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Samstag, 19. Oktober 2024

Die Verherrlichung des hl. Paul vom Kreuz

Grabeskapelle v Paul vom Kreuz in Santi Giovanni e Paolo

 

Ich werde mir alle Mühe geben, mit Dir immer vereint zu bleiben, und ich habe Furcht, mich von Dir ganz auch nur einen Augenblick zu entfernen, denn - einen einzigen Augenblick von Dir getrennt - könnte ich Dich verlieren; wenn ich Dich aber verliere, dann verliere ich alles.
So will ich mich mit diesen heiligen Erwägungen in eine geistliche Agonie begeben, in der ich ganz und gar meine Eigenliebe zerstören möchte, meine Neigungen, meine Leidenschaften und meinen Willen.

Ich möchte so mit Jesus jenen heiligen Tod sterben, den Er am Kreuz gestorben ist, einen Tod, den verliebte Seelen zusammen mit ihrem Bräutigam auf Kalvaria sterben. Sie sterben eines Todes, der schmerzlicher ist als der körperliche Tod, um aber dann mit dem im Himmel triumphierenden Jesus aufzuerstehen.
Ich werde glücklich sein, wenn ich dieses heilige Sterben praktiziere, und ich werde darüber im letzten Augenblick meines Lebens voller Freude, Dankbarkeit und Lobpreis sein.
Möge Jesus immer bei mir sein:
Mein letztes Wort möge Dein heiliger Name sein: Jesus.
Mein letzter Atemzug möge Deine heilige Liebe sein: Jesus. Amen.

Schluss.
Beten Sie für mich!!

(P. Martin Bialas CP, Im Kreuz ist Heil, 50)

Die Verherrlichung des hl. Paul vom Kreuz in der Kuppel der Grabeskapelle in Santi Giovanni e Paolo

Mittwoch, 19. Oktober 2022

Paul vom Kreuz

Paul vom Kreuz (Paolo Francesco Danei) wurde am 3. Januar 1694 in Ovada (Piemont) geboren. 1720 wurde er von Bischof Gattinara eingekleidet und versuchte in den folgenden Jahren mit seinem Bruder Johannes Baptist die spätere Kongregation der Passionisten zu gründen. 1727 wurden beide vom Papst im Petersdom zu Priestern geweiht und zogen sich auf den Monte Argentario bei Orbetello zurück. Dort entstand 1737 das erste Kloster. In Mittelitalien predigte er viele Volksmissionen. Zahlreichen Menschen war er Führer zu einem Leben der Gottverbundenheit. 1770 gründete er die Passionistinnen als streng beschaulichen Orden. Nach einem langen Leiden starb er am 18. Oktober 1775. Papst Pius IX. sprach ihn 1867 heilig.

 

Paul vom Kreuz empfängt auf dem Totenbett die Sakramente
Kapelle des hl. Paul vom Kreuz in Santi Giovanni e Paolo

Blick aus Himmelshöhn
auf die Schar der Deinen,
Paulus, die beglückt
dich als Vater ehren:
du machst ihnen Mut,
durch ein heil ́ges Leben
dir nachzustreben.

Wunderbar bezeugt
durch ein Licht vom Himmel
kamst du in die Welt
als ein Liebling Gottes;
aus dem wilden Fluss,
wo Gefahr dir drohte,
half dir Maria.

Nie hat Erdenlust
deinen Sinn gefesselt,
nie befleckte Schuld
deine reine Seele;
fest und unbeirrt
hast du deinen Willen
Gott zugewendet.

Heili ́ger Liebe Glut,
die dein Herz erfüllte,
brannte auf die Brust
dir den Namen Jesus;
fortan war dein Ziel,
willig wie ein Sklave
Christus zu dienen.

Wie der Hirsch sich sehnt
nach der frischen Quelle,
drängte es dich hin
zu dem Kreuze Christi;
in der Einsamkeit
hat die Gnade Gottes
dich umgestaltet.

Deinen Leib hast du
hart in Zucht genommen,
dass er Not ertrug,
Hunger, Durst und Kälte;
Nächte hast du oft
Gott dem Herrn gewidmet,
wachend und betend.

Unseres Heilands Bild
stand dir stets vor Augen,
du bist ihm gefolgt
auf dem Weg des Leidens;
in dir leuchtet auf
des Erlösers Liebe:
Paulus vom Kreuze.

Dir sei Lob und Dank,
Vater, reich an Güte,
mit dem Ew ́gen Sohn
und dem Heil ́gen Geiste,
der uns Kraft verleiht,
wie dereinst Sankt Paulus
treu dir zu dienen. Amen.
(Hymnus zur Vesper)


Santi Giovanni e Paolo, Rom

Dienstag, 19. Oktober 2021

Am Grab des hl. Paul vom Kreuz

 

Deckenbilder und Kuppelbild aus dem Leben des hl.  Paul vom Kreuz

Ordensgründer, Mystiker, Volksprediger
Namensdeutung: der Geringe (lat.)
Namenstage: Paulus, Paul, Pablo, Paolo, Pál, Pavel, Pol, Poul, Pavo, weibl.: Paula, Paulina, Pauline
Gedenktag: 19. Oktober

Lebensdaten: geboren am 3. Januar 1694 in Ovada (Piemont), gestorben am 18. Oktober 1775 in Rom

Lebensgeschichte: Der Kaufmannssohn Paolo Francesco Danei erhielt etwas Schulbildung in der Obhut eines Priesters und zeigte als Jugendlicher viel Interesse am Gebet und am kirchlichen Leben. Er betrachtete lange das Leiden (die Passion) Christi, verbrachte viel Zeit in Anbetung vor dem Allerheiligsten und erlebte 1713 ein „Eingreifen der Gnade“, das ihn auf eine vorteilhafte Heirat und ein angebotenes Erbe verzichten ließ.

1720 hatte er die Eingebung, die künftige Missionsgemeinschaft der Passionisten zu gründen, und bereits klare Vorstellungen vom Ordensgewand samt dem Leidensemblem Christi, mit dem er sich im gleichen Jahr vom Bischof von Alessandria bekleiden ließ. Er zog sich als Einsiedler in eine Kirchenzelle zurück und verfasste den Grundstock einer Ordensregel, die der Bischof auch guthieß. Der Versuch aber, die Anerkennung auch in Rom zu erhalten, scheiterte daran, dass ihn Papst Innozenz XIII. gar nicht erst empfing.

Paolo zog sich in eine Einsiedelei auf dem Monte Argentario an der Toskanischen Mittelmeerküste zurück, wo sein Bruder Giambattista zu ihm stieß. 1722 lud sie der Bischof von Gaeta ein, sich am Heiligtum der Madonna della Catena niederzulassen, von wo sie auf Einladung des Bischofs von Foggia nach Troia umzogen. Dieser Bischof mit Namen Emilio Cavalieri half bei der Verbesserung der Ordensregel und vermittelte eine Audienz bei Papst Benedikt XIII., der den Gebrüdern Danei die Aufnahme von Ordensmitgliedern erlaubte und sie beide 1727 im Petersdom zu Priestern weihte.

1741 als Ordensgemeinschaft anerkannt, wählten die Passionisten ihren Gründer, der bei Ablegung seiner Gelübde den Ordensnamen Paul vom Kreuz angenommen hatte, gegen seinen Willen zum Ordensgeneral und verlegten ihr Generalat nach Rom ins Kloster SS. Giovanni e Paolo. 1771 entstand der weibliche Ordenszweig. Über 200 Briefe sind von Paul vom Kreuz überliefert, dazu zahlreiche geistliche Schriften sowie seine Ordensregeln.

Verehrung: Pauls Gebeine ruhen in einer Kapelle der Basilika dei Santi Giovanni e Paolo in Rom. 1867 heiliggesprochen, gilt er als der größte Mystiker des 18. Jahrhunderts.

Darstellung: im Ordensgewand mit Buch, Kreuz, Rosenkranz, Totenkopf oder Leidenswerkzeugen

Patron: der Passionisten

Vision des Habits mit dem Namen Jesu, Glasfenster in SS. Giovanni e Paolo

Bild in Maria Schutz am Semmering, Vita

 

Heiliger Paul vom Kreuz, bitte für uns!


Altarbild: Francesco Coghetti, der hl. Paul vom Kreuz umarmt den Gekreuzigten
(Beschreibung einer Vision des hl. Paul)


O Heiliger Geist,
Du unser Beistand,
Du unser Tröster!

Öffne die Ader
der lebendigen Wasser deiner Gnaden,
damit wir daraus trinken im Überfluss.

So können wir alle,
entbrannt von Liebe und Barmherzigkeit,
dieses göttliche Feuer
auch in den Herzen
unserer Brüder und Schwestern entzünden,
durch die Verkündigung der gekreuzigten Liebe.

Amen.

(Gebet vom hl. Paul vom Kreuz, Quelle)

Grabeskapelle Paul vom Kreuz, SS. Giovanni e Paolo


Santi Giovanni e Paolo, Rom

Donnerstag, 26. Juni 2014

Johannes und Paulus, Märtyrer

Johannes und Paulus, frühchristliche Märtyrer. Johannes und Paulus werden seit dem 6.
Jahrhundert in Rom als Märtyrer verehrt. Sie werden im römischen Messkanon genannt.
Die Historiker können über Art, Ort und Zeit des Martyriums nichts Sicheres sagen, die
Legende weiß jedoch, dass Johannes und Paulus Brüder waren, die hohe Beamtenstellungen
am Hofe Kaiser Konstantins innehatten. Als Kaiser Julianus Apóstata, der von 361 bis
363 regierte, die Christen wieder zu verfolgen begann, ließ er Johannes und Paulus in ihrem
Haus auf dem Caelius enthaupten. Sie wurden ebendort begraben und ihnen wurde auf dem
Monte Caelio eine Kirche geweiht. Johannes und Paulus werden als römische Palastbeamte
oder Ritter mit Schwert und Palme dargestellt.
(Martyrologium Sancrucense)

Santi Giovanni e Paolo, Rom, Grabstätte des hl. Paul vom Kreuz und der Märtyrer Johannes u. Paulus



Die Kirche Santi Giovanni e Paolo erhebt sich über den Überresten des Wohnhauses der beiden Offiziere Johannes und Paulus, die wegen ihres Glaubens hingerichtet und in ihrem Haus begraben wurden.

Die Fassade ist untergliedert in einen Porticus, der von acht Säulen getragen wird, und in ein oberes Pentaforium mit Marmorsäulen aus der Kaiserzeit.

Der romanische Glockenturm, dessen letzte sechs Geschosse mit vielfarbigen Keramikschüsseln verziert sind, ruht auf einem Sockel aus Travertinblöcken, Überbleibsel des Claudiustempels.
(aus: Pilger in Rom, Kunstführer, 175)




Das z. T. noch antike Pflaster (Clivus Scauri) hinuntergehend, nimmt man rechts unterhalb der frühmittelalterlichen Stützbogen, welche die Straße überspannen, sechs in die Wand eingelassene Bogen wahr, die zu einem Wohn- und einem Geschäftshaus  aus der 2. Hälfte des 2. Jh. n. Chr. gehören.





Im dreischiffigen Innenraum zeigt das von Pomerancio (1588) gemalte Apsisfresko den verherrlichten Auferstandenen.

Apsisfresko mit dem "versteckten" Auferstandenen

Die Bilder im Altarraum zeigen Leben und Sterben der beiden Märtyrer.






Die römischen Märtyrer mit der Inschrift "VERE GERMANI"?



Samstag, 19. Oktober 2013

Paul vom Kreuz



„Im vergangenen Sommer, ich weiß nicht, zu welcher Zeit, denn ich erinnere mich weder des Monats noch des Tages, da ich es nicht vermerkt habe, ich weiß allein, dass es die Zeit der Ernte war, an einem Tag der Woche empfing ich die hl. Kommunion in der Kirche der Kapuziner von Castellazzo. Ich erinnere mich, wie ich in eine ganz tiefe Sammlung versank.

Danach kehrte ich nach Hause zurück und ging über die Straße, ebenfalls im Gebet versunken. Als ich an der Straßenecke neben dem Haus anlangte, wurde ich zu Gott in einer sehr tiefen Andacht emporgezogen, wobei ich alle Dinge vergaß und eine große Sanftheit spürte.

In diesem Augenblick sah ich mich im Geiste bekleidet mit einem schwarzen Habit, das bis auf die Erde reichte, mit einem weißen Kreuz auf der Brust. Unter dem Kreuz trug ich den heiligen Namen Jesu in weißen Buchstaben. In demselben Augenblick hörte ich, wie diese wirklichen Worte an mich gerichtet wurden:
„Dies ist ein Zeichen, um deutlich zu machen, wie rein und makellos das Herz sein muss, das die Worte des sehr heiligen Namens Jesu geschrieben trägt.“ (Quelle)

Glasfenster in der Grabeskapelle des hl. Paul vom Kreuz, SS. Giovanni e Paolo, Rom