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Donnerstag, 13. August 2026

Am Grab des hl. Kassian von Imola, dem Patron der Stenografen und Lehrer

Der heilige Kassian von Imola gilt als Schutzpatron der Stenografen. Nach der Überlieferung war Kassian im 4. Jahrhundert Lehrer und christlicher Katechet. Während der Christenverfolgungen soll er sich geweigert haben, seinem Glauben abzuschwören. Daraufhin wurde er seinen eigenen Schülern ausgeliefert, die ihn mit Schreibgriffeln (Stili) und anderen Schreibwerkzeugen zu Tode quälten. Deshalb wird er in der Kunst häufig mit Schreibgriffeln dargestellt.
Die neuesten Forschungsergebnisse haben ergeben, dass Kassian von seinen eigenen Schülern mit Schreibgriffeln erstochen wurde. Als im Jahre 2004 in Imola das Grab des Heiligen geöffnet wurde, fanden sich an seinem Schädel tatsächlich Spuren des grausamen Martyriums, das man gerne als Legende abgetan hatte.

Kassian ist Mitpatron des Doms zu Brixen. Seit 845 ist Kassian als Patron der Bischofskirche von Säben bzw. Bri­xen bezeugt. 

(Quelle Diözese Boxen Brixen)




Der Märtyrer Cassian von Imola wird in der katholischen Kirche am 13. August gefeiert. 

Seine Gebeine befinden sich heute in der Krypta des Doms (Kathedrale) von Imola. Ursprünglich wurde Cassian außerhalb der antiken Stadt bestattet. Über seinem Grab entstand schon früh eine Basilika, die der Dichter Aurelius Prudentius Clemens um 400 besuchte und beschrieb. Nach der Zerstörung der alten Basilika im 12. Jahrhundert wurden die Reliquien in die neue Kathedrale von Imola übertragen, wo sie bis heute verehrt werden.

In Imola ist der 13. August zugleich das Patronatsfest der Stadt und der Diözese. 




Tafel zur Ernennung des hl. Kassian zum Patron der Stenografen


„… in der Fülle unseres apostolischen kirchlichen Lehramtes erklären und verkünden Wir für immer den Märtyrer St. Kassian, den himmlischen Schutzpatron der italienischen Stenografen …“

Pius PP. XII.

Aus dem Vatikan, 23. Februar 1952

„Die italienischen Stenografen errichteten [diese Tafel] auf Initiative von Prof. Giuseppe Quitadamo und der U.S.N.E.N. von Neapel.

August 1959.“


“… NELLA PIENEZZA DEL NOSTRO APOSTOLICO
MAGISTERO ECCLESIASTICO, ORDIAMO, PROCLAMIAMO
PER SEMPRE IL MARTIRE SAN CASSIANO, PATRONO CELESTE
PRESSO GLI STENOGRAFI ITALIANI.”

PIO PP. XII

DAL VATICANO, 23 FEBBRAIO 1952

“GLI STENOGRAFI ITALIANI POSERO AD INIZIATIVA DEL
PROF. GIUSEPPE QUITADAMO, E DELL’U.S.N.E.N. DI NAPOLI
AGOSTO 1959”


Donnerstag, 30. Juli 2026

Petrus Chrysologus - Geh beim Samenkorn in die Schule

Altarbild des Todes von Bischof Petrus Chrysologus in der Kathedrale von Ravenna

Am Grab des hl. Petrus Chrysologus in Imola 

 

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Leopold Mandic

Leopold Mandic Denkmal vor dem Kapuzinerkloster in Padua als Beichtvater 

Glasfenster im Kapuzinerkloster in Padua, Relief des hl. Leopold

Leopold Mandic, Apostel der Barmherzigkeit

Leopold Mandic unter den kroatischen Heiligen im Krka Nationalpark

Leopold als Apostel der Barmherzigkeit 2

Am Grab des hl. Leopold Mandic in Padua

 

und der hl. Erentrudis von Salzburg.

Kathedrale des hl. Cassian von Imola 

Abgang zum Grab des hl. Petrus Chrysologus und des hl. Cassian von Imola

Geboren in Forum Cornelii bei Ímola um 380, wurde er Kleriker und vor 431 Bischof von Ravenna, das unter ihm als Residenzstadt zur kirchlichen Metropole aufrückte. Er verlangte von Eutyches, der sich an ihn wandte, die Unterordnung unter den römischen Bischof. Seine gedankentiefen und originellen Predigten erweisen ihn als einen bedeutenden Redner und Schriftsteller, was den Beinamen „Goldredner“, den er wohl als Gegenstück zum hl. Johannes Chrysostomus erhielt, rechtfertigt. Gestorben am 31. Juli 450 in Forum Cornelii, das Grab wird in Ímola verehrt.

Erhabener Gott, du hast den Bischof Petrus Chrysologus
zu einem begnadeten Verkünder deines ewigen Wortes gemacht,
das unsere Menschennatur angenommen hat.
Gewähre uns auf seine Fürsprache,
dass wir die Geheimnisse der Erlösung
allezeit im Herzen erwägen
und in unseren Werken davon Zeugnis geben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Heiliger Petrus Chrysologus, bitte für uns

 

Es hat nicht nur vergebens geglaubt, sondern auch vergebens gelebt, wer sich nur dafür geboren glaubt, daß er untergehe.
Mensch, was geht dir auf, das nicht auch wieder untergeht?
Und was erhebt sich nicht für dich, das dir untergegangen ist?

Der Tag steigt am Morgen auf, und wird am Abend in die Nacht begraben, und am Morgen erhebt er sich wieder.
Die Sonne wird täglich neu geboren, täglich stirbt sie und täglich ersteht sie wieder.
Die Zeiten gehen unter, indem sie vorüberziehen, und leben wieder auf, indem sie wiederkehren.

Wenn du, Mensch, Gott nicht glauben, dem Gesetz nicht zustimmen, dieser Botschaft nicht trauen willst, dann glaube doch deinen Augen, pflichte doch den Elementen bei, die dir ständig die Auferstehung predigen!
Gewiß, wenn auch dies alles, was vor dir liegt, weit unter dir steht, und doch durch deine Tat vom Tode gleichsam auferweckt wird, so soll dich das alles lehren, daß auch du durch das Werk Gottes auferweckt werden kannst. Geh beim Samenkorn in die Schule, wie der Apostel dich lehrt! (1 Kor 15,36f.)

Betrachte das Weizenkorn, das ohne Empfindung, ohne Bewegung ganz vertrocknet ist: ziehe eine Furche, grabe die Erde auf, bilde eine Grube, begrabe darin das Weizenkorn und dann sieh, wie es im Tode untergeht, wie es durch die Feuchtigkeit anschwillt, wie es in Fäulnis übergeht. Ist es nun so weit gekommen, daß Verzweiflung und Unglauben es dir als Verwesung einzureden versuchen, dann lebt es plötzlich im Keim wieder auf, wächst im Kraut heran, erstarkt im Halm, reift in der Frucht und erhebt sich zu jener vollen Schönheit und Gestalt, die du schon als untergegangen beklagtest.
So will das Weizenkorn dich, Mensch, nicht so sehr zum Essen als zur Erkenntnis führen, nicht so sehr zur Arbeit dich anhalten als zum Glauben.

(Petrus Chrysologus, Vorträge über die Paulusbriefe 51, in: Texte der Kirchenväter 4, 491f) 

Freitag, 30. Juli 2021

Am Grab des hl. Petrus Chrysologus, Kirchenlehrer, in Imola

Kathedrale von Imola

 





Krypta der Kathedrale von Imola

Grab des hl. Petrus Chrysologus im linken Seitenschiff der Krypta

 

Heiliger Petrus Chrysologus, bitte für uns!

Hier ruhen die Gebeine des hl. Petrus Chrysologus!


Petrus Chrysologus, Erzbischof und Kirchenlehrer. Petrus wurde um 380 bei Imola in Italien geboren, dort erzogen und in den Klerus aufgenommen. Wahrscheinlich vor 431 wurde er Bischof von Ravenna, das wegen seiner damaligen Bedeutung als Sitz des oströmischen, kaiserlichen Exarchates zum Erzbistum erhoben wurde. Petrus war eng mit Papst Leo dem Großen befreundet und hatte am kaiserlichen Hof maßgeblichen Einfluss.
Petrus war ein mitreißender und teils volkstümlicher Prediger, der die Menschen begeisterte. Zahlreiche Predigten sind erhalten. Er predigte nachweislich nie länger als fünfzehn Minuten. An heißen Sommertagen machte er Predigtferien.
Schon zu Lebzeiten gab man Petrus den Ehrennamen „Chrysologus“, der „Goldmund“. Als Petrus spürte, dass sein Tod nahte, kehrte er zum Sterben an seinen Geburtsort Imola zurück, wo er am 31. Juli nach 451 starb. Sein Grab befindet sich im Dom in Imola. Papst Benedikt XIII. verlieh Petrus 1729 den Ehrentitel Kirchenlehrer.
(Martyrologium Sancrucense)

Reliquien des hl. Cassian/Kassian von Imola, Märtyrer im Mittelschiff der Krypta


Blick von der Krypta in die Kirche


 Du Mensch, warum giltst du dir so wenig, da du doch für Gott so kostbar bist?
Gott ehrt dich hoch. Warum entehrst du dich so sehr?
Warum suchst du nach dem, woraus du geschaffen bist,
und nicht nach dem, wofür du gemacht wurdest? 

(Petrus Chrysologus, praedicade)


Basilica Cattedrale di San Cassiano Martiri, Imola


Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Leopold Mandic

Glasfenster im Kapuzinerkloster in Padua, Relief des hl. Leopold

Leopold Mandic, Apostel der Barmherzigkeit

Am Grab des hl. Leopold Mandic in Padua

und der hl. Erentrudis von Salzburg.