Samstag, 25. März 2017

Verkündigung im Stundentakt: im orthodoxen Nazareth (14.00 Uhr)



voll der Gnade

Verkündigung im Stundentakt: Kunsthistorisches Museum (13.00 Uhr)




Gegrüßet seist du, Maria

Prokop von Savaza - Patron von Böhmen

Hl. Prokop, Kloster Frauenkirchen, der hl. Prokop zwingt den Teufel zum Pflügen

Prokop von Sázava, Mönch in Böhmen. Prokop wurde um 1004 in Chotaun bei Podiebrad geboren, war zunächst verheiratet und wurde dann Mönch. Seit etwa 1030 lebte er als Einsiedler im Sázavatal, wo er ein Kloster nach der Regel des hl. Benedikt, aber mit der Feier der Liturgie in altslawischer Sprache gründete und das er später auch als Abt leitete. Prokop starb am 25. März 1053 und wurde in Sázava bestattet. Innozenz III. hat Prokop 1204 kanonisiert. Seine Reliquien ruhen seit 1588 in der Allerheiligenkirche auf dem Prager Hradschin.
(Martyrologium Sancrucense)





Prokop wurde 1204 heiliggesprochen, seine Reliquien wurden 1588 in die Allerheiligenkirche auf dem Prager Hradschin übertragen. Er war nicht nur Patron Böhmens, sondern auch Patron der böhmischen Bergleute, weil im Mittelalter das Sázava-Tal auch Bergbaugebiet war. Prokop wurde in Böhmen sehr verehrt, auch in eigenen regionalen Wallfahrtsorten wie der Prokop-Quelle bei Schwarz-Buda, in Radelstein bei Bilin oder in Kuttenthal. Um sein Leben ranken sich zahlreiche Legenden, die Einfluss auf die Ikonographie haben. So wird Prokop oft dargestellt, wie er den Teufel an der Kette führt. Nicht nur die Tschechen, sondern auch die Deutschen Böhmens verehrten diesen Heiligen. Das beweist das Leitmeritzer Gesangbuch, das ein mehrstrophiges Lied zu seinen Ehren enthielt: „Dich Prokopius wir grüßen."

Freitag, 24. März 2017

Katharina von Schweden


Katharina von Schweden, Vadstena, Schweden


Katharina von Schweden, Ordensfrau. Katharina war die Tochter der hl. Birgitta von Schweden und wurde um 1331 geboren. Sie war seit 1345 mit Eggard von Kyren verheiratet. 1350 reiste Katharina zu ihrer Mutter nach Rom. Da im darauffolgenden Jahr ihr Gatte starb, blieb Katharina bei Birgitta und wurde deren treueste Schülerin. 1374 brachte sie den Leib ihrer heiligen Mutter nach Schweden und wurde die erste Vorsteherin des Klosters Vadstena. 1378 erlangte Katharina vom Papst die Bestätigung der Regel des Birgittenor-dens und ihres Klosters. Sie starb am 24. März 1381 und wurde in Vadstena bestattet. Dargestellt wird Katharina Birgittinnenhabit oder als Pilgerin.
(Martyrologium Sancrucense)

Am Grab der hl. Birgitta und Katharina von Schweden

Schrein mit den Reliquien der hl. Birgitta und der hl. Katharina von Schweden, Vadstena




Oscar Romero

 Oscar Romero Gedenkstätte, die 2013 errichtet wurde, das Kreuz stammt
von Fernando Llort, St George´s Cathedral, London

Oscar Romero war ein römisch-katholischer Erzbischof, der am 24. März 1980 während der Eucharistiefeier erschossen wurde. Die Seligsprechung Romeros als Märtyrer fand am 23. Mai 2015 in seiner Bischofsstadt San Salvador statt.






Frage: Heiligkeit, wir kommen in den Kontinent von Erzbischof Oscar Romero. Man hat viel von seinem Heiligsprechungsprozeß gesprochen. Wollen Sie, Heiligkeit, uns freundlicherweise sagen, wie weit wir damit sind, ob er heiliggesprochen wird und wie Sie diese Gestalt sehen?

Benedikt XVI.: Nach den letzten Informationen über die Tätigkeit der zuständigen Kongregation werden viele Fälle bearbeitet, ich weiß, daß sie vorangehen. Seine Exzellenz Bischof Paglia hat mir eine bedeutsame Biographie gesandt, die viele Punkte in dieser Hinsicht klärt.
Erzbischof Romero war sicher ein großer Glaubenszeuge, ein Mann von großer christlicher Tugend, der sich für den Frieden und gegen die Diktatur eingesetzt hat und der während der Feier der heiligen Messe ermordet wurde. Also ein wahrhaft »glaubwürdiger« Tod, der Tod eines Glaubenszeugen. Es gab das Problem, daß eine politische Seite ihn unrechtmäßig für sich als Galionsfigur, als emblematische Gestalt beanspruchte. Wie kann man nun seine Gestalt ins rechte Licht rücken und sie vor diesen Versuchen der Instrumentalisierung schützen? Das ist das Problem. Es wird geprüft, und ich warte und vertraue auf das, was die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse dazu sagen wird.
(Interview mit Papst Benedikt vom 9.5.2007)



Pileolus von Erzbischofr Oscar Romero


Fragment der Albe, die Romero am 24. März 1980  trug, an dem Tag,
als er während der hl. Messe erschossen wurde.



Büste von Oscar Romero, St George´s Cathedral, London

Mittwoch, 22. März 2017

Benvenuto Scotivoli von Osimo


Kathedrale von Osimo
 
Benvenuto Scotivoli wurde  um 1188 in Ancona geboren und studierte Jura in Bologna. 1264 wurde er Bischof von Osimo. Als er seinen Tod kommen sah, verschenkte er sein gesamtes Vermögen an die Armen und ließ sich in die Bischofskirche tragen, wo er am 22. März 1282 unter Gebet und Gesang starb. Sein Grab befindet sich in der Krypta der Kathedrale von Osimo. Papst Martin IV. soll ihn 1284 heiliggesprochen haben.




Krypta der Kathedrale von Osimo


Grab von Bischof Benvenuto Scotivoli


Montag, 20. März 2017

Josef, Maria und Jesus - wer leitet wen?




Obwohl sie eher verborgen blieb, ist die Gestalt dieses großen Heiligen in der Heilsgeschichte von fundamentaler Bedeutung. Vor allem da er zum Stamm Juda gehörte, band er Jesus in die Abstammung von David ein, so dass der Sohn der Jungfrau Maria den Messiasverheißungen entsprechend wirklich "Sohn Davids" genannt werden konnte. Das Matthäusevangelium hebt in besonderer Weise jene messianischen Prophezeiungen hervor, die durch die Rolle Josefs in Erfüllung gingen: Jesu Geburt in Bethlehem (2,1-6); sein Gang nach Ägypten, wohin die Heilige Familie geflüchtet war (2,13-15); sein Beiname "der Nazarener" (2,22-23).
In all dem erwies er sich gleich seiner Braut Maria als authentischer Erbe des Glaubens Abrahams: des Glaubens an Gott, der die Ereignisse der Geschichte nach seinem geheimnisvollen, Heil bringenden Plan leitet. Seine Größe, die der Mariens gleichkommt, sticht noch deutlicher hervor, weil sich seine Sendung in der Demut und Verborgenheit des Hauses in Nazaret vollzog. Im Übrigen hat Gott selbst, in der Person seines fleischgewordenen Sohnes, diesen Weg und diesen Stil für seine irdische Existenz gewählt.

Aus dem Beispiel des heiligen Josef ergibt sich für uns eine starke Aufforderung, in Treue, Einfachheit und Bescheidenheit die Aufgabe zu erfüllen, die die Vorsehung uns zugewiesen hat.

( Benedikt XVI. am 20.3.2006)

Freitag, 17. März 2017

Patrick von Irland



Patrick von Irland, Bischof und irischer Nationalheiliger. Patrick wurde um 385 im römischen Britannien geboren; er war zwar Christ, wuchs aber sehr weltlich auf. Mit 16 Jahren wurde er von Seeräubern nach Irland verschleppt. Während er als Sklave arbeiten musste, vollzog sich eine religiöse Wandlung. Nach sechs Jahren gelang ihm die Flucht. Doch mystische Erlebnisse gaben ihm die Gewissheit, dass er nach Irland zurückkehren müsse, um dort den Glauben zu verkünden. Zunächst studierte er wahrscheinlich in Auxerre unter Germanus. Nach Überwindung mancher Schwierigkeiten wurde er zum Nachfolger des ersten Irenbischofs Palladius bestellt und verkündete wahrscheinlich seit 432 auf rastlosen Missionsreisen das Wort Gottes. Da es in Irland keine Städte in römischem Sinn gab, machte er Mönchskirchen zu Bischofssitzen. Patrick gründete wohl um 444 seine Bischofskirche Armagh. Am Ende seines Lebens verfasste er eine „Confessio“, die einen Rechenschaftsbericht seines Wirkens darstellt. Wahrscheinlich starb Patrick um 461. Er ist der Patron Irlands. Seine Verehrung wurde nicht nur in Europa, sondern durch irische Auswanderer auch in Amerika verbreitet und mit folkloristisch-nationalem Brauchtum umkleidet.
(Martyrologium Sancrucense)

Hl. Patrick, St Dominic´s Priory Church, London



Ich erhebe mich heute durch eine mächtige Kraft,
die Anrufung der Dreieinigkeit,
durch einen Glauben an die Dreiheit,
durch das Bekenntnis der Einheit des Schöpfers der Schöpfung.

Ich erhebe mich heute durch die Kraft von Christi Geburt und Seiner Taufe,
durch die Kraft Seiner Kreuzigung und Seines Begräbnisses,
durch die Kraft Seiner Auferstehung und Seiner Himmelfahrt,
durch die Kraft Seines Herabsteigens zum Jüngsten Gericht.

Ich erhebe mich heute durch die Kraft der Liebe der Cherubim,
im Gehorsam der Engel, im Dienste der Erzengel,
in der Hoffnung, bei der Auferstehung der Belohnung zu begegnen,
in den Gebeten der Patriarchen, in den Predigten der Apostel,
in den Glaubensüberzeugungen der Bekenner,
in der Unschuld der Jungfrauen, in den Taten der gerechten Männer.

Ich erhebe mich heute durch die Kraft des Himmels,
dem Licht der Sonne, dem Glanze des Feuers,
der Geschwindigkeit des Blitzes, der Hurtigkeit des Windes,
der Tiefe des Meeres, der Festigkeit der Erde, der Stärke des Felsens.

Ich erhebe mich heute durch:
Gottes Kraft, mich zu leiten.
Gottes Macht, mich zu stützen.
Gottes Weisheit, mich zu führen.
Gottes Auge, vor mir zu schauen.
Gottes Ohren, mich zu hören.
Gottes Wort, für mich zu sprechen.
Gottes Hand, mich zu behüten.
Gottes Weg, der vor mir liegt.
Gottes Schild, mich zu beschützen.
Gottes Heerscharen, mich zu bewahren
vor den Schlingen des Teufels, vor den Versuchungen der Laster,
vor jedem, der mir Böses will, ferne und nah, alleine oder in einer Menge.

Ich rufe heute alle diese Mächte zwischen mich und das Böse,
gegen jede grausame, unbarmherzige Macht,
die meinem Körper und meiner Seele entgegensteht,
gegen Beschwörungen falscher Propheten, gegen schwarze Gesetze des Heidentums,
gegen falsche Gesetze der Häretiker, gegen die Künste des Götzendienstes,
gegen die Zaubereien von Frauen und Schmieden und Hexenmeistern,
gegen jedes Wissen, das des Menschen Leib und Seele verdirbt.

Christus, beschirme mich heute
gegen Gift, gegen Verbrennungen, gegen Ertrinken, gegen Verwundung,
so dass der Lohn mir in reichem Maße zukommen möge.

Christus sei mit mir, Christus sei vor mir, Christus sei hinter mir,
Christus sei in mir, Christus sei unter mir, Christus sei über mir,
Christus sei zu meiner Rechten, Christus sei zu meiner Linken,
Christus sei bei mir, wenn ich mich niederlege,
Christus sei bei mir, wenn ich mich niedersetze,
Christus sei im Herzen jedes Menschen, der an mich denkt,
Christus sei im Munde jedes Menschen, der von mir spricht,
Christus sei im Auge, das mich sieht, Christus sei im Ohr, das mich hört.

Ich erhebe mich heute durch eine mächtige Kraft,
die Anrufung der Dreieinigkeit, durch einen Glauben an die Dreiheit,
durch das Bekenntnis der Einheit des Schöpfers der Schöpfung.
Amen.
(Morgengebet des hl. Patrick)
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