Donnerstag, 18. Januar 2018

Gekonnt geparkt

Margareta von Ungarn

Hl. Margareta von Ungarn, Kirche Teresa v. Avila, Budapest



In der Mitte des 13. Jahrhunderts drangen die Tartaren in Ungarn und Pannonien ein und drohten das Land zu verwüsten. Als König Bela IV. und seine Gemahlin Maria Lascaris in der Festung Dalmata belagert wurden, flehten sie im Gebet zu Gott und gelobten, das Kind, das die Königin erwartete, ihm zu weihen, damit das Vaterland vor weiterer Zerstörung verschont werde.

1242 wurde ihnen ein Mädchen geboren, das sie Margarita nannten. Die Eltern erfüllten ihr Versprechen. Im Alter von vier Jahren vertrauten sie das Kind den Dominikanerinnen von Veszprem zur Erziehung an.

Als Zwölfjährige ging Margarita in das neue Kloster, das ihr Vater auf einer Donauinsel bei Buda hatte erbauen lassen. Dort legte sie in die Hände des Ordensmeisters Humbert von Romans ihre Profess ab.

Sie lebte mit außergewöhnlichem Eifer und weihte sich ganz Christus, dem Gekreuzigten. In harten Bußübungen und strengem Fasten, ständig im Gebet, sühnte sie die Vergehen der furchtbaren Kriege, die in ihrer Heimat immer wieder aufflammten. Tatkräftig setzte sie sich für die Wiederherstellung des Friedens ein und für den Kampf gegen das Unrecht. Überaus groß war ihre Demut, gern und mit Freude tat sie ihren Mitschwestern die einfachsten und niedrigsten Dienste. Sie pflegte die Kranken, deren sich niemand aus Angst vor Ansteckung annehmen wollte.

Margarita war von großer Liebe zum Geheimnis der Eucharistie und zum Leiden Christi erfüllt. Inständig flehte sie zum Heiligen Geist und verehrte die Gottesmutter. So opferte sie ihr Leben der Buße auf für die Befreiung ihres Volkes von den Tartareneinfällen.

Margarita starb mit 28 Jahren am 18. Januar 1270. Papst Pius XII. hat sie am 19. November 1943 heilig gesprochen. (Attribute: mit Lilie, mit Krone zu Füßen, Mantel mit Sternen)
(Proprium der Dominikaner)



Pfarrkirche Teresa v. Avila, Budapest

Mittwoch, 17. Januar 2018

David besiegt Goliath - Jesus College / Cambridge

David besiegt Goliath, Jesus College Chapel, Cambridge, Burne Jones



In jenen Tagen 32sagte David  zu Saul: Niemand soll wegen des Philisters den Mut sinken lassen. Dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen.
33Saul erwiderte ihm: Du kannst nicht zu diesem Philister hingehen, um mit ihm zu kämpfen; du bist zu jung, er aber ist ein Krieger seit seiner Jugend.
37Und David sagte weiter: Der Herr, der mich aus der Gewalt des Löwen und des Bären gerettet hat, wird mich auch aus der Gewalt dieses Philisters retten. Da antwortete Saul David: Geh, der Herr sei mit dir.
40David nahm seinen Stock in die Hand, suchte sich fünf glatte Steine aus dem Bach und legte sie in die Hirtentasche, die er bei sich hatte und die ihm als Schleudersteintasche diente. Die Schleuder in der Hand, ging er auf den Philister zu.
41Der Philister kam immer näher an David heran; sein Schildträger schritt vor ihm her.
42Voll Verachtung blickte der Philister David an, als er ihn sah; denn David war noch sehr jung, er war blond und von schöner Gestalt.
43Der Philister sagte zu David: Bin ich denn ein Hund, dass du mit einem Stock zu mir kommst? Und er verfluchte David bei seinen Göttern.
44Er rief David zu: Komm nur her zu mir, ich werde dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren zum Fraß geben.
45David antwortete dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn der Heere, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast.
46Heute wird dich der Herr mir ausliefern. Ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen. Die Leichen des Heeres der Philister werde ich noch heute den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren zum Fraß geben. Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.
47Auch alle, die hier versammelt sind, sollen erkennen, dass der Herr nicht durch Schwert und Speer Rettung verschafft; denn es ist ein Krieg des Herrn, und er wird euch in unsere Gewalt geben.
48Als der Philister weiter vorrückte und immer näher an David herankam, lief auch David von der Schlachtreihe der Israeliten aus schnell dem Philister entgegen.
49Er griff in seine Hirtentasche, nahm einen Stein heraus, schleuderte ihn ab und traf den Philister an der Stirn. Der Stein drang in die Stirn ein, und der Philister fiel mit dem Gesicht zu Boden.
50So besiegte David den Philister mit einer Schleuder und einem Stein; er traf den Philister und tötete ihn, ohne ein Schwert in der Hand zu haben.
51Dann lief David hin und trat neben den Philister. Er ergriff sein Schwert, zog es aus der Scheide, schlug ihm den Kopf ab und tötete ihn. Als die Philister sahen, dass ihr starker Mann tot war, flohen sie.
(Tageslesung, 1 Sam 17, 32-51)




Der hl. Antonius in der Kathedrale von Segovia

Antonius der Große, Kathedrale von Segovia


Leben des hl. Antonius
Die Schädelreliquie des hl. Antonius des Großen in Arles


Die Schweine, mit denen Antonius dargestellt wird, stehen für seine berühmten Versuchungen: So erschien ihm nach der Überlieferung der Teufel in Gestalt einer oder mehrerer schöner Frauen; in anderen Fällen wurde er mit Krallen, Zähnen oder Hörnern verwundet, zu Boden geschlagen, an den Haaren gerissen und, während seine Zelle in Flammen aufging, schließlich unter bedrohlichen Angriffen von allen Seiten in die Lüfte gehoben.
Tatsächlich hat das Symbol der Schweine seine Begründung darin, dass später der Antoniterorden bevorzugt Schweine hielt - die er als Gottes Geschöpfe aber frei laufen ließ, worauf der Ausspruch frech wie ein Antoniusschwein zurückgeht.




Wiederum sprach er: "Gehorsam zusammen mit Enthaltsamkeit zähmt wilde Tiere."
(Weisung der Väter, Apophtegmata Patrum, Nr. 36)




Der Altvater Antonius sprach: "Es kommt eine Zeit, in der die Leute närrisch werden und wenn sie einen Sehen, der kein Narr ist, dann stehen sie gegen ihn auf und sagen: du rasest! Deswegen, weil er ihnen nicht ähnlich ist." (w.o., Nr 25)

Kapelle des hl. Antonius des Mönchsvaters in der Kathedrale v. Segovia

Ein Bruder sprach zum Altvater Antonius: "Bete für mich!"
Der Greis entgegnete ihm: "Weder ich habe Erbarmen mit dir, noch Gott, wenn du dich nicht selbst anstrengst und Gott bittest." (w.o., Nr. 16)


Die Fürsprache des heiligen Abtes Antonius möge uns,
so bitten wir, Herr, Dir empfehlen,
damit wir, was wir durch unsere Verdienste nicht vermögen,
durch seinen Beistand erlangen, durch unseren Herrn.
(Diurnale Romanum)

Dienstag, 16. Januar 2018

Vorschau auf morgen: Bin ich nicht ...


Samuel salbt David - Ely

Samuel salbt David, Ely Cathedral


In jenen Tagen 1sprach der Herr  zu Samuel: Wie lange willst du noch um Saul trauern? Ich habe ihn doch verworfen; er soll nicht mehr als König über Israel herrschen. Fülle dein Horn mit Öl, und mach dich auf den Weg! Ich schicke dich zu dem Betlehemiter Isai; denn ich habe mir einen von seinen Söhnen als König ausersehen.
2Samuel erwiderte: Wie kann ich da hingehen? Saul wird es erfahren und mich umbringen. Der Herr sagte: Nimm ein junges Rind mit, und sag: Ich bin gekommen, um dem Herrn ein Schlachtopfer darzubringen.
3Lade Isai zum Opfer ein! Ich selbst werde dich dann erkennen lassen, was du tun sollst: Du sollst mir nur den salben, den ich dir nennen werde.
4Samuel tat, was der Herr befohlen hatte. Als er nach Betlehem kam, gingen ihm die Ältesten der Stadt zitternd entgegen und fragten: Bedeutet dein Kommen Frieden?
5Er antwortete: Frieden. Ich bin gekommen, um dem Herrn ein Schlachtopfer darzubringen. Heiligt euch, und kommt mit mir zum Opfer! Dann heiligte er Isai und seine Söhne und lud sie zum Opfer ein.
6Als sie kamen und er den Eliab sah, dachte er: Gewiss steht nun vor dem Herrn sein Gesalbter.
7Der Herr aber sagte zu Samuel: Sieh nicht auf sein Aussehen und seine stattliche Gestalt, denn ich habe ihn verworfen; Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz.
8Nun rief Isai den Abinadab und ließ ihn vor Samuel treten. Dieser sagte: Auch ihn hat der Herr nicht erwählt.
9Isai ließ Schima kommen. Samuel sagte: Auch ihn hat der Herr nicht erwählt.
10So ließ Isai sieben seiner Söhne vor Samuel treten, aber Samuel sagte zu Isai: Diese hat der Herr nicht erwählt.
11Und er fragte Isai: Sind das alle deine Söhne? Er antwortete: Der jüngste fehlt noch, aber der hütet gerade die Schafe. Samuel sagte zu Isai: Schick jemand hin, und lass ihn holen; wir wollen uns nicht zum Mahl hinsetzen, bevor er hergekommen ist.
12Isai schickte also jemand hin und ließ ihn kommen. David war blond, hatte schöne Augen und eine schöne Gestalt. Da sagte der Herr: Auf, salbe ihn! Denn er ist es.
13Samuel nahm das Horn mit dem Öl und salbte David mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des Herrn war über David von diesem Tag an. Samuel aber brach auf und kehrte nach Rama zurück.

(Tageslesung, 1 Samuel 16,1-13c)
 
Kathedrale von Ely
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