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Dienstag, 29. September 2020

Der Erzengelaltar in der Wiener Peterskirche

 

Erzengelaltar in der Wiener Peterskirche
 

Heiliger Erzengel Michael, du Fürst der himmlischen Heerscharen, verteidige uns um Kampf gegen die Bosheiten und die Nachstellungen des Teufels, sei du unser Schutz, Gott gebiete ihm, so bitten wir flehentlich. Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stürze den Satan und die anderen bösen Geister, die zum Verderben der Seelen in der Welt umhergehen durch die Kraft Gottes hinab in die Hölle.

 

Engel der Menschwerdung, du getreuer Bote Gottes, öffne unsere Ohren auch für die leisen Mahnungen und Lockrufe des liebenden Herzens unseres Herrn! Sei uns immer vor Augen, wir beschwören dich, dass wir das Wort Gottes recht verstehen, ihm nachgehen und gehorchen und das vollbringen, was Gott von uns will! Verhilf uns zu einer wachen Bereitschaft, dass uns der Herr, wenn Er kommt, nicht schlafend findet.
Heiliger Erzengel Gabriel, als erster aller Engel durftest du in Nazaret Maria, eure zukünftige Königin, begrüssen. Im Auftrag des Vaters hast du Maria angefragt, ob sie bereit sei, die Mutter seines Sohnes zu werden. Du durftest das folgenreichste Wort vernehmen, das je ein Mensch gesprochen hat, das Mir geschehe nach deinem Wort, der Jungfrau von Nazareth. Das Nein Evas hat die Menschen durch den Cherubim aus dem Paradies vertrieben, durch das Ja Marias ist Jesus Mensch geworden und hat uns das Paradies neu erschlossen.
Heiliger Erzengel Gabriel! Lehre uns den Willen Gottes freudig annehmen, als Knechte und Mägde des Herrn, wie es Maria getan hat.
Du warst der erste Zeuge der Menschwerdung im Schoss der heiligen Jungfrau. Lehre die Menschen, das keimende Leben im Mutterschoss zu achten, lass sie keinen Frevel begehen am unfassbaren Wunder der Menschwerdung, bewahre unsere Frauen und Mütter vor der grossen Sünde unserer Zeit, der Abtreibung, dem neuen Kindermord von Bethlehem.
Lass unsere Jungfrauen und Frauen die hohe Würde ihres Standes erkennen, dass sie im Geiste Mariens Christus im Herzen tragen und ihre Männer und Söhne heimführen zu Gott.
(Arnold Guillet, gebetech)


Glorreicher Erzengel Rafael, du großer Fürst der himmlischen Heerscharen, nimm unser Gebet gütig an.

Man nennt dich Heilmittel Gottes, also Arzt der geistigen und körperlichen Krankheiten, vor allem für jene, die der Mensch nicht heilen kann, sicherer Begleiter der Reisenden, Zuflucht und Schutz der Gefährdeten, wirksamer und mächtiger Befreier des Menschen von den bösen Geistern, schau gnädig auf uns!

Und wie du einst Tobias Familie so sorgsam beschützt hast, so sei auch zu uns gütig und barmherzig.

Sei uns Führer und getreuer Begleiter auf dem schweren Lebensweg, damit wir mit dir die ewige Seligkeit genießen können. Amen.

Himmlischer Arzt, hl. Erzengel Rafael, mit deinem Lichte erleuchte uns, mit deinem Flügel beschütze uns, mit deinem Heilmittel heile uns!

(Pfarrezellamziller)

Sonntag, 24. April 2016

Gebet am Sonntag


Ich bete Dich an, o mein Gott, als das wahre und einzige Licht. ( )
Leuchte Du mir, "Du leuchtend Feuer, das nie erlischt",
dann werde ich beginnen, mit und in Deinem Licht das wahre Licht zu sehen
und Dich als die Quelle alles Lichtes zu erkennen.

Bleibe, liebster Jesus, und weiche nicht von mir.
Bleibe bei mir, und ich will anfangen,
selbst Licht zu werden und anderen zu leuchten.
Alles Licht kommt von Dir, von mir nur Dunkelheit.

O könnte ich Dich so verherrlichen, wie Du es am meisten liebst, 
indem ich alle diejenigen erleuchte, die mich umgeben.
Gib auch ihnen das Licht wie mir.

(John Henry Newman, Gott und die Seele, 79f)


Votivkirche, Wien

Freitag, 26. Februar 2016

Kommt alle zu mir ...


O Wunde der Barmherzigkeit, Herz Jesu,
verberge mich in Deiner Tiefe,
wie Deinen eigenen Blutstropfen,
und lasse mich ewig nicht mehr hinaus.

Verschließe mich in Deiner Tiefe
und Du selbst lehre mich, Dich zu lieben.
Ewige Liebe, gestalte Du selbst meine Seele,
auf dass sie fähig wird zur gegenseitigen Liebe.

O Lebendige Liebe, mach mich fähig,
Dich ewig zu lieben;
Ich will ewig auf Deine Liebe Antwort geben.
(..) Ich weiß und glaube, dass Du alles vermagst.

(Faustyna Kowalska, in: Gott der voll Erbarmen ist, 301)

Samstag, 2. Januar 2016

Basilius der Große


Basilius der Große, Deckenfresko in S. Maria sopra Minerva, Rom

Basilius von Cäsarea, Patriarch und Kirchenlehrer. Basilius, der schon von seinen Zeitgenossen „der Große“ genannt wurde, erblickte um 330 in Cäsarea in Kappadozien das Licht der Welt. Nach Vollendung seiner Studien gewann ihn Gregor von Nazianz zu einem asketischen Leben in der Einöde des Iris am Schwarzen Meer. Hier verfasste Basilius zwei Schriften, die Regeln für ein gemeinsames Leben von Mönchen enthalten. Ab 364 entfaltete er als Priester eine fruchtbare seelsorgerische Tätigkeit in Cäsarea. 370 wird er zum Erzbischof seiner Vaterstadt erhoben. Er war bemüht um die Reinheit der Lehre gegen den Arianismus, um die Ausmerzung der Simonie im Priestertum, um neue Gestaltung der Liturgie und um Beilegung von Zwistigkeiten mit Papst Damasus. Er erbaute die „Basilias“, die ein Pilgerheim, ein Krankenhaus für Arme und eine medizinische Versuchsstation umfasste. Basilius starb am 1. Jänner 379.
(Martyrologium Sancrucense)

Es ist würdig und recht,
dir ob deiner großen Herrlichkeit zu danken
und dich zu verherrlichen, dich, den wahren Gott,
und dir mit reinem Herzen und im Geiste der Demut
diesen unseren geistigen Gottesdienst darzubringen.

Denn du hast uns die Erkenntnis deiner Heiligkeit geschenkt.
Wer kann die Mächtigkeit deiner Werke preisen,
dein Lob verkünden oder deine Wunder erzählen,
Gebieter des Alls, Herr des Himmels und der Erde,
der sichtbaren und der unsichtbaren Schöpfung.

Du sitzest auf dem Thron deiner Herrlichkeit
und durchforschest die Abgründe,
Ewiger, Unsichtbarer,
Vater unseres Herrn und Retters Jesus Christus.
Er ist die Ikone deiner Herrlichkeit.

(Basilius, in: W. Nigg, Mit Mönchen beten, 17)

Freitag, 1. Januar 2016

Beschneidung des Herrn

Der Oktavtag von Weihnachten vereinigt mehrere Feste in sich, bei der Liturgiereform wurde das Fest der Beschneidung des Herrn abgeschafft. Am achten Tag nach der Geburt wurden in Israel die Knaben beschnitten und dadurch in den jüdischen Bund aufgenommen: Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde. (Lk 2,21)

Das Fest der Beschneidung des Herrn entstand im 6. Jh. in Gallien und Spanien und wurde im 9. Jh. von Rom übernommen. Bis ins hohe Mittelalter wurden am Neujahrstag zwei Messen gefeiert, eine zu Ehren Marias und eine zum Gedächtnis der Beschneidung des Herrn. Auch einer dritten Messe begegnete man an diesem Tag, und zwar zur Sühne für ärgerniserregende Lustbarkeiten und gegen entweihende heidnische Bräuche beim Jahreswechsel. (Könnte man m. E. wieder einführen.)
(vgl. W. Lang, Christusbegegnung im Kirchenjahr, 141f)

Beschneidung des Herrn

 Der Du auf dem feuergestaltigen Thron in der Höhe sitzest
mit Deinem anfanglosen Vater und Deinem Göttlichen Geist,
Du hast geruht, auf Erden geboren zu werden von Deiner Mutter,
der vom Manne unberührten Jungfrau;
deshalb wurdest Du auch als Mensch, acht Tage alt, beschnitten.
Ehre sei Deinem allgütigen Ratschluss, Ehre sei Deiner Vorsehung,
Ehre sei Deiner Herabkunft, einzig Menschenliebender!
(Troparion, 1. Ton)


Der Herr des Alls erduldet die Beschneidung
und schneidet als der Gütige hinweg die Übertretungen der Menschen;
heute schenkt Er der Welt die Erlösung (..) 

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Reliquienschrein der hl. Theresia von Lisieux in Wien


Der Reliquienschrein der hl. Theresia, der seit 1994 durch alle Kontinente reist, hat im Mai d. J. in Wien Station gemacht. Während der Eucharistischen Anbetung, die von Gebeten und Liedern begleitet war, konnten die Gläubigen die Reliquien der Heiligen verehren.




Jesus, ich weiß,
auf Liebe kann man nur mit Liebe antworten.
So suchte und fand ich Mittel und Wege,
um deine Liebe durch Liebe zu vergelten.
Und das hat mein Herz erleichtert.

(Therese von Lisieux, Gebete der Liebe, 70)



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Samstag, 1. August 2015

Am Grab des hl. Alfons Maria Liguori in Pagani


Alfons Maria von Liguori, Ordensgründer, Bischof und Kirchenlehrer. Der hl. Alfons Maria wurde am 27. September 1696 zu Marianella bei Neapel aus altem Adel geboren.
Der hochsensible Intellektuelle studierte zuerst Rechtswissenschaft und wurde ein gefeierter Rechtsanwalt. Doch 1726 wurde er Priester und wirkte dann besonders unter den Armen von Neapel. 1731 gründete er den beschaulichen Orden der Redemptoristinnen, 1732 die „Congregatio Sanctissimi Redemptoris“, auch Redemptoristen genannt.

Die neuen Gemeinschaften verbreiteten sich zunächst im Kirchenstaat und im Königreich Neapel. Alfons Maria selbst zog mit seinen Schülern als gesuchter Volksmissionar, Prediger und Beichtvater durch Italien. 1762 wurde er Bischof von Sant’Agata dei Goti und bemühte sich hier mit Erfolg um die religiöse Erneuerung von Klerus und Volk. 1775 verzichtete er auf sein Bistum und zog sich in das Kloster Pagani bei Neapel zurück. Gegenüber der rigorosen Prädestinationslehre des Jansenismus vertrat er die barmherzige Erlöserliebe Gottes und lehrte die Gleichgestaltung des menschlichen Willens mit dem Liebeswillen Gottes. In diesem Geiste erstrebte er die Schulung der Beichtväter, Seelenführer und Prediger, damit sie den durch die Hartherzigkeit des Jansenismus abgeschreckten Menschen neuen Mut zu einem Streben nach Vollkommenheit geben konnten.

Alfons Maria starb am 1. August 1787 zu Pagani. Sein Leib ruht in der dortigen Kirche des Redemptoristenklosters. Er wird im Priestergewand mit Kreuz und Rosenkranz oder Marienbild dargestellt.
(Martyrologium Sancrucense)


Nach der Durchführung einer Volksmission gründete Alfons 1743 das Kloster der Redemptoristen in Pagani. Nach seinen Plänen begann der Bau der Kirche 1756 und dauerte mit mehreren Unterbrechungen 47 Jahre. 1805 wurde die Kirche dem hl. Erzengel Michael geweiht. In einer Seitenkapelle des linken Querschiffes ist der Gründer der Redemptoristen beigesetzt.



Quis ut Deus (wer ist wie Gott?) erinnert an den urspr. Patron der Kirche,
den Erzengel Michael


Kapelle mit dem Grabmal des hl. Alfons in Sant´ Alfonso Maria de´ Liguori



"O Doctor optime, Ecclesiae Sanctae lumen, beate Alfonse Maria, divinae legis amator, deprecare pro nobis Filium Dei." (O herausragender Lehrer, Licht der heiligen Kirche, seliger Alfons Maria, Freund des göttlichen Gesetzes, tritt für uns ein beim Sohn Gottes - Magnifikantiphon) besagt die Inschrift im Schrein. Eine Liegefigur des Heiligen in bischöflichen Ornat ziert das Grabmal.





Gebet zu Maria um einen guten Tod vom hl. Alfons Maria von Liguori (Quelle)

O Maria, wie werde ich den letzten Kampf bestehen?
Ich zittere, und Angst und Schrecken ergreifen mich, wenn ich meine Sünden betrachte und an den entscheidenden Augenblick denke, wo ich aus diesem Leben scheiden muß, um vor den Richterstuhl Gottes zu treten.
O meine Mutter, auf dem kostbaren Blute Jesu Christi und auf deiner Fürbitte beruhen alle meine Hoffnungen. O Trösterin der Betrübten, verlasse mich alsdann nicht; komm mir zu Hilfe und tröste mich in dieser großen Bedrängnis; wenn du mir nicht beistehst, so bin ich verloren. Ach, meine Königin, erbitte mir, bevor noch meine Laufbahn zu Ende geht, einen großen Schmerz über meine Sünden, eine wahre Besserung und eine standhafte Treue gegen Gott in den übrigen Tagen meines Lebens. Und wenn ich endlich an dem letzten Ziele angelangt bin, dann, o Maria, meine Hoffnung, komm mir zu Hilfe in dieser großen Angst und Not, und stärke mich, damit ich nicht verzweifle beim Anblick meiner Sünden, die mir der böse Feind vorhalten wird. Erbitte mir dann die Gnade, dich oftmals anzurufen, damit ich mit deinem und dem Namen deines göttlichen Sohnes im Munde meinen Geist aufgebe.
Ja, meine Königin, verzeihe mir meine Kühnheit, ich wage es, dich zu bitten, daß du selbst, bevor ich verscheide, kommen mögest, mich durch deine Gegenwart zu trösten. Es ist wahr, ich bin ein großer Sünder, ich verdiene diese Gnade nicht; aber ich bin dennoch dein Diener, der dich liebt und ein großes Vertrauen in dich setzt.
O Maria, ich erwarte dich, laß mich nicht ungetröstet. Bin ich aber einer so großen Gnade nicht würdig, so komm mir wenigstens vom Himmel herab zu Hilfe, damit ich aus diesem Leben scheide in der Liebe zu Gott und zu dir, um im Himmel meinen Gott und dich zu lieben durch alle Ewigkeit. Amen.




Bild des Heiligen im Museo S. Alfonso (Museo Alfonsiano)



Gott, du Hirt deines Volkes, du schenkst der Kirche zu allen Zeiten Menschen,
die durch ihren Glauben und ihre Liebe ein Vorbild sind.
Gib, dass uns gleich dem heiligen Alfons das Heil der Menschen am Herzen liegt,
und schenke uns im Himmel den Lohn, den er schon empfangen hat.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
(Tagesgebet)