Sonntag, 3. Mai 2015

Am Grab der Apostel Philippus und Jakobus

Basilika der zwölf Apostel, Santi Apostoli, Rom




Philippus, Apostel. Philippus stammte aus Bethsaida und war zuerst Jünger des Täufers Johannes. In Bethsaida berief ihn Jesus zur Nachfolge, und Philippus führte dann Nathanael als weiteren Jünger in den Kreis um Jesus ein (Joh 1, 43 – 49). Vor der Speisung der Fünftausend stellt Jesus ihn auf die Probe (Joh 6,5-7). Griechen, die Jesus zu sehen wünschten, wandten sich an Philippus (Joh 12,21-22). Er nahm am letzten Abendmahl teil und wurde dabei von Jesus gerügt, weil er dessen Sendung offenbar noch immer nicht verstanden hatte (Joh 14,8f.). Über das Lebensende des Philippus fehlen sichere Nachrichten, der Legende nach erlitt er in Skythien, das in der heutigen Ukraine liegt, das Martyrium durch Kreuzigung.
Seine Reliquien kamen über Konstantinopel nach Rom und befinden sich heute in der Basilika der Zwölf Apostel. Die Kunst hat mit Vorliebe den Kreuzestod des Philippus dargestellt.



Jakobus der Jüngere, Apostel. Jakobus war der Sohn des Alphäus bzw. Klopas und jener Maria, die der Kreuzigung Jesu beiwohnte (Mk 15,40). Sein Beiname „der Kleine“ (Mk 15,40) ist wohl ein Hinweis auf seine Statur (ferner Mk 15,47 und 16,1). Er war der älteste der vier sogenannten „Herrenbrüder“ Joses, Judas und Simon als der Älteste genannt (Mk 6,3; Mt 13,55). Wie die übrige Verwandtschaft stand er offenbar dem öffentlichen Wirken Jesu lange Zeit ziemlich verständnislos gegenüber (Mk 3,21 und 31; Mk 6,4; Mk 21,31-35; Joh 7,3-10). Erst die im 1. Korintherbrief bezeugte Oster-Epiphanie (1 Kor 15,7) hat Jakobus zum Glauben gebracht (Apg 1,14). Fortan besaß er als Verwandter Jesu und Osterzeuge innerhalb der Gemeinde von Jerusalem besondere Autorität. Paulus nennt ihn als eine der drei Säulen der Urgemeinde neben Kephas und Johannes. Auf dem Apostelkonzil (Apg 15) gestand Jakobus schließlich den Heidenchristen die Freiheit von der Last des Gesetzes zu (Apg 15,19 und 28f; Gal 2,1-10). Nach dem Weggang des Petrus nach Rom war Jakobus
Bischof von Jerusalem, Paulus besuchte ihn auf seiner dritte Missionsreise, um die Kollekte aus der Heidenmission abzuliefern (Apg 21,18-26; Röm 15,30-32). Als untadeliger Judenchrist erhielt Jakobus den Ehrennamen „der Gerechte“. Josephus Flavius berichtet glaubwürdig, dass der Hohepriester Ananos II. den Jakobus um 61 steinigen ließ (Ant XX, 199f). Das Haupt des Jakobus des Jüngeren wird in Ancona verehrt, sein Attribut ist die Keule.
(Martyrologium Sancrucense)


Fresko d. Gewölbes im Mittelschiff, Triumpf d. Franziskanerordens, 1707


Das größte Altargemälde der Stadt zeigt das das Martyrium der Apostel.

Confessio mit den Reliquien der Apostel Philippus und Jakobus

Reliquien der Apostel Philippus u. Jakobus in einem Mamorsarkophag




Wandmalereien stammen aus dem 19. Jh.

Als Jesus aufblickte und sah, daß so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen, denn er wußte, was er tun wollte. Philippus antworte ihm: Brot für zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. (Joh 6,5-7)






Kommentare:

  1. Es lohnt sich auch die freigelegten Fresken anzuschauen. Kostet ein paar Euro. lohnt sich aber

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