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Donnerstag, 16. Juli 2020

Edith Stein über ULF vom Berge Karmel

ULF vom Berge Karmel mit dem Skapulier, Klosterkirche zur hl. Familie, Döbling



 
Es war Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel, die ihren Kindern (den ersten Karmeliten) fern von der ursprünglichen Ordensheimat dieses sichtbare Zeichen ihres mütterlichen Schutzes verlieh:
sie, die dem Propheten Elias im Bilde der regenverkündenden kleinen Wolke offenbar wurde und der die Prophetensöhne auf dem Berge Karmel das erste Heiligtum erbauten.

Die Ordenslegende berichtet, daß die Gottesmutter gern bei den Einsiedlerbrüdern auf dem Karmel geweilt habe. Wir verstehen wohl, daß sie sich an den Ort hingezogen fühlte, wo ihr von alters her Verehrung gezollt wurde und wo der heilige Prophet in demselben Geist gelebt hatte, der auch sie erfüllte, seit sie auf der Erde weilte:
losgelöst von allem Irdischen anbetend vor Gott zu stehen,
ihn aus ganzem Herzen zu lieben,
seine Gnade auf das sündige Volk herabzuflehen
und genugtuend für dieses Volk einzustehen, 
als Magd des Herrn seines Winkes gewärtig zu sein – das war ihr Leben."
 

ULF vom Berge Karmel


 

Gott Vater über der hl. Familie mit den Karmelheiligen, Karmelitenkirche zur hl. Familie

Dienstag, 16. Juli 2019

Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel - S. Maria del Carmine

Unsere Liebe Frau vom Berg Karmel, bitte für uns

Wir Karmeliten feiern heute das Hauptfest unseres Ordens, das Hochfest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel. Es erinnert uns an die Entstehung unseres Ordens auf dem Berge Karmel im heutigen Staat Israel. Dort haben sich um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert Einsiedler niedergelassen, die dort im Andenken an den Propheten Elija und unter dem Schutz Marias, der sie ihre kleine Kapelle geweiht hatten, in der Gefolgschaft Jesu Christi leben wollten. Schon bald wurden diese Einsiedler „Brüder Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel“ genannt, ein Name, der ihnen bis heute geblieben ist. Zum Dank für die Wohltaten, die der Orden durch seine Patronin erfahren hatte, wurde bald schon ein eigenes Fest gefeiert. Das äußerlich sichtbare Zeichen für diesen Dank und diese Verehrung Marias wurde das Skapulier, ein Teil des Ordensgewandes, das all denen überreicht wird, die sich geistlich mit unserem Orden verbinden wollen.
Für uns Karmeliten ist Maria das Vorbild eines Menschen, der in der Gemeinschaft mit Gott gelebt hat. Wenn wir sie heute besonders verehren, dann bekennen wir damit, dass nur ein Leben in lebendiger Beziehung und Gemeinschaft mit Gott und dem daraus folgenden Einsatz für die Mitmenschen sinnvoll ist.
(Quelle: Karmel)


Gütiger Gott, höre auf die Fürsprache der lobwürdigen Jungfrau Maria,
der Mutter und Königin des Karmel, und komm uns zu Hilfe mit deiner Gnade.
Führe uns unter ihrem Schutz zum Berg der Herrlichkeit, zu Jesus Christus,
der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.


Simon Stock und das Skalpulier

Prozession im Rom

Verkündigung, Maria del Carmine, Brescia

Als am heiligen Pfingstfeste die Apostel vom Heiligen Geiste erfüllt, in verschiedenen Sprachen redeten und unter Anrufung des heiligsten Namens Jesu viele Wunder wirkten, da erkannten, so wird berichtet, auch sehr viele Männer, die den Spuren der heiligen Propheten Elias und Eliseus gefolgt und durch die Predigt des heiligen Johannes des Täufers auf die Ankunft Christi vorbereitet waren, die Wahrheit und nahmen sofort den Glauben und die frohe Botschaft an; sie begannen nun, die heiligste Jungfrau, mit der sie reden und in beglückender Weise zusammensein konnten, mit solcher Innigkeit zu verehren, daß sie zuerst an der Stelle des Berges Karmel, wo Elias einst die aufsteigende Wolke, das leuchtende Vorbild der heiligen Jungfrau, geschaut hatte, dieser reinsten Jungfrau eine Kapelle erbauten. …

In dieser neuen Kapelle kamen sie oft am Tage zusammen und verehrten durch fromme Übungen, in Gebeten und Gesängen die heiligste Jungfrau als die besondere Beschützerin ihres Ordens. Darum nannte man sie auch allenthalben Brüder der heiligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel. Diese Bezeichnung haben die Päpste nicht nur bestätigt, sondern sie haben auch besondere Ablässe denen verliehen, die den Orden oder einzelne Brüder so nannten. Die hehrste Jungfrau lieh dem Orden jedoch nicht nur den Namen und ihren Schutz, sondern verlieh ihm auch noch als besondere Auszeichnung das heilige Skapulier. Sie überreichte es dem heiligen Simon von England; durch dieses himmlische Gewand sollte dieser heilige Orden von anderen sich unterscheiden und vor drohenden Gefahren beschützt werden. Der Orden war in Europa zunächst unbekannt und viele verlangten von Honorius III. dessen Aufhebung. Die heiligste Jungfrau Maria erschien jedoch dem Honorius in der Nacht und gab ihm deutlich zu verstehen, er solle sich des Ordens und seiner Mitglieder in Güte annehmen. …

Doch nicht nur in dieser Welt zeichnete die allerseligste Jungfrau den ihr so teuren Orden mit vielen Vorzügen aus; es ist auch ein frommer Glaube, daß sie, die durch ihre Macht und ihre Güteüberall so viel vermag, auch in der andern Welt ihren Kindern, die der Skapulierbruderschaft angehören, etwas Enthaltsamkeit üben, die vorgeschriebenen wenigen Gebete regelmäßig verrichten und standesgemäße Keuschheit bewahren, in ihrer mütterlichen Liebe Trost spendet, wenn sie im Fegfeuer leiden müssen, und sie durch ihre mächtige Fürsprache möglichst schnell in das himmlische Vaterhaus führt. Da dieser Orden also mit so vielen großen Hulderweisen überhäuft wurde, setzte er den feierlichen Gedächtnistag der seligsten Jungfrau ein, der für ewige Zeiten jedes Jahr zu ihrem Ruhme feierlich begangen wird.

Quelle: Deutsches Brevier. Vollständige Übersetzung des Stundengebetes der römischen Kirche, Zweiter Band: Pfingsten bis Advent, hrsg. v. Dr. Johann Schenk, 2. Aufl., Regensburg o. J. [1939?], S. 651 f. – Imprimatur: Ratisbonæ, die 21. Octobris 1939

(Quelle: Karmelblumen)

Maria übergibt das Skapulier Simon Stock, rechts ? Papst Honorius III., der durch eine Erscheinung veranlasst wird,
den Orden anzuerkennen, S. Maria del Carmine, Brescia

S. Maria del Carmine, Brescia

Sonntag, 16. Juli 2017

So geht Prozession in Rom - Unsere Liebe Frau vom Berg Karmel

Ich glaub, mich knutscht ein Elch!


Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel. Die Marienverehrung wurde im Karmelitenorden besonders gepflegt und führte zur Einführung eines eigenen Mariengedenktages „Gedächtnis Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel“, das zuerst 1386 in England bezeugt ist. Der Berg Karmel war ein Aufenthaltsort des großen alttestamentlichen Propheten Elija und seiner Jünger gewesen. Er galt auch den Christen als heiliger Ort, sodass sich dort schon sehr früh Einsiedler und Eremiten niederließen. Unter der Führung des französischen Einsiedlers Berthold wurde der Karmeliter-Orden im 12. Jahrhundert in Palästina gegründet. Der biblische Bezugspunkt dieses Festes ist der im 18. Kapitel des 1. Buches der Könige geschilderte Kampf des Propheten Elija gegen die heidnischen Baalspriestern auf dem Berge Karmel anlässlich einer Dürrekatastrophe, die das Land heimsucht. Nach intensivem Gebet sieht Elija eine kleine Wolke am Himmel (1 Kön 18,44), die das Ende des Elends ankündigt. In dieser Wolke sahen die mittelalterlichen Mystiker ein Bild für Maria, die Christus, dem Retter, vorangeht und den Regen der Gnade auf die Erde bringt. Ende des 16. Jahrhunderts findet sich das „Gedächtnis Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel“ bereits im ganzen Orden eingeführt, Benedikt XIII. hat es 1726 für die ganze Kirche vorgeschrieben.
(Martyrologium Sancrucense)

Über Simon Stock und das Skapulier



































O Maria, du Königin und Zierde des Karmel!
Auf wunderbare Weise reichst du mir das Skapulier
als Zeichen deiner mütterlichen Liebe und Nähe.

Wenn Gefahren und Ängste mich bedrängen,
wenn der Weg mir dunkel wird,
ich weiß, du bist bei mir.

Du zeigst mir deinen Sohn, 
Jesus Christus,
der für mich der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.

So will ich Königin des Karmel und meine Mutter,
wie du auf Christus schauen,
damit ich, von deinem Schutz umgeben,
das Ziel meiner irdischen Pilgerschaft
sicher und behütet erreiche. Amen.

(aus: Karmelfreunde, Juni 2017)