Dienstag, 28. April 2015

Ludwig Maria Grignion von Montfort

Ludwig Maria Grignion von Montfort, Petersdom, Rom


Ludwig Maria Grignion de Montfort, Priester und Volksmissionar. Ludwig Grignon wurde 1673 in Montfort in der Bretagne geboren. Er war er älteste von 17 Geschwistern, der Vater war Rechtsanwalt. Die Marienfrömmigkeit Grignions de Monfort ist bereits in seiner Kindheit nachweisbar, bei der Firmung fügte er seinem Namen den Marias hinzu. 1700 in Paris zum Priester geweiht, entfaltete er von da an eine umfangreiche Tätigkeit als Volksmissionar in der Bretagne und in der Vendée. Er wurde dabei von den Jansenisten heftig bekämpft. Obwohl er vom Papst den Titel eines „Apostolischen Missionars“ erhielt und eine eigene Priesterkongregation gründete, blieb der sichtbare Erfolg zu Lebzeiten gering.
Grignion de Montfort starb 42-jährig am 28. April 1716. Er hatte selbst vorausgesehen, dass seine Schriften verloren gehen würden. Tatsächlich wurden diese erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt. Von da an aber werden seine Lehren mit Begeisterung aufgenommen, vor allem fand die Übung der Lebensweihe an Maria große Verbreitung. Es ist dies im Kern eine fortwährende Erneuerung der Taufgelübde, die aus der sogenannten „vollständigen Hingabe“ durch Maria an Jesus besteht. Ludwig wurde von Leo XIII. 1888 selig gesprochen und von Pius XII. 1947 heilig gesprochen.
Johannes Paul II. war von Montfort angeregt worden, als Wahlspruch die Worte „Totus tuus“, „Ganz Dein“, zu wählen.
(Martyrologium Sancrucense)






Zu Beginn des fünfundzwanzigsten Jahres seines Pontifikats am 16. Oktober 2002 proklamierte Papst Johannes-Paul II. ein «Jahr des Rosenkranzes» und unterzeichnete das Apostolische Schreiben Rosarium Virginis Mariæ (RV). «Der Rosenkranz der Jungfrau Maria ... ist ein durch das Lehramt empfohlenes beliebtes Gebet vieler Heiliger. In seiner Schlichtheit und Tiefe bleibt der Rosenkranz auch in dem soeben begonnenen dritten Jahrtausend ein Gebet von großer Bedeutung und ist dazu bestimmt, Früchte der Heiligkeit hervorzubringen ... Es wäre unmöglich, die zahllosen Heiligen zu nennen, die im Rosenkranzgebet einen authentischen Weg der Heiligung entdeckt haben. Es wird genügen, hier an den heiligen Ludwig Maria Grignion de Montfort zu erinnern, den Autor eines kostbaren Werkes über den Rosenkranz» (Johannes-Paul II., RV, Nr. 1; 8).
(...) 
Ludwig Maria zog die Seinen zu Maria hin, um sie dann besser zu Jesus führen zu können. «Es genügt nicht nur, die Dinge zu lernen, die Er [Christus] gelehrt hat, sondern Ihn selbst zu lernen», ermahnt uns der Papst. «Gibt es darin eine Lehrerin, die uns mehr sagen könnte als Maria?...» Der heilige Ludwig Maria erklärt «die Rolle Mariens auf dem Weg eines jeden von uns zur Gleichgestaltung mit Christus wie folgt ...: ,Unsere ganze Vollkommenheit besteht darin, gleichförmig mit Christus Jesus, geeint und geweiht an ihn zu sein. Da Maria das Geschöpf ist, welches am meisten Christus gleichgestaltet ist, folgt daraus, dass unter den Frömmigkeitsformen jene, die eine Seele besser unserem Herrn gleichgestaltet und ihm weiht, die Marienverehrung ist, und dass umso mehr eine Seele ihr geweiht ist, sie auch mehr Jesus Christus selbst geweiht ist.' Nirgends sonst erscheinen der Weg von Christus und jener von Maria so tief vereinigt zu sein wie im Rosenkranzgebet. Maria lebt ganz in Christus und für Christus!... Wenn sich die Wiederholung des Ave Maria direkt an Maria wendet, dann richtet sich der Akt der Liebe mit ihr und durch sie schließlich an Jesus» (RV, 14; 15; 26).


Quelle: http://www.clairval.com/lettres/de/2003/05/29/1280503.htm



Maria mit Kind, S. Giovanni dei Fiorentini, Rom


Totus Tuus ego sum
 
Im Namen der Heiligsten Dreifaltigkeit. Amen

»Seid also wachsam! Denn ihr wißt nicht, an welchem Tag euer Herr kommt« (vgl. Mt 24,42) – diese Worte erinnern mich an den letzten Ruf, der dann ergehen wird, wenn der Herr es will. Ich will ihm folgen und wünsche, daß alles, was zu meinem irdischen Leben gehört, mich auf diesen Augenblick vorbereiten möge.
Ich weiß nicht, wann er kommt, aber so, wie alles andere, lege ich auch diesen Augenblick in die Hände der Mutter meines Meisters: Totus Tuus.
Denselben mütterlichen Händen überantworte ich alles und alle, mit denen mich mein Leben und meine Berufung verbunden hat. Diesen Händen überlasse ich vor allem die Kirche und auch meine Nation und die ganze Menschheit. Ich danke allen. Alle bitte ich um Vergebung. Ich bitte auch um das Gebet, damit sich die Barmherzigkeit Gottes als größer erweise als meine Schwachheit und Unwürdigkeit.(...)

... Heute möchte ich dem nur soviel hinzufügen, daß mit der Möglichkeit des Todes ein jeder immer rechnen muß. Und daß jeder immer bereit sein muß, vor den Herrn und Richter – und gleichzeitig Erlöser und Vater – zu treten. Folglich bin auch ich mir dessen ständig bewußt, wobei ich diesen entscheidenden Augenblick der Mutter Christi und der Kirche anvertraue – der Mutter meiner Hoffnung.

(Aus dem Testament von Papst Johannes Paul II.)

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