Freitag, 20. April 2018

Agnes von Montepulciano

Agnes von Montepulciano, Dominikanerkirche in Montepulciano

Agnes, um 1268 in Gracciano bei Montepulciano (Toskana) aus der reichen Familie Segni geboren, trat im Alter von 9 Jahren in das Kloster in ihrer Stadt ein. Als Fünfzehnjährige wurde sie - mit päpstlicher Dispens - Vorsteherin des Klosters von Procene bei Orvieto, an dessen Gründung sie maßgeblich beteiligt war. Unter ihrer Leitung erlangte dieses Kloster große Berühmtheit wegen seiner vorbildlichen Observanz.

22 Jahre später kehrte Agnes auf Bitten der Einwohner von Montepulciano zurück und gründete 1306 ein neues Kloster. Als Priorin stellte sie das Kloster unter die Regel des heiligen Augustinus. Da sie den Predigerorden und das Vorbild des heiligen Dominikus kennen gelernt hatte, wünschte sie einige Jahre später, dass die geistliche Leitung des Klosters voll und ganz dem Predigerorden anvertraut würde. 1311 wurde das Kloster dem Dominikanerorden rechtlich angeschlossen und von den Brüdern betreut.

Agnes verehrte Jesus und die Jungfrau Maria mit großer Frömmigkeit. Gestärkt durch die Gaben des Heiligen Geistes war sie ein leuchtendes Vorbild des Gebetes und der Nächstenliebe. Dank ihrer Tugend und ihres Einflusses hielt sie ihre Mitbürger an, nach Einheit und Frieden zu streben. Die heilige Katharina von Siena nannte sie "glorreiche Mutter" wegen ihrer Lehre und ihrer wahren Demut.

Agnes starb am 20. April 1317. Papst Benedikt XIII. nahm sie am 10. Dezember 1726 in die Schar der heiligen Jungfrauen auf.
(Dominikanisches Proprium)





Kreuzgang mit Fresken aus dem Leben der hl. Agnes, Montepulciano

Tod der hl. Agnes von Montepulciano

Donnerstag, 19. April 2018

Leo IX.

Altar der Kreuzigung des hl. Petrus, Guido Reni 1779, Grab von Papst Leo IX.
Kapelle im südlichen Kreuzarm des Petersdoms


Leo IX., Papst. Leo IX. stammte aus dem Elsass, wo er 1002 als Sohn des Grafen von Egisheim-Dagsburg geboren wurde. 1026 wurde er Bischof von Toul, und 1048 bestimmte ihn sein Vetter, Kaiser Heinrich III., zum Papst. Er machte jedoch seine kanonische Wahl durch Klerus und Volk von Rom zur Bedingung der Amtsübernahme. Leo bemühte sich auf zahlreichen Reisen durch Deutschland, Frankreich und Italien um die Reform der Kirche und wandte sich auf mehreren Synoden besonders gegen Simonie und Priesterehe. Sein segensreiches Pontifikat ist freilich überschattet durch den endgültigen Bruch zwischen Rom und Byzanz, dem eine jahrhundertlange Entfremdung vorausgegangen war. Leo IX. konnte das große abendländische Schisma nicht verhindern: Die Kirche der östlichen Reichshälfte löste sich von Rom. Als der Kardinallegat Humbert am 16. Juli 1054 die Bannbulle auf dem Altar der Hagia Sophia deponierte, war Leo IX. freilich schon zuvor am 19. April 1054 zu Rom gestorben. Papst Leo IX. wurde in Sankt Peter bestattet; er wird in päpstlichem Ornat mit Kirchenmodell und Aussätzigem dargestellt.
(Martyrologium Sancrucense)



Papst Leos IX. Wahlspruch hieß: „Die Erde ist voll von der Güte des Herrn“ (Psalm 33, 5). Dieses Wort wollte er wahr machen. „Aber Güte, das war nicht ein Gehenlassen, ein energieloses Zugestehen; Güte hieß: opfernde Hingabe für die innere Not der Kirche.“ (H. Tüchle)

Ewiger und treuer Gott,
du hast deinem Volk im heiligen Papst Leo
einen Hirten gegeben, der von tiefem Glauben erfüllt war und sein Leben
ganz im Dienst für die Kirche einsetzte.
Auf seine Fürsprache gib deinem Volk die Gnade, sich zu erneuern.
Hilf uns, Spaltung und Trennung zu überwinden,
damit alle, die sich Christen nennen, im Glauben und in der Liebe eins werden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Petrus vor dem Petersdom


Sonntag, 8. April 2018

Samstag, 7. April 2018

Johannes Baptist de la Salle

Maria Immaculate, Kirche der Schulbrüder in Wien
Heute gedenkt die Kirche des hl. Johannes Baptist de La Salle:

Kurzbiografie
Am Grab des hl. Johannes Baptist de La Salle in Rom

Johannes Baptist de La Salle als Fürsprecher, Maria Immaculata, Wien

Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes des Vaters

Geht hinaus in die ganze Welt,
und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen


+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus                                                                          
9Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte.
10Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammen gewesen waren und die nun klagten und weinten.
11Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht.
12Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen, als sie unterwegs waren und aufs Land gehen wollten.
13Auch sie gingen und berichteten es den anderen, und auch ihnen glaubte man nicht.
14Später erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten.
15Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

(Markus 16, Tagesevangelium vom Samstag der Osteroktav)





Halte mich nicht fest

Erscheinung des Auferstandenen, Johannes Paul II. Heiligtum, Krakau

Freitag, 6. April 2018

Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen?


Der Auferstandene begegnet den Aposteln beim Fischen, Notre Dame de la Treille, Lille


+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes                                                                        
In jener Zeit
1offenbarte Jesus sich den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise.
2Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus - Zwilling -, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.
3Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
4Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
5Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein.
6Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.
7Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See.
8Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
9Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot.
10Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt.
11Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht.
12Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war.
13Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.
14Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.
(Johannes 21)