Sonntag, 8. September 2013

Wallfahrtsbasilika Mariazell "Mariä Geburt"

Deine Geburt, Gottesgebärerin,
hat Freude angekündigt der ganzen Welt.
Denn aus dir ging auf die Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, unser Gott.
Er hob den Fluch auf
und brachte den Segen;
er nahm die Macht dem Tod
und uns schenkte er ewiges Leben .
(Apolytikon am 8. September, Horologion, 243f,
in Heiser, Maria in der Christusverkündigung des orthodoxen Kirchenjahres, 77f)
 
Das Geburtsfest der Gottesmutter Maria dürfte seinen Ursprung im Weihefest der Annakirche in Jerusalem haben. Im 5. Jahrhundert wurde die Kirche, die als Geburtsstätte der Gottesmutter gilt, an der Stelle des Hauses von Joachim und Anna errichtet.

Mariazell, der wichtigste Wallfahrtsort Österreichs, trägt das Patrozinium Mariä Geburt.

noch eine halbe Stunde bis zum Einzug in die Kirche, vergessen sind Schweiß und Blasen




Das spitzbogige Hauptportal zeigt im Bogenfeld eine mehrfigurige Kreuzigung.

Hauptportal Mariazell, Kreuzigungsszene



Darunter in der Mitte: König Ludwig I. von Ungarn (1342-1382) kniet neben der Schutzmantelmadonna mit einem Marienbild, das er zum Dank für den Sieg über die Türken als Votivgabe gestiftet hat. Links neben der Gottesmutter führt der hl. Wenzel den Markgrafen von Mähren und seine Gattin, die lange Zeit von der Gicht geplagt wurden, mit der Bitte um Heilung zu Maria.

Am linken Rand ist knieend der Stifter Abt Heinrich Moyker von St. Lambrecht zu sehen, der 1437 den Auftrag zum Bau des Hauptportals gegeben hatte.

Inschrift: Ludwig, der König von Ungarn, erlangt durch die Mutter der Barmherzigkeit einen glorreichen Sieg über die Türken. Am rechten Reliefrand sieht man einen Mönch der eine Teufelsaustreibung vornimmt.


die Gnadenkapelle im Zentrum des Mittelschiffes


Die Gnadenstatue aus Lindenholz (Gründungsgeschichte)

Nur am 8. September und am Gründungstag von Mariazell (21. Dezember) trägt die Statue kein Kleid.

Kopie der Gnadenstatue

Kommt, all ihr Gläubigen,
zur Jungfrau laßt uns eilen!
Denn siehe, geboren wird sie,
die vor der Empfängnis schon
vorherbestimmt war zur Mutter unseres Gottes,
das Kleinod der Jungfräulichkeit,
der blühende Stab Aarons,
aus der Wurzel Isai,
die Verheißung der Propheten,
der Gerechten, Joachims und Annas Sproß.

Geboren wird sie,
und der Kosmos wird mit ihr erneuert.
Geboren wird sie,
und die Kirche kleidet sich mit ihrer Schönheit.
Heiliger Tempel, Gefäß der Gottheit,
Jungfräuliches Werkzeug, königliches Brautgemach,
in dem das unfaßbare Geheimnis
der unaussprechlichen Einigung
beider in Christus geeinten Naturen vollendet ward.
Ihn beten wir an
und Lieder singen wir der allreinen Geburt der Jungfrau.

(Idiomelon zur Liti; Menaion, September, 79, in Heiser, wie oben, 82f)

Kommentare:

  1. Wie schön.
    Und zur Kleid-losen Muttergottes von Mariazell, - das wusste ich nicht. Vergelts Gott!

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    1. Schöner ist sie ohne die sog. Liebfrauenkleider. Ich muss sie mal so fotografieren.

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