Dienstag, 18. November 2014

Weihetag der Basiliken St. Peter und St. Paul zu Rom




Weihetag der Basilika des hl. Petrus in Rom. Kaiser Konstantin der Große ließ 323 mit dem Bau einer fünfschiffigen Basilika über dem Grab des Apostels Petrus am Fuße des Vatikanhügels beginnen. Der südliche Teil der Basilika erhebt sich über dem Zirkus, in dem Petrus unter Kaiser Nero den Tod gefunden hat. Das Grab des Apostelfürsten befindet sich unter dem Hauptaltar, der über der Via Cornelia gebaut ist. Zeugnisse früher Verehrung des Petrusgrabes wurden unter Pius XII. in der Mitte des 20. Jahrhunderts ausgegraben.
Die konstantinische Basilika hat der Überlieferung nach Papst Silvester I. am 18. November 326 geweiht, fertiggestellt wurde sie wohl erst lange nach dem Tod Konstantins in der Mitte des 4. Jahrhunderts. Da die konstantinische Basilika besonders während des Avignoner Exils baufällig geworden war, begann man ab 1450 mit Renovierungsarbeiten.
Schließlich legte Papst Julius II. 1506 den Grundstein für einen völligen Neubau der Basilika und ließ die 1200 Jahre alte Basilika demolieren. Der heutige Petersdom wurde von Bramante geplant und unter Michelangelo fortgeführt, er wurde in einem Zeitraum von über 100 Jahren errichtet. Die neue Basilika über dem Grab des Apostelfürsten Petrus wurde die größte Kirche der Christenheit. Urban VIII. weihte den Petersdom auf den Tag genau 1300 Jahre nach der Weihe der konstantinischen Basilika, am 18. November 1626.





Schlüsselübergabe an Petrus, Fassade des Petersdoms


Confessio und Grab des hl. Petrus unter dem Altar







Weihetag der Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Schon im Jahre 200 wird eine „cella memoriae“ an der Via Ostia als Begräbnisstätte des Apostels Paulus genannt. Konstantin ließ hier außerhalb der Stadtmauern Roms 324 eine Basilika erbauen, die Kaiser Theodosius fünfzig Jahre später zu einer fünfschiffigen Basilika vergrößerte.
Die prachtvolle Kirche wurde erst unter Leo dem Großen vollendet. 937 übergab sie der Patrizier Alberich II. dem in Rom weilenden Abt Odo von Cluny zur Obsorge, seither wird Sankt Paul von Benediktinern betreut, die im 13. Jahrhundert ein Kloster errichteten. Im Juli 1823 vernichtete ein verheerender Brand die konstantinische Basilika und den Großteil der Kunstschätze. Nur die Apsis mit Mosaiken aus dem 5. und 13. Jahrhundert blieb original erhalten.
Sankt Paul vor den Mauern wurde in 30 Jahren wieder aufgebaut und am 10. Dezember 1954 von Pius IX. neu geweiht. In der Basilika des hl. Paulus befinden sich die Mosaikportraits aller Päpste, hier kündigte Johannes XXIII. am 25. Jänner 1959, dem Fest der Bekehrung Pauli, dieEinberufung des 21. Ökumenischen Konzils an.

(Martyrologium Sancrucense)

Vorhof und Fassade der Basilika St. Paul vor den Mauern,

Im Giebelbild der Fassade sieht man Christus, flankiert von den Aposteln Petrus und Paulus. Im Mittelstreifen die traditionelle Darstellung des göttlichen Lammes auf dem Paradieseshügel - ihm entspringen die vier Flüsse, an denen zwölf, aus den heiligen Städten gekommene Schafe ihren Durst stillen. Die Felder zwischen den Fenstern werden von mächtigen Prophetenfiguren eingenommen.



Achtzig Granitsäulen teilen das Kircheninnere in fünf Schiffe

Grab des hl. Paulus

Confessio und Ziborium

Holzfigur des hl. Paulus in der Sakramentskapelle (Kreuzkapelle),
die wegen der Gewohnheit der Pilger, Bruchstücke als Erinnerungsreliquien
mitzunehmen, stark beschädigt ist.

Ewiger Gott,
steh deiner Kirche bei
und bewahre sie
unter dem Schutz der Apostel Petrus und Paulus,
von denen sie den Glauben
und das Leben in Christus empfangen hat.
Lass sie wachsen in deiner Gnade
bis ans Ende der Zeiten.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
 
(Tagesgebet)

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