Samstag, 19. Mai 2018

Bruchstücke des Turmbaus zu Babel (Bruegel)





1 Die ganze Erde hatte eine Sprache und ein und dieselben Worte.
2 Als sie ostwärts aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und siedelten sich dort an.
3 Sie sagten zueinander: Auf, formen wir Lehmziegel und brennen wir sie zu Backsteinen. So dienten ihnen gebrannte Ziegel als Steine und Erdpech als Mörtel.
4 Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis in den Himmel! So wollen wir uns einen Namen machen, damit wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen.
5 Da stieg der HERR herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten.
6 Und der HERR sprach: Siehe, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, wenn sie es sich zu tun vornehmen.
7 Auf, steigen wir hinab und verwirren wir dort ihre Sprache, sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht.
8 Der HERR zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen.
9 Darum gab man der Stadt den Namen Babel, Wirrsal, denn dort hat der HERR die Sprache der ganzen Erde verwirrt und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut. 
(1. Lesung Vorabendmesse)











Dunstan von Canterbury


Steinrelief des hl. Dunston von Canterbury
Dunstan von Canterbury


an der Eingangsfassade der Westminster Cathedral (links im Bild)

Freitag, 18. Mai 2018

Vor 100 Jahren starb Blandine Merten



Blandine Merten, Ursulinenschwester. Blandine wurde 1883 in Düppenweiler an der Saar geboren, sie war das 9. von 10 Kindern. Sie wurde zunächst Lehrerin und unterrichtete mehrere Jahre hindurch, bis sie 1908 bei den Ursulinen in Calvarienberg-Ahrweiler eintrat. Dort erhielt sie den Namen Blandine vom heiligsten Herzen Jesu. Nach dem Noviziat wurde sie mit dem Unterricht in der Mädchenschule in Saarbrücken betraut. Blandine zog sich jedoch eine Erkältung zu, die eine schwere Lungenerkrankung zur Folge hatte. Eine Lungentuberkulose zwang Schwester Blandine zu mehrjähriger Bettlägrigkeit; sie nahm ihre Krankheit und den Verzicht auf ihre geliebte Unterrichtstätigkeit als Opfer an, das sie dem Herrn schenken wollte. Schwester Blandine Merten starb 35-jährig am 18. Mai 1918 im Kloster Sankt Bantus zu Trier und wurde in der Basilika Sankt Paulin beigesetzt. Ihre Seligsprechung erfolgte am 1. November 1987. Geboren am 10. Juli 1883 in Düppenweiler als Maria Magdalena Merten.
(Martyrologium Sancrucense)


Blandinenkapelle auf dem Friedhof St. Paulin




Die Seligsprechung von Schwester Blandine
Als Lehrerin strahlte Schwester Blandine Merten bei ihrem Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern durch ihre Güte und innere Fröhlichkeit ein Charisma der Heiligmäßigkeit aus. So war Schwester Blandine sehr beliebt.
Nach dem Tod von Schwester Blandine meldeten Gläubige den kirchlichen Behörden zahlreiche Gebetserhörungen.1954 wurde in Trier der bischöfliche Informativprozess zur Vorbereitung einer Seligsprechung eröffnet.
Eine Heilung von einem schweren Melanom im Jahr 1985 bei der österreichischen Missionsschwester Irimberta Puntigam SSpS wurde 1986 von der Kirche offiziell als Wunder anerkannt.
Am Hochfest Allerheiligen wurde Schwester Blandine 1987 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Bei zahlreichen Katholiken ist sie als Schwester Blandine bekannt.
Am 18. Mai 1990 wurden ihre sterblichen Überreste in die Blandinenkapelle auf dem Friedhof St. Paulin in Trier, überführt
Im Mutterhaus der Ursulinenkongregation Calvarienberg in Ahrweiler ist seit 1954 das Blandinenarchiv. Die Blandinen-Kapelle mit den Reliquien der Seligen und das Blandine-Merten-Haus befinden sich in Trier in der Schöndorfer Straße, nahe der Kirche und dem Friedhof St. Paulin.

(Quelle: Botschaften Mariens)



Blandinenkapelle und St. Paulin, Trier




Reliquienschrein der sel. Sr. Blandine






Selige Schwester Blandine, 
bitte für uns!




Donnerstag, 17. Mai 2018

Simon Stock

Maria überreicht Simon Stock das Skapulier, Kreuzgang Schlierbach

Simon Stock und das Skapulier

Marienbilder des Schlierbacher Kreuzgangs

Walter von Mondsee



Walter von Mondsee, Abt. Walter wurde Ende des 11. Jahrhunderts geboren. Nach der Ermordung von Abt Konrad wurde Walter 1145 zum Abt von Mondsee gewählt. Ihm wird hohes Tugendstreben nachgesagt, sodass er zum Vorbild der Mönche von Mondsee wurde. Nach seinem Tod am 17. Mai 1158 wurde Walter in der Peterskapelle der Abteikirche zu Mondsee beigesetzt.
(Martyrologium Sancrucense)

Peterskapelle, Basilika St. Michael, Mondsee



Dienstag, 15. Mai 2018

Heute gedenkt die Kirche

des hl. Rupert von Bingen (Glasfenster und Reliquien des hl. Rupert in der Rochuskapelle)


In Rupert wurde durch seine Mutter Berta und seinen Erzieher Wigbert eine große Liebe zu den Notleidenden geweckt. Als „Herzog von Bingen", wie ihn die heilige Hildegard nennt, erbaut er auf dem später nach ihm genannten Rupertsberg, dem heutigen Bingerbrück, ein Kirchlein, das die heilige Hildegard später zu ihrem Kloster erweiterte. Seine Reliquien werden heute auf dem Rochusberg bei Bingen verehrt. Er starb im 8. Jahrhundert im Alter von 20 Jahren.
Quelle: Diözese Mainz


Rupert von Bingen als Pilger, Hildegard-Gedächtniskirche auf dem Rupertsberg

Sonntag, 13. Mai 2018

Unsere Liebe Frau von Fatima - die Gebete

Ort der Marienerscheinung in Fatima

Unsere Liebe Frau von Fatima. Am 13. Mai 1917 erschien die Gottesmutter in Fatima in Portugal den 3 Hirtenkindern Lucia, Francisco und Jacinta Marto, zeigte ihnen ihr unbeflecktes Herz und forderte die Kinder zu Gebet, Sühne und Wallfahrten auf. Die Erscheinungen wiederholten sich an jedem 13. des Monats bis zum 13. Oktober, wo etwa 70.000 Personen Zeugen eines sogenannten „Sonnenwunders“ wurden.
Die Kinder nahmen diese Aufforderungen des Himmels sehr ernst, ohne aber die kindliche Lebensfreude zu verlieren. Francisco und Jacinta verstarben schon im Alter von 9 und 10 Jahren, nachdem sie Krankheit und Todesleiden für die Bekehrung der Sünder, für den Frieden in der Welt und für den Heiligen Vater aufgeopfert hatten. Lucia hingegen, die in den Karmel von Coimbra eintrat, schrieb die drei Botschaften der Gottesmutter nieder, sie starb 98-jährig am 13. Februar 2005.

Die Botschaften von Fatima fordern die persönliche Bekehrung, das betrachtende Gebet des Rosenkranzes und die Sühne für die Sünder. Schon Pius XII., der am Tag der ersten Erscheinung zum Bischof geweiht worden war, förderte die marianische Frömmigkeit von Fatima und ehrte die heilige Jungfrau durch die Kathedralentscheidung von 1950 über die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel. Johannes Paul II. schrieb es der Hilfe der Unbefleckten Jungfrau von Fatima zu, dass er das Attentat vom 13. Mai 1981 überleben durfte. 1984 erfüllte er die Bitte Mariens um die Weihe der Welt an ihr Unbeflecktes Herz und rief zum 70. Jahrestag ein Marianisches Jahr von 1987 bis 1988 aus. Den überraschenden Fall des Eisernen Vorhanges im darauffolgenden Jahr 1989 sah er als Frucht dieser Marienweihe. Im Jubiläumsjahr 2000 ließ er das 3. Geheimnis veröffentlichen, das ausdrücklich vom Martyrium zahlloser Christen und von einem Attentat auf einen „weißen Bischof“, also den Papst, spricht. Nach dem neuen Calendarium von 2003 ist Unsere Liebe Frau von Fatima als weltkirchlicher Gedenktag zu feiern.
(Martyrologium Sancrucense)





Die Seherkinder erhielten viele Botschaften von der Muttergottes, von denen die meisten zur persönlichen Umkehr und zum Gebet auffordern, sowie fünf neue Gebete.

Das erste dieser Gebete kennen viele Katholiken schon; doch die anderen vier sind weniger bekannt. 
Dies sind die 5 Gebete, die den Kindern in Fatima geschenkt wurden:

1) Das Fatima-Gebet

O mein Jesus, verzeih' uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen. Amen.

 Maria sagte den Kindern, dass sie dieses Gebet nach jedem Gesätz des Rosenkranzes beten sollten. 

2) Das Gebet um Verzeihung

Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die an Dich nicht glauben, Dich nicht anbeten, auf Dich nicht hoffen und Dich nicht lieben.

Im Jahr 1916, vor den Marienerscheinungen, sahen die Hirtenkinder einen Engel, der ihnen dieses und das nächste Gebet anvertraute.


Engelserscheinung mit Kelch und Hostie, Ajustrel


3) Das Gebet des Engels 

Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, in tiefster Ehrfurcht bete ich Dich an und opfere Dir auf den kostbaren Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Jesu Christi, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Erde, zur Wiedergutmachung für alle Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch die Er selbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste Seines Heiligsten Herzens und des Unbefleckten Herzens Mariens bitte ich Dich um die Bekehrung der armen Sünder.

Als ihnen der Engel dieses Gebet schenkte, erschien der Leib Christ in Hostie und Kelch vor ihnen in der Luft, und der Engel leitete die Kinder an, davor niederzuknien und zu beten.

4) Das Eucharistische Gebet 

Allerheiligste Dreifaltigkeit, ich bete dich an! Mein Gott, mein Gott, ich liebe dich im Allerheiligsten Sakrament.

Als Maria den Kindern zum ersten Mal erschien, am 13. Mai 1917, sagte sie: "Ihr werdet viel zu leiden haben, aber die Gnade Gottes wird Euer Trost sein." Lucia, eines der Kinder, erzählte, dass ein helles Licht überall um sie herum aufstrahlte, und ohne darüber nachzudenken, begannen sie gemeinsam, das Gebet zu sprechen.

5) Das Opfergebet 

Oh Jesus, ich bete aus Liebe zu dir, für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne der Sünden gegen das unbefleckte Herz Mariens.

Dieses Gebet gab Maria den Kindern zusammen mit dem Fatima-Gebet (Nr. 1) am 13. Juni 1917. Man soll es beten, wenn man Gott sein Leiden aufopfert.

(Quelle: CNA deutsch)
 

Prozession in Fatima

Samstag, 12. Mai 2018

Pankratius - Märtyrer und Eisheiliger


Hl. Pankratius, bitte für uns!


Pankratius, Märtyrer. Pankratius ist ein Märtyrer in Phrygien zu römischer Zeit, über den sichere Nachrichten fehlen. Die Legende erzählt, dass er der verwaiste Sohn eines reichen Phrygiers in Kleinasien war, der 303 als 14-Jähriger mit seinem Onkel Dionys nach Rom reiste. Mit seinem ererbten Vermögen half Pankratius dort den verfolgten Christen, besonders den um ihres Glaubens willen Gefangenen. Nach dem Tod des Onkels wurde Pankratius von einem der Verfolgungsbefehle Kaiser Diokletians erfasst und vor den Kaiser gebracht. Der Vierzehnjährige ließ sich trotz aller Verlockungen nicht vom Glauben abbringen, deshalb wurde er öffentlich enthauptet und sein Leichnam Hunden zum Fraß vorgeworfen. Eine Christin barg ihn unter Lebensgefahr und setzte ihn in den Katakomben an der Via Aurelia bei. Über dem Grab des Pankratius errichtete Papst Symmachus die Kirche S. Pancrazio fuori le mura. Kaiser Arnulf von Kärnten schrieb seine Eroberung Roms am 12. Mai 896 der Fürbitte des Pankratius zu, worauf die Verehrung des Heiligen vor allem in Mitteleuropa aufblühte. Pankratius ist einer der fünf Eisheiligen. Dargestellt wird er als junger Mann, oft in Ritterrüstung, mit Schwert, Märtyrerkrone und Palme.
(Martyrologium Sancrucense)


Pfarrkirche St. Pankratius, Senning, Niederösterreich