Freitag, 30. März 2018

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Hier starb unser Herr Jesus Christus, rechts der Golgotafelsen

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich,
denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst!


Grabeskirche, Jerusalem

Jesu Tod

Kathedrale von Metz, Kreuzigung

In der neunte Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme:
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Herr, unser Gott, sieh herab auf deine Familie
für die unser Herr Jesus Christus sich freiwillig den Händen der Frevler überliefert
und die Marter des Kreuzes auf sich genommen hat.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Das Kreuz

Christus trägt das Kreuz, Kathedrale von Metz

Christus war für uns gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuze.

Dornenkrönung

Dornenkrönung, Saint Etienne, Metz

Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn
und züchtige mich nicht in deinem Grimm!
Denn deine Pfeile haben mich getroffen,
deine Hand lastet schwer auf mir. (Ps 38)

Geißelung

Geißelung Christi, St.Etienne, Metz

Die mir nach dem Leben trachten, legen mir Schlingen;
die mein Unheil suchen, planen Verderben.

Donnerstag, 29. März 2018

Gründonnerstag


Einsetzung der Eucharistie, Hochaltar der Kirche der Schulbrüder in Wien, Maria Immaculata

23Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot,
24sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!
25Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!
26Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

(1 Kor 11)

Jesu Gebet am Ölberg, Kathedrale von Metz

Mittwoch, 28. März 2018

Der Verrat


Judas verrät Jesus mit einem Kuss,


+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jener Zeit 14ging einer der Zwölf  namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern
15und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie zahlten ihm dreißig Silberstücke.
16Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.
17Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
18Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.
19Die Jünger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.
20Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.
21Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern.
22Da waren sie sehr betroffen, und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr?
23Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat, wird mich verraten.
24Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
25Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.

(Matthäus 26, Evangelium vom Karmittwoch) 


Verrat und Gefangennahme Jesu
russisch-orthodoxe Kirche, Wien

Dienstag, 27. März 2018

Mein Leben will ich für dich hingeben (Petrus)




+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit, 21als Jesus mit seinen Jüngern bei Tisch war, wurde er im Innersten erschüttert und bekräftigte: Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten.
22Die Jünger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wussten, wen er meinte.
23Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte.
24Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von wem Jesus spreche.
25Da lehnte sich dieser zurück an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist es?
26Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.
27Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn. Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tu bald!
28Aber keiner der Anwesenden verstand, warum er ihm das sagte.
29Weil Judas die Kasse hatte, meinten einige, Jesus wolle ihm sagen: Kaufe, was wir zum Fest brauchen!, oder Jesus trage ihm auf, den Armen etwas zu geben.
30Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, ging er sofort hinaus. Es war aber Nacht.
31Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht.
32Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen.
33Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen.
36Simon Petrus sagte zu ihm: Herr, wohin willst du gehen? Jesus antwortete: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst mir aber später folgen.
37Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben.
38Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben? Amen, amen, das sage ich dir: Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.

(Johannes 13, Evangelium vom Kardienstag)



Seine ungestüme Großherzigkeit bewahrt Petrus allerdings nicht vor den Risiken, die mit der menschlichen Schwäche einhergehen. Es ist nichts anderes als das, was auch wir in unserem Leben erfahren. Petrus ist Jesus voller Begeisterung gefolgt, er überwand die Prüfungen des Glaubens und gab sich ihm hin.
Trotzdem kommt der Augenblick, in dem er der Furcht nachgibt und fällt: Er verrät den Meister (vgl. Mk 14,66-72). Die Schule des Glaubens ist kein Triumphmarsch, sondern ein Weg voller Leid und Liebe, voller Prüfungen und [gekennzeichnet von] einer Treue, die jeden Tag zu erneuern ist. Petrus, der absolute Treue versprochen hat, kennt die Bitternis und die Erniedrigung der Verleugnung: Der Dreiste erfährt auf eigene Kosten die Demut. Auch Petrus muss lernen, schwach und der Vergebung bedürftig zu sein! Als ihm endlich die Maske abfällt und er die Wahrheit seines schwachen Herzens eines gläubigen Sünders erkennt, bricht er in befreiende Tränen der Reue aus. Nach diesem Weinen ist er nun für seine Sendung bereit.
(Generalaudienz Papst Benedikt XVI., 24.3.2006)



Petrus verleugnet seinen Meister, Johannes Paul II. Heiligtum Krakau, Mosaik von Marko Ivan Rupnik

Montag, 26. März 2018

Salbung für das Begräbnis


Maria salbt die Füße Jesu, Kathedrale von Malaga



1Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den er von den Toten auferweckt hatte.
2Dort bereiteten sie ihm ein Mahl; Marta bediente, und Lazarus war unter denen, die mit Jesus bei Tisch waren.
3Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt.
4Doch einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, sagte:
5Warum hat man dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Erlös den Armen gegeben?
6Das sagte er aber nicht, weil er ein Herz für die Armen gehabt hätte, sondern weil er ein Dieb war; er hatte nämlich die Kasse und veruntreute die Einkünfte.
7Jesus erwiderte: Lass sie, damit sie es für den Tag meines Begräbnisses tue.
8Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer bei euch.
9Viele Juden hatten erfahren, dass Jesus dort war, und sie kamen, jedoch nicht nur um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte.
10Die Hohenpriester aber beschlossen, auch Lazarus zu töten,
11weil viele Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten.

(Johannes 12,1-11, Evangelium vom Montag der Karwoche)