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Montag, 24. August 2026

Der Bartholomäuszyklus im Kaiserdom in Frankfurt

Kaiserdom in Frankfurt am Main


Der Bartholomäusfries im Kaiserdom St. Bartholomäus in Frankfurt am Main ist ein bedeutender spätgotischer Malereizyklus im Hochchor. Er wurde in den Jahren 1407 bis 1427 über dem Chorgestühl in Seccomalerei (auf trockener Wand) geschaffen und zeigt in 28 Szenen die Legende und das Martyrium des Frankfurter Stadt- und Patronatsheiligen. 

Die 28 Bildszenen folgen exakt der Legenda Aurea (einer berühmten Sammlung von Heiligenlegenden des Jakobus de Voragine), die sich damals in der Bibliothek des Frankfurter Stifts befand.
Dargestellt ist das Leben und das grausame Martyrium des Apostels Bartholomäus, der der Überlieferung nach in Armenien bei lebendigem Leibe gehäutet und enthauptet wurde.
Der Fries betont die enge Verbindung des Stifts zu seinem Schutzpatron, von dem der Dom auch eine bedeutende Reliquie (einen Teil der Hirnschale) besitzt. 



Freskenzyklus des hl. Bartholomäus im Bartholomäusdom von Frankfurt

1. Bild: Berufung des Apostel durch Christus und rechts Aussendung des Apostels Bartholomäus 

Der monumentale Bartholomäuszyklus Kaiserdom St. Bartholomäus beginnt auf der Südseite des Hochchors und führt chronologisch im Uhrzeigersinn an der Stirnseite vorbei bis zur Nordseite.
Historisch dokumentiert ist der Bildzyklus im Farbdiaarchiv zur Wand- und Deckenmalerei, das die Szenen nach der Vorlage der Legenda Aurea gliedert. Da der Fries im Laufe der Jahrhunderte stark beschädigt, übertüncht und im 19. und 20. Jahrhundert restauriert wurde, lassen sich die verbliebenen, rekonstruierten Segmente den folgenden wichtigsten Einzelszenen und Stationen zuordnen: 
Beginn und Mission (Chor-Südseite)
  • Bild 1: Die Berufung der Apostel durch Jesus Christus (Auftakt des Zyklus).
  • Bild 2 bis 8: Die Aussendung zur Mission und die Ankunft des Apostels in Indien. 
 
Bild 3: Die Priester überreichen dem Götterbild des Astarot Opfergaben
Bild 4: Vergebliches Anrufen des Götterbildes des Astarot
Bild 5: Die Priester vor dem Orakel des Bereth

Montag, 24. August 2020

Der Apostel Bartholomäus in Frankfurt

Hochgelobt und gepriesen sei Jesus Christus im Allerheiligsten Sakrament des Altares


Der Dom St. Bartholomäus – auch Kaiserdom zu Frankfurt am Main – ist ein herausragender Ort west- und mitteleuropäischer Geschichte. Aus dem Gotteshaus der karolingschen Kaiserpfalz hervorgegangen, gründet er auf Resten einer kleinen merowingischen Kapelle, die vor 680 entstanden sein muss. Wie Funde von Grabungen aus den Jahren 1992–1994 bestätigen, wurde in dieser Kapelle ein reiches – adeliges – Mädchen beigesetzt. Das Grab ist am West-Eingang des Domes durch eine Sandsteinplatte markiert. Im Mittelalter war der Dom, der nie Bischofskirche war, Sitz des kaiserlichen Domstiftes St. Bartholomäus, seit 1356 Wahlort der Deutschen Könige und ab 1562 Krönungsort der römischen Kaiser. Nach 1200 erhielt die Stiftskirche eine Schädelreliquie des heiligen Apostels Bartholomäus, die heute noch an Sonn- und Feiertagen und am Fest des Heiligen (24. August) der Verehrung durch die Gläubigen zugänglich gemacht wird. (Quelle: Dom Frankfurt)

 

Am Grab des Apostels Bartholomäus in Rom

Bartholomäus im Lateran

Bartholomäus und die Entmachtung der Götzen (All Souls College, Oxford) 

Martyrium des Apostels Bartholomäus in der Bartholomäuskirche in Coimbra (Katechese von Papst Benedikt XVI)

 

Seit 2019 wird die Schädelreliquie des Apostels in der renovierten Wahlkapelle des Kaiserdoms in Frankfurt aufbewahrt. Die Schädeldecke in einem Schrein unterhalb eines Triptychons des Leidens und der Auferstehung unseres Herrn ist durch die verschlossenen Gittertüren sichtbar.

Heiliger Apostel Bartholomäus, bitte für uns!


bei geöffnetem Schrein