Freitag, 10. Februar 2017

Aloisius Kardinal Stepinac - ein Märtyrer und Kämpfer für Recht und Wahrheit

Hinter dem Hochaltar der Zagreber Kathedrale ist das Grab von Kardinal Stepinac


Alojzije Kardinal Stepinac, Bischof und Märtyrer des Kommunismus.
Alojzije Stepinac wurde 1898 in einer Bauernfamilie in Kroatien geboren. Nach der Matura wurde er zur österreichischen Armee eingezogen und diente als Unterleutnant während des 1. Weltkrieges. Danach studierte er zunächst Agrarwissenschaft in Zagreb und anschließend Philosophie und Theologie in Rom, er erwarb zwei Doktorate.
Mit 27 Jahren entschloss er sich, Priester zu werden. Nur 4 Jahre nach seiner Priesterweihe 1930 wurde er Erzbischof-Koadjutor und schließlich 1937 Erzbischof von Zagreb. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er 1946 in einem verleumderischen Schauprozess von einem kommunistischen Gericht wegen angeblicher Zusammenarbeit mit dem faschistischen Ustascha-Regime zu 16 Jahren Zwangsarbeit verrurteilt. Obwohl viele vom Erzbischof während der Ustascha-Diktatur vor dem Tod gerettete Juden und Serben für Stepinac aussagen wollten, wurden ihre Zeugenaussagen vom kommunistischen Gericht abgelehnt. Als der eingekerkerte Erzbischof in der freien Welt immer stärker als Opfer des gottlosen Kommunismus verehrt wurde, wollte man die Weltöffentlichkeit beruhigen und ließ ihn 1951 in einem Pfarrhaus internieren. Pius XII. ernannte Stepinac 1952 zum Kardinal, woraufhin Jugoslawien zeitweise die diplomatischen Beziehungen zum Vatikan abbrach. Kardinal Stepinac starb 62jährig am 10. Februar 1960.
Inzwischen gilt als gesichert, dass er systematisch vergiftet wurde. Sein Grab in der Kathedrale von Zagreb wurde sofort zur vielbesuchten Pilgerstätte. Johannes Paul II. sprach Alojzije Kardinal Stepinac am 2. Oktober 1998 vor 400.000 Gläubigen in Marija Bistrica in Kroatien selig.
(Martyrologium Sancrucense)



Alois Stepinac im Stepinac-Museum neben der Kathedrale



 Rudolf Grulich über Alois Stepinac (Kirche in Not)






Im Oktober 1945 wurde der Wagen von Erzbischof Stepinac bei einer Pastoralvisite von Kommunisten angegriffen, die Fenster wurden mit Steinen zertrümmert. Am Vorabend des Attentats hatte die Miliz dem Prälaten Repressalien angedroht, wenn er die Visite durchführen würde.
Stepinac dazu: (Quelle)

"Jedenfalls stirbt man nur einmal.
Sie sollen tun, was sie wollen, doch ich werde niemals aufhören,
die Wahrheit zu predigen;
ich fürchte niemanden außer Gott,
und meine Pflicht bleibt stets die gleiche: Seelen retten."


Sarkophag des sel. Aloisius Stepinac in der Kathedrale von Zagreb

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