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Montag, 31. August 2026

Raimund Nonnatus

 

Mezquita-Catedral - Cordoba


Raimund Nonnatus, Priester. Raimund kam um 1202 in Spanien zur Welt. Seinen Beinamen „Nonnatus“, der „Ungeborene“, erhielt er, weil er aus dem Schoß seiner bereits verstorbenen Mutter herausgeschnitten worden sein soll.
Er trat bei den Mercedariern ein, erhielt die Priesterweihe und bemühte sich mit Eifer um den Loskauf christlicher Gefangener in Afrika.
Schließlich gab sich Raimund selbst als Lösepreis hin und erduldete acht Monate lang eine qualvolle Kerkerhaft, bis er wieder freikam.
Raimund Nonnatus starb am 31. August 1240 zu Cardona in Katalonien, er befand sich gerade auf der Reise nach Rom. Unsicheren Quellen zufolge soll er sogar zum Kardinal erhoben worden sein.
(Martyrologium Sancrucense)

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Paulinus von Trier, des Josef von Arimathäa und des Nikodemus.

Heiliger Raimund Nonnatus, bitte für uns

Raimund Nonnatus, Kathedrale von Cordoba

Montag, 23. Februar 2026

Weggehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber zum ewigen Leben

 

Jüngstes Gericht, Alte Kathedrale von Salamanca

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 25

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
31 Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt
und alle Engel mit ihm,
dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
32 Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden
und er wird sie voneinander scheiden,
wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.
33 Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen,
die Böcke aber zur Linken.
34 Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen:
Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid,
empfangt das Reich als Erbe,
das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist!
35 Denn ich war hungrig
und ihr habt mir zu essen gegeben;
ich war durstig
und ihr habt mir zu trinken gegeben;
ich war fremd
und ihr habt mich aufgenommen;
36 ich war nackt
und ihr habt mir Kleidung gegeben;
ich war krank
und ihr habt mich besucht;
ich war im Gefängnis
und ihr seid zu mir gekommen.
37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen:
Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen
und dir zu essen gegeben
oder durstig
und dir zu trinken gegeben?
38 Und wann haben wir dich fremd gesehen
und aufgenommen
oder nackt
und dir Kleidung gegeben?
39 Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen
und sind zu dir gekommen?
40 Darauf wird der König ihnen antworten:
Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt,
das habt ihr mir getan.
41 Dann wird er zu denen auf der Linken sagen:
Geht weg von mir, ihr Verfluchten,
in das ewige Feuer,
das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!
42 Denn ich war hungrig
und ihr habt mir nichts zu essen gegeben;
ich war durstig
und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;
43 ich war fremd
und ihr habt mich nicht aufgenommen;
ich war nackt
und ihr habt mir keine Kleidung gegeben;
ich war krank und im Gefängnis
und ihr habt mich nicht besucht.
44 Dann werden auch sie antworten:
Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig
oder fremd oder nackt
oder krank oder im Gefängnis gesehen
und haben dir nicht geholfen?
45 Darauf wird er ihnen antworten:
Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt,
das habt ihr auch mir nicht getan.
46 Und diese werden weggehen
zur ewigen Strafe,
die Gerechten aber
zum ewigen Leben.

Heute gedenkt die Kirche des hl. Polycarp. 

Mittwoch, 3. Dezember 2025

Besser, aus Liebe zu Gott gefangen zu sein (Franz Xaver)

 

Franz Xaver, polychromes Holz, 17. Jhdt., Burg Javier

 

Beten Sie viel für uns, denn wir sind in größter Gefahr, gefangen zu werden.
Aber es tröstet uns der Gedanke, daß es besser ist,
aus Liebe zu Gott gefangen zu sein als frei,
aber auf der Flucht vor den Leiden des Kreuzes.

Hl. Franz Xaver, aus dem Brief vom 12. November 1552 an Pater Francisco Perez in Malakka


Die Verehrung des hl. Franz Xaver durch Charles de Foucauld 

Kreuz und Krebs (Steinrelief am Kapelleneingang in Javier) 

Hochaltarstatue des hl. Franz Xaver in der Kapelle in Javier (Litanei zum hl. Franz Xaver)

Die Marienverehrung des hl. Franz Xaver Burg Javier, Holzstatue, Predigt des hl. Franz in Japan, Pieta

Das Diorama in der Burg Javier

Die Armreliquie des hl. Franz Xaver in Il Jesu (Rom) 

Am Geburtsort des hl. Franz Xaver in Javier 2 (Leben des Heiligen in den Glasfenstern der Kapelle)

Am Geburtsort des hl. Franz Xaver (Gebet des hl. Franz Xaver)

Der Täufer Franz Xaver (Il Gesu)

Neuevangelisierung damals (Herz Jesu Kirche in Graz)

 




Castillo de Javier, Burg von Javier, Geburtsort des hl. Franz Xaver

 

Montag, 9. Juni 2025

Verwurzelt im Kreuz, im Opfer, in der Jungfrau - Kommentar zum Gedenktag "Maria, Mutter der Kirche"

 

Schutzmantelmadonna, mittelalterlicher Schlussstein der Kathedrale von Barcelona

 

Der Gedenktag Mariens „Mutter der Kirche“

 In der Umsetzung der Entscheidung von Papst Franziskus, mit dem Dekret vom 11. Februar 2018, dem 160. Jahrestag der ersten Erscheinung der Jungfrau in Lourdes, hat die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung die Einschreibung des Gedenktages der „seligen Jungfrau Maria Mutter der Kirche“ in den Römischen Generalkalender angeordnet. Im Anhang an das Dekret sind die entsprechenden liturgischen Texte in Latein für die Messe, das Stundengebet und das Martyrologium Romanum enthalten. Die Bischofskonferenzen mögen für die Übersetzung der entsprechenden Texte sorgen, diese approbieren und nach der Bestätigung in den liturgischen Büchern ihres Jurisdiktionsbereiches veröffentlichen.

Das Motiv der Feier ist im selben Dekret kurz beschrieben. Dieses erinnert an die bisher erreichte Reife der liturgischen Verehrung Mariens im Zug eines besseren Verständnisses ihrer Gegenwart „im Geheimnis Christi und der Kirche“, wie es im VIII. Kapitel von Lumen gentium des II. Vatikanischen Konzils erläutert ist. Mit guten Grund wollte der selige Papst Paul VI., in der Verkündigung dieser Apostolischen Konstitution am 21. November 1964, feierlich Maria den Titel „Mutter der Kirche“ zuerkennen.
In zweitausend Jahren Geschichte hatte die Empfindung des christlichen Volkes in verschiedener Weise die kindliche Verbindung erfasst, die die Jünger Christi mit der heiligsten Mutter eng vereint. Von dieser Verbindung gibt der Evangelist Johannes ausdrücklich Zeugnis, als er über das Vermächtnis des sterbenden Christus am Kreuz berichtet (vgl. Joh, 19,26-27). Nachdem er die eigene Mutter den Jüngern anvertraut hat, und zugleich die Jünger der Mutter, hauchte der sterbende Christus im Bewusstsein,
dass „alles erfüllt war“, „den Geist“ dem Leben der Kirche ein, die sein mystischer Leib ist: denn „aus der Seite des am Kreuz entschlafenen Christus ist das wunderbare Geheimnis der ganzen Kirche hervorgegangen“ (Sacrosanctum Concilium, Nr. 5)


Das Wasser und das Blut fließen aus dem Herzen Christi am Kreuz hervor, vollkommenes Zeichen seiner erlösenden Hingabe, und flößen über die Taufe und die Eucharistie der Kirche weiterhin sakramental Leben ein. In dieser geheimnisvollen Gemeinschaft, die sich zwischen dem Erlöser und den Erlösten immer von neuem fortsetzen muss, hat die heiligste Maria ihre mütterliche Sendung zu erfüllen. Daran erinnert der Abschnitt des Evangeliums von Joh 19,25-34, der der Messe des neuen Gedenkta-
ges eingefügt ist. Dieser Abschnitt wurde bereits im Jahr 1973 – zusammen mit den Lesungen Gen 3 und Apg 1 - der Votivmesse „de sancta Maria Ecclesiae Matre“ eingegliedert und von der Gottesdienstkongregation approbiert für das Heilige Jahr der Erlösung 1975 (vgl. Notitiae 1973, SS. 382-383).

So hatte das liturgische Gedenken der kirchlichen Mutterschaft Mariens bereits in den Votivmessen der Editio altera des Missale Romanum von 1975 Platz gefunden. Danach bestand im Pontifikat des heiligen Papstes Johannes Paul II. die den Bischofskonferenzen eingeräumte Möglichkeit, den Titel „Mutter der Kirche“ der lauretanischen Litanei hinzuzufügen (vgl. Notitiae 1980, S. 159); und anlässlich des Marianischen Jahres veröffentlichte die Gottesdienstkongregation weitere Formulare von Votivmessen unter dem Titel „Maria, Urbild und Mutter der Kirche“ in der Collectio missarum de Beata Maria Virgine.

Darüber hinaus wurde im Lauf der Jahre die Feier der „Mutter der Kirche“ in die Eigenkalender einiger Länder - wie Polen und Argentinien - am Montag nach Pfingsten eingeschrieben; zu anderen Tagen war die Feier eingeschrieben an besonderen Orten wie der Petersbasilika, wo die Ausrufung des Titels durch Paul VI. erfolgte, ebenso wie in den Proprien von Ordensgemeinschaften.
 
Papst Franziskus hat beschlossen, dass für die gesamte Kirche des Römischen Ritus der Montag nach Pfingsten der gebotene Gedenktag Mariens, der Mutter der Kirche, ist. Er trägt damit der Bedeutung des Geheimnisses der geistlichen Mutterschaft Mariens Rechnung, die seit der Erwartung des Heiligen Geistes zu Pfingsten nie aufgehört hat, sich mütterlich der durch die Zeit pilgernden Kirche anzunehmen. Die Verbindung zwischen der Lebenskraft der Kirche zu Pfingsten und der mütterlichen Sorge Mariens für
die Kirche tritt dadurch offen zutage. In den Texten der Messe und des Stundengebetes erleuchtet der Abschnitt aus Apg 1,12-14 die liturgische Feier, ebenso wie Gen 3,9-15.20. Beide müssen im Licht der Typologie der neuen Eva gelesen werden, die Maria unter dem Kreuz des Sohnes, des Erlösers der Welt, zur „Mater omnium viventium“ macht.
Der Wunsch ist es, dass diese Feier, die nunmehr auf die ganze Kirche ausgedehnt ist, alle Jünger Christi daran erinnern möge, dass wir wachsen und von der Liebe Gottes erfüllt werden, wenn wir unser Leben in drei Wirklichkeiten verwurzeln: Im Kreuz, im Opfer und in der Jungfrau – Crux, Hostia et Virgo. Dies sind die drei Geheimnisse, die Gott der Welt geschenkt hat, um unser Leben zu ordnen, zu befruchten und zu heiligen und uns zu Jesus Christus zu führen. Es sind drei Geheimnisse, die im Stillen zu be-
trachten sind (R. Sarah, Die Kraft der Stille, Nr. 57).
.
Robertus Card. Sarah
Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung

Samstag, 25. Januar 2025

Ich will ihm zeigen...

 

Bekehrung Pauli, Museum National Art de Catalunya, Barcelona

 

"Ich will ihm zeigen, wieviel er um meines Namens willen leiden muß" (Apg 9,16). So der Herr  bei der Bekehrung und Erwählung des Paulus. Nicht nur das Wort, der ganze Vorgang hat etwas Gewalttätiges und wird dem fanatischen Christenverfolger angetan.
Das "Ich will´s ihm zeigen" betrifft nicht nur den Blitzschlag vom Himmel, der ihn zu Boden wirft und blendet, sondern seine ganze Existenz. Er wird sich dessen sehr wohl bewußt sein und sein "Leiden um meines Namens willen" den Gemeinden als eine Beglaubigungsurkunde und sein einziges Ruhmesblatt vorweisen.
"Fern von mir, mich in etwas anderem zu rühmen als im Kreuz unseres Herrn" (Gal 6,14). "Freudig will ich mich meiner Schwachheit rühmen.... der Mißhandlungen, Nöte, Verfolgungen, Bedrängnisse um Christi willen, denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark" (2 Kor 12,9f). Das "muß" im Verheißungswort Christi ist stahlhart.
(H. U. v. Balthasar, Du hast Worte ewigen Lebens, 179)


Glasfenster in Saint Aignan, Chartres

Bekehrung Pauli im Freskenzyklus in St. Paul vor den Mauern (B16, 25.1.2008)

Fenster der Bekehrung in Ely (b16, 25.1.2012)

Das Paulustor des Stephansdoms (Benedikt XVI., 25.1.2008)

Bekehrung Pauli in der St Paul´s Cathedral, London

Bekehrung Pauli - St. Paul vor den Mauern in Rom

Bekehrung Pauli - Unterstinkenbrunn

Bekehrung Pauli - Westminster Cathedral (Benedikt XVI., 25.1.2012)

Bekehrung und Berufung Pauli - St John´s College in Oxford  (Benedikt XVI., 25. Oktober 2006)

Bekehrung Pauli in Pöllau (Kanzel) Benedit XVI., Angelus 25.1.2009)

Bekehrung Pauli und Stephanus, Türrelief, (St Paul vor den Mauern) Kardinal Schönborn, Katechese, 2.2.2003)

Dienstag, 3. Dezember 2024

Ewiges Leben durch die Taufe

 

Taufe von Franz Xaver, Burg Javier

Als Gesandter von Papst Paul III. und des portugiesischen Königs wurde Franz Xaver 1541 über Mosambik nach Goa – der damaligen portugiesischen Kolonie im Westen Indiens – geschickt. Die Schiffsreise dauerte 13 Monate, wo er unter den rauen Seeleuten segensreich wirkte. Franz Xaver erneuerte das Christentum der portugiesischen Kolonialbeamten in Goa durch Unterricht, Predigt und Beichte und missionierte unter den armen Perlfischern in Südindien. Die Einheimischen kannten die Europäer bisher nur als Ausbeuter, die sich an den Schätzen Asiens bereicherten. Hier aber war einer, der sich der Menschen annahm, ja sie soweit er vermochte vor Ausbeutung schütze, der sich um Arme, Kranke und Sterbende kümmerte, der nicht den Reichtum suchte, sondern in Armut und Bescheidenheit lebte, der rastlos darum kämpfte, „den Seelen zu helfen und sie zu retten“. Daher hörten sie ihm zu und nahmen schließlich den Glauben an Jesus Christus an und ließen sich taufen.
1544 taufte er in einem Monat 10.000 Makau-Fischer, insgesamt wohl 20-30.000 Menschen.
Ab 1545 war Franz Xaver als Missionar auf verschiedenen Inseln des Malaiischen Archipels tätig. Er gründete Missionsstationen, bildete Einheimische als Missionare aus.

„Wie viele Bekehrungen
bleiben wegen des Mangels von Helfern,
die sich des heiligen Werkes annehmen,
in diesen Ländern noch zu wirken!“
(Franz Xaver)

Quelle: gmehlert

 

Kreuz und Krebs

Hochaltarstatue des hl. Franz Xaver in der Kapelle in Javier (Litanei zum hl. Franz Xaver)

Die Marienverehrung des hl. Franz Xaver

Das Diorama in der Burg Javier

Die Armreliquie des hl. Franz Xaver in Il Jesu (Rom) 

Am Geburtsort des hl. Franz Xaver in Javier 2 (Leben des hl. in den Glasfenstern der Kapelle)

Am Geburtsort des hl. Franz Xaver (Gebet des hl. Franz Xaver)

Der Täufer Franz Xaver

Neuevangelisierung damals 

Dienstag, 15. Oktober 2024

In diesem Grab wurde der Leichnam von 1615 bis 1760 aufbewahrt

im Kloster der Menschwerdung, aus dem Buch des Lebens

Statue der hl. Theresia in Alba den Tormes, Gnaden durch das innere Gebet

Bild der Heiligsprechung durch Gregor XV. (Museum Alba de Tormes) - inneres Gebet

Verherrlichung der hl. Theresia, Karmel Brescia (Hymnus Lesehore, Vita)

Über das Gebet

Stundengebet des Karmel

In der Taufkirche der hl. Theresia von Avila

Der Konvent über dem Geburtshaus der hl. Theresia

Wie der Herr begonnen hat, meine Seele wachzurufen - Begegnung mit dem Schmerzensmann

Die Gnade der geistlichen Vermählung

Das verwundete Herz 

Am Grab der hl. Theresia von Avila in Alba de Tormes 

 

O unendliche Güte meine Gottes, ich sehe, wer du bist und von welcher Art ich bin. Und wenn ich das so sehe, o Wonne der Engel, dann möchte ich mich ganz in Liebe auflösen.
Wie gewiß ist es doch, daß du den erträgst, der es zuläßt, daß du bei ihm bist! O was für ein guter Freund bist du, mein Herr, wie beschenkst du ihn, wie erträgst du ihn, und wie sehr ersehnst du, daß er sich dir gleichförmig macht, währenddessen du seine Andersartigkeit erträgst!
(Teresa von Avila, in Freundschaft in Gott, 105)



Tod der hl. Theresia von Avila



Kirche des Karmel in Alba de Tormes, in der Mitte des Hochaltars ist Teresa begraben

Samstag, 3. Dezember 2022

Franz Xaver

 

Burg Javier

Franz Xaver (Francisco Javier) wurde 1506 auf dem Schloss Javier (Navarra) geboren. Er kam 1525 zum Studium nach Paris, wo er sich 1533 dem hl. Ignatius von Loyola anschloss. 1537 wurde er in Venedig zum Priester geweiht und half in Rom bei der Abfassung der ersten Ordenssatzung mit. 1542 landete er als Missionar und päpstlicher Legat im portugiesischen Goa (Ostindien). Er wirkte mit apostolischem Eifer unter Portugiesen und Heiden. Er versuchte, die christlichen Portugiesen Gerechtigkeit und Menschlichkeit zu lehren; von den Heiden soll er etwa 30000 getauft haben. 1549 brach er mit zwei Jesuiten und drei getauften Japanern zur Mission nach Japan auf und gründete auch dort eine Christengemeinde. 1552 kehrte er nach Goa zurück. Bei einem Versuch, das Evangelium auch nach China zu bringen, starb er 1552 auf einer Insel bei Kanton (Südchina). - Franz ist einer der größten christlichen Missionare gewesen, der Bahnbrecher der neuzeitlichen Mission überhaupt. Er passte sich dem Volk an, bei dem er wirkte, lebte mit den Armen in größter Armut, zog einheimische Kräfte für die Missionsarbeit heran und weckte in der alten Heimat das Interesse für das Missionswerk. Tausende sind seinem begeisternden Vorbild gefolgt.
 

„Wir alle, die wir hier (in Japan) sind, haben geglaubt, wir seien es, die Gott einige Dienste erweisen, weil wir in diese Länder kommen, um den heiligen Glauben zu verkünden. Doch in seiner Güte lässt uns der Herr erkennen und zuinnerst erfühlen, dass Er es ist, der uns eine Gnade erweist: die unermessliche Gunst, uns nach Japan zu rufen und uns frei zu machen von dem zähen Sichanklammern an die Geschöpfe, die uns hindern würden, immer tiefer an Gott zu glauben, auf ihn zu hoffen und ihm zu vertrauen.“

(Franz Xaver, Brief aus Japan an die Väter in Goa)

„Ich werde Ihnen niemals beschreiben können, was ich den Japanern verdanke; denn unser Herr gab mir um ihretwillen eine tiefe Einsicht in die Abgründe meines Innern.“
(Franz Xaver, Brief an Ignatius von Loyola)

erzabteibeuron

 

Heiliger Franz, bitte für uns!

Montag, 3. Januar 2022

Der heiligste Name Jesu

 

Gütiger Gott, wir verehren den Namen Jesu, deines Sohnes,
und danken dir, daß du uns durch ihn gerettet hast.
Laß uns schon in diesem Leben die Seligkeit verkosten,
die aus diesem Namen kommt,
und einst bei dir im Vaterhaus die Fülle der Freude empfangen, die er verheißt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Dienstag, 14. Dezember 2021

O brennende Liebe

 

Ekstase des hl. Johannes v. Kreuz, Alba de Tormes

O du lebendige Liebesflamme,
die du so zart mir Wunden schlägst
o brennende Liebe,
du verklärst mich,
wie meine  Seele es nur irgend ertragen kann.
Du gibst mir göttliche Einsicht,
wie sie mein Geist  nur irgend aufnehmen kann.

Du erfüllst mich mit deiner Liebe,
wie mein Wille es nur irgend fassen kann.
Im Innern meiner Seele beglückst du mich
durch deine göttliche Nähe.

(Johannes v. Kreuz, Ihn will ich suchen, den meine Seele sucht, 86)

Freitag, 15. Oktober 2021

Mit wenig Mühe sehr viel in kurzer Zeit zustande bringen (Theresia von Avila)

 

Teresa von Avila († 1582)

Aus der Abhandlung "Über das Buch des Lebens".

Lasst uns stets an die Liebe Christi denken
 
Wer Jesus als Freund und hochherzigen Führer an seiner Seite hat, kann alles tragen; denn Jesus hilft uns und gibt uns Kraft. Er lässt keinen im Stich und ist ein wahrer und aufrichtiger Freund. Ich sehe deutlich: Wenn wir Gott gefallen und große Gnaden von ihm empfangen möchten, muss uns nach seinem Willen die Hand der heiligen Menschheit des Sohnes helfen, an dem seine göttliche Herrlichkeit Gefallen findet, wie er selbst gesagt hat.
Sehr oft habe ich die Erfahrung gemacht, und der Herr hat es mir selbst gesagt – ja ich möchte behaupten, ich habe es mit eigenen Augen gesehen -, dass wir durch diese Tür eintreten müssen, wenn wir wollen, dass die höchste Majestät uns Geheimes und Verborgenes offenbaren soll. Selbst auf dem höchsten Gipfel der Beschauung soll keiner einen anderen Weg suchen; denn auf diesem geht man sicher und zuverlässig. Hier ist unser Herr, von dem und durch den uns alles Gute kommt. Er wird uns lehren. Auf sein Leben müssen wir schauen; denn ein besseres und vollkommeneres Vorbild für die Nachfolge werden wir nicht finden.
Was wollen wir mehr als einen treuen Freund an unserer Seite, der uns in Mühsal und Not nicht verlässt, wie es weltliche Freunde tun? Wohl dem, der ihn wirklich und aufrichtig liebt und ihn immer neben sich hat!
Schauen wir auf den Apostel Paulus, der Jesus eingeschrieben und eingeprägt in seinem Herzen trug und gar nicht anders konnte, als Jesus auch im Munde zu führen. Als ich das eingesehen hatte, forschte ich sorgfältig und lernte, dass die der Beschauung besonders ergebenen Heiligen keinen anderen Weg gegangen waren, so zum Beispiel Franziskus, Antonius von Padua, Bernhardin und Katharina von Siena. Diesen Weg müssen wir in großer Freiheit gehen und uns ganz in die Hand Gottes geben. Gerne wollen wir gehorchen, wenn er uns unter seine Diener und Helfer aufnehmen will.
Wann immer wir an Christus denken, immer wollen wir beachten, von welcher Liebe er getrieben wurde, uns so viele Gnaden und Wohltaten zu gewähren, und welche Liebe uns Gott gezeigt hat, dass er uns ein solches Pfand seiner Zuneigung schenkte, denn Liebe verlangt Gegenliebe. Darum wollen wir uns Mühe geben, das immer vor Augen zu haben und dadurch die Liebe in uns zu wecken. Denn wenn Gott uns die Gnade erweist, unsern Herzen diese Liebe tief einzuprägen, wird uns alles ganz leicht, und in kurzer Zeit bringen wir mit wenig Mühe sehr viel zustande.

im Kloster der Menschwerdung, Avila

Statue der hl. Theresia in Alba den Tormes, Gnaden durch das innere Gebet

Bild der Heiligsprechung durch Gregor XV. (Museum Alba de Tormes) - inneres Gebet

Verherrlichung der hl. Theresia, Karmel Brescia (Hymnus Lesehore, Vita)

Über das Gebet

Stundengebet des Karmel

In der Taufkirche der hl. Theresia von Avila

Der Konvent über dem Geburtshaus der hl. Theresia

Wie der Herr begonnen hat, meine Seele wachzurufen - Begegnung mit dem Schmerzensmann

Die Gnade der geistlichen Vermählung

Das verwundete Herz 

Am Grab der hl. Theresia von Avila in Alba de Tormes 

 

Menschwerdungskloster, Avila

Samstag, 1. Mai 2021

Montag, 8. März 2021

Johannes von Gott

 

Basilika des hl. Johannes von Gott, Granada
 

Johannes wurde 1495 in Portugal geboren. Als Achtjähriger lief er von zu Hause fort (oder wurde entführt) und führte in Spanien ein abenteuerliches Leben. Abwechselnd war er Schafhirt, Soldat gegen Franzosen und Türken, Handlanger in Afrika und Devotionalienhändler in Gibraltar und Granada. Eine Predigt des seligen Johannes von Avila erschütterte ihn so, dass er von da an (1539) sein Leben ganz in den Dienst der Armen und Kranken stellte. In der Krankenpflege und vor allem durch seine Art, die Geistesgestörten zu behandeln, war Johannes seiner Zeit weit voraus. Er gründete den Orden der Barmherzigen Brüder. Er starb 1550 in Granada und wurde 1690 heilig gesprochen.
(erzabteibeuron)

 

Heiliger Johannes von Gott, bitte für uns!
 

Barmherziger Gott, die Liebe zu dir hat den heiligen Johannes gedrängt,
an den Leiden der Kranken Anteil zu nehmen und ihnen zu helfen.
Dränge auch uns zu Werken der Barmherzigkeit
und lass uns zu denen gehören,
die dein Reich besitzen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Am Grab des hl. Johannes von Gott in Granada

Barmherzige Brüder - Denkmal von Johannes von Gott in Wien

Blick über Granada - Walter Nigg über Johannes von Gott

Die Basilika des hl. Johannes von Gott in Granada - die Predigt des hl. Johannes von Avila