Montag, 27. Mai 2019

Augustinus von Canterbury und Gregor der Große

Augustinus von Canterbury und Papst Gregor der Große, Our Lady and the
English Martyrs Church, Cambridge

Augustin von Canterbury, erster Erzbischof von Canterbury. Augustinus stammte aus Italien und war zuerst Prior des Andreasklosters in Rom. 596 wurde er von Papst Gregor dem Großen mit etwa vierzig Mönchen zur Bekehrung der Angelsachsen nach England gesandt.

 Gregor der Große schickt den Mönch Augustinus nach England (Westminster Cathedral)

Augustinus von Canterbury als Täufer


Unsere Liebe Frau, bitte für die verfolgten Christen
Our Lady and the English martyrs Church, Cambridge

Samstag, 25. Mai 2019

Papst Urban I.

Papst Urban I., Fresko, 16. Jh. in S. Cecilia in Trastevere, Rom


Urban I. (* in Rom † 19. (oder 25.) Mai 230 in Rom) war der siebzehnte Papst.
Der Geschichtsschreiber Eusebius (ca. 260-340) und der Liberianische Katalog (4.Jh.) berichten, sein Pontifikat habe acht bzw. neun Jahre gedauert. Es fiel ganz in die Regierungszeit des Kaisers Alexander Severus (222-235) in der keine Christenverfolgungen stattfanden. Das Schisma des Hipployt dauerte fort.
Alle Berichte über Urbans Leben sind legendär. Ihm wird u.a. die Verordnung zugeschrieben, dass alle heiligen Gefässe nur aus Silber angefertigt werden sollen. Er soll auf dem Platz vor dem Dianatempel in der Via Nomentana als Märtyrer gestorben sein. Gemäss dem Martyrologium des hl. Hieronymus wurde er in der Calixtus-Katakombe bestattet, wo eine Grabplatte mit seinem Namen gefunden wurde. Das "Liber Pontificalis" nennt allerdings die Praetextatus-Katakombe als Begräbnisort, wofür es auch gute Argumente gibt.
Urban I. wird mit der Weintraube in der Hand, manchmal auch auf einem Buch liegend, dargestellt. Er ist Patron der Städte Maastricht, Toledo, Troyes, Valencia und der Weinberge. Das Patronat für die Weinberge beruht auf einer Vermischung mit dem eigentlichen Winzerpatron, dem hl. Urban, Bischof von Langres - ausserdem fällt der Urbanstag in Deutschland in die Zeit der beginnenden Rebenblüte.
(Kathpedia)

S. Cecilia in Trastevere, Rom

Freitag, 24. Mai 2019

Das Original von Lukas Cranach - Mariahilf

Gottvater, Heiliger Geist und Maria mit Kind, Dom St. Jakob, Innsbruck


Als Schlachtruf findet sich „Maria Hilf“ schon in der Kreuzzügen in der Zeit des heiligen Ludwigs IX. Der militärische Aspekt der Marienverehrung blieb in der frühen Neuzeit erhalten, Philipp II. (König von Spanien 1556–1598) sah Maria als Generalissima in den lateinamerikanischen Kolonialkriegen, und in den Türkenkriegen derselben Epoche nannte Papst Pius V. (Papst 1566–1572) sie Obsiegerin gegen die Türcken. Im Mittelalter zog das kaiserlich-habsburgische Heer unter deutschem Doppeladler und dem Burgunderkreuz, seit Ferdinand II. (Kaiser 1619–1637) verwendete man zusätzlich als Feldzeichen noch das Madonnenbild. Einen enormen Aufschwung nahm die Verehrung der Maria Auxilium Christianorum dann mit dem Sieg in der Belagerung Wiens durch die Osmanen.

Um 1500 wurde die Anrufung in die Lauretanische Litanei aufgenommen. Diese Litanei hat wohl Lucas Cranach, den Älteren, dazu bewegt, in der ersten Hälfte des 16. Jh. sein Gnadenbild Maria Hilf zu malen. Es war ursprünglich für den sächsischen Hof gemalt. 1611 kam Erzherzog Leopold V. an den Hof des Kurfürsten von Sachsen in Dresden und suchte sich das Bild als Erinnerungsstück aus. Seit 1650 ist es das Gnadenbild der Stadtpfarrkirche St. Jakob in Innsbruck (Innsbrucker Dom) am Hochaltar.






Mariahilf-Bild, Maria, Hilfe der Christen, Lukas Cranach der Ältere, um 1537 auf Holz

Hochaltar von Cristoforo u. Teodoro Benedetti, um 172

Donnerstag, 23. Mai 2019

Vilmos Apor





Vilmos (Wilhelm) Baron Apor wurde am 29. Februar 1892 in Segesvár, Ungarn (heute Sighisoara, Rumänien) geboren. Vilmos besuchte das Jesuiten-Kollegium Kalksburg in Wien und studierte später Theologie in Innsbruck. 1915 wurde er zum Priester geweiht. Am 4. Januar 1917 wurde er Militärkaplan und wirkte in Siebenbürgen, dann an der italienischen Front, in Österreich und schließlich in Ostungarn. Anfang 1919 wurde er Pfarrer von Gyula. Bereits 1936 und 1939 stand sein Name auf der Liste der Vorschläge zur Bischofsernennung.

Am 21. Januar 1941 wurde er zum Bischof von Győr ernannt. Als Motto wählte er „Das Kreuz stärkt den Schwachen und macht den Starken bescheiden“. 1939 erließ die ungarische Regierung antijüdische Gesetze, von denen auch getaufte Juden betroffen waren. Um diese zu beschützen, wurde der Verein vom Heiligen Kreuz gegründet. Ab Mai 1942 war Apor Patron dieser Vereinigung, die er auch finanziell unterstützte. Eine leichte Besserstellung der getauften Juden konnte Bischof Apor erreichen, seine weiteren Bemühungen gegen das Tragen eines gelben Judensterns und seine massiven Proteste gegen die Deportation der Juden in die Vernichtungslager blieben dagegen wirkungslos. An 28. März 1945 erreichten die sowjetischen Truppen die Stadt Győr. Viele Verfolgte und Flüchtlinge, vor allem Frauen und Kinder, hatten Zuflucht in der bischöflichen Residenz gefunden. Als sowjetische Soldaten am 30. März in den Keller des Bischofssitzes eindringen wollten, stellten sich ihnen Bischof Apor und sein Neffe, Sándor Pálffy, entgegen und wurden niedergeschossen. Am 2. April 1945, einem Ostermontag, starb Apor an den Folgen der Verletzungen. Am 4. April wurde er in der Karmeliterkirche bestattet, weil die Kathedrale von Győr teilweise zerstört war. Eine spätere Überführung in die Ladislaus-Kapelle der Kathedrale wurde von der kommunistischen Regierung zunächst verhindert und erst 1986 genehmigt. Am 9. November 1997 wurde er von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Sein Gedenktag ist der 23. Mai.
(Quelle: Malteserorden)

Statue des sel. Vilmos / Wilhelm Apor vor dem Bischofssitz in Györ

Herr und Gott, Du hast dem seligen Vilmos Apor die Kraft geschenkt,
sich für die Menschen aufzuopfern, die ihm anvertraut waren:
Lass uns durch seine Fürsprache in deinem Willen standhaft bleiben
und dir unsere Arbeit zum Heil unserer Brüder und Schwestern darbringen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus. Amen.

 
Kathedrale von Györ

Bartolomäus Agricola

S. Lorenzo Maggiore, Neapel


Ordenspriester
Namensdeutung: Sohn des Furchenziehers (hebr.)
Namenstage: Bartholomäus, Bartolomeo, Bart, Bartel, Bartolo, Barthélemy
Gedenktag: 23. Mai
Lebensdaten: geboren um 1560 in Amberg, gestorben am 23. Mai 1621 in Neapel

Lebensgeschichte: Bartholomäus Bauer war der musikalisch begabte Sohn eines Amberger Küfermeisters und verließ offenbar infolge konfessioneller Streitigkeiten zwischen Lutheranern und Calvinisten um 1577 seine Heimatstadt.
In Rom soll ihn ein Kardinal in den katholischen Glauben eingewiesen haben, worauf Bartholomäus konvertierte und nach Amberg zurückreiste, um auch seine Familie zu bekehren – was jedoch zum völligen Zerwürfnis und seiner überstürzten Flucht zurück nach Italien führte.
Bauer, latinisiert Agricola, trat dem Franziskanerorden bei und wirkte um 1590 als Komponist und Kirchenmusiker in verschiedenen Klöstern. Nach Jahren als Novizenmeister unter anderem in Assisi wurde er in Neapel zum Priester geweiht. Dort betreute er als Seelsorger ab 1619 die Franziskaner-Tertiarinnen, die sich im „Spital der Unheilbaren“ der Krankenpflege der Ärmsten widmeten, besuchte Gefangene und wirkte in der Stadt und im Umland trotz eines offenen Fußes als Volksprediger, dessen Aufmerksamkeit gerne den Kindern galt.
Er starb 1621 im Ruf der Heiligkeit im Kloster San Lorenzo Maggiore in Neapel.

Verehrung: Ein wahrer Triumphzug gab dem beliebten Seelsorger das letzte Geleit. Das 1625 eingeleitete Seligsprechungsverfahren wurde vor kurzem von den Diözesen Regensburg und Neapel sowie den Franziskaner-Minoriten wiederaufgenommen. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Grab in San Lorenzo Maggiore wurde 1987 wieder eingerichtet und ist traditionell ein vielbesuchter Wallfahrtsort.
(Bistum Augsburg)


Grabstätte von Bartolomäus Agricola, S. Lorenzo Maggiore

S. Lorenzo Maggiore, Neapel

Mittwoch, 22. Mai 2019

Reliefs aus dem Leben der hl. Rita (1/2)

Eingangsportal in die Basilika der hl. Rita in Cascia, Italien


Die hl. Rita von Cascia wuchs in Umbrien auf und musste unfreiwillig einen gewalttätigen Mann heiraten. Nach 18 schweren Ehejahren wurde dieser ermordet, weswegen ihre beiden Söhne Rache schworen. Die hl. Rita von Cascia betete zu Gott, er solle ihre Söhne eher sterben als einen Mord begehen lassen. Sie wurde tatsächlich erhört.
Nach dem Tod ihrer Familie war es ihr Wunsch, bei den Augustiner-Eremiten einzutreten, jedoch konnte ihr Wunsch nicht erfüllt werden, da sie im Kloster von Cascia nicht zugelassen wurde. Erst nachdem sie während einer nächtlichen Vision vom hl. Johannes dem Täufer, dem hl. Augustinus und dem hl. Nikolaus von Tolentino zur Pforte des Klosters geführt wurde, nahm man sie dort auf. Ihre besondere Sorge galt den Armen, Kranken und ihren Familien.
Ihr Leben war geprägt von strenger Buße und mystischen Erfahrungen. 1432 empfing sie die Stigmatisierung durch die Dornenkrone Jesu auf ihrer Stirn, die sie 15 Jahre bis zu ihrem Tode als schmerzende, offene Wunde trug. Kurz vor ihrem Tod bat sie um eine Rose aus dem Garten, und obwohl tiefer Winter herrschte, blühte ein Rosenstrauß. Die Rose wurde zum Symbol für Leiden und Freude im Leben der hl. Rita. Noch heute werden darum am 22. Mai in Italien "Rita Rosen" geweiht. Auch am Grab der Heiligen geschahen weitere Wunder. Als man den Sarg nach zehn Jahren öffnete, fand man ihren Leib unverwest.
Ihr Gedenktag ist der 22. Mai. Rita ist Patronin der Metzger (zusammen mit Lukas und Antonius), bei Notenproblemen, in aussichtslosen Situationen, gegen Pocken
(Kathpedia)

Geburt der hl. Rita?, Santuario di Santa Rita, Cascia


Auf den Säulen des Eingangsportals der Basilika der hl. Rita sind Szenen aus dem Leben der hl. Rita dargestellt. Die Reliefs stammen von Eros Pellini. Im oberem Teil der Fassade tragen sechs Eingel ein Kreuz.


die heilige Rita lehrt ihren Kindern das Beten, Cascia

Der Mann von Rita stirbt, Cascia

Johannes der Täufer, der hl. Nikolaus von Tolentino und Augustinus erscheinen Rita in einer Vision, sie tritt ins Kloster ein

Während des Noviziats, so erzählt man sich, will die Äbtissin Ritas Demut prüfen und beauftragte sie, ein Stück trockenes Holz zu gießen; ihren Gehorsam belohnt Gott mit einem schönen Weinstock.

Allmächtiger Gott, staunend stehe ich vor dem Weinstock der Heiligen. Durch die Gehorsamsübung von Schwester Rita ist er zu neuem Leben erwacht und bringt reiche Frucht. (...) Der lebendige Weinstock lehrt mich bildhaft das Wort Deines Sohnes: "Wer in mir bleibt, bringt reiche Frucht."

In Dir mit Deinem Sohn innig verbunden, brachte der Gehorsam der demütigen Schwester reiche Frucht. Schenke auch mir diese innige Verbindung mit Dir und Deinem Sohn, damit ich in meinem Leben reiche Frucht bringen kann. Lass niemals zu, dass ich von Dir getrennt werde durch den Einfluss des Teufels, durch Stolz, Hochmut und Ungehorsam gegen Deinen göttlichen Willen.

Guter Gott, öffne mein Herz weit für Dein Wort, das Mensch geworden ist.

(Bernhard Stefan Schneider, Die heilige Rita von Cascia, 72)


Am Grab der heiligen Rita von Cascia

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