf seiner Kathedra Platz. Von diesem Sitz aus leitet er als Lehrer und Hirte den Weg der Gläubigen im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe.
Was war dann die "Kathedra" des heiligen Petrus? Derjenige, der von Christus zum "Fels" erwählt wurde, auf dem die Kirche errichtet worden ist (vgl. Mt 16,18), hat seinen Dienst in Jerusalem angetreten, nach der Auferstehung des Herrn und dem Pfingstfest. Der erste "Sitz" der Kirche war der Abendmahlsaal, und es ist wahrscheinlich, dass man in diesem Saal, wo auch Maria, die Mutter Jesu, zusammen mit den Jüngern betete, für Simon Petrus einen besonderen Platz reserviert hat. Später war der Sitz des Petrus Antiochia, eine Stadt, die am Orontes im antiken Syrien und in der heutigen Türkei liegt und in der damaligen Zeit nach Rom und Alexandrien in Ägypten die drittwichtigste Stadt des römischen Reiches war. Von dieser Stadt, die durch Barnabas und Paulus evangelisiert worden ist und in der die Jünger zum ersten Mal Christen genannt wurden (vgl. Apg 11, 26), war Petrus der erste Bischof. Tatsächlich sah das Martyrologium Romanum vor der Kalenderreform auch ein spezifisches Fest der Kathedra Petri in Antiochia vor. Von dort führte die göttliche Vorsehung Petrus nach Rom. Somit haben wir es mit einem Weg zu tun, der von Jerusalem, wo die Kirche entsteht, nach Antiochia führt, dem ersten Mittelpunkt der Kirche, die aus Heiden bestand und auch noch mit der Kirche, die von den Juden kam, verbunden war. Danach begab sich Petrus nach Rom, dem Mittelpunkt des römischen Reiches und Symbol der "Orbis" – jener "Urbs" ["Stadt", Anm. d. Übers.], die die "Orbis", Erde, bedeutet –, wo er mit dem Martyrium seine Laufbahn im Dienst des Evangeliums beendete. Aus diesem Grund hat der Sitz von Rom, dem damit die größte Ehre zuteil wurde, auch jenen Auftrag erhalten, der dem Petrus durch Christus übertragen wurde: allen Teilkirchen zu dienen, zur Erbauung und zur Einheit des ganzen Volkes Gottes.
Der Sitz von Rom wurde nach diesen Wanderungen des heiligen Petrus als Sitz des Nachfolgers Petri anerkannt, und die "Kathedra" des Bischofs von Rom repräsentierte die des von Christus dazu beauftragten Apostels, dessen ganze Herde zu weiden. Das bezeugen die ältesten Kirchenväter wie zum Beispiel der heilige Irenäus, Bischof von Lyon, der aber ursprünglich aus Kleinasien stammte. In seinem Traktat " Gegen die Häresien" beschreibt er die Kirche von Rom als die größte, älteste und bekannteste – "gegründet und errichtet in Rom durch die beiden ruhmreichen Apostel Petrus und Paulus". Und er fügt hinzu, dass "mit dieser Kirche wegen ihres besonderen Vorrangs notwendigerweise jede Kirche übereinstimmen muss, das heißt die Gläubigen, wo sie sich auch immer befinden" (III, 3, 2-3). Wenig später erklärt seinerseits Tertullian: "Diese Kirche von Rom ist gesegnet! Die Apostel vergossen für sie mit ihrem Blut die ganze Lehre" ("Prozessreden gegen die Häretiker", 36). Die Kathedra des Bischofs von Rom steht somit nicht nur für den Dienst an der römischen Gemeinde, sondern auch für die Leitungsaufgabe für das ganze Volk Gottes.
Die "Kathedra" des Petrus feiern, wie wir es heute tun, bedeutet also, ihr eine tiefe geistliche Bedeutung zuzuschreiben und in ihr ein bevorzugtes Zeichen der Liebe Gottes zu erkennen, dieses guten und ewigen Hirten, der seine ganze Kirche zusammenführen und sie auf dem Weg der Erlösung anführen will. Unter den zahlreichen Zeugnissen der Kirchenväter möchte ich gern jenes vom heiligen Hieronymus anführen, das einem seiner Briefe an den Bischof von Rom entnommen und besonders interessant ist, weil es die "Kathedra" Petri ausdrücklich erwähnt und sie als sicheren Hafen der Wahrheit und des Friedens darstellt. So schreibt Hieronymus: "Ich habe mich entschlossen, bei der Kathedra Petri anzufragen, dort, wo dieser Glaube ist, den der Mund des Apostels gerühmt hat; ich komme jetzt, um an jenem Ort Nahrung für meine Seele zu erbitten, wo ich das Kleid Christi erhalten habe. Ich folge keinem anderen Primat, sondern nur dem Primat Christi; deshalb setze ich mich mit deiner Heiligkeit in Verbindung, das heißt mit der Kathedra Petri. Ich weiß, dass auf diesem Fels die Kirche gebaut ist" ("Briefe" I, 15,1-2).
| Kathedra Petri, Petersdom |
Liebe Brüder und Schwestern, in der Apsis der Basilika des heiligen Petrus befindet sich, wie ihr wisst, das Denkmal der Kathedra des Apostels, ein Werk Berninis aus dessen Blütezeit, verwirklicht in Form eines großen Thrones aus Bronze, der von den Statuen von vier Kirchenlehrern getragen wird. Zwei sind aus dem Westen – der heilige Augustinus und der heilige Ambrosius –, und zwei aus dem Osten – der heilige Johannes Chrysostomus und der heilige Athanasius. Ich lade euch ein, vor diesem anregenden Kunstwerk innezuhalten, das heute sogar mit Kerzen verziert bewundert werden kann, und ganz besonders für das Amt, das Gott mir anvertraut hat, zu beten. Ruft, wenn ihr den Blick vor dem Fenster aus Alabaster erhebt, das sich genau vor dem Bischofssitz befindet, den Heiligen Geist an, damit er den Dienst, den ich Tag für Tag an der ganzen Kirche leiste, stets mit seinem Licht und seiner Kraft tragen möge. Dafür und für eure nachsichtige Aufmerksamkeit danke ich euch von Herzen.
(Benedikt XVI. am Fest Kathedra Petri, 2006)
Komm, Heiliger Geist, entzünde die Herzen deiner Gläubigen
und entfache in ihnen das Feuer Deiner Liebe.
Donnerstag, 20. Februar 2014
Am Grab der Seligen Francisco und Jacinta Marto
Am 20. Februar gedenkt die Kirche der sel. Jacinta Marto, ihr Bruders Francisco hat seinen Gedenktag am 4. April, nur in Portugal wird beider am heutigen Tag gedacht. Die Geschwister Francisco, 11, und Jacinta Marto, 10, hüteten mit ihrer Cousine Lucia Santo auf den Feldern von Fatima (Portugal) Schafe und wurden Zeugen der Erscheinungen der Mutter Gottes.
| Wollt ihr euch Gott schenken? |
| Königin vom heiligsten Rosenkranz in Fatima - bitte für uns |
Während der ersten Erscheinung am 13. Mai 1917 bat die Mutter Gottes die drei Kinder, den Rosenkranz zu beten und Opfer zu bringen, die sie für die Bekehrung der Sünder darbringen sollten.
Die Geschwister erkrankten im Oktober 1918 an der Spanischen Grippe. In einer Erscheinung hatte Maria ihnen mitgeteilt, sie würde sie bald in den Himmel holen. Am Tag nach dem Empfang seiner ersten heiligen Kommunion, am 4. April 1919, starb Francisco.
| Grab von Francisco Marto, Basilika Antiga, Fatima |
Jacinta litt lange an ihrer Krankheit. Sie wurde nach Lissabon ins Spital gebracht, aber ihre Gesundheit verbesserte sich nicht. Sie starb am 20. Februar 1920.
| links: Grab von Jacinta Marto, rechts liegt Lucia dos Santos begraben |
Am 13. Mai 2000, dem 83. Jahrestag der ersten Erscheinung in Fatima, sprach Johannes Paul II. die Geschwister in Anwesenheit der 93jährigen Lucia selig. Alle drei Seher haben ihre letzte Ruhestätte in der Basilika in Fatima.
Habt ihr heute schon den Rosenkranz für die Bekehrung der Sünder gebetet?
Mittwoch, 19. Februar 2014
Dienstag, 18. Februar 2014
Am Grab von Fra Angelico
Angelikus von Fiésole, Dominikaner und Maler. Angelikus von Fiesole ist bekannt unter dem Namen Fra Angelico. Er trat 1407 in den Dominikanerkonvent zu Fiésole ein. Er war einer der bedeutendsten Maler des 15. Jahrhunderts. Seine Kunst ging völlig im Religiösen auf, und er suchte durch seine Darstellungen, die den Geist des Glaubens ausstrahlten, im Herzen des Beschauers gläubiges Vertauen und Liebe zu Gott, der Kirche und den Heiligen wachzurufen und zu vermehren. Fra Angelico war von 1450 bis 1453 Prior des Konvents von Fiesole. Er hatte eine kindlich fromme Seele, so dass durch ihn die Innigkeit der mittelalterlichen religiösen Malerei ihren Höhepunkt erreichen konnte. Er starb am 18. März 1455 in Rom und wurde in Santa Maria sopra Minerva begraben. Fra Angelico wird im Dominikanerhabit mit Buch, Pinsel und Malerpalette dargestellt.
(Martyrologium Sancrucense)
(Martyrologium Sancrucense)
| Grab von Fra Angelico, Santa Maria sopra Minerva, Rom |
Montag, 17. Februar 2014
Die hl. sieben Gründer der Serviten
| Kapelle auf dem Mariahilferberg in der Nähe des Servitenklosters |
In Florenz bestand im 13. Jahrhundert die Bruderschaft der „Servi Mariae“, also der „Diener Mariens“. Sieben Eremiten vereinigten sich auf dem Monte Gennaro, und aus dieser Gemeinschaft wurde 1233 der Servitenorden, der sich um Predigt, Kunst und soziale Arbeit verdient gemacht hat. Am 17. Februar 1310 starb der hl. Alexius Falconieri, einer der sieben Stifter. Er bezeichnete es als Aufgabe der Serviten, heilig zu werden und allen Menschen den Weg zur Heiligkeit zu zeigen. Das bevorzugte Mittel dazu: die Betrachtung der Schmerzen Mariens und ihres göttlichen Sohnes.
| Kapelle der 7 Gründer des Servitenordens |
| Servitenkirche, Mariahilferberg |
Sonntag, 16. Februar 2014
Wer sie hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelsreich (Mt 5,19)
Samstag, 15. Februar 2014
Claude de la Colombiere - der Apostel des Herzens Jesu
Der hl. Claude de la Colombiere (1641-1683), dessen Gedenken die Kirche heute feiert, besuchte das Jesuitenkolleg in Lyon und trat 1658 in die Gesellschaft Jesu ein. Als Priester war er Beichtvater der hl. Margaretha Maria Alacoque und förderte im Volke die HHerz-Jesu Verehrung. Papst Johannes Paul II. sprach ihn am 31. Mai 1992 heilig. Seine Reliquien werden in der Jesuitenkirche unweit des Heimsuchungsklosters in Paray Le Monial aufbewahrt.
Gebet zu Jesus dem wahren Freund
von Pater Claude La Colombiere
Jesus, Du bist der einzige und wahre Freund.
Du nimmst teil an meinen Kümmernissen, ja, Du nimmst sie auf Dich.
Du bist das Geheimnis, welches sie mir zum Guten wandelt.
Du hörst mir in Güte zu, wenn ich Dir meine Nöte erzähle, und niemals versäumst, sie mir zu erleichtern.
Ich finde Dich immer und überall.
Du entfernst Dich nie, und sollte ich gezwungen sein, fortzugehen,
so finde ich Dich doch, wo immer es auch sein mag.
Nie wirst Du müde, mir zuzuhören. Nie ermüdest Du, mir Gutes zu tun.
Ich darf sicher sein, geliebt zu werden, wenn ich Dich liebe.
Du kannst mit dem, was ich habe, tun, was Du willst,
und Du wirst nicht arm, wenn Du mir von dem Deinigen gibst.
So erbärmlich ich auch bin, ein noblerer, ja selbst ein heiligerer Mensch als ich
würde mir Deine Freundschaft nicht schmälern und schon gar nicht nehmen können;
und der Tod, der uns allen anderen Freunden entreißt, wird mich nur mit Dir vereinen.
Alle Beschwerden des Alters oder des Schicksals können Dich nicht von mir trennen.
Im Gegenteil, ich werde mich niemals vollkommener an Dir erfreuen,
Du wirst mir niemals näher sein, als wenn sich alles gegen mich verschworen hat.
Mit wunderbarer Geduld erträgst Du meine Fehler;
selbst meine Untreue und meine Undankbarkeit verletzen Dich nicht so sehr,
daß Du nicht immer bereit wärest, zu mir zurückzukommen, wenn ich es nur wollte.
O, Jesus, gewähre mir dies stets zu wollen,
damit ich ganz Dir gehöre für Zeit und Ewigkeit. Amen.
(Gerard Dufour, In der Schule des Herzens Jesu mit dem hl. Claude la Colombiere, 9)
Freitag, 14. Februar 2014
Die Slawenapostel Cyrill und Methodius
Cyrill, der mit Geburtsnamen Konstantin heißt, und Method waren Brüder, sie wurden Anfang des 9. Jahrhundert als Söhne eines byzantinischen Hofbeamten in Thessaloniki geboren.
Beide beherrschten auch die in Mazedonien verbreitete slawische Sprache, beide waren hochgebildet und feinfühlig. 860 reisten sie im Auftrag des byzantinischen Kaisers als Glaubensboten ans Schwarze Meer. In Cherson fanden sie Reliquien des Papstes Clemens I., die sie später nach Rom brachten. 862 sandte sie Kaiser Michael III. nach Mähren. Mit Glaubensboten der lateinischen Kirche, die bereits im großmährischen Reich wirkten, ergaben sich hier erste Schwierigkeiten, die sich 866 in Pannonien fortsetzten, wo Cyrill und Method slawische Texte benutzten, die in Salzburg und Aquileja angefertigt worden waren. Dabei war vor allem Cyrill die Seele der Slawenmission. Er darf als einer der großen Gelehrten seiner Zeit gelten, war Philosoph, sensibel und feinfühlig, aber gleichzeitig ein zäher Kämpfer. Cyrill erfand die slawische Schrift, die auch nach ihm benannt ist.
Die beiden Brüder gingen nach Rom um dafür einzutreten, dass auch das Slawische als liturgische
Sprache anerkannt wurde, und erhielten 867 tatsächlich die Bestätigung durch Hadrian II. In Rom erkrankte Cyrill jedoch und starb im Alter von 42 Jahren am 14. Februar 869; er wurde in der Kirche San Clemente beigesetzt. Method musste am Sterbebett seinem Bruder das Versprechen geben, bei der Slavenmission auszuharren, obwohl es ihn in die Abgeschiedenheit eines Klosters zog. Hadrian II. ernannte Method zum Erzbischof von Pannonien und Mähren und zum Legaten des Apostolischen Stuhles bei den Slawen. Doch der Salzburger Erzbischof und seine Suffragane betrachteten Pannonien und Mähren als ihr Missionsgebiet, verurteilten Method auf der Synode zu Regensburg 870 und setzten ihn für zweieinhalb Jahre in Ellwangen gefangen. Erst der energische Protest von Papst Johannes VIII. erreichte 873 die Freilassung des Erzbischofs, allerdings schränkte der Papst auch seine Befugnisse ein und stellte ihm den Suffraganbischof Wiching mit Sitz in Nitra zur Seite.
Nach einer wohl 881 unternommen Reise nach Byzanz vervollständigte Method die Übersetzungsarbeit seines Bruders. Er starb am 6. April 885 zu Staré Mesto. Die beiden großen Patrone der Slawen werden immer gemeinsam dargestellt: Cyrill wird als Mönch dargestellt, Method mit erzbischöflichem Pallium, beide in liturgischem Ornat. Johannes Paul II. ernannte sie neben Benedikt zu Patronen Europas. In den slawischen Ländern wird ihrer mit einem eigenen Feiertag am 5. Juli gedacht, in Österreich ist dies auch in der Diözese Gurk der Fall.
(aus dem Martyrologium Sancrucense)
Ein Glasfenster im Prager Veitsdom zeigt Szenen aus dem Leben der Brüder. Der Fürst Bonvoj wird von den Glaubensboten Cyrill (links) und Methodius (rechts) getauft. Christus segnet die Verkündigung an die slawischen Völker. Der Entwurf des Glasfensters stammt von Alfons Mucha (1930).
Beide beherrschten auch die in Mazedonien verbreitete slawische Sprache, beide waren hochgebildet und feinfühlig. 860 reisten sie im Auftrag des byzantinischen Kaisers als Glaubensboten ans Schwarze Meer. In Cherson fanden sie Reliquien des Papstes Clemens I., die sie später nach Rom brachten. 862 sandte sie Kaiser Michael III. nach Mähren. Mit Glaubensboten der lateinischen Kirche, die bereits im großmährischen Reich wirkten, ergaben sich hier erste Schwierigkeiten, die sich 866 in Pannonien fortsetzten, wo Cyrill und Method slawische Texte benutzten, die in Salzburg und Aquileja angefertigt worden waren. Dabei war vor allem Cyrill die Seele der Slawenmission. Er darf als einer der großen Gelehrten seiner Zeit gelten, war Philosoph, sensibel und feinfühlig, aber gleichzeitig ein zäher Kämpfer. Cyrill erfand die slawische Schrift, die auch nach ihm benannt ist.
Die beiden Brüder gingen nach Rom um dafür einzutreten, dass auch das Slawische als liturgische
Sprache anerkannt wurde, und erhielten 867 tatsächlich die Bestätigung durch Hadrian II. In Rom erkrankte Cyrill jedoch und starb im Alter von 42 Jahren am 14. Februar 869; er wurde in der Kirche San Clemente beigesetzt. Method musste am Sterbebett seinem Bruder das Versprechen geben, bei der Slavenmission auszuharren, obwohl es ihn in die Abgeschiedenheit eines Klosters zog. Hadrian II. ernannte Method zum Erzbischof von Pannonien und Mähren und zum Legaten des Apostolischen Stuhles bei den Slawen. Doch der Salzburger Erzbischof und seine Suffragane betrachteten Pannonien und Mähren als ihr Missionsgebiet, verurteilten Method auf der Synode zu Regensburg 870 und setzten ihn für zweieinhalb Jahre in Ellwangen gefangen. Erst der energische Protest von Papst Johannes VIII. erreichte 873 die Freilassung des Erzbischofs, allerdings schränkte der Papst auch seine Befugnisse ein und stellte ihm den Suffraganbischof Wiching mit Sitz in Nitra zur Seite.
Nach einer wohl 881 unternommen Reise nach Byzanz vervollständigte Method die Übersetzungsarbeit seines Bruders. Er starb am 6. April 885 zu Staré Mesto. Die beiden großen Patrone der Slawen werden immer gemeinsam dargestellt: Cyrill wird als Mönch dargestellt, Method mit erzbischöflichem Pallium, beide in liturgischem Ornat. Johannes Paul II. ernannte sie neben Benedikt zu Patronen Europas. In den slawischen Ländern wird ihrer mit einem eigenen Feiertag am 5. Juli gedacht, in Österreich ist dies auch in der Diözese Gurk der Fall.
(aus dem Martyrologium Sancrucense)
Ein Glasfenster im Prager Veitsdom zeigt Szenen aus dem Leben der Brüder. Der Fürst Bonvoj wird von den Glaubensboten Cyrill (links) und Methodius (rechts) getauft. Christus segnet die Verkündigung an die slawischen Völker. Der Entwurf des Glasfensters stammt von Alfons Mucha (1930).
| Cyrill u. Methodius, Patrone Europas |
| Cyrill und Methodius, Veitsdom, Prag |
| Johannes Nepomuk Statue auf der Karlsbrücke, Prager Burg mit Veitsdom, Prag |
Donnerstag, 13. Februar 2014
Seliger Jordan von Sachsen - und wie es zur Einführung des Salve Regina bei den Dominikanern kam
Jordan von Sachsen war der Nachfolger des hl. Dominikus in der Leitung des Ordens. Während der 15 Jahre seiner Amtszeit wurde die Verfassung des Ordens ausgebaut. Der Predigerorden breitete sich über ganz Europa und über Teile von Asien und Afrika aus.
In seiner Sorge, die kommenden Generationen in der "ersten Liebe" des Ordens zu erhalten, verfaßte er das Büchlein "Von den Anfängen des Predigerordens". Dem sel. Jordan von Sachsen verdankt der Orden den Brauch, nach der Komplet das Salve Regina zu singen.
(aus dem Proprium des Predigerordens, 245)
Nach dem Tod des Meisters Dominikus lebte ein gewisser Bruder Bernhard zu Bologna, der von einem grimmigen Dämon besessen und derart von ihm gequält war, daß er Tag und Nacht in schrecklicher Raserei umhergetrieben wurde und die Gemeinschaft der Brüder in übermäßige Aufregung brachte. Diese Plage hatte die Barmherzigkeit Gottes zweifellos ausersehen zur Übung der Geduld seiner Diener.
Die furchtbare Plage des Bruders Bernhard war der erste Anlaß, daß wir das Singen der Antiphon Salve Regina nach der Komplet zu Bologna eingeführt haben. Von dort begann sich nachher dieser Brauch über die ganze Provinz der Lombardei zu verbreiten, und schließlich setzte sich die fromme, heilsame Gewohnheit im gesamten Orden durch. Ein frommer, vertrauenswürdiger Mann erzählte mir, er habe häufig im Geiste geschaut: Während die Brüder singen "Eja ergo advocata nostra - Wohlan denn unsere Fürsprecherin", liege die Mutter des Herrn selbst vor ihrem anwesenden Sohn auf den Knien und bete für die Erhaltung des gesamten Ordens. Das sei deshalb erwähnt, um die Andacht der Brüder, die es lesen, mehr und mehr zum Lobe der Jungfrau anzufachen.
(Jordan von Sachsen, aus dem Buch von den Anfängen des Predigerordens)
und hier das Dominikanische Salve Regina
| Jordan von Sachsen mit Behörden/Beamten von Bologna, S. Domenico, Bologna und hier der Link, der mich auf die Idee brachte, dieses Bild zu posten |
Herr, unser Gott, du hast den seligen Jordan mit Eifer für das Heil der Menschen ausgezeichnet
und ihm die besondere Gnade geschenkt, viele für das Ordensleben zu gewinnen.
Laß uns nach seinem Beispiel den Weg des Heiles treu verkünden und im gleichen Geist leben,
damit wir fähig werden, das Reich Gottes überall zu verbreiten.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Mittwoch, 12. Februar 2014
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