Donnerstag, 20. Juli 2017

Elija



Elija, Prophet. Elija wurde um 912 vor Christus in Tisbe, dem heutigen El-Istib in Jordanien geboren. Er war der größte Prophet im Nordreich Israel. Elija bekämpfte energisch den Baals-Kult und setzte sich für die ausschließliche Verehrung Jahwes, des Gottes Israels ein. König Ahab und dessen heidnische Frau Isebel verfolgten Elija, der in die Wüste floh und dort wunderbar ernährt wurde (1 Kön 17). Beim großen Wettstreit auf dem Berg Karmel tötete er 450 Propheten Baals, worauf endlich der langersehnte Regen fiel. Dennoch musste der Prophet Jahwes wieder vor der Königin fliehen und wanderte an den Gottesberg Horeb, wo ihm Jahwe erschien und Elischa zu seinem Nachfolger bestimmte (1 Kön 19). Elija wurde schließlich im feurigen Wagen gen Himmel entrückt (2 Kön 2). Die Juden erwarten bis zum heutigen Tag sehnlichst die Wiederkunft Elijas, da sie den Anbruch der messianischen Zeit bedeutet (Mal 3,23f.). Elija gilt ihnen als unsichtbarer Teilnehmer beim Paschafest und bei den Beschneidungsriten. Die Wiederkunft des Elija hat sich nach dem Neuen Testament jedoch bereits in Johannes dem Täufer erfüllt (Lk 1,17).
(Martyrologium Sancrucense)

Elischa sieht Elia mit dem Feuerwagen zum Himmel fahren
St. John´s College, Oxford

Montag, 17. Juli 2017

Am Grab der hl. Hedwig / Jadwiga von Polen 17.7

Wawelkathedrale, Krakau


Hedwig von Polen, polnisch Jadwiga, Königin. Hedwig wurde 1374 in Ungarn als Tochter von König Ludwig dem Großen von Ungarn und Polen geboren. Auf Grund der Heiratspolitik ihres Vaters wurde Hedwig gleich bei ihrer Geburt mit Wilhelm von Österreich verlobt. Am 16. Oktober 1384 wurde sie in Krakau zur Königin gekrönt. Nach der Wahl des litauischen Großfürsten Jagiello zum König und nach dessen Taufe am 15. Februar 1386, sowie seiner Zusage, das Land zu christianisieren, wurde Hedwig mit Jagiello verehelicht. Beide übten gemeinsam die Regentschaft aus. Hedwig war besonders bedacht auf die Mission in Litauen, stiftete Kirchen und Klöster und erneuerte die Universität in Krakau. Sie war sehr bemüht um die politische Verständigung mit dem Deutschen Orden und mit den Ungarn. Hedwig war eine ebenso gebildete wie tiefgläubige Frau, das Volk verehrte sie.
Sie starb im Alter von nur 25 Jahren am 17. Juli 1399 in Krakau. 1997 wurde Hed-wig von Johannes Paul II. in Krakau heilig gesprochen.
(Martyrologium Sancrucens)


Reliquienschrein der hl. Hedwig von Polen, Wawelkathedrale, Krakau

 

Grabinsignien der hl. Hedwig


Grabinsignien, Reichsapfel und Zepter, Wawel, Krakau


Ruhestätte der hl. Hedwig von 1949-1987, Wawel, Krakau


Grabmonument der hl. Hedwig, Wawel, Krakau

Wawel-Kathedrale, Krakau

Sonntag, 16. Juli 2017

So geht Prozession in Rom - Unsere Liebe Frau vom Berg Karmel

Ich glaub, mich knutscht ein Elch!


Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel. Die Marienverehrung wurde im Karmelitenorden besonders gepflegt und führte zur Einführung eines eigenen Mariengedenktages „Gedächtnis Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel“, das zuerst 1386 in England bezeugt ist. Der Berg Karmel war ein Aufenthaltsort des großen alttestamentlichen Propheten Elija und seiner Jünger gewesen. Er galt auch den Christen als heiliger Ort, sodass sich dort schon sehr früh Einsiedler und Eremiten niederließen. Unter der Führung des französischen Einsiedlers Berthold wurde der Karmeliter-Orden im 12. Jahrhundert in Palästina gegründet. Der biblische Bezugspunkt dieses Festes ist der im 18. Kapitel des 1. Buches der Könige geschilderte Kampf des Propheten Elija gegen die heidnischen Baalspriestern auf dem Berge Karmel anlässlich einer Dürrekatastrophe, die das Land heimsucht. Nach intensivem Gebet sieht Elija eine kleine Wolke am Himmel (1 Kön 18,44), die das Ende des Elends ankündigt. In dieser Wolke sahen die mittelalterlichen Mystiker ein Bild für Maria, die Christus, dem Retter, vorangeht und den Regen der Gnade auf die Erde bringt. Ende des 16. Jahrhunderts findet sich das „Gedächtnis Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel“ bereits im ganzen Orden eingeführt, Benedikt XIII. hat es 1726 für die ganze Kirche vorgeschrieben.
(Martyrologium Sancrucense)

Über Simon Stock und das Skapulier



































O Maria, du Königin und Zierde des Karmel!
Auf wunderbare Weise reichst du mir das Skapulier
als Zeichen deiner mütterlichen Liebe und Nähe.

Wenn Gefahren und Ängste mich bedrängen,
wenn der Weg mir dunkel wird,
ich weiß, du bist bei mir.

Du zeigst mir deinen Sohn, 
Jesus Christus,
der für mich der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.

So will ich Königin des Karmel und meine Mutter,
wie du auf Christus schauen,
damit ich, von deinem Schutz umgeben,
das Ziel meiner irdischen Pilgerschaft
sicher und behütet erreiche. Amen.

(aus: Karmelfreunde, Juni 2017)













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