Mittwoch, 14. September 2016

In diesem Zeichen wirst du siegen - Kreuzerhöhung

Konstantin sieht ein Kreuz am Himmel mit den Worten:
en touto nika /in hoc signo vinces - in diesem Zeichen wirst du siegen

Am 28. Oktober 312 besiegte Kaiser Konstantin seinen Konkurrenten Maxentius an der Milvischen Brücke nördlich von Rom. Am Tag davor hatte er in einer Vision das Kreuz als Lichtzeichen am Himmel gesehen mit dem Versprechen: „In hoc signo vinces – In diesem Zeichen wirst du siegen!“ Konstantin ließ daraufhin das Christusmonogramm an den Standarten seiner Armee befestigen und schrieb den unerwarteten Sieg über das strategisch und zahlenmäßig überlegene Heer der Macht Christi zu.


Eusebius von Caesarea berichtet in seiner Vita Constantini über die Visions Konstantins vor der Schlacht:

Gott gewährt Konstantin auf seine Bitte eine Erscheinung: er läßt ihn um die Mittagszeit am Himmel ein Kreuz aus Licht schauen mit der Inschrift, er solle durch dieses siegen.

Er rief also in seinen Gebeten diesen Gott an und flehte inständig zu ihm, er möge ihm offenbaren, wer er sei, und ihm zu dem bevorstehenden Unternehmen hilfreich seine Rechte reichen. Während der Kaiser aber so betete und eifrig darum flehte, erschien ihm ein ganz unglaubliches Gotteszeichen, das man wohl nicht leicht gläubig hinnehmen würde, wenn ein anderer davon berichtete; da es aber der siegreiche Kaiser selber uns, die wir diese Darstellung schreiben, lange Zeit hernach, als wir seiner Freundschaft und des Verkehres mit ihm gewürdigt worden waren, erzählt und sein Wort mit Eidschwüren bekräftigt hat, wer sollte da noch Bedenken tragen, der Erzählung Glauben zu schenken, zumal auch die Folgezeit der Wahrheit seines Wortes Zeugnis gab?
Um die Stunde der Mittagzeit, da sich der Tag schon neigte, habe er, so sagte der Kaiser, mit eigenen Augen oben am Himmel über der Sonne das Siegeszeichen des Kreuzes, aus Licht gebildet, und dabei die Worte gesehen: „Durch dieses siege!“ Staunen aber habe bei diesem Gesichte ihn und das ganze Heer ergriffen, das ihm eben auf seinem Marsche, ich weiß nicht wohin, folgte und dieses Wunder schaute. (Vita Constantini)

Der Christus Gottes erscheint Konstantin im Traume und befiehlt ihm, sich im Kriege eines Feldzeichens zu bedienen, das dem Kreuze nachgebildet sei.
Da sei er nun in Verlegenheit gewesen, was doch diese Erscheinung bedeute. Während er aber dieses erwogen und noch lange darüber nachgedacht habe, habe ihn die Nacht überrascht. Da habe sich ihm nun im Schlafe der Christus Gottes mit dem am Himmel erschienenen Zeichen gezeigt und ihm aufgetragen, das am Himmel geschaute Zeichen nachzubilden und es bei seinen Kämpfen mit den Feinden als Schutzpanier zu gebrauchen.


(Eusebius von Caesarea,Vita Constantini, über das Leben des Kaisers Konstantin)



„Wir beten dich an Herr Jesus Christus,
hier und in allen deinen Kirchen auf der ganzen Welt
und preisen dich,
denn durch dein heiliges Kreuz
hast du die Welt erlöst.“

Vision von Konstantin im Baptisterium von S. Giovanni in Laterano, 17. Jh. von Andrea Camassei u. Carlo Maratta

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