Freitag, 7. Juni 2019
Herz-Jesu-Monat
Papst Benedikt XVI. zum Abschluß des Priesterjahres am Herz-Jesu-Fest (11. Juni 2010)
Wir feiern das Herz-Jesu-Fest und schauen mit der Liturgie der Kirche gleichsam in das Herz Jesu hinein, das im Tod von der Lanze des römischen Soldaten geöffnet wurde. Ja, sein Herz ist offen für uns und vor uns - und damit das Herz Gottes selbst. Die Liturgie legt uns die Sprache des Herzens Jesu aus, die vor allem von Gott als dem Hirten der Menschen spricht und uns damit das Priestertum Jesu zeigt, das im Innersten seines Herzens verankert ist und den immerwährenden Grund wie den gültigen Maßstab alles priesterlichen Dienstes zeigt, der immer im Herzen Jesu verankert sein und von daher gelebt werden muß. Ich möchte heute vor allem die Texte auslegen, mit denen die betende Kirche auf das in den Lesungen ausgebreitete Wort Gottes antwortet. In diesen Gesängen gehen Wort und Antwort ineinander über. Sie sind einerseits selbst aus Gottes Wort genommen, sind aber zugleich schon Antwort des Menschen darauf, in der das Wort sich mitteilt und in unser Leben eintritt.
Am wichtigsten unter diesen Texten ist in der Liturgie von heute der Psalm 23 (22): „Der Herr ist mein Hirte", in dem das betende Israel die Selbstoffenbarung Gottes als Hirten aufgenommen und zur Wegweisung im eigenen Leben gemacht hat. „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen" - in diesem ersten Vers spricht sich Freude und Dankbarkeit dafür aus, daß Gott da ist und sich um den Menschen sorgt. Die Lesung aus Ezechiel beginnt mit dem gleichen Motiv: „Ich will mich selber um meine Schafe kümmern" (Ez 34, 11). Gott kümmert sich persönlich um mich, um uns, um die Menschheit. Ich bin nicht allein gelassen, nicht verloren im Weltall und in einer immer verwirrender werdenden Gesellschaft
ER kümmert sich um mich. Er ist kein ferner Gott, dem mein Leben zu unwichtig wäre. Die Religionen der Welt haben, soweit wir sehen können, immer gewußt, daß es letztlich nur einen Gott gibt. Aber dieser Gott war weit weg. Er überließ allem Anschein nach die Welt anderen Mächten und Gewalten, anderen Gottheiten. Mit ihnen mußte man sich arrangieren. Der eine Gott war gut, aber doch fern. Er war nicht gefährlich, aber auch nicht hilfreich. So brauchte man sich mit ihm nicht zu beschäftigen. Er herrschte nicht. In der Aufklärung ist merkwürdigerweise dieser Gedanke zurückgekehrt. Man verstand noch, daß die Welt einen Schöpfer voraussetzt.
Aber dieser Gott hatte die Welt gebaut und sich offensichtlich von ihr zurückgezogen. Nun hatte sie ihre Gesetzmäßigkeiten, nach denen sie ablief, in die Gott nicht eingriff, nicht eingreifen konnte. Gott war nur ein ferner Anfang. Viele wollten vielleicht auch gar nicht, daß Gott sich um sie kümmere. Sie wollten nicht gestört sein durch Gott. Wo aber Gottes Sorge und Liebe als Störung empfunden wird, da ist der Mensch verkehrt. Es ist schön und tröstlich zu wissen, daß ein Mensch mir gut ist und sich um mich kümmert. Aber noch viel entscheidender ist, daß es den Gott gibt, der mich kennt, mich liebt und sich um mich sorgt. „Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich" (Joh 10,14), betet die Kirche vor dem Evangelium mit einem Wort des Herrn. Gott kennt mich, sorgt sich um mich. Dieser Gedanke sollte uns richtig froh werden lassen. Lassen wir ihn tief in uns eindringen. Dann begreifen wir auch, was es bedeutet: Gott will, daß wir als Priester seine Sorgen um die Menschen an einem kleinen Punkt der Geschichte mittragen. Wir wollen als Priester Mitsorgende mit seiner Sorge um die Menschen sein, sie dieses Sich-Kümmern Gottes praktisch erlebbar werden lassen. Und mit dem Herrn sollte der Priester für seinen ihm anvertrauten Bereich sagen können: „Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich." „Kennen" ist im Sinne der Heiligen Schrift nie bloß ein äußeres Wissen, wie man die Telefonnummer eines Menschen kennt. „Kennen" heißt: dem anderen innerlich nah sein. Ihm gut sein. Wir sollten versuchen, die Menschen von Gott her und auf Gott hin zu „kennen", mit ihnen den Weg der Freundschaft Gottes zu gehen.
Kehren wir zu unserem Psalm zurück. Da heißt es: „Er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. Muß ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil - denn du bist bei mir. Dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht" (23 [22], 3f). Der Hirte zeigt den ihm Anvertrauten den rechten Weg. Er geht voraus und führt sie. Sagen wir es anders: Der Herr zeigt uns, wie man das Menschsein richtig macht. Er zeigt uns die Kunst, ein Mensch zu sein. Was muß ich tun, damit ich nicht abstürze, im Sinnlosen mein Leben vertue? Das ist doch die Frage, die sich jeder Mensch stellen muß und die zu allen Zeiten des Lebens gilt. Und wieviel Dunkel gibt es zu dieser Frage in unserer Zeit! Immer wieder kommt uns das Wort Jesu in den Sinn, der Mitleid mit den Menschen hatte, weil sie wie Schafe ohne Hirten waren. Herr, hab Mitleid auch mit uns! Zeige uns den Weg! Aus dem Evangelium wissen wir es: Er selbst ist der Weg.
Mit Christus leben, ihm nachgehen - das heißt: den richtigen Weg finden, damit unser Leben sinnvoll wird und damit wir einmal sagen können: Ja, es war gut zu leben. Israel war und ist Gott dankbar, daß er in den Geboten den Weg des Lebens gezeigt hat. Der große Psalm 119 (118) ist ein einziger Ausdruck der Freude darüber: Wir tappen nicht im Dunkeln. Gott hat uns gezeigt, was der Weg ist, wie wir recht gehen können. Was die Gebote sagen, ist im Leben Jesu zusammengefaßt und zu lebendiger Gestalt geworden. So erkennen wir, daß diese Weisungen Gottes nicht Fesseln sind, sondern Weg, den er uns zeigt. Wir dürfen ihrer froh sein, und wir dürfen uns freuen, daß sie in Christus als gelebte Wirklichkeit vor uns stehen. Er selbst hat uns froh gemacht. Im Mitgehen mit Christus geht uns die Freude der Offenbarung auf, und als Priester sollen wir den Menschen die Freude darüber schenken, daß uns der rechte Weg gezeigt ist.
Da ist dann das Wort von der „finsteren Schlucht", durch die der Herr den Menschen geleitet. Unser aller Weg führt uns einmal in die finstere Schlucht des Todes, in der uns niemand begleiten kann. Und ER ist da. Christus ist selbst in die finstere Nacht des Todes hinabgestiegen. Auch dort verläßt er uns nicht. Auch dort führt er uns. „Bette ich mich in der Unterwelt, du bist zugegen", sagt der Psalm 139 (138). Ja, du bist zugegen auch in der letzten Not, und so kann unser Antwort-Psalm sagen: Auch dort, in finsterer Schlucht, fürchte ich kein Unheil. Bei der Rede von der finsteren Schlucht können wir aber auch an die dunklen Täler der Versuchung, der Mutlosigkeit, der Prüfung denken, die jeder Mensch durchschreiten muß. Auch in diesen finsteren Tälern des Lebens ist ER da. Ja, Herr, zeige mir in den Dunkelheiten der Versuchung, in den Stunden der Verfinsterung, in denen alle Lichter zu erlöschen scheinen, daß du da bist. Hilf uns Priestern, daß wir den uns anvertrauten Menschen in diesen dunklen Nächten beistehen können. Ihnen dein Licht zeigen dürfen.
„Dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht": Der Hirte braucht den Stock gegen die wilden Tiere, die in die Herde einbrechen möchten; gegen die Räuber, die sich ihre Beute suchen. Neben dem Stock steht der Stab, der Halt schenkt und schwierige Passagen zu durchschreiten hilft. Beides gehört auch zum Dienst der Kirche, zum Dienst des Priesters. Auch die Kirche muß den Stock des Hirten gebrauchen, mit dem sie den Glauben schützt gegen die Verfälscher, gegen die Führungen, die Verführungen sind. Gerade der Gebrauch des Stockes kann ein Dienst der Liebe sein. Heute sehen wir es, daß es keine Liebe ist, wenn ein für das priesterliche Leben unwürdiges Verhalten geduldet wird. So ist es auch nicht Liebe, wenn man die Irrlehre, die Entstellung und Auflösung des Glaubens wuchern läßt, als ob wir den Glauben selbst erfänden. Als ob er nicht mehr Gottes Geschenk, die kostbare Perle wäre, die wir uns nicht nehmen lassen. Zugleich freilich muß der Stock immer wieder Stab des Hirten werden, der den Menschen hilft, auf schwierigen Wegen gehen zu können und dem Herrn nachzufolgen.
Am Ende des Psalms ist die Rede vom gedeckten Tisch, vom Öl, mit dem das Haupt gesalbt wird, vom übervollen Becher, vom Wohnen-Dürfen beim Herrn. Im Psalm ist das zunächst Ausblick auf die Festesfreude, mit Gott im Tempel zu sein, von ihm selbst bewirtet zu werden, bei ihm wohnen zu dürfen. Für uns, die wir den Psalm mit Christus und mit seinem Leib, der Kirche, beten, hat dieser Blick der Hoffnung noch eine größere Weite und Tiefe gewonnen. Wir sehen in diesen Worten gleichsam einen prophetischen Vorgriff auf das Geheimnis der Eucharistie, in der Gott selbst uns bewirtet und sich selbst als Speise für uns gibt - als jenes Brot und als jenen köstlichen Wein, der allein die letzte Antwort auf den innersten Hunger und Durst des Menschen sein kann. Wie sollten wir uns da nicht darüber freuen, daß wir täglich zu Gast an Gottes eigenem Tisch sein, bei ihm wohnen dürfen. Wie sollten wir uns nicht freuen, daß er uns aufgetragen hat: Tut dies zu meinem Gedächtnis. Daß er uns schenkt, Gottes Tisch den Menschen zu decken; ihnen seinen Leib und sein Blut zu reichen, ihnen das kostbare Geschenk seiner eigenen Gegenwart zu geben. Ja, wir können mit ganzem Herzen die Wort des Psalms mitbeten: „Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang" (23 [22], 6).
Donnerstag, 6. Juni 2019
Norbert von Xanten mit der Monstranz
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| Norbert von Xanten, Stift Griffen, Kärnten |
Norbert
stammte aus Xanten am Niederrhein, wo er um 1082 geboren wurde. Wegen seiner
adligen Herkunft machte er als Kleriker schnelle Karriere (Kanoniker in Xanten,
Domherr in Köln, Hofkaplan Kaiser Heinrichs V.). Um 1115 begann er, einer jähen
Todesgefahr entronnen, ein Leben der Buße, des Gebets und der Arbeit im Geist
der kirchlichen Reform. Seine Rednergabe und der Ruf eines Propheten und
Wundertäters brachten ihm viel Erfolg, verschafften ihm aber auch Gegner. 1120
begann er mit dreizehn Schülern das gemeinsame Leben im Tal von Prémontré; 1121 legte die inzwischen auf vierzig
Personen angewachsene Gemeinschaft die Gelübde auf die Augustinusregel ab. Aus
dieser Gründung entwickelte sich der Prämonstratenserorden, der sich rasch
ausbreitete und neben den Zisterziensern großen Einfluss gewann. Norbert selbst
nahm nach der Gründung von Prémontré seine Predigttätigkeit wieder auf und zog
durch Frankreich, Belgien und Deutschland. 1126 erhielt er in Rom die
Bestätigung seines Ordens und wurde zum Bischof von Magdeburg ernannt. Er starb
1134.
„Er trug die Welt in die
Einsamkeit, um sie da dem Herrn zu opfern. Und er trug seine Einsamkeit in die
Welt, um sich zu schützen gegen Zerstreuung und Störung.“
(Alter Schriftsteller
über Norbert von Xanten)
(Quelle: Erzabtei Beuron)
Gott, du
Herr deiner Kirche,
der heilige Norbert ist durch sein Beten und Sorgen
ein
Hirte nach deinem Herzen geworden.
Höre auf seine Fürsprache
und gib deinem
Volk auch heute Bischöfe und Priester,
die ihm die Botschaft des Heiles
verkünden und es nach deinem Willen leiten.
Darum bitten wir durch Jesus
Christus.
1124 bei seiner Gründung der Abtei in Antwerpen hat Norbert der Überlieferung nach auch die Anhänger des Tanchelm bekämpft - einer schwärmerischen Gruppe von Laien, die ebenfalls Kritik an der Verweltlichung in der Kirche, verbunden mit Angriffen gegen die Amtskirche und deren Hierarchie, übten. Norbert bestand auf der Notwendigkeit, dass die Eucharistie von Priestern dargebracht werde. Symbolisch wurde dies dargestellt in Bildern, die Norbert mit der Monstranz und dem bekehrten reumütigen Tanchelm kniend zu seinen Füßen zeigen. Erzählt wird auch, dass Norbert bei einer Messe eine giftige Spinne in den Kelch fiel; er aber trank im Vertrauen auf die heilige Kommunion, die Spinne kam ihm zur Nase wieder heraus.
(vgl Heiligenlexikon)
Die Bekehrung des hl. Norbert
Am Grab des hl. Norbert in Prag
Kloster Strahov im Modell und alter Reliquienschrein
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| ehemaliges Prämonstratenser-Chorherrenstift St. Maria im Griffental, kurz Stift Griffen |
Mittwoch, 5. Juni 2019
Bonifatius gründet Diözesen und vergibt sie an Bischöfe
Der eifrige Hirte, der über die Herde Christi wacht (aus einem Brief des hl. Bonifatius)
Die Kirche fährt über das Meer dieser Welt wie ein großes Schiff und wird von den Wogen - das sind die Anfechtungen dieses Lebens - hin und her geworfen. Wir dürfen das Schiff nicht verlassen, wir müssen es lenken. Als Vorbilder haben wir dafür die frühen Väter, Klemens, Komelius und die vielen andern in der Stadt Rom, Cyprian in Karthago, Athanasius in Alexandrien. Sie haben unter heidnischen Kaisern das Schiff Christi gesteuert. Sie haben die Kirche geleitet, sie gelehrt und verteidigt, für sie gearbeitet und gelitten bis zum Vergießen des Blutes.
Diese Überlegungen erschrecken mich, „Furcht und Zittern erfassen mich“ (1), die Finsternis meiner Sünden drückt mich nieder. Wie gerne hätte ich das Steuer der Kirche, das ich übernommen habe, aus der Hand gegeben, wenn ich nur geeignete Beispiele bei den Vätern oder in der Heiligen Schrift hätte finden können. Die Wahrheit kann zwar niedergehalten, aber weder besiegt noch getäuscht werden. So flüchtet unser Geist zu Gott, der durch Salomo spricht: „Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit; such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade“ (2), und anderswo: „Ein fester Turm ist der Name des Herrn, dorthin eilt der Gerechte und ist geborgen.“ (3) Laßt uns feststehen in der Gerechtigkeit und unser Herz auf die Versuchung vorbereiten, damit wir das Zögern Gottes ertragen und sprechen: „Herr, du warst unsere Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht.“ (4) Laßt uns auf ihn vertrauen, der uns die Last aufgelegt hat. Was wir aus eigener Kraft nicht tragen können, das wollen wir tragen durch ihn. Er ist allmächtig und spricht: „Mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.“ (5) Laßt uns am Tag des Herrn im Kampf feststehen, denn „ein Tag der Not und Bedrängnis“ (6) kam über uns. Wenn Gott es so will, wollen wir sterben für die heiligen Gesetze unserer Väter, damit wir mit ihnen das ewige Erbe erlangen. Wir wollen nicht stumme Hunde sein (7) und schweigend zuschauen, nicht Mietlinge, die vor dem Wolf fliehen, sondern eifrige Hirten: Über die Herde Christi wollen wir wachen und allen Menschen jeden Ratschluß Gottes verkünden, den Großen und den Kleinen, den Reichen und den Armen, jedem Stand und jedem Alter, soweit Gott uns Kraft dazu gibt, gelegen und ungelegen (8), wie es uns der heilige Gregor in seiner Pastoralregel vorgeschrieben hat.
1. Ps.55,6. 2. Spr.3,5.6. 3. Spr.18,10. 4. Ps.90,1. 5Mt 11,30. «Zef 1,15. 'Vgl. Jes 56, lO. 8Vgl. 2 Tim 4,2.
Bonifatiusstatue vor dem Mainzer Dom (Vita)
Tod durch Friesen, Statue im Mainzer Dom, Gebet des hl. Bonifatius
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| Bonifatius vergibt die Diözesen, Remp, 1705, Pfarrkirchen in Oberösterreich |
Das Gemälde in der der Kirche St. Georg, Pfarrkirchen bei Bad Hall in Oberösterreich stammt vom kaiserlichen Historienmaler Franz Carl Remp (geb. 1675 in Slowenien, gest. 1718 in Wien). Es ist eines von sechs großen Wandgemälden in der Kirche und zeigt wie der Apostel der Deutschen die Diözesen gründet und sie an die einzelnen Bischöfe verteilt.
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| Pfarrkirchen bei Bad Hall |
Montag, 3. Juni 2019
Karl Lwanga
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| Karl Lwanga Priesterseminar, Daressalam, Tansania |
Karl Lwanga, Märtyrer in Uganda. Karl Lwanga wurde 1865 zu Bulimu in Uganda geboren und war Führer der Pagen am Hof des Königs Mwanga. Er wurde am 15. November 1885 getauft. Bald darauf wurden Lwanga und andere Pagen ihres christlichen Glaubens wegen in den Kerker geworfen. Die jungen Pagen widersetzten sich standhaft dem abartigen Begehren des Königs. Fünf seiner Mitgefangenen konnte er noch in der Haft die Taufe spenden. Am 3. Juni 1886 wurde Lwanga mit zwölf Gefährten zu Namugongo in Uganda lebendig verbrannt. Paul VI. sprach Karl Lwanga mit insgesamt 26 Gefährten während des 2. Vatikanischen Konzils vor den versammelten Bischöfen des Erdkreises heilig, um die junge und lebendige Kirche in Afrika zu ehren. Karl Lwanga wird mit seinen Gefährten als Märtyrer auf dem Scheiterhaufen dargestellt.
(Martyrologium Sancrucense)
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| Kirche des Priesterseminars in Daressalam |
Sonntag, 2. Juni 2019
Erasmus von Antiochia
Erasmus von Antiochia, Märtyrer und Nothelfer. Nach der Legende war Erasmus Bischof von Antiochien in Syrien, er wurde dort unter Diokletian gefoltert. Dann begab er sich nach Illyrien, nach Sirmium, in das heutige Sremska Mitrovica in Serbien, um den Glauben zu verkündigen.
Hier wurde er ein zweites Mal unter Maximin gefoltert: mit einer Seilwinde wurden ihm die Gedärme herausgezogen – das hat ihn zum Patron der Schiffer gemacht. Doch Erasmus überlebte und gelangte nach Fórmia in Kampanien, wo er noch 7 Jahre als Bischof wirkte. Erasmus gilt aber auch als Märtyrer, weil er nach anderer Überlieferung in Fórmia an den Folgen seiner zweimaligen Martern in Antiochia und Sirmium starb. 842 wurden seine Gebeine nach Gaeta übertragen. Erasmus ist einer der vierzehn Nothelfer. Erasmus wird in bischöflicher Gewandung mit Gedärmwinde dargestellt.
(Martyrologium Sancrucense)
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| Wallfahrtskirche Mariatal, Tirol |
Samstag, 1. Juni 2019
Simeon von Trier
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| Simeon von Trier (lt Heiligenlexikon), Portal der Liebfrauenkirche |
Simeon von Trier, Diakon. Simeon wurde in Syrakus auf Sizilien als Sohn eines Griechen geboren, er wuchs in Konstantinopel auf und lebte dann als Diakon und Einsiedler im Heiligen Land. Im Jahre 1026 kam Simeon, um Almosen zu sammeln, in das Abendland, begleitete Erzbischof Poppo von Trier auf seiner Pilgerreise ins Heilige Land und ließ sich nach der Rückkehr um 1030 feierlich in den Nordturm der „Porta Nigra“ zu Trier einschließen. Simeon starb als Inkluse am 1. Juni 1035. Nach seinem Tod sprach ihn Papst Benedikt IX. Ende 1035 heilig, die Urkunde ist erhalten. Erzbischof Poppo baute ab 1041 die „Porta Nigra“ zu einer Doppelkirche um, an der er das Chorherrenstift Sankt Simeon gründete. Nach der Aufhebung des Stifts 1802 wurden die Reliquien in die Sankt-Gervasius-Kirche, 1971 in die neue Simeonskirche zu Trier übertragen.
(Martyrologium Sancrucense)
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| Portal der Liebfrauenkirche, Trier |
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