Sonntag, 11. November 2012

Wusstest Du, dass der hl. Martin


Hl. Martin mit Bettler, Iglesia de Santa Maria, Viana, Spanien

 ... Sohn eines bedeutenden Miltärtribuns war, der im Kontakt zum Caesar stand?

... selbst lange Zeit in der kaiserlichen Garde, einer Elitetruppe der besten 500 Mann, gedient hat?

... dieses ruhmvolle Leben gegen die bitterste Armut eingetauscht hat, zum Bettler wurde?

... schliesslich zum Priester und zum Bischof von Tours und zum bedeutensten Metropoliten Frankreichs wurde?

... auch als Bischof in absoluter Armut gelebt hat und darum vielen kirchlichen Würdenträgern ein Dorn im Auge war?

... auch den Caesaren die Stirn bot und unerschrocken sie zurechtwies, von Angesicht zu Angesicht?

... einer der grossen Kämpfer gegen die Häresie des Arianismus war, die die Kirche beinahe zerfressen hätte?

... schon zu Lebzeiten jahrzehntelang als ein Heiliger verehrt wurde?

... – gut bezeugt – während seines Lebens insg. drei Tote durch Gottes Gnade zum Leben erweckt hat?

... Heilungen über Heilungen gewirkt hat?

... auch andere Wunderkräfte besass und ihm in vielerlei Situation das Leben wunderbar gerettet wurde?

... als besonderes Charisma einen wunderbaren GLAUBEN hatte?

... als besondere Waffen GEBET und FASTEN anwandte?

... eine unendliche Güte hatte?

... mit einigen Heiligen in Kontakt stand? Der heilige Kirchenlehrer Hilarius von Poitiers war sein Mentor, dem grossen Ambrosius ist er begegnet, der heilige Liborius war ein guter Freund, mit dem heiligen Paulinus von Nola war er bekannt, heilte ihn und bekehrte ihn zum christlichen Glauben, etc.

... Vorreiter und Begründer des monastischen Lebens in Europa war? Um ihn scharten sich zahllose Mönche; noch lange vor Benedikt von Nursia...

... dafür verantwortlich ist, dass es üblich wurde, Kirchen in den Mittelpunkt der Städte zu bauen?

... das Kirchensystem dahingehend reformiert hat, dass er die Pfarreien gründete, denen Priester vorstanden, als Untereinheit von Diözesen, von Bischöfen geführt?

... wie ein Kaiser zu Grabe getragen wurde und dass Frankreich selten so tief erschüttert wurde von dem Sterben eines Mannes?

... der ERSTE Christ war, dem die Ehre zuteil wurde, als Heiliger der Kirche verehrt zu werden? Zuvor wurden nur Bluts-Märtyrer als Heilige verehrt.

... einer der Lieblingsheiligen der beiden Kirchenlehrer der Mystik, Johannes vom Kreuz und Teresa von Avila war?

Wusstest Du, dass

... die Wallfahrt nach Tours über viele Jahrhunderte nach den drei bedeutendesten Wallfahrtsorten Jerusalem, Rom und Santiago de Compostela die bedeutendste überhaupt war und vom Rang her auf dem Konzil zu Orléans der Wallfahrt nach Jerusalem gleichgesetzt wurde?

... in Tours im 5. Jh. die derzeit grösste Basilika des Abendlandes entstand?

... der Name Martin als Familienname in Frankreich immer noch mehr als doppelt so viel vertreten ist wie die häufigsten anderen Namen und somit der häufigste überhaupt?

... in Frankreich fast jeder 20. Ortsname an den heiligen Martin erinnert?

... in Frankreich noch im 19. Jh. Fast 3700 Kirchen dem hl. Martin geweiht waren?

... die Heilige Jeanne d’Arc in Tours am Grab des Heiligen Martin betete und dort Rüstung und Schwert empfing?

... das Fest des Heiligen ein arbeitsfreier Feiertag war und feierlich begangen wurde?
Wusstest Du, dass der hl. Martin nicht nur einmal, sondern früher 5 mal im Jahr gefeiert wurde?


 (Fundort des Textes)


Kommentare:

  1. ... und eigentlich kein Pferd besaß, sondern zu Fuß unterwegs war, als er für einem Armen sein Gewand teilte, ... so zum Gespött seiner Vorgesetzten und dann auch von ihnen noch in den Karzer gesperrt wurde ... Heiliger Martin!

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    1. Einmal, er besaß schon nichts mehr als seine Waffen und ein einziges Soldatengewand, da begegnete ihm im Winter, der ungewöhnlich rauh war, so daß viele der eisigen Kälte erlagen, am Stadttor von Amiens ein notdürftig bekleideter Armer. Der flehte die Vorübergehenden um Erbarmen an. Aber alle gingen an dem Unglücklichen vorbei. Da erkannte der Mann voll des Geistes Gottes, daß jener für ihn vorbehalten sei, weil die andern kein Erbarmen übten. Doch was tun? Er trug nichts als den Soldatenmantel, den er umgeworfen, alles Übrige hatte er ja für ähnliche Zwecke verwendet. Er zog also das Schwert, mit dem er umgürtet war, schnitt den Mantel mitten durch und gab die eine Hälfte dem Armen, die andere legte er sich selbst wieder um. Da fingen manche der Umstehenden an zu lachen, weil er im halben Mantel ihnen verunstaltet vorkam. Viele aber, die mehr Einsicht besaßen, seufzten tief, daß sie es ihm nicht gleich getan und den Armen nicht bekleidet hatten, zumal sie bei ihrem Reichtum keine Blöße befürchten mußten. In der folgenden Nacht nun erschien Christus mit jenem Mantelstück, womit der Heilige den Armen bekleidet hatte, dem Martinus im Schlafe. Er wurde aufgefordert, den Herrn genau zu betrachten und das Gewand, das er verschenkt hatte, wieder zu erkennen. Dann hörte er Jesus laut zu der Engelschar, die ihn umgab, sagen: "Martinus, obwohl erst Katechumen, hat mich mit diesem Mantel bekleidet". Eingedenk der Worte, die er einst gesprochen: "Was immer ihr einem meiner Geringsten getan, habt ihr mir getan", erklärte der Herr, daß er im Armen das Gewand bekommen habe. Um das Zeugnis eines so guten Werkes zu bekräftigen, würdigte er sich in dem Gewände, das der Arme empfangen hatte, zu erscheinen. Trotz dieser Erscheinung verfiel der selige Mann doch nicht menschlicher Ruhmsucht, vielmehr erkannte er in seiner Tat das gütige Walten Gottes und beeilte sich, achtzehnjährig, die Taufe zu empfangen. Er entsagte jedoch dem Heeresdienst noch nicht sogleich, da er den Bitten seines Tribuns nachgab, mit dem er in vertrauter Kameradschaft zusammenlebte. Denn jener versprach, nach Ablauf seiner Dienstzeit als Tribun der Welt den Rücken zu kehren. Durch diese Zusage ließ sich Martinus bestimmen, noch ungefähr zwei Jahre lang nach seiner Taufe, freilich nur dem Namen nach, zu dienen.

      Sulpicius Severus, aus der Vita des hl. Martin

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