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Sonntag, 27. September 2026

Gehorsam bis zum Tod, darum hat Gott ihn über alle erhöht

 

St Lawrence Jewry, London


Darum hat Gott ihn über alle erhöht.... 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philíppi 2

Schwestern und Brüder!
1 Wenn es eine Ermahnung in Christus gibt,
einen Zuspruch aus Liebe,
eine Gemeinschaft des Geistes,
ein Erbarmen und Mitgefühl,
2 dann macht meine Freude vollkommen,
dass ihr eines Sinnes seid,
einander in Liebe verbunden,
einmütig, einträchtig,
3 dass ihr nichts aus Streitsucht und nichts aus Prahlerei tut.
Sondern in Demut
schätze einer den andern höher ein als sich selbst.4Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl,
sondern auch auf das der anderen.
5 Seid untereinander so gesinnt,
wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht:
6 Er war Gott gleich,
hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein,
7 sondern er entäußerte sich
und wurde wie ein Sklave
und den Menschen gleich.
Sein Leben war das eines Menschen;
8 er erniedrigte sich
und war gehorsam bis zum Tod,
bis zum Tod am Kreuz.
9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht
und ihm den Namen verliehen,
der größer ist als alle Namen,
10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde
ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu
11und jeder Mund bekennt:
Jesus Christus ist der Herr
zur Ehre Gottes, des Vaters.
(2. Lesung vom 26. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)


Er war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz

Freitag, 3. April 2026

Wir danken dir, Herr Jesu Christ

 

Kreuzigung, Völkermarkt


1) Wir danken dir, Herr Jesu Christ,
dass du für uns gestorben bist
und hast uns durch dein teures Blut
gemacht vor Gott gerecht und gut

2) und bitten dich, wahr Mensch und Gott:
Durch deine Wunden, Schmach und Spott
erlös uns von dem ewgen Tod
und tröst uns in der letzten Not.

3) Behüt uns auch vor Sünd und Schand
und reich uns dein allmächtig Hand,
dass wir im Kreuz geduldig sein,
uns trösten deiner schweren Pein

4) und schöpfen draus die Zuversicht,
dass du uns wirst verlassen nicht,
sondern ganz treulich bei uns stehn,
dass wir durchs Kreuz ins Leben gehn

Sonntag, 23. November 2025

Du König auf dem Kreuzesthron

 

Kreuzigungsgruppe von Christopher Webb, St Lawrence Jewry, London

Du König auf dem Kreuzesthron,
Herr Jesus Christus, Gottes Sohn:
Dein Herz, verwundet und betrübt,
hat uns bis in den Tod geliebt.

Die dich verworfen und verhöhnt,
hast du geheiligt und versöhnt;
im Tod hast du, o Schmerzensmann,
dein göttlich Herz uns aufgetan.

O Quell, der unser Leben nährt,
o Herz, das sich für uns verzehrt,
schließ uns in deine Liebe ein
und lass uns immer bei dir sein.

(gespielt hier) 

 

Glasfenster in St Lawrence Jewry, London, B16 Kardinalsernennungen Christkönig 2007

Gnadenstuhl in der Wiener Schatzkammer

Kreuzkapelle in der Wiener Kalvarienbergkirche

 Glasfenster in Moshi, Tansania, Priesterweihe

Glasfenster in Mary le Bow, London 

Christus als Richter, Notre Dame de Chartres, Tympanon 

Kreuzigungsglasfenster im Liebfrauenmünster, Straßburg 

Tympanon in Burgos, Glasfenster in der Christ Church Cathedral, Oxford und Christus vor Pilatus in Tschenstochau

 Holzdecke in der Kathedrale in Ely

Christkönig in Sibiu, Hermannstadt

Altar in Frauenkirchen, Christkönigslitanei 

 Apsisgemälde in St. Hildegard in Rüdesheim/Eibingen, Hymnus: Dem hehren Fürst der Ewigkeit

Christkönig in der Seitenkapelle der Stiftskirche Klosterneuburg, Ehre sei Dir, Christe 

 Christusportale in der Kathedrale von Burgos

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 23

In jener Zeit
35b verlachten die führenden Männer des Volkes Jesus
und sagten: Andere hat er gerettet,
nun soll er sich selbst retten,
wenn er der Christus Gottes ist, der Erwählte.
36 Auch die Soldaten verspotteten ihn;
sie traten vor ihn hin,
reichten ihm Essig
37 und sagten:
Wenn du der König der Juden bist,
dann rette dich selbst!
38 Über ihm war eine Aufschrift angebracht:
Das ist der König der Juden.
39 Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn:
Bist du denn nicht der Christus?
Dann rette dich selbst und auch uns!
40 Der andere aber wies ihn zurecht
und sagte:
Nicht einmal du fürchtest Gott?
Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen.
41 Uns geschieht recht,
wir erhalten den Lohn für unsere Taten;
dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
42 Dann sagte er: Jesus,
denk an mich, wenn du in dein Reich kommst!
43 Jesus antwortete ihm:
Amen, ich sage dir:
Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

Donnerstag, 14. September 2023

Wenn ich von der Erde erhöht bin

 

werde ich alle an mich ziehen

Freitag, 7. April 2023

Deinen Tod, o Herr, verkünden wir

 

 

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen Dich,
denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Sonntag, 20. November 2022

Anteil an der Liebe Christi - Christkönig

Kalvarienbergkirche, Hernals, Wien 17


Allmächtiger, ewiger Gott,
du hast deinem geliebten Sohn
alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden
und ihn zum Haupt der neuen Schöpfung gemacht.
Befreie alle Geschöpfe von der Macht des Bösen,
damit sie allein dir dienen
und dich in Ewigkeit rühmen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Jesus, denk an mich

Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein

  

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 23,35b-43

In jener Zeit
35b verlachten die führenden Männer des Volkes Jesus
und sagten: Andere hat er gerettet,
nun soll er sich selbst retten,
wenn er der Christus Gottes ist, der Erwählte.
36Auch die Soldaten verspotteten ihn;
sie traten vor ihn hin,
reichten ihm Essig
37und sagten:
Wenn du der König der Juden bist,
dann rette dich selbst!
38Über ihm war eine Aufschrift angebracht:
Das ist der König der Juden.
39Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn:
Bist du denn nicht der Christus?
Dann rette dich selbst und auch uns!
40Der andere aber wies ihn zurecht
und sagte:
Nicht einmal du fürchtest Gott?
Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen.
41Uns geschieht recht,
wir erhalten den Lohn für unsere Taten;
dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
42Dann sagte er: Jesus,
denk an mich, wenn du in dein Reich kommst!
43Jesus antwortete ihm:
Amen, ich sage dir:
Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

Montag, 29. August 2022

Vorläufer des Herr in Geburt, Predigt und Tod

 

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
denn durch Dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst

 

Beda Venerabilis († 735)

Aus einer Homilie zum Gedenktag der Enthauptung Johannes' des Täufers.

Johannes ist der Vorläufer Christi in Geburt und Tod
 
Der Vorläufer des Herrn in Geburt, Predigt und Tod bewies eine Kraft des Kampfes, würdig der Zuschauer im Himmel, wie die Heilige Schrift sagt: Wenn er auch vor den Menschen Qualen erdulden musste, so ist doch seine Hoffnung voll Unsterblichkeit (1). Mit Recht feiern wir wieder den Gedächtnistag, den er uns selbst durch sein Leiden zum Fest gemacht und den er mit dem rosenroten Leuchten seines Blutes geschmückt hat. Mit Recht verehren wir sein Andenken in geistlicher Freude; denn er hat das Zeugnis für Jesus Christus mit dem Siegel des Martyriums abgeschlossen.
Kein Zweifel: der heilige Johannes hat Gefängnis und Ketten ertragen zum Zeugnis für Jesus Christus, unsern Erlöser. Ihm ging er voran und hat für ihn das Leben hingegeben. Von Johannes verlangte der Verfolger nicht, Christus zu verleugnen, sondern die Wahrheit zu verschweigen; dennoch ist er für Christus gestorben. Christus hat selbst gesagt: "Ich bin die Wahrheit" (2), und so vergoss Johannes sein Blut für Christus, weil er es für die Wahrheit tat. Durch Geburt, Predigt und Taufe legte er Zeugnis ab für Christus, der nach ihm geboren wurde, der nach ihm predigte und von ihm getauft wurde. Auch auf das Leiden Christi wies er hin; denn er hat vor ihm gelitten.
Solche Größe besaß der Mann, der nach dem Leiden einer langen Gefangenschaft sein irdisches Leben im Vergießen seines Blutes beendete. Er, der die Freiheit eines überiridischen Friedens verkündigt, wird von den Gottlosen in Ketten gelegt. Er wird in das Dunkel des Kerkers eingeschlossen, er, der gekommen ist, um Zeugnis abzulegen vom Licht (3), und den Christus - das Licht selbst - eine brennende und leuchtende Lampe genannt hat (4). In seinem eigenen Blut wird er getauft, der den Erlöser der Welt taufen durfte, der über ihm die Stimme des Vaters hörte und sah, wie die Gnade des Heiligen Geistes auf ihn herabkam. Doch für solche Menschen wie Johannes war es nicht schwer, nein, es war leicht und der Sehnsucht wert, so für die Wahrheit zeitliche Qualen zu erdulden; denn Johannes wusste, dass sie mit ewigem Glück vergolten werden.
Menschen wie Johannes begehren, durch das Bekenntnis zum Namen Christi mit dem Tod, der ohnehin unvermeidlich ist, die Palme des ewigen Lebens zu empfangen. Treffend sagt der Apostel: "Euch wurde die Gnade zuteil, nicht nur an Christus zu glauben, sondern auch seinetwegen zu leiden" (5). Dass die Auserwählten für Christus leiden, nennt er deshalb ein Geschenk Christi, wie er auch sagt: "Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll" (6).
1 Vgl. Weish 3,4.
2 Joh 14,6.
3 Vgl. Joh 1,8.
4 Vgl. Joh 5,35.
5 Phil 1,29.
6 Röm 8,18.

Enthauptung Johannes des Täufers, Kathedrale von Amiens

Sonntag, 19. September 2021

Aber sie verstanden das Wort nicht


 

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus 9,30-37

In jener Zeit
30 zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa.
Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr;
31 denn er belehrte seine Jünger
und sagte zu ihnen:
Der Menschensohn
wird in die Hände von Menschen ausgeliefert
und sie werden ihn töten;
doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen.
32 Aber sie verstanden das Wort nicht,
fürchteten sich jedoch, ihn zu fragen.

33 Sie kamen nach Kafárnaum.
Als er dann im Haus war,
fragte er sie: Worüber habt ihr auf dem Weg gesprochen?
34 Sie schwiegen,
denn sie hatten auf dem Weg miteinander darüber gesprochen,
wer der Größte sei.
35 Da setzte er sich,
rief die Zwölf
und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will,
soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
36 Und er stellte ein Kind in ihre Mitte,
nahm es in seine Arme
und sagte zu ihnen:
37 Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt,
der nimmt mich auf;
und wer mich aufnimmt,
der nimmt nicht nur mich auf,
sondern den, der mich gesandt hat.

(Evangelium vom 25. Sonntag im Jahreskreis, B) 

Heute gedenkt die Kirche des hl. Januarius von Neapel.

Er ist nicht hier, Er ist auferstanden!

Dienstag, 14. September 2021

Es leuchtet das heilige Kreuz

 

San Clemente, Rom

Preise, Zunge, und verkünde
den erhabnen Waffengang;
auf das Kreuz, das Siegeszeichen,
singe den Triumphgesang.
Singe, wie der Welt Erlöser
starb und dennoch Sieg errang.

Denn verblendet aß sich Adam
einst vom Baume das Gericht;
doch der Schöpfer voll Erbarmen
wollte sein Verderben nicht
und hat selbst den Baum erkoren,
der den Fluch des Baumes bricht.


Gottes Plan, uns zu erlösen,
hat verlangt die Opfertat,
und des Vaters ew´ge Weisheit
macht´zuschanden den Verrat
und verlieh barmherzig Heilung,
wo der Feind verwundet hat.

So ward in der Zeiten Fülle
uns gesandt des Vaters Sohn,
er, der Schöpfer aller Welten,
stieg herab vom Himmelsthron
und ward Fleisch und ward geboren
und ward einer Jungfrau Sohn.

Als nach dreißig Erdenjahren
für den Herrn die Stunde kam,
daß er unsres Heiles wegen
Tod und Leiden auf sich nahm,
wurde er erhöht am Kreuze,
dargebracht als Gotteslamm.

Seht den Essig, seht die Galle.
Dornen, Nägel, Speer voll Wut
seinen zarten Leib durchbohren,
Wasser strömt hervor und Blut;
Erde, Meere, Sterne, Welten
werden rein durch solche Flut.

Lob und Ruhm sei ohne Ende
Gott, dem höchsten Herrn, geweiht.
Preis dem Vater und dem Sohne
und dem Geist der Heiligkeit.
Einen Gott in drei Personen
lobe alle Welt und Zeit. Amen.

(Hymnus Lesehore Kreuzerhöhung)

 

Es leuchtet das heilige Kreuz, an dem der Herr im Fleische hing
und unsere Sünden wusch in Seinem Blut.

Mittwoch, 25. März 2020

Aus Liebe

annunciatio Domini-Verkündigung des Herrn
ex te nascetur quo lapsus homo redimetur,
Verduner Altar, Klosterneuburg

Aus dir wird jener geboren werden,
durch den der gefallene Mensch erlöst wird.

 Aus welchem Grund wohl, fragt man, stieg Gott zu solcher Niedrigkeit herab, daß unser Glaube wanken möchte, ob Gott, das unfaßbare, undenkbare und unaussprechliche Wesen, das über alle Herrlichkeit und Hoheit ist, sich wirklich mit der armseligen Hülle der menschlichen Natur so umkleidet habe, daß durch diese Verbindung mit dem niedrigen sogar seine unendlichen Kräfte in Mitleidenschaft gezogen würden?
Darauf können wir leicht eine Antwort geben, die der Hoheit Gottes Rechnung trägt. Du fragst also nach dem Grund, warum Gott unter den Menschen geboren werden wollte.

(.....)
Es bedurfte des Arztes unsere kranke Natur, es bedurfte des ihn Aufrichtenden der gefallene Mensch, es bedurfte des Lebendigmachers der des Lebens Verlustiggegangene; es bedurfte des ihn zum Guten Zurückführenden der seiner Verbindung mit dem Guten Beraubte. Es sehnte sich nach der Ankunft des Lichtes der in Finsternis gehüllte, es verlangte nach dem Retter der Gefangene, nach dem Erlöser der Gebundene, nach dem Befreier der vom Sklavenjoch Niedergedrückte.

Sind dies zu geringfügige, zu unbedeutende Dinge, als daß sie Gott hätten bestimmen dürfen, wie ein Arzt zum Besuch der menschlichen Natur herabzusteigen, nachdem sich nun einmal die Menschheit in einer so kläglichen, armseligen Lage befand? 

(Gregor von Nyssa: Große Katechese 14, in: Texte der Kirchenväter 2, 61f) 

Passio Domini - das Leiden des Herrn
Victima mactatur qua nostra ruina levatur


Das Opfer wird geschlachtet,
durch das unser Fall hinweggenommen wird.

Sonntag, 24. November 2019

Denk an mich, Herr (Christkönig)

Dismas bereut, Jesus verspricht ihm das Paradies und ein Engel bringt die Seele des Schächers dorthin


Wir hören „König“ und denken an Macht auf der einen, gehorsame Unterwerfung auf der anderen Seite. In dieser Sprache wird auch im Alten Testament das Königtum Gottes dargestellt. Durch Jesus Christus haben wir sein anderes Verständnis von Königtum gelernt. Er ist ein König, der misshandelt und ans Kreuz geschlagen wird. Er ist König gerade durch das Kreuz: durch seine Hingabe für die Vielen. (Erzabtei Beuron)



Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas. Lk 23, 35b–43
In jener Zeit
35b verlachten die führenden Männer des Volkes Jesus
und sagten: Andere hat er gerettet,
nun soll er sich selbst retten,
wenn er der Christus Gottes ist, der Erwählte.
36 Auch die Soldaten verspotteten ihn;
sie traten vor ihn hin,
reichten ihm Essig
37 und sagten:
Wenn du der König der Juden bist,
dann rette dich selbst!
38 Über ihm war eine Aufschrift angebracht:
Das ist der König der Juden.
39 Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn:
Bist du denn nicht der Christus?
Dann rette dich selbst und auch uns!
40 Der andere aber wies ihn zurecht
und sagte:
Nicht einmal du fürchtest Gott?
Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen.
41 Uns geschieht recht,
wir erhalten den Lohn für unsere Taten;
dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
42 Dann sagte er: Jesus,
denk an mich, wenn du in dein Reich kommst!
43 Jesus antwortete ihm:
Amen, ich sage dir:
Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.


Das Drama, das sich unter dem Kreuz Jesu abspielt, ist ein universales Drama; es betrifft alle Menschen vor Gott, der sich als das offenbart, was er ist: die Liebe. Im gekreuzigten Jesus ist die Gottheit entstellt, jeder sichtbaren Herrlichkeit beraubt, aber gegenwärtig und real.
Nur der Glaube kann sie erkennen: der Glaube Marias, die in ihrem Herzen auch diesen letzten Mosaikstein aus dem Leben ihres Sohnes einfügt. Sie sieht noch nicht das Ganze, aber sie vertraut weiterhin auf Gott und sagt noch einmal mit derselben Hingabe: »Ich bin die Magd des Herrn« (Lk 1,38). Und dann ist da der Glaube des guten Schächers, ein gerade eben angedeuteter Glaube, der jedoch ausreicht, um ihm das Heil zu gewährleisten: »Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.« 

Entscheidend ist jenes »mit mir«. Ja, das ist es, was ihn rettet. Gewiß, der gute Schächer ist am Kreuz wie Jesus, vor allem aber ist er am Kreuz mit Jesus. Und im Unterschied zu dem anderen Verbrecher und allen anderen, die ihn verspotten, fordert er Jesus nicht auf, vom Kreuz hinabzusteigen oder ihn hinabsteigen zu lassen. Vielmehr sagt er: »Denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.« Er sieht ihn am Kreuz, entstellt, nicht wiederzuerkennen, und dennoch vertraut er sich ihm an wie einem König, wie »dem« König sogar. Der gute Schächer glaubt an das, was auf jener Tafel geschrieben steht, die über dem Kopf Jesu angebracht ist: »Der König der Juden«. Er glaubt es, und er vertraut sich ihm an. Deshalb ist er bereits jetzt, sofort im »Heute« Gottes, im Paradies, denn das ist das Paradies: bei Jesus zu sein, bei Gott zu sein.
(Papst Benedikt, Christkönig, 21.11.2010)


Der Teufel bemächtigt sich der Seele des anderen Verbrechers, Liebfrauenmünster, Straßburg