Donnerstag, 6. Oktober 2011

Bruder Rosenkranz UPDATE

.... Wo Gott hinkommt, dort blüht die Wüste! Auch der sel. Bartolo Longo legt durch seine persönliche Bekehrung von dieser geistlichen Kraft Zeugnis ab, die den Menschen innerlich verwandelt und ihn fähig macht, große Dinge zu tun, die Gottes Plan entsprechen. Die Geschichte seiner geistlichen Krise und seiner Bekehrung ist heute sehr aktuell. Er hatte sich nämlich während seiner Studienzeit in Neapel unter dem Einfluß immanentistischer und positivistischer Philosophen vom christlichen Glauben entfernt, war zu einem militanten Antiklerikalen geworden und gab sich auch spiritistischen und abergläubischen Praktiken hin. Seine Bekehrung, durch die Entdeckung des wahren Antlitzes Gottes, enthält für uns eine äußerst vielsagende Botschaft, denn leider fehlt es in unseren Tagen nicht an derartigen Tendenzen. Jetzt im Paulusjahr möchte ich hervorheben, daß auch Bartolo Longo, wie der hl. Paulus, vom Verfolger zum Apostel wurde: zum Apostel des christlichen Glaubens, der Marienverehrung und besonders des Rosenkranzes, in dem er eine Synthese des ganzen Evangeliums erblickte. (....)

Wenn wir auf dem berühmten Gemälde der Muttergottes von Pompeji sehen, wie die jungfräuliche Mutter und das Jesuskind der hl. Katharina von Siena und dem hl. Dominikus die Rosenkränze überreichen, dann verstehen wir sofort, daß dieses Gebet uns durch Maria zu Jesus führt, wie uns auch der teure Papst Johannes Paul II. im Apostolischen Schreiben Rosarium Virginis Mariae gelehrt hat, in dem er den sel. Bartolo Longo und das Charisma von Pompeji ausdrücklich erwähnt. 

Der Rosenkranz ist ein kontemplatives Gebet, das allen zugänglich ist: Großen und Kleinen, Laien und Klerikern, Menschen mit gehobener und anderen mit geringer Bildung. Er ist ein geistliches Band mit Maria, um mit Jesus vereint zu bleiben, um ihm ähnlich zu werden, sich seine Empfindungen zu eigen zu machen und sich so zu verhalten, wie er sich verhalten hat. Der Rosenkranz ist eine geistliche »Waffe« im Kampf gegen das Böse, gegen jede Gewalt, für den Frieden in den Herzen, in den Familien, in der Gesellschaft und in der Welt.
(aus der Predigt von Papst Benedikt XVI. am 19. Oktober 2008 im Marienwallfahrtsort Pompeji)

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