Dienstag, 25. September 2012

Das Wohnhaus des hl. Niklaus von Flüe

Das Wohnhaus hatte Niklaus von Flüe für seine Dorothea gebaut. Hier wohnte er an die 23 Jahre mit seiner Frau und den zehn Kindern, die sie ihm geschenkt hatte. Am 16. Oktober 1467 verließ Klaus seine Familie. Die ältesten Söhne waren um die zwanzig, der Jüngste gerade erst vor sechzehn Wochen geboren.

Gott selbst wies Bruder Klaus den Weg. In der Ranft, in der Nähe seiner Familie, lebte er als Einsiedler. Bei ihm fanden Kranke, Ratsuchende und Sünder ihren Frieden mit Gott. Am 21. März 1487 gab der Heilige seine Seele Gott zurück.









Der hl. Klaus verläßt seine Familie, Bild im Wohnhaus von Bruder Klaus
Mein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir,
was mich hindert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir,
was mich fördert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen dir.

(Bruder Klausen Gebet)

Montag, 24. September 2012

Ich glaub, ...... (Apg 2.1)


"Viele örtliche von Laien geleitete Filialgemeinden bilden gemeinsam eine neue Pfarre,
die von Priestern und Laien gemeinschaftlich 
unter der Letztverantwortung eines Pfarrers geleitet wird."

(entnommen den Leitlinien für den diözesanen Entwicklungsprozeß Apg 2.1)

Wißt ihr jetzt, wer die Entscheidungen trifft?

Samstag, 15. September 2012

Freitag, 14. September 2012

Kreuzerhöhung


Santa Maria, Viana, Spanien

Deine lebenspendende Seite sprudelt wie die Quelle in Eden;
deine Kirche, Christus, tränkt sie wie ein geistiges Paradies
und teilt sich von dort wie die Urzeit in vier Ströme, die Evangelien;

Sie bewässert die Welt, erfreut die Schöpfung und belehrt die Völker,
gläubig anzubeten dein Königtum.

Als du gekreuzigt wurdest, Christus,
hat die ganze Schöpfung, da sie es sah, gebebt.
Die Fundamente der Erde wurden erschüttert aus Schrecken vor deiner Macht.
Die Sterne verhüllten sich und es zerriß des Tempels Vorhang.

Die Berge erzitterten, und die Felsen barsten; und der gläubige Räuber ruft mit uns,
Erlöser: Gedenke!

(Heiser, Jesus Christus, Das Licht aus der Höhe, 595f)

Kreuzigung, Kathedrale Burgos

Donnerstag, 13. September 2012

Hl. Johannes Chrysostomus

Geboren um 350 in Antiochien, er lebte nach seiner Taufe zunächst als Mönch, dann als Einsiedler. 398 wurde er Patriarch und Erzbischof von Konstantinopel. Er war ein wortgewaltiger Prediger (Goldmund) und nachwirkender Schriftsteller. Infolge von Intrigen wurde er 404 verbannt.
Er ist einer der vier großen morgenländischen Kirchenväter und trägt den Titel Kirchenlehrer.

Nach seinem Österreichbesuch im September 2007 hat Papst Benedikt XVI. zweimal über den Hl. Johannes Chrysosomus gesprochen: Teil 1, und Teil 2

Radio Maria Vortrag (als Text): Johannes Chrysostomus und sein Werk über das Priestertum


Reliquienkreuz, Kathedrale Burgos, Museum


Laßt uns zum Herrn beten!
Um den Frieden und das Heil unserer Seelen
und der ganzen Gemeinde.
Für die heilige Kirche und ihre Priester,
um die Vereinigung aller Gottsuchenden,
um den Frieden in der ganzen Welt.

Für alle Mühseligen und Beladenen.
Für alle eitlen, neidischen und hassenden Menschen.
Für unsere Feinde und Widersacher gleichwie
für alle unsere Freunde, Wohltäter und Nächsten.
Für alle Sterbenden,
deren letzter Tag und letzte Nacht gekommen ist.

Für alle, deren niemand fürbittend gedenkt,
für alle, die von den Menschen verstoßen wurden.
Für alle, die wir betrübt haben.
Für alle, die sich an der stummen Kreatur und an der Materie versündigten,
für alle Gewalttätigen und Mächtigen,
die Blut vergossen und erbarmungslos mit Hilflosen waren.
Für alle, die Liebe und Treue schändeten.....

(aus: Walter Nigg, Mit Mönchen beten, 20)

Ich bin immer zu zweit unterwegs



Mittwoch, 12. September 2012

Zum Namenstag, Maria,

schenke ich dir jetzt am Abend ein von Herzen kommendes Ave. Gute Nacht.


Verkündigung, Kathedrale Burgos, Museum, Spanien

Heiliges Land 4 - der Geburtsort Mariens

Wenn man vom Osten die Altstadt Jerusalems durch das Löwen- oder Stephanstor betritt, liegt auf der rechten Seite die Annakirche. Unmittelbar daneben befindet sich der Teich Bethesda, wo Jesus einen gelähmten Mann heilte (Joh 5).

Die Evangelien sagen nichts über das Geburtshaus Mariens. Nach dem apokryphen Jakobus-evangelium soll das Eltern- und Geburtshaus Mariens in der Nähe des Tempels gewesen sein. Zum ersten Mal bezeugt Theodosius (vor 530) die Nähe einer Marienkirche zum Schafteich, wenn er feststellt: "Neben dem Schafteich ist dort die Kirche der Herrin Maria."


Annakirche, Jerusalem, Geburtsort Mariens
Schafteich, Betesda

Schon im 3. Jahrhundert war am Teich von Betesda eine Marienkirche errichtet worden, über die Kaiserin Eudokia (348-460) eine Marienbasilika bauen ließ. Diese ursprüngliche Kirche, die zur Zeit des Bischofs Juvenal (422-458) bereits bestand, wurde beim Persereinfall 614 beschädigt und war wahrscheinlich im Jahre 1009 zerstört worden.

Die Kreuzfahrer entschlossen sich über einer Grotte die Annakirche (1150) zu bauen. Diese neue Kirche war der Geburt der Gottesmutter und damit der hl. Anna geweiht. Eine sehr schöne Statue von Anna mit ihrer Tochter Maria steht im linken Seitenschiff der Annakirche.



Die romanische Kirche ist trotz ihrer drei Schiffe und der Kuppel sehr schlicht.


Der Altar aus dem Jahr 1954 zeigt Szenen aus dem Marienleben: zwischen der Verkündigung (rechts) und der Geburt Jesu (links) ist Maria mit dem toten Jesus auf dem Schoß dargestellt.


Die Akustik des Kirchenraumes ist gewaltig. Wieviele Marienlieder mögen wohl in dieser Kirche zur Ehre der Mutter Gottes schon gesungen worden sein?


Im rechten Seitenschiff führen Stufen hinab in die Krypta, die teils gemauert ist, teils aus natürlichem Felsen besteht. Spätestens seit Kreuzfahrerzeiten gilt diese als Ort der Geburt Mariens.



Die ikonographische Darstellung der Geburt Marias zeigt mehrere Szenen: in der linken Bildhälfte ruht Anna auf dem Wochenbett, zwei Dienerinnen umsorgen sie. Unten links sieht man, wie zwei Hebammen das Kind baden. Rechts betrachtet Joachim das Geschehen.


Gloria.tv Video über die Annakirche und den Betesdateich

Dienstag, 11. September 2012

Pferde schäkern


Er: Ich muss dir mal was sagen.


Sie: Jaaa?


Er: Du bist so süß!


Sie: Komm, drück mich!


 ......... (was wird Er jetzt wohl gesagt haben?)


Montag, 10. September 2012

Nikolaus von Tolentino

Nikolaus betet für die Verstorbenen (Museum des Heiligtums)

Nikolaus von Tolentino, Augustiner-Eremit. Nikolaus wurde 1245 in der Mark Ancona geboren. Er trat um 1256 in den Orden der Augustinereremiten ein.

Über 30 Jahre wirkte er in Tolentino als Prediger, Beichtvater und Krankenseelsorger. Er übte strengste Askese und war von aufopfernder Liebe zum Nächsten erfüllt. Sein Leben ist mit den erstaunlichsten Wundern und Charismen erfüllt. So wollte Nikolaus auch in schwerer Krankheit, wegen der gelobten Kasteiung, zwei gebratene Vögel nicht genießen; als er sich aber dem Befehl des
Priors fügte und doch einen Bissen nahm, flogen die Rebhühner lebendig geworden davon.

Basilika von Tolentino


Eine besondere Liebe hegte Nikolaus für die Armen Seelen. Nikolaus starb am 10. September 1305 zu Tolentino. Die amtlichen Aufzeichnungen über 1325 außergewöhnliche Heilungen, die sich in den ersten 20 Jahren nach seinem Tod an seinem Grab ereigneten, sind noch erhalten. 1446 wurde er heilig gesprochen. Seine Gebeine waren zeitweise verschollen, wurden aber 1926 bei Grabungen in der Basilika von Tolentino wieder aufgefunden.
 
Dargestellt im Habit der Augustinereremiten mit Lilien, Stern auf der Brust oder zwei gebratenen
Vögeln.

(aus dem Martyrologium Sancrucense)

Durch das Meßopfer befreit der hl. Nikolaus Arme Seelen aus dem Fegefeuer

Von Cingoli wurde P. Nikolaus in den Konvent von Valmanente an die Peripherie von Pesaro versetzt. In einer Samstagnacht erschien ihm die Seele des verstorbenen Mitbruders Fr. Pellegrino v. Osimo; er flehte ihn an mit den Worten: "Jetzt brenne ich in diesem Feuer, in welchem der gute Gott meine Buße annimmt und mich in seiner Barmherzigkeit reinigt. Ich beschwöre dich, die hl. Messe in Fürbitte für die Verstorbenen zu feiern, damit ich von diesen Qualen erlöst werden kann".

"Es möge dir, mein Bruder - antworte Nikolaus - mein Erlöser helfen, denn ich kann nicht die hl. Messe für die Verstorbenen feiern, da ich in dieser Woche die Konventsmesse zu singen habe, deren Verpflichtung, wie du weißt, nicht geändert werden kann".

"Mein Vater - antwortete die Seele des Fr. Pellegrino - komm mit mir und du wirst sehen, die dringend es ist, Fürbitte zu leisten für eine unzählbare Schar von Seelen, die mich geschickt haben, um dich anzuflehen...".

Und er zeigte ihm das Tal von Pesaro, das in einen brennenden Scheiterhaufen verwandelt worden war.

"Hab Erbarmen, P. Nikolaus, mit dieser unglücklichen Menge von Seelen! - flehte Fr. Pellegrino. "Wenn du die hl. Messe in Fürbitte für sie feierst, wird der größte Teil von ihnen aus dieser Qual befreit sein."

P. Nikolaus verbrachte die Nacht im Gebet und am frühen Morgen erbat er vom P. Prior die Erlaubnis, die ganze Woche die hl. Messe in Fürbitte für die Armen Seelen feiern zu dürfen. Der Prior war einverstanden und nach einer Woche, in der zusätzliche Gebete und Bußübungen verrichtete, erschien ihm wieder die Seele des Fr. Pellegrino, um ihm zu danken und zu versichern, daß er selbst und der größte Teil Seelen, die er in den Flammen gesehen hatte, aus dem Fegefeuer befreit worden waren.

(aus: P. Giuseppe Giuli O.S.A, Der hl. Nikolaus von Tolentino)


Statue des hl. Nikolaus in der großen Kapelle der Basilika

In der Krypta unterhalb der Kapelle das Grab des Heiligen

Heiliger Nikolaus, bitte für uns
und für die Armen Seelen im Fegefeuer

Kreuzgang des Heiligtums

Mittwoch, 5. September 2012

Die Dame heißt mantis religiosa

Sie trägt einen durchaus frommen Namen (Gottesanbeterin), was das Weibchen bei Hungergefühl nicht daran hindert, das kleinere Männchen (der eigenen Gattung) zu verzehren.

Ich bin zwar Fleischfresser, aber du (Fotograf) bist mir zu groß





Montag, 3. September 2012

In Lourdes erwartet dich die große Freude

UND JETZT GEHTS RUND ...




Gregor der Große

In Rom war es im 6. Jahrhundert noch nicht üblich, Reliquien von Heiligen zu zerteilen und an andere Kirchen weiterzugeben. Stattdessen nahm man Stoffstückchen und brachte sie mit den Reliquien in Berührung. Auch an Königin Theodolinde sandte er (Gregor) diese sogenannten Berührungsreliquien von Märtyrern. Als Theodolinde sie durch Gesandte zurückschickte, nahm Gregor, wie die Überlieferung berichtet, eine der Berührungsreliquien und durchstach sie mit einer Nadel, wodurch Blut aus dem Stoffstück herausquoll.

Dies war ein wirkmächtiger Erweis, dass auch diese Art von Reliquie die Verbundenheit zu den Heiligen gewährleistet. Die Tradition von Berührungsreliquien hat ihre Grundlage in der Heiligen Schrift: So wurde die an Blutfluss leidende Frau einzig durch die Berührung mit dem Gewand Jesu geheilt (vgl. Mt 9,20-22), allein der Schatten von Petrus heilte Kranke (Apg. 5,15), ebenso Schweißtücher von Paulus (Apg. 19,12).

(Quelle: aus einem Radiovortrag über Gregor den Großen)


Gregor der Große mit Reliquie des Apostels Petrus, Petersdom, Rom