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Freitag, 24. April 2026

Fidelis von Sigmaringen, Jurist, Ordensmann und Märtyrer

 

Fidelis von Sigmaringen, Wiener Kapuzinerkirche

Ordenspriester, Märtyrer
Namensdeutung: der Treue, Zuverlässige (lat.)
Namenstage: Fidelis, Fidel, Fedele, Fidelio
Gedenktag: 24. April

Lebensdaten: geboren am 1. Oktober 1578 in Sigmaringen, gestorben am 24. April 1622 in Seewis, Graubünden

Lebensgeschichte: Markus Rey oder Roy war der Sohn eines Sigmaringer Gastwirts und Bürgermeisters und studierte in Freiburg Philosophie und weltliches sowie kirchliches Recht. Von 1604 bis 1610 bereiste er als Hofmeister des Freiherrn Wilhelm von Stotzingen Frankreich, Norditalien und die Niederlande und wurde nach seiner Rückkehr zum Doktor beiderlei Rechte promoviert. Durch die Protektion des Landesherrn von Hohenzollern-Sigmaringen erhielt er die einträgliche Stelle eines Gerichtsrats im elsässischen Ensisheim und machte sich als „Advokat der Armen“ einen Namen.

Die Misswirtschaft in der Verwaltung, Korruption und Fehlurteile vergällten ihm das Leben, weswegen er 1612, wie bereits zuvor sein Bruder, in den Kapuzinerorden eintrat und den Ordensnamen Fidelis annahm. Er wurde zum Priester geweiht, studierte Theologie und wurde von seinem Orden als Seelsorger und Klostergründer oder -vorsteher in der Schweiz und am Oberrhein eingesetzt. 1621 wurde er Guardian in Feldkirch.

Von dort aus versuchte Fidelis durch Predigt und Glaubensunterweisung, die zum Calvinismus übergetretenen Gläubigen zurückzugewinnen. Als österreichische Truppen zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges ins Prättigau einfielen und die Bevölkerung gewaltsam rekatholisierten, folgte ihnen Fidelis. Er wanderte von Ort zu Ort und predigte gegen die protestantischen Lehren, wobei er jede Gewaltanwendung im Glauben verurteilte. Das brachte ihm viele Erfolge und den Respekt auch seiner Widersacher ein.

Trotzdem fiel er einem Anschlag zum Opfer. Als er einer Einladung folgte, in Seewis zu predigen, provozierten calvinistische Bauern einen Tumult, machten Fidelis’ österreichische Eskorte nieder und erschlugen ihn.

Verehrung: Fidelis wurde zuerst neben der Kirche von Seewis begraben und später in der Kathedrale von Chur beigesetzt. 1729 wurde er als erster Märtyrer des Kapuzinerordens selig- und 1746 heiliggesprochen. Seine Hauptreliquie wird im Kapuzinerkloster Feldkirch aufbewahrt.

Darstellung: als Kapuzinerpater mit Schwert und einem nägelbeschlagenen Knüppel

Patron: von Feldkirch und Sigmaringen, von Hohenzollern und Vorarlberg, der (Erz-)Diözesen Freiburg und Feldkirch, der Juristen, vor Gericht, für die Ausbreitung des Glaubens, gegen Kopfschmerzen.
(bistumaugsburg)

Fidelis von Sigmaringen in der Innsbrucker Kapuzinerkirche, 2020

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Egbert von Irland.

Hauptaltar der Wiener Kapuzinerkirche, Mitte Franziskus vor Christus, links der hl. Fidelis,
rechts der hl. Josef von Leonissa, beide von Josef Baumgartner, 1759

Kapuzinerkirche hl. Maria zu den Engeln, Wien

Mittwoch, 13. August 2025

Santo subito - man kann es nicht oft genug wiederholen

 

Wiener Kapuzinerkirche

Die zwei Denkmäler vom sel. Marco innerhalb und außerhalb der Wiener Kapuzinerkirche
(Die Befreiung Wiens) 

Die Feier der hl. Messe auf dem Kahlenberg vor dem Angriff der Entsatztruppen

Die Rettung Wiens durch die Hilfe von Marco von Aviano und der Gottesmutter, auf dem Kahlenberg
Hoeß SJ, Lebensbeschreibung, Walter Lang

2013: Der Retter Wiens, Grab in der Kapuzinerkirche (Br. Erhard Mayerl, Kardinal Schönborn anlässlich der Seligsprechung von P. Marco 2003)

Dem Schutzgeist Wiens und Österreichs in der Türkennoth 1683

 

Marco d'Aviano, Kapuziner-Prediger aus der Provinz Venedig, war eine der bedeutendsten religiösen Persönlichkeiten des 17. Jahrhunderts. Als überzeugender Verkünder von Umkehr und Versöhnung, als Mahner zu einem erneuerten christlichen Lebens, als Apostel der Liebesreue durchzog er die Straßen Europas, verkündete das Wort Gottes und rief die Menschen seiner Zeit zum Glauben und zur Buße, wobei seine Botschaft durch die Gabe wunderbarer Bekehrungen und Heilungen beglaubigt und verstärkt wurde. 

Geboren in Aviano-Friaul am 17. November 1631 als Sohn von Pasquale Cristofori und Rosa geb. Zanoni, die zur wohlhabenden Bürgerschaft des Ortes gehörten und deren Ehe noch weitere zehn Kinder entsprossen, wurde er noch am selben Tag auf den Namen Carlo Domenico getauft. In seinem Heimatort erfuhr er die erste religiöse und kulturelle Formung, die 1643-1647 am Jesuitenkolleg von Görz vertieft wurde. 

Der Kampf um Candia, der zwischen der Republik Venedig und dem ottomanischen Heer tobte, erweckte in jenen Jahren eine gewisse Heldenstimmung, die auch das Leben des jungen Mannes aus Aviano entscheidend prägte. Beseelt vom Verlangen, den Kriegsschauplatz zu erreichen und dort für die Verteidigung des Glaubens selbst sein Blut zu vergießen, verließ er das Kolleg von Görz und erreichte nach Tagen Capodistria, wo er, erschöpft von Hunger und den Strapazen der Reise, an der Pforte des Kapuzinerklosters anklopfte. Der Obere des Klosters bot ihm nicht nur Speise und Rast, sondern gab ihm auch den guten Rat zu seinen Eltern heimzukehren. 

Während seines kurzen Aufenthalts bei den Kapuzinern von Capodistria entdeckte er im Licht der Gnade die Möglichkeit, seine Berufung zum Apostel und Märtyrer auf eine andere Weise zu verwirklichen. Schließlich fasste er den festen Entschluss, die Welt zu verlassen und das strenge Leben der Kapuziner auf sich zu nehmen. Im September 1648 wurde er in das Noviziat in Conegliano aufgenommen. Ein Jahr später, am 21. November 1649, legte er unter dem Namen Marco d'Aviano (Markus aus Aviano) seine Ordensgelübde ab. Anschließend absolvierte er das reguläre Studium und wurde am 18. September 1655 zum Priester geweiht.

Marco zeichnete sich aus durch ein tiefes Gebetsleben, durch Liebe zur Gemeinschaft, durch Demut und Bescheidenheit sowie durch Eifer in der Beobachtung der Regel und der Satzungen des Ordens. Im September 1664 erhielt er das ”Predigerpatent“. Von diesem Zeitpunkt an lebte er mit voller Energie dem Apostolat des Wortes Gottes, das er in ganz Italien verkündete, besonders in den ”starken Zeiten“ des Advents und der Fasten.

Am 18. September 1676 fand ein Ereignis statt, das den demütigen Kapuziner aus der Verborgenheit seiner Klosterzelle heraus in das helle Licht der allgemeinen Aufmerksamkeit holte: Er war ins Kloster San Prosdocimo in Padua zum Predigen eingeladen. Dort wurde durch sein Gebet und seinen Segen die Nonne Vincenza Francesconi, die seit etwa 13 Jahren krank und ans Bett gefesselt war, von einem Augenblick zum anderen geheilt. Bald gab es weitere ähnliche außergewöhnliche Ereignisse, durch die große Volksmengen angezogen wurden.

Unbeeindruckt von dem Aufsehen, dass sich immer stärker um ihn verbreitete und das zur Folge hatte, dass man sein Auftreten bald auch außerhalb Italiens wünschte, setzte der Diener Gottes sein apostolisches Wirken fort, besonders seine markante, immer auf das Wesentliche bezogene Predigt. Vor allem ermahnte er seine Zuhörer zur Vertiefung des Glaubens und zu einer christlichen Lebenspraxis, zum Bereuen ihrer Sünden und zur notwendigen Buße. Alle gemeinsam ließ er ein Reuegebet sprechen und erteilte dann seinen Segen, der stets reiche geistliche Früchte brachte und nicht selten wunderbare Ereignisse und außergewöhnliche Heilungen bewirkte. 

Gerade wegen dieser wunderbaren Ereignisse verlangte man überall das Kommen des Dieners Gottes, und so unternahm er in den letzten zwanzig Jahren seines Lebens seine aufreibenden apostolischen Reisen durch große Teile Europas.

Zu den hohen Persönlichkeiten, die inständig nach seinem Besuch verlangten und ihm ihre Freundschaft boten, zählen der Landesherr von Tirol, Herzog Karl von Lothringen und seine Gattin Eleonora, Philipp Wilhelm, der Herzog von Neuburg, und sein Sohn Johann Wilhelm, der Kurfürst von Bayern Maximilian Emanuel und dessen Onkel Maximilian Philipp, die Prinzessin von Vaudemont Anna Elisabeth, die Dauphine von Frankreich Maria Anna Christina Victoria, der König von Spanien Karl II. und seine zweite Gattin Marianne von Neuburg, und ganz besonders König Jan Sobjeski von Polen, Kaiser Leopold I. und verschiedene Vertreter des kaiserlichen Hofes. Ziele seiner Reisen in diesen Jahren waren Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, die Schweiz, Böhmen und Österreich. 

Besondere Beachtung verdient die enge Beziehung zwischen Padre Marco und Kaiser Leopold I. Angefangen von der ersten Begegnung, die im September 1680 in Linz stattfand, bis zu seinem Tod, war der Diener Gottes für Leopold Freund, Ratgeber, Seelsorger und Vertrauter in allen Belangen und bei allen Problemen, ob sie nun familiärer, politischer, wirtschaftlicher, militärischer oder religiöser Natur waren. Beide Charaktere ergänzten sich auf umfassende Weise: Es war providenziell, dass der unsichere, unentschlossene Leopold der starken und entschlossenen Persönlichkeit von Padre Marco begegnete, der seinem Zeitgenossen nicht nur als Freund aufrichtig zugetan war, sondern ihm auch Mut, Stärke, Entschiedenheit, Sicherheit im Urteilen und Handeln, Hilfe und Wegweisung in geistlichen Fragen, Zuversicht und Rat in seinen Gewissensnöten und bei seinen Regierungspflichten vermittelte. 

Gedrängt vom Kaiser und von Rom beauftragt, musste sich Marco d'Aviano mindestens vierzehn mal zum kaiserlichen Hof begeben und aktiv am Feldzug gegen die Türken teilnehmen und zwar in zweifacher Eigenschaft als Päpstlicher Legat und als Apostolischer Missionar. Es war sein großes Verdienst, dass er in entscheidender Weise zur der Befreiung Wiens von der türkischen Belagerung am 12. September 1683 beigetragen hat. Von 1683 bis 1689 nahm er persönlich an den Verteidigungs- und Befreiungsfeldzügen teil. Dabei war es sein Ziel, innerhalb des kaiserlichen Heeres positive und freundschaftliche Beziehungen zu stiften und zu stärken, alle zu einem wahrhaft christlichen Verhalten zu ermahnen und die Soldaten seelsorglich zu betreuen. Es gab große militärische Erfolge, wie die Befreiung von Buda am 2. September 1686 und die Befreiung von Belgrad am 6. September 1688. In den folgenden Jahren entfaltete er eine rege Tätigkeit, um innerhalb Europas Frieden zu stiften, vor allem zwischen Frankreich und dem Kaiserreich, und um die Einheit der katholischen Mächte zur Verteidigung des Glaubens zu fördern, der ja immer noch durch die Macht der Ottomanen bedroht war. 

Im Mai 1699 unternahm Marco d'Aviano seine letzte Reise in die Hauptstadt des Reiches. Sein schon angeschlagener Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends, so dass er schließlich jede Aktivität abbrechen musste. Am 2. August empfing er im Kapuzinerkloster den Besuch der kaiserlichen Familie und dann nach und nach Besuche der bedeutendsten Persönlichkeiten der Stadt. Am 12. August überbrachte der Päpstliche Nuntius Andrea Santa Croce dem Kranken persönlich den Apostolischen Segen des Papstes Innozenz XII. Er empfing auch die Sakramente und erneuerte seine Ordensprofess. Am 13. August 1699 ist Padre Marco d'Aviano in Gegenwart seines kaiserlichen Freundes Leopold I. und der Kaiserin Eleonora, mit den Händen das Kreuz fest umfassend sanft im Herrn entschlafen. Um es der großen Volksmenge, die von überall herbeiströmte, zu ermöglichen, ein letztes Mal die sterblichen Überreste des Kapuziners aus Aviano zu sehen und zu verehren, setzte der Kaiser die Begräbnisfeierlichkeiten für den 17. August an und bestimmte schließlich, dass er in der Gruft der Kapuziner beigesetzt würde, jedoch an einem besonderen Platz in der Nähe der kaiserlichen Ruhestätte. Schon Kaiser Leopold gedachte, den Seligsprechungsprozess einleiten zu lassen. Aus diesem Grund verfügte er nach vier Jahren die Übertragung der sterblichen Überreste von Marco d'Aviano in eine Kapelle der Kapuzinerkirche, wo sie noch heute ruhen. 

Wenn die persönliche Botschaft von Marco d'Aviano sich an jeden Christen wendet um ihn nachdrücklich einzuladen, treu den Weg der Umkehr und des Glaubens zu gehen, so beschwört und betont er in einem weiterem Horizont die christliche Identität Europas, die wir durch Apostolat und Gebet retten und erhalten können. In diesem Sinn gab er sich selber den Beinamen, der sein Lebensprogramm ausdrückte und der heute noch aktuell ist: ”Geistlicher Arzt Europas“.
Biographie Vatikan


Großer, barmherziger Gott, du hast den seligen Markus von Aviano gesandt, den Völkern den unergründlichen Reichtum Christi zu verkünden. Durch seine Fürsprache verleihe uns, dass auch wir dich immer tiefer erkennen, vor dir im Geist des Evangeliums leben und durch unser Tun reiche Frucht bringen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

Seliger Marco, an deinem Grab bitten wir dich, hilf uns, hilf Europa
in allen Bedrängnissen und Nöten.

Heute gedenkt die Kirche auch des Papstes Pontianus und des hl. Hippolyt von Rom.

Dienstag, 18. Mai 2021

Felix von Cantalice

 

Kapuzinerkirche Brixen
 

Felix von Cantalice, Kapuzinerlaienbruder. Felix stammte aus Umbrien und wurde 1543 Laienbruder im Kapuzinerorden. Über vierzig Jahre lang übte er in Rom das Amt des Almosensammlers aus und erhielt wegen seiner Dankesworte den Namen „Bruder Deogratias“.
Er war mit dem hl. Karl Borromäus und dem hl. Philipp Neri befreundet. Seine persönliche Lebensstrenge und Demut verband er mit großer Geduld und liebenswürdiger Freundlichkeit.

Trotz schwerer und schmerzhafter Erkrankung an Koliken weigerte er sich, Gott um Linderung zu bitten: „Wenn Gott mir Schmerzen schickt, warum sollte ich nicht aus Liebe zu ihm leiden?“
Beim Gebet wurden ihm oft mystische Gnadenerweise zuteil. Bruder Felix starb am 18. Mai 1587 in Rom, sein Sarg wurde von Papst und Kardinälen begleitet. Er wurde 1712 heilig gesprochen und ist der meistverehrte Heilige des Kapuzinerordens.
(Martyrologium Sancrucense)

Heute gedenkt die Kirche auch der Ursulinenschwester Blandine Merten und vor der Liturgiereform des hl. Erich von Schweden.


Eines Nachts erscheint Felix die Muttergottes und lässt ihn das Jesuskind halten
Kapuzinerkirche, Brixen, linker Seitenaltar

 Heiliger Felix, bitte für uns!

Dienstag, 21. Juli 2020

Laurentius von Brindisi, Kirchenlehrer

Laurentius von Brindisi in der Mitte


Ordenspriester, Kirchenlehrer
Namensdeutung: aus Laurentum stammend (lat.), mit Lorbeer bekränzt (volkstüml.)
Namenstage: Laurentius, Laurenz, Laurent, Lars, Lasse, Lawrence, Lorenz, Loris, Lorin, Enzo, weibl.: Laurentia, Laura, Laurence, Laurie, Renzi
Gedenktag: 21. Juli
Lebensdaten: geboren am 22. Juli 1559 in Brindisi, gestorben am 22. Juli 1619 in Lissabon

Lebensgeschichte: Giulio Cesare de Rossi war Schüler und Oblate der Franziskaner-Konventualen in Brindisi und trat 1575 als Fra Lorenzo in den jungen Kapuzinerorden ein. Nach der Priesterweihe 1582 wurde er bei der Ausbildung des Ordensnachwuchses eingesetzt. Laurentius hatte sich im Studium in Padua und Venedig überragende theologische Kenntnisse sowie zahlreiche Sprachen angeeignet. Er sprach neben Italienisch und Latein auch fließend Deutsch und Französisch und beherrschte die biblischen Sprachen wie Griechisch, Syrisch und Hebräisch so gut, dass ihn Juden bei Streitgesprächen für einen konvertierten Juden hielten. Von seinem phänomenalen Gedächtnis hieß es, er könne die gesamte Heilige Schrift auf Latein, Griechisch und Hebräisch auswendig.
In etwas mehr als zehn Jahren stieg er in der Ordenshierarchie vom Provinzial der Toskana über die Leitung der Provinzen Venedig, Schweiz, Böhmen-Österreich, Tirol-Bayern und Genua bis zur Führung des gesamten Ordens als Generalminister auf. In diesen Funktionen bereiste er halb Europa zu Fuß und gründete zahlreiche Klöster.
1601 entsandte ihn Papst Clemens VIII. zu Kaiser Rudolf nach Prag und von dort aus als obersten Feldkaplan zu den kaiserlichen Truppen nach Ungarn. Nicht zuletzt auf Laurentius’ anfeuernde, mehrsprachige Predigten und mutiges Vorangehen soll der Sieg über die Türken bei Stuhlweißenburg zurückzuführen sein.
1606 von Papst Paul V. nach Deutschland entsandt, nahm er gegenreformatorischen Einfluss auf die Politik der katholischen Fürsten. Mit Herzog Maximilian von Bayern verband ihn eine enge Freundschaft. Er fädelte die widerrechtliche Exekution der Reichsacht über das schwäbische Donauwörth durch die Bayern ein und organisierte 1609 die Katholische Liga gegen die Protestantische Union – damit waren die Fronten des Dreißigjährigen Krieges geboren.
Bei aller diplomatischen Umtriebigkeit war Bruder Laurentius ein tief innerlicher Priester, dessen Eucharistiefeiern vor lauter Andacht mehrere Stunden dauern konnten, ein als Star gefeierter Prediger, dessen Verehrung ihn zu Verkleidungen und Schleichwegen zwangen, und ein fruchtbarer Schriftsteller. Neben seinen Predigten sind ein Genesis-Kommentar zu nennen sowie die erste Auseinandersetzung mit Martin Luther auf der Grundlage einzig der Heiligen Schrift.
1618 reiste er als Unterhändler der durch den Vize-König bedrückten Neapolitaner zu König Philipp III. von Spanien nach Lissabon, wo er an seinem 60. Geburtstag starb, möglicherweise an einem Giftanschlag.

Verehrung: Bruder Laurentius wurde auf dem Friedhof des Klarissenklosters von Villafranca del Bierzo im nordspanischen León beigesetzt, das Grab wurde jedoch während der napoleonischen Besatzung 1808 zerstört. Er wurde 1783 selig-, 1881 heiliggesprochen und 1959 zum Kirchenlehrer erhoben.
Darstellung: als Kapuziner mit Kreuz oder tief im Gebet versunken
Patron: von Brindisi, der Kapuzinerprovinz Österreich-Südtirol
(Bistum Augsburg)

Kapuzinerheilige bzw. Heilige aus Ungarn, in der Mitte Franziksus und Christus

ie Waffen, mit denen der Glaube verteidigt sein will, sind: das heilige Leben derer, die den Glauben predigen und lehren, und die Geduld in Leiden und Verfolgung.
Die Waffen, mit denen der Glaube verteidigt sein will, sind: das heilige Leben derer, die den Glauben predigen und lehren, und die Geduld in Leiden und Verfolgung.


ie Waffen, mit denen der Glaube verteidigt sein will, sind: das heilige Leben derer, die den Glauben predigen und lehren, und die Geduld in Leiden und Verfolgung.

Die Waffen, mit denen der Glaube verteidigt sein will, sind:
das heilige Leben derer, die den Glauben predigen und lehren,
und die Geduld in Leiden und Verfolgung.
(Laurentius von Brindisi)


Krypta der Basilika Mariä Himmelfahrt in Gödöllö, Ungarn

Dienstag, 21. April 2020

Gebet zum Bruder Konrad in Not und Bedrängnis

Statue von Konrad von Parzham im Kloster Altötting



Heiliger Bruder Konrad,
du Liebhaber der Armen und Bedrängten,
sei in Demut und Liebe von mir armen Erdenpilger gegrüßt!

Ich fasse großes Vertrauen zu dir, weil du ja in deinen Erdentagen
schon Tag für Tag armen und bedrängten Herzen Helfer und Tröster warst.
Diese deine Liebe zu den Armen ist aber heute, wo du im Himmel bist,
noch viel größer geworden, so daß ich fürwahr voll Zuversicht mich dir nahen kann.

So stehe ich denn vor dir und klage dir mein Elend und meine Not.
Ich weiß zwar, daß ich armer Mensch nicht würdig deiner Liebe bin,
aber schaue nicht auf meine Armseligkeit, sondern auf deine große Güte und erhöre mich!
Amen.


Ausstellung im Konradkloster (1)
Die Glasfenster in St. Konrad in Altötting
Am Grab des hl. Bruder Konrad von Parzham
Das glühende Gebet des hl. Konrad
Die Marienminne des hl. Konrad

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Anselm von Canterbury

Dienstag, 30. Juli 2019

Leopold Mandic

Leopold Mandic, Kapuzinerkloster Padua



Da der Herr mir die Gabe des Wortes zum Predigen nicht schenkte,
will ich im heiligen Bußsakrament Seelen zu Gott führen.

Wie schwach ist doch die menschliche Natur.
Die Erbsünde hat sie schrecklich verwundet.
Wie sehr brauchen wir die unendliche Barmherzigkeit Gottes!


Fassen wir diese Vaterhand, die in unermesslicher Liebe für uns sorgt.
Wir müssen durch die Prüfung hindurch gehen, ohne es äusserlich merken zu lassen,
denn wir wissen,
dass Gott uns durch die Freude auf die Prüfung
und durch die Prüfung auf größere Gnaden vorbereitet.


Leopold Mandic, Apostel der Barmherzigkeit

Am Grab des hl. Leopold Mandic in Padua

Das Erbarmen des Herrn übersteigt jede Erwartung, Beichtstühle, Kapuzinerkloster Padua

Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Erentrudis von Salzburg.