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| Verrat des Judas, Svatý Hostýn, Tschechien |
Der mein Brot aß, hob hoch über mich die Ferse.
Den ich küssen werde, der ist es, den ergreift.
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| Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Svatý Hostýn |
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| Svatý Hostýn |
ELFTE STATION
Jesus wird ans Kreuz genagelt
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
Aus dem Evangelium nach Markus. 15, 25-27
Es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten.
Und eine Aufschrift (auf einer Tafel) gab seine Schuld an:
Der König der Juden.
Zusammen mit ihm kreuzigten sie zwei Räuber,
den einen rechts von ihm, den anderen links.
MEDITATION
"Sie durchbohren mir Hände und Füße. Man kann all meine Knochen
zählen" (Ps 22, 17-18). "Man kann ..... zählen": was für prophetische
Worte! Man weiß jedoch, daß dieser Leib ein Lösegeld ist. Ein hohes
Lösegeld ist dieser ganze Leib: die Hände, die Füße und jeder Knochen.
Der ganze Mensch in höchster Spannung: Skelett, Muskeln, Nervensystem,
jedes Organ, jede Zelle, alles ist in höchstem Maße angespannt. "Wenn
ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle Menschen an mich ziehen"
(Joh 12, 32).
Diese Worte drücken die volle Wirklichkeit der
Kreuzigung aus. Zu ihr gehört auch diese schreckliche Spannung, die
durch die Hände, die Füße und alle Knochen geht: die schreckliche
Spannung des ganzen Leibes, der, nachdem er wie ein Gegenstand an die
Balken des Kreuzes genagelt wurde, im Todeskampf bis zum Äußersten
erniedrigt wird. Und in dieselbe Wirklichkeit der Kreuzigung tritt die
ganze Welt ein, die Jesus an sich ziehen will (vgl. Joh 12, 32). Die
Welt ist der Zugkraft des Leibes ausgesetzt, der sich aus Trägheit nach
unten wendet.
In eben dieser Spannung liegt das Leiden des Gekreuzigten.
"Ihr stammt von unten, ich stamme von oben" (Joh 8, 23). Seine Worte
vom Kreuz herab lauten: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was
sie tun" (Lk 23, 34).
ANRUFUNGEN
Christus, vom Haß gekreuzigt,
von der Liebe zum Zeichen der Versöhnung und des Friedens gemacht.
R. Christe, eleison.
Christus, durch das am Kreuz vergossene Blut
hast du den Menschen, die Welt und den gesamten Kosmos losgekauft.
R. Christe, eleison.
Alle:
Pater noster, qui es in caelis
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Sancta mater, istud agas,
Crucifixi fige plagas
cordi meo valide.
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| Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Svatý Hostýn |
ZEHNTE STATION
Jesus wird seiner Kleider beraubt
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
Aus dem Evangelium nach Markus. 15, 24
Die Soldaten warfen das Los
und verteilten seine Kleider unter sich
und gaben jedem, was ihm zufiel.
MEDITATION
Als Jesus auf Golgotha ohne Kleider dasteht (vgl. Mk 15, 24 usw.),
wenden sich unsere Gedanken seiner Mutter zu: sie gehen zurück zum
Ursprung dieses Leibes, der schon jetzt, vor der Kreuzigung, eine
einzige Wunde ist (vgl. Jes 52, 14). Das Geheimnis der Menschwerdung:
Der Sohn Gottes nimmt aus dem Schoß der Jungfrau seinen Leib an (vgl. Mt
1, 23; Lk 1, 26-38). Der Sohn Gottes spricht zum Vater mit den Worten
des Psalms: "An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen...,
doch einen Leib hast du mir geschaffen" (Ps 40, 8.7; Hebr 10, 6.5). Der
Leib des Menschen ist Ausdruck seiner Seele. Der Leib Christi ist
Ausdruck der Liebe zum Vater: "Darum sage ich: Ja, ich komme... Deinen
Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude" (Ps 40, 9; Hebr 10, 7). "Ich
tue immer das, was ihm gefällt" (Joh 8, 29). Mit jeder Wunde, mit jedem
Schmerzensschauer, mit jedem Muskelriß, mit jedem vergossenen
Blutstropfen, mit der ganzen Ermüdung der Arme, mit den Wunden an Hals
und Schultern, mit dem schrecklichen Schmerz an den Schläfen erfüllt
dieser entblößte Leib den Willen des Sohnes und jenen des Vaters. Dieser
Leib erfüllt den Willen des Vaters, als er seiner Kleider beraubt und
als Folterobjekt behandelt wird; als er in sich den unermeßlichen
Schmerz des geschändeten Menschseins umschließt.
Der Leib des Menschen wird auf vielfältige Weise geschändet.
Bei dieser Station müssen wir an die Mutter Christi denken, denn unter
ihrem Herzen, in ihren Augen und geborgen in ihren Händen hat der Leib
des Gottessohnes vollkommene Anbetung empfangen.
ANRUFUNGEN
Jesus, heiliger Leib,
noch immer geschändet in deinen lebendigen Gliedern.
R. Kyrie, eleison.
Jesus, aus Liebe aufgeopferter Leib,
noch immer getrennt in deinen Gliedern.
R. Kyrie, eleison.
Alle:
Pater noster, qui es in caelis
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Fac ut ardeat cor meum
in amando Christum Deum,
ut sibi complaceam.
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| Svatý Hostýn |
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| Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Svatý Hostýn |
NEUNTE STATION
Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
Aus dem Buch der Klagelieder. 3, 27-32
Gut ist es für den Mann, ein Joch zu tragen
in der Jugend.
Er sitze einsam und schweige,
wenn der Herr es ihm auflegt.
Er beuge in den Staub seinen Mund;
vielleicht ist noch Hoffnung.
Er biete die Wange dem, der ihn schlägt,
und lasse sich sättigen mit Schmach.
Denn nicht für immer verwirft der Herr.
Hat er betrübt, erbarmt er sich auch wieder
nach seiner großen Huld.
MEDITATION
"Er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am
Kreuz" (Phil 2, 8). Jede Station dieses Kreuzwegs ist ein Meilenstein
dieses Gehorsams und dieser Erniedrigung.
Das Ausmaß dieser
Entäußerung begreifen wir, wenn wir den Worten des Propheten folgen:
"Der Herr lud auf ihn die Schuld von uns allen... Wir hatten uns alle
verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg. Doch der Herr lud
auf ihn die Schuld von uns allen" (Jes 53, 6).
Das Ausmaß dieser
Erniedrigung erfassen wir, wenn wir sehen, daß Jesus wieder, zum dritten
Mal, unter dem Kreuz zusammenbricht. Wir begreifen es, wenn wir darüber
nachdenken, wer da zu Boden stürzt, wer da unter dem Kreuz im
Straßenstaub liegt, neben den Füßen feindseliger Leute, die ihn mit
Demütigungen und Schmähungen nicht verschonen...
Wer ist das, der zu
Boden stürzt? Wer ist Jesus Christus? "Er war Gott gleich, hielt aber
nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde
wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines
Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod
am Kreuz " (Phil 2,6-8).
ANRUFUNGEN
Jesus Christus,
du hast die Bitterkeit der Erde verkostet,
um das Stöhnen des Schmerzes in Jubelgesang zu verwandeln.
R. Christe, eleison.
Jesus Christus,
der du dich im Fleisch erniedrigt hast,
um die ganze Schöpfung zu adeln.
R. Christe, eleison.
Alle:
Pater noster, qui es in caelis
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Eia, mater, fons amoris,
me sentire vim doloris
fac, ut tecum lugeam.
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| Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Svatý Hostýn |
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| Kreuzweg, Svatý Hostýn |
ACHTE STATION
Jesus begegnet den Frauen von Jerusalem
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
Aus dem Evangelium nach Lukas. 23, 28-31
Jesus wandte sich zu den Frauen und sagte:
"Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht über mich;
weint über euch und eure Kinder!
Denn es kommen Tage, da wird man sagen:
Wohl den Frauen, die unfruchtbar sind, die nicht geboren
und nicht gestillt haben.
Dann wird man zu den Bergen sagen:
Fallt auf uns!, und zu den Hügeln: Deckt uns zu!
Denn wenn das mit dem grünen Holz geschieht,
was wird dann erst mit dem dürren werden?".
MEDITATION
Das ist der Aufruf zur Reue, zur wahren Reue, zur wahrhaftigen Trauer
über das begangene Übel. Jesus sagt zu den Frauen von Jerusalem, die
bei seinem Anblick weinen: "Weint nicht über mich; weint über euch und
eure Kinder!" (Lk 23, 28). Man darf nicht an der Oberfläche des Übels
stehen bleiben, man muß zu seinen Wurzeln, zu den Ursachen, bis zur
äußersten Wahrheit des Gewissens vordringen.
Genau das will Jesus
sagen, der das Kreuz trägt, der von jeher "wußte, was im Menschen ist"
(vgl. Joh 2, 25), und der es immer weiß. Darum muß er stets der
allernächste Zeuge unserer Handlungen und der Urteile sein, die wir uns
über sie in unserem Gewissen bilden. Vielleicht läßt er uns sogar
begreifen, daß diese Urteile überlegt, vernünftig und sachlich sind, so
daß er sagt: "Weint nicht!" - Und doch müssen sie zugleich mit alldem
verbunden sein, was diese Wahrheit enthält: Er weist uns darauf hin,
weil er es ist, der das Kreuz trägt.
Ich bitte dich, Herr, in der Wahrheit leben und wandeln zu können!
ANRUFUNGEN
Herr Jesus, weise und barmherzig,
Wahrheit, die zum Leben führt.
R. Kyrie, eleison.
Herr Jesus, von Mitleid erfüllt,
deine Gegenwart stillt in der Stunde der Prüfung unsere Trauer.
R. Kyrie, eleison.
Alle:
Pater noster, qui es in caelis
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Tui nati vulnerati,
tam dignati pro me pati
poenas mecum divide.
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| Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Svatý Hostýn |
SIEBTE STATION
Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
Aus dem Buch der Klagelieder. 3, 1-2.9.16
Ich bin der Mann, der Leid erlebt hat
durch die Rute seines Grimms.
Er hat mich getrieben und gedrängt
in Finsternis, nicht ins Licht...
Mit Quadern hat er mir den Weg verriegelt,
meine Pfade irregeleitet...
Meine Zähne ließ er auf Kiesel beißen,
er drückte mich in den Staub.
MEDITATION
"Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott, vom Volk
verachtet" (Ps 22, 7): Die Worte des als Prophet sprechenden Psalmisten
finden ihre volle Verwirklichung in diesen engen, steilen Gassen
Jerusalems in den letzten Stunden vor dem Paschafest. Und wie man weiß,
sind diese Stunden, gerade vor dem Fest, mühsam, und die Straßen
überfüllt. Und in diesem Rahmen bewahrheiten sich die Worte des
Psalmisten, auch wenn niemand daran denkt. All dessen sind sich
zweifellos diejenigen nicht bewußt, die ihre Verachtung zeigen und für
die dieser Jesus von Nazaret, der zum zweiten Mal unter dem Kreuz fällt,
zu einem Objekt des Spottes geworden ist.
Und er will das. Er will,
daß sich die Prophezeiung erfüllt. Er fällt also, erschöpft vor
Anstrengung. Er fällt nach dem Willen des Vaters. Dieser Wille kommt
auch in den Worten des Propheten zum Ausdruck. Er fällt, weil es sein
eigener Wille ist, denn: "Wie würde dann aber die Schrift erfüllt?" (Mt
26, 54): "Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch" (Ps 22, 7), also nicht
einmal "Ecce Homo" (Joh 19, 5), sondern noch geringer, noch schlechter.
Der Wurm kriecht, an die Erde geheftet; der Mensch hingegen als König
der Geschöpfe geht aufrecht über sie. Der Wurm nagt auch am Holz: wie
der Wurm, so nagt das Schuldgefühl über die Sünde am Gewissen des
Menschen. Gewissensbisse darüber, daß Jesus zum zweiten Mal fällt.
ANRUFUNGEN
Jesus von Nazaret, zur Schande der Menschen geworden,
um alle Geschöpfe zu adeln.
R. Kyrie, eleison.
Jesus, Diener des Lebens,
von den Menschen zermalmt, von Gott erhöht.
R. Kyrie, eleison.
Alle:
Pater noster, qui es in caelis
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Pro peccatis suae gentis
vidit Iesum in tormentis
et flagellis subditum.
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| Svatý Hostýn |
SECHSTE STATION
Veronika trocknet das Antlitz Jesu
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
Aus dem Buch des Propheten Jesaja. 53, 2-3
Er hatte keine schöne und edle Gestalt,
so daß wir ihn anschauen mochten.
Er sah nicht so aus, daß wir Gefallen fanden an ihm.
Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden,
ein Mann voller Schmerzen, mit Krankheit vertraut.
Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt.
MEDITATION
Die Überlieferung hat uns mit Veronika bekanntgemacht. Sie
vervollständigt vielleicht die Geschichte des Mannes aus Zyrene. Denn es
ist sicher, daß sie - auch wenn sie als Frau das Kreuz nicht physisch
getragen hat und auch nicht dazu gezwungen worden ist - dieses Kreuz
gewiß mit Jesus mitgetragen hat: sie hat es so getragen, wie sie es
vermochte, wie ihr es in jenem Augenblick möglich war, und wie ihr Herz
es ihr eingab. Und sie hat sein Antlitz getrocknet.
Dieses Detail,
das uns die Tradition überliefert, läßt sich allem Anschein nach auch
leicht erklären: auf dem Schweißtuch, mit dem sie ihm das Angesicht
getrocknet hat, sind die Gesichtszüge Christi abgedrückt geblieben. Da
das Antlitz ganz mit Blut und Schweiß bedeckt war, konnte es Spuren und
Umrisse hinterlassen.
Der Sinn dieses Details kann jedoch auch
anders interpretiert werden, wenn man es im Licht der Rede Christi vom
Weltgericht sieht. Zweifellos werden viele fragen: "Herr, wann haben wir
das getan?". Und Jesus wird antworten: "Was ihr für einen meiner
geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" (vgl. Mt 25,
37-40). In der Tat drückt der Heiland jedem Akt der Nächstenliebe die
Ähnlichkeit mit ihm ein, wie er es auf dem Tuch der Veronika getan hat.
ANRUFUNGEN
O Antlitz des Herrn Jesus,
vom Schmerz entstellt, strahlend von göttlicher Herrlichkeit.
R. Kyrie, eleison.
O heiliges Antlitz,
als Siegel in jede Liebestat eingeprägt.
R. Kyrie, eleison.
Alle:
Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Quis non posset contristari,
piam matrem contemplari
dolentem cum Filio?
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| Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Svatý Hostýn |
FÜNFTE STATION
Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz tragen
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
Aus dem Evangelium nach Markus. 15, 21-22
Einen Mann, der gerade vom Feld kam,
Simon von Zyrene,
den Vater des Alexander und des Rufus,
zwangen sie sein Kreuz zu tragen.
Und sie brachten Jesus an einen Ort namens Golgota,
das heißt übersetzt: Schädelhöhe.
MEDITATION
Simon von Zyrene, der angehalten wurde, das Kreuz zu tragen (vgl. Mk
15, 21; Lk 23, 26), wollte es gewiß nicht tragen. Er ist also dazu
gezwungen worden. Er ging neben Christus unter derselben Last. Er lieh
ihm seine Schultern, als die Schultern des Verurteilten zu schwach zu
sein schienen. Er war ihm ganz nahe: näher als Maria, näher als
Johannes, der, obwohl auch er ein Mann war, nicht gerufen worden ist, um
ihm zu helfen. Sie haben ihn, Simon von Zyrene, den Vater des Alexander
und des Rufus, gerufen, wie das Markusevangelium berichtet (Mk 15, 21).
Sie haben ihn gerufen, ja sie haben ihn gezwungen.
Wie lange hat
dieser Zwang gedauert? Wie lange ist er neben ihm gegangen und hat dabei
zu erkennen gegeben, daß ihn nichts mit dem Verurteilten, mit seiner
Schuld, mit seiner Strafe verband? Wie lange ist er so gegangen,
innerlich gespalten durch eine Sperre der Gleichgültigkeit gegenüber dem
Mann, der litt? "Ich war nackt, ich war durstig, ich war im Gefängnis"
(vgl. Mt 25, 35.36), ich habe das Kreuz getragen... und: Hast du es mit
mir getragen? ... Hast du es wirklich bis zum Ende mit mir getragen?
Das wissen wir nicht. Der heilige Markus nennt nur den Namen der Söhne
des Mannes aus Zyrene, und die Überlieferung behauptet, daß sie zu der
Christengemeinde gehörten, die dem heiligen Petrus nahestand (vgl. Röm
16, 13).
ANRUFUNGEN
Christus, barmherziger Samariter,
du hat dich an die Seite des Armen, des Kranken und des Geringsten gestellt.
R. Christe, eleison.
Christus, Diener des Ewigen, du betrachtest jede liebevolle Geste
gegenüber dem Verbannten, dem Ausgegrenzten und dem Fremden,
als würde sie dir erwiesen.
R. Christe, eleison.
Alle:
Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Quis est homo qui non fleret,
matrem Christi si videret
in tanto supplicio?
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| Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Svatý Hostýn |
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| Svatý Hostýn, Kreuzweg |
VIERTE STATION
Jesus begegnet seiner Mutter
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
L. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
Aus dem Evangelium nach Lukas. 2, 34-35. 51
Simeon sagte zu Maria, der Mutter Jesu:
Dieser ist dazu bestimmt, daß in Israel
viele durch ihn zu Fall kommen
und viele aufgerichtet werden,
und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird.
Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden.
Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen...
Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen.
MEDITATION
Die Mutter. Maria begegnet dem Sohn auf dem Kreuzweg. Sein Kreuz wird
zu ihrem Kreuz, seine Erniedrigung zu ihrer, die öffentliche Schmach
wird zu ihrer Schmach. Das ist die menschliche Ordnung der Dinge. So
müssen es jene empfinden, die um sie herum sind, und so begreift es ihr
Herz: "...Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen" (Lk
2, 35). Diese Worte, die gesprochen wurden, als Jesus vierzig Tage alt
war, erfüllen sich in diesem Augenblick. Sie erlangen ihre ganze Fülle.
Und durchbohrt von diesem unsichtbaren Schwert, geht Maria dem Golgota
ihres Sohnes und damit ihrem eigenen Golgota entgegen. Christliche
Frömmigkeit und Verehrung sieht sie mit diesem Schwert im Herzen und
stellt sie auf Bildern und in Skulpturen so dar: Mater dolorosa!
Schmerzhafte Mutter!
"Du, die du mit ihm gelitten hast!",
wiederholen die Gläubigen, die im Innersten wissen, daß man das
Geheimnis dieses Leidens so ausdrücken muß. Obwohl dieser Schmerz zu ihr
gehört und sie in der ganzen Tiefe ihrer Mütterlichkeit berührt, wird
die volle Wahrheit dieses Schmerzes mit dem Wort Mitleiden ausgedrückt.
Es gehört zu demselben Geheimnis: es bringt in gewisser Weise die
Einheit mit dem Leiden des Sohnes zum Ausdruck.
ANRUFUNGEN
Heilige Maria, unsere Mutter und Schwester auf dem Weg des Glaubens,
mit dir rufen wir zu deinem Sohn Jesus.
R. Kyrie, eleison.
Heilige Maria, unerschrocken auf dem Weg nach Golgotha,
mit dir flehen wir zu deinem Sohn Jesus.
R. Kyrie, eleison.
Alle:
Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Quae maerebat et dolebat
pia mater, cum videbat
Nati poenas incliti.
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| Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst Svatý Hostýn |
DRITTE STATION
Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
Aus dem Buch des Propheten Jesaja. 53, 4-6
Aber er hat unsere Krankheit getragen
und unsere Schmerzen auf sich geladen.
Wir meinten, er sei von Gott geschlagen,
von ihm getroffen und gebeugt.
Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen,
wegen unserer Sünden zermalmt.
Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm,
durch seine Wunden sind wir geheilt.
Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe,
jeder ging für sich seinen Weg.
Doch der Herr lud auf ihn
die Schuld von uns allen.
MEDITATION
Jesus bricht unter dem Kreuz zusammen. Er fällt zu Boden. Er wendet
nicht seine übermenschlichen Kräfte an, er greift nicht auf die Stärke
der Engel zurück. "Oder glaubst du nicht, mein Vater würde mir sogleich
mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich ihn darum bitte?" (Mt
26, 53). Nein, er bittet nicht darum. Nachdem er den Kelch aus den
Händen des Vaters entgegengenommen hat (Mk 14, 36 usw.), will er ihn bis
zur Neige trinken. Genau das will er. Und deshalb denkt er nicht an
irgendeine übermenschliche Kraft, obgleich sie ihm zur Verfügung stünde.
Diejenigen, die ihn gesehen hatten, als er die menschlichen Gebrechen,
die Verstümmelungen und Krankheiten, ja selbst den Tod in die Schranken
wies, können ein schmerzreiches Wunder erleben. Und jetzt? Verneint er
das alles? "Wir aber hatten gehofft", werden einige Tage später die
Emmaus-Jünger sagen (vgl. Lk 24, 21). "Wenn du Gottes Sohn bist..." (Mt
27, 40), werden ihn die Mitglieder des Hohen Rates verhöhnen. "Anderen
hat er geholfen, sich selbst kann er nicht helfen" (Mk 15, 31; Mt 27,
42), wird die Menge brüllen.
Und er nimmt diese provokanten Sätze
hin, die den ganzen Sinn seiner Sendung, der Reden, die er gehalten, der
Wunder, die er vollbracht hat, aufzuheben scheinen. Er nimmt alle diese
Worte hin, er hat beschlossen, keinen Widerstand zu leisten. Er will
geschmäht werden. Er will schwanken. Er will unter dem Kreuz fallen. Er
will das. Er ist bis zum Ende, bis in die kleinsten Einzelheiten der
Aussage treu: "Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll
geschehen" (vgl. Mk 14, 36 usw.).
Gott wird aus dem Zu-Boden-Fallen Christi unter dem Kreuz das Heil der Menschheit bereiten.
ANRUFUNGEN
Jesus, sanftes Erlöserlamm,
der du die Sünde der Welt trägst.
R. Kyrie, eleison.
Jesus, unser Gefährte in der Zeit der Angst,
verbunden mit der menschlichen Schwachheit,
R. Kyrie, eleison.
Alle:
Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
O quam tristis et afflicta
fuit illa benedicta
mater Unigeniti!
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| Kreuzweg, Svatý Hostýn |
ZWEITE STATION
Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
V: Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
Aus dem Evangelium nach Markus. 15, 20
Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten,
nahmen sie ihm den Purpurmantel ab
und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an.
Dann führten sie Jesus hinaus,
um ihn zu kreuzigen.
MEDITATION
Die Exekution, das heißt der Vollzug des Urteils, nimmt ihren Anfang.
Der zum Tode verurteilte Christus muß das Kreuz auf seine Schultern
laden wie die beiden anderen Verurteilten, die dieselbe Strafe erleiden
sollen: "Er ließ sich unter die Verbrecher rechnen" (Jes 53, 12). Mit
seinem schrecklich zerschlagenen Körper, voller Striemen und Wunden,
während ihm das Blut vom dornengekrönten Haupt über das Gesicht rinnt,
nähert sich Christus dem Kreuz. Ecce Homo! (Joh 19, 5). In ihm ist die
ganze Wahrheit des Menschensohnes, wie sie von den Propheten
vorhergesagt worden war, die von Jesaja angekündigte Wahrheit über den
Knecht Jahwes: "Er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen..., durch
seine Wunden sind wir geheilt" (Jes 53, 5).
Bei ihm ist - was
Erstaunen erregt - auch eine gewisse Konsequenz dessen gegeben, was der
Mensch mit seinem Gott getrieben hat. Pilatus sagt: "Ecce Homo! Seht, da
ist der Mensch!" (Joh 19, 5): "Seht, was ihr aus diesem Menschen
gemacht habt!". Aus diesem Satz scheint eine andere Stimme zu sprechen,
die scheinbar sagen will: "Seht, was ihr an diesem Menschen mit eurem
Gott gemacht habt!".
Ergreifend ist das Näherkommen, das
Sich-Dazwischenschalten dieser Stimme, die wir durch die Geschichte mit
dem vernehmen, was uns durch das Bewußtsein des Glaubens erreicht. Ecce
Homo! Jesus, "den man den Messias nennt" (Mt 27, 17), nimmt das Kreuz
auf seine Schultern (Joh 19, 17). Die Urteilsvollstreckung hat begonnen.
ANRUFUNGEN
Christus, Sohn Gottes,
enthülle dem Menschen das Geheimnis des Menschen.
R. Christe, eleison.
Jesus, Knecht des Herrn,
durch deine Wunden sind wir geheilt.
R. Christe, eleison.
Alle:
Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Cuius animam gementem,
contristatam et dolentem
pertransivit gladius.
Mose und die Schlange
(Lesung vom Dienstag der 5. Fastenwoche)
Glasfenster in Salisbury Cathedral, (B16, 18.3.2013, Angelus)
Glasfenster in Saint Aignan in Chartres
Mose mit Schlange in Johannes Nepomuk Kirche, Wien
Bemalte Kacheln/Fliesen in All Saints Margaret Street, London
Lesungen am Montag der 5. Fastenwoche
Susanna im Bade
Tintoretto im Kunsthistorischem Museum in Wien
Susanna im Bade, Georg Schweigger, Kunsthistorisches Museum, Wien
Jesus und die Ehebrecherin
Tintoretto in der Prager Burg, B16, Angelus, 21.3.2010)
Tizian im Kunsthistorischen Museum Wien, B16, Predigt 25.3.2007)
Mosaik in S. Pio da Pietrelcina, Johannes Paul II. in mulieris dignitatem
Glasfenster in der Kathedrale von Troyes
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| 1. Station des Kreuzweges, Jesus wird zum Tod verurteilt, Svatý Hostýn |
ERSTE STATION
Jesus wird zum Tod verurteilt
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
(Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich.
Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.)
Aus dem Evangelium nach Markus. 15, 14-15
Sie schrien noch lauter: "Kreuzige ihn!".
Darauf ließ Pilatus, um die Menge zufriedenzustellen,
Barabbas frei
und gab den Befehl, Jesus zu geißeln
und zu kreuzigen.
MEDITATION
Das Urteil des Pilatus wurde unter dem Druck der Priester und der
Menge gefällt. Die Verurteilung zum Tod durch Kreuzigung hätte ihre
Leidenschaften befriedigen und die Antwort auf das Geschrei: "Kreuzige
ihn! Kreuzige ihn!" (Mk 15, 13-14 ff.) sein sollen. Der römische
Statthalter dachte, sich dem Urteil dadurch zu entziehen, daß er sich
die Hände wusch, so wie er sich zuvor der Worte Christi entledigt hatte,
der sein Reich mit der Wahrheit, mit dem Zeugnis für die Wahrheit (Joh
18, 38), gleichgesetzt hatte. Im dem einen wie im dem anderen Fall
suchte Pilatus, seine Unabhängigkeit zu bewahren, gewissermaßen
"abseits" zu stehen. Aber das war nur die Oberfläche. Das Kreuz, zu dem
Jesus von Nazaret verurteilt wurde (Joh 19, 16), ebenso wie seine
Wahrheit über das Reich (Joh 18, 36-37), sollten zutiefst die Seele des
römischen Statthalters berühren. Das Kreuz war und ist eine Realität,
angesichts derer man nicht abseits oder am Rande stehen kann. Die
Tatsache, daß Jesus, der Sohn Gottes, von dem Mann über sein Reich
befragt und deshalb gerichtet und zum Tod verurteilt worden ist, stellt
den Anfang jenes abschließenden Zeugnisses Gottes dafür dar, daß er die
Welt so sehr geliebt hat (vgl. Joh 3, 16).
Wir stehen vor diesem Zeugnis und wissen, daß es uns nicht erlaubt ist, uns die Hände zu waschen.
ANRUFUNGEN
Jesus von Nazaret, zum Tod am Kreuz verurteilt,
getreuer Zeuge der Liebe des Vaters.
R. Kyrie, eleison.
Jesus, Sohn Gottes, gehorsam gegenüber dem Willen des Vaters
bis zum Tode am Kreuz.
R. Kyrie, eleison.
Alle:
Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Stabat Mater dolorosa,
iuxta crucem lacrimosa,
dum pendebat Filius.
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| 1. Station: Jesus wird zum Tod verurteilt, Svatý Hostýn |