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Freitag, 6. Dezember 2024

Hl. Nikolaus


 

Das Leben des heiligen Bischofs von Myra, der wahrscheinlich im 4. Jh. lebte, ist durch einen Kranz von Legenden überdeckt. Er wurde zu einem der beliebtesten Volksheiligen in der Ost- und Westkirche. Besonderen Aufschwung bekam der Kult durch die Übertragung seiner Reliquien von Myra nach Bari 1087. Den Tag der Beisetzung in Myra feiern die Byzantiner und die Kopten am heutigen Tag. Seit dem 10. Jh. verbreitete sich der Gedenktag auch im Westen.

Gott, du Spender alles Guten,
hilf uns auf die Fürsprache des heiligen Nikolaus
in aller Not
und steh uns bei in jeder Gefahr.
Gib uns ein großmütiges Herz,
damit wir anderen schenken,
was wir empfangen,
und den Weg des Heiles ungehindert gehen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Figurengruppe Nikolaus und die drei Jünglinge in Gent

Die Basilika des hl. Nikolaus in Bari 

Nikolausfenster in Saint Gatien: Geburt und Kindheit des hl. Nikolaus (1),
vom Jugendlichen zum Bischof (2), 

Nikolausaltar in der Pfarrkirche Mindelstetten

Nikolauskirche in Burgos

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Nikolaus, ein Kämpfer

 


Der heilige Nikolaus soll beim Konzil von Nicäa dem glaubensabtrünnigen Arius eine Ohrfeige verpasst haben. 

hier und hier zu sehen und nachzulesen


Wenn der Nikolaus so ausgesehen hat, gabs vermutlich keine Gegenwehr

Sonntag, 6. Dezember 2020

Nikolaus, der Retter

Nikolaus und die drei Jünglinge, Gent

Bischof
Namensdeutung: Sieger des Volkes (griech.)
Namenstage: Nikolaus, Nikolas, Niklaus, Niklas, Nicki, Niko, Niels, Nikolai, Nicolo, Klaus, Collin, Miklós, Mikołaj, Kai, Kolja, weibl.: Nikola, Nicole, Nicki
Gedenktag: 6. Dezember

Lebensdaten: geboren um 280 in Patara, gestorben am 6. Dezember um 345 in Myra, heute Demre (Türkei)

Lebensgeschichte und Legende: Nikolaus wurde um 280 in Patara (im antiken Lykien an der Mittelmeerküste) geboren und wurde infolge einer Pestepidemie früh Waise. Der junge reiche Mann verteilte nach dem Vorbild seiner Eltern sein Vermögen unter den Armen. Nikolaus’ Ruf als Wohltäter und Geber guter Gaben geht darauf zurück, dass er drei jungen Frauen heimlich Goldklumpen („Äpfel“) durchs Fenster zuwarf, um sie vor der Prostitution zu bewahren. Weiteren Legenden nach bewahrte er drei Schüler vor den kannibalischen Anwandlungen eines Gastwirts und errettete ein Schiff aus Seenot, dessen Besatzung ihn um Hilfe angerufen hatte.
Gesicherten Überlieferungen nach war Nikolaus Mönchspriester im Kloster seines Onkels und unternahm nach dessen Tod eine Pilgerfahrt ins Heilige Land. Bei seiner Rückkehr wurde er zum Bischof von Myra gewählt. Während der Christenverfolgung unter Kaiser Galerius wurde er grausam gefoltert, kam aber wieder frei. Gezeichnet nahm er 325 am Konzil von Nicaea teil, wo er sich wortgewaltig, Augenzeugenberichten nach sogar handgreiflich gegen die Arianer einsetzte, die die Wesensgleichheit des Sohnes mit dem Vater leugneten.
Nikolaus starb an einem 6. Dezember um das Jahr 345.

Verehrung: Seit dem 6. Jahrhundert ist der Kult um den heiligen Nikolaus belegt. Vor allem im Osten hat er sich zum meistverehrten Heiligen nach der Gottesmutter Maria entwickelt. Ursprünglich in Myra, dem heutigen Demre in der Türkei, beigesetzt, raubten italienische Seefahrer 1087 seine Gebeine und brachten sie nach Bari in Apulien, wo ihm zu Ehren die große Basilika San Nicola gebaut wurde und am 8. Mai, dem Tag der Übertragung seiner Gebeine, ein Fest auf dem Meer stattfindet. Seine Darstellung mit weißem Bart und Kapuzenmantel schuf Moritz von Schwind. Die Bescherung am Vorabend des Nikolaustags geht vielleicht auf das sogenannte Bischofsspiel zurück, bei dem ein Schüler für einen Tag die Herrschaft über die Klosterschule ausübte und seine Mitschüler beschenkte.

Darstellung: meist als älterer Bischof mit weißem Bart, oft mit drei goldenen Kugeln und Buch

Patron: von Russland und Lothringen, der Ministranten, Kinder, Seeleute und Fischer, sowie der zahlreichen Legenden wegen vieler weiterer Berufe
(BistumAugsburg)

Die Basilika des hl. Nikolaus in Bari 

Nikolausfenster in Saint Gatien: Geburt und Kindheit des hl. Nikolaus (1),
vom Jugendlichen zum Bischof (2), 

Nikolausaltar in der Pfarrkirche Mindelstetten

Nikolauskirche in Burgos

 

Heiliger Nikolaus, bitte für uns!




Quelle: Gerardo Cioffari OP, Sankt Nikolaus, Leben, Wunder, Legenden


Altar des hl. Nikolaus in Sint-Niklaaskerk in Gent

Freitag, 6. Dezember 2019

Kuppel und Deckenfresko des Nikolausdoms von Ljubljana





Giulio Quaglio brachte die erste Vorstellung von illusionistischer Malerei nach Ljubljana mit seiner Kathedrale, die farbenfroh, einfallsreich ist und eine Person davon überzeugen soll, dass eine optische Realität auch eine Realität des wirklichen Lebens ist. Das Deckenfresko im Kirchenschiff zeigt die Verherrlichung des Heiligen Nikolaus und erzählt von der Christenverfolgung unter den römischen Kaisern Nero und Diokletian . An den Wänden zwischen den Fenstern sieht man Bilder der zwölf Apostel, verschiedener Heiliger und der Tugenden.





Apostel Andreas, Nikolausdom Laibach

Christenverfolgung unter Nero und Diokletian





Ein Blick auf die Kuppel vom Haupteingang aus zeigt das Bild der Krönung Marias, darunter Nikolaus.


Krönung Marias und der hl. Nikolaus, Kuppel der Kathedrale von Laibach

Die Basilika des hl. Nikolaus in Bari 

Nikolausfenster in Saint Gatien: Geburt und Kindheit des hl. Nikolaus (1),
vom Jugendlichen zum Bischof (2),

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Nikolausfenster in Saint Gatien (2) - vom Jugendlichen zum Bischof

Geburt und Kindheit des hl. Nikolaus (1)

vom Jugendlichen zum Bischof:

Nikolaus mit 3 Mädchen, aber er entscheidet sich für ein zölibatäres Leben

Nikolaus lehnt es ab zu heiraten

Nikolaus in der Kirche

Der Laie Nikolaus wird zum Bischof gewählt (ca. 295 n. Chr.)

Um das Jahr 300 war das Christentum noch nicht offiziell als  Religion anerkannt, es gab noch keine großen Kirchenbauten, aber die Gemeinden des neuen Evangeliums waren schon gut organisiert. Die Christen versammelten sich in den Häusern der Vornehmen, die den neuen Glauben angenommen hatten. Diese Häuser wurden domus ecclesiae genannt, Haus der Gemeinde. Mit dem Wort Kirche bezeichnete man eben die Gemeinde, die Versammlung. Diese Gemeinden wählten ihre bischöfe, also die "Ältesten" und die Aufseher über die Seelsorge und das Wachsen der Gemeinde im Glauben und in guten Werken. Sie waren die Vorsteher der Gemeinde und vertraten sie auf den Konzilien, jenen Versammlungen zur Erkenntnis und Lösung von Problemen, zum Erlass von Bestimmungen, die den Christen einer oder mehrerer Provinzen nützlich sein sollten.
Normalerweise wurde einer von den Presbytern (Priestern) zum Bischof gewählt, also einer von den Männern, die sich für das Wohl der Gemeinden einsetzten, da sie von einem Bischof geweiht worden waren, damit sie die Eucharistie feiern konnten. Das unterschied sie von den Laien. Es kam aber auch vor, dass nicht einer von den Priestern zum Bischof gewählt wurde, sondern ein Laie. Das bedeutet nicht, dass er sofort zum Bischof geweiht worden wäre, er erhielt innerhalb weniger Tage die verschiedenen Weihen bis zur Priesterweihe und dann die Bischofsweise. So war es auch bei Wahl von Nikolaus.
Das heilige Schriftsteller stellt sie in seinem Bericht in einen epischen Rahmen, der wunderbare Zeichen enthält: Der Bischof von Myra war gestorben. Die Bischöfe aus der Umgebung hatten sich in einer domus ecclesiae versammelt, um der Stadt einen neuen Bischof zu geben. Einer von ihnen hatte in der Nacht einen Traum: Sie sollten den jungen Mann wählen, der am Morgen als erster die Kirche beträte. Sein Name sei Nikolaus.
Als die Bischöfe von diesem Traum hörten, wussten sie, dass der Auserwählte zu großen Dingen berufen sei. Sie blieben den Rest der Nacht im Gebet versammelt. Im Morgengrauen öffnete sich die Tür und Nikolaus trat ein. Der Bischof, der die Vision gehabt hatte, fragte ihn nach seinem Namen, führte ihn in die Mitte und stellte ihn vor. Alle waren sich einig, wählten und konsekrierten ihn zum Bischof von Myra.
Ob es wirklich so war? Eher nicht, denn zu Nikolaus´ Zeiten war das Volk bei der Bischofswahl beteiltigt. Der Verfasser dieser Erzählung hingegen lebte in einer Zeit, in der die Bischöfe autonom ohne das Volk zu befragen entscheiden konnten. Ihm waren zwei Dinge wichtig: Nikolaus wurde als Laie zum Bischof gewählt, seine Wahl war nicht das Ergebnis von menschlichen Absprachen, sondern der Wille Gottes.
(G Cioffari OP, Sankt Nikolaus, Leben, Wunder, Legenden, 15f)

Die Basilika des hl. Nikolaus in Bari

Nikolaus wird zum Bischof geweiht

Gläubige bei der Bischofsweihe, um 1275, Saint Gatien - Tours, Tours

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Geburt und Kindheit des hl. Nikolaus

Die Eltern beten um einen Sohn, Nikolausfenster in Saint Gatien, Tours

Nikolaus wurde in Kleinasien geboren, in einem Land griechischer Kultur und Sprache, das später von den Türken erobert wurde. Weil die Russen den hl. Nikolaus so eifrig verehren, liest man auch die falsche Angabe, Nikolaus sei in Russland geboren. Andere behaupten, er sei in Afrika geboren, weil er in Bari auf Bildern und Statuen oft dunkelhäutig dargestellt ist (S. Nicola nero). In Wirklichkeit wurde Nikolaus 260 in Patara geboren, der wichtigsten Hauptstadt der Provinz Lykien auf einer Halbinsel im Süden der heutigen Türkei. In diesem Hafen hatte das Schiff angelegt, das Paulus nach Rom brachte (Apg 27,6).
Kleinasien gehörte zum Römischen Reich, seine Kultur uns Sprache waren griechisch geprägt. Daher nennt man Nikolaus oft "Grieche". Sein Name bedeutet: das Volk siegt. Und das werden wir sehen, sein ganzes Leben ist von der Sorge um das Volk geprägt. Aus einigen Geschichten von seinem Wirken (...) möchte man schließen, dass seine Eltern wohlhabend waren, vielleicht Aristokraten.
Einige Biographen geben den Eltern Namen: Epiphanius und Nonna oder Theophan und Johanna; aber diese und andere Einzelheiten beziehen sich auf einen Mönch Nicola, der 200 Jahre später in der gleichen Gegend lebte (480-556). Diese Mönch wurde in Pharao geboren, war später Abt von Sion und Bischof von Pinara (darum oft Nicola Sionita und Nikolaus von Pinara genannt). Die alten Quellen erwähnen nichts aus seiner Kindheit. Erst im 8. Jahrhundert lesen wir beim griechischen Mönch Michael Archimandrita erbauliche Geschichten ...
(G. Cioffari, Sankt Nikolaus)

Die Kirche des hl. Nikolaus in Bari

Geburt des hl. Nikolaus, Saint Gatien, Tours
Nikolaus wird unterrichtet, Saint Gatien, Tours

Dienstag, 6. Dezember 2016

et voila: Die Basilika des hl. Nikolaus in Bari

Nikolaus mit der Brautgabe für die Mädchen, Wandrelief an der Kirche S. Nicola, Bari
Fortsetzung am Ende des posts

Nikolaus von Myra, Bischof. Nikolaus war vermutlich in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts Bischof von Myra in Kleinasien. Die Akten des Ökumenischen Konzils von Nicäa von 325 verzeichnen die Teilnahme eines Bischofs Nikolaus. Ein Kranz von liebenswerten Legenden überdeckt seine historische Gestalt. Ein Nikolaus-Kult ist ab dem 6. Jahrhundert in Myra und Byzanz bezeugt, er hat sich nachweislich ab dem 9. Jahrhundert auch in Unteritalien und Rom verbreitet. Im 10. Jahrhundert förderte die Kaiserin Theophanu die Verehrung des Nikolaus, sodass sich der Kult auch nach Deutschland, Frankreich und England ausbreitete. 1087 kam es zur Überführung seiner Gebeine von Myra nach Bari, was zur weiteren Popularität beitrug. Da die Legenden Nikolaus als Retter in Schwierigkeiten vieler Art schildern, wurde er bald als Helfer in allen Nöten angerufen. Nikolaus gilt besonders als Gabenbringer für die Kinder und als Vorbote des Weihnachtsfestes. Daher wurde er in den angelsächsischen Ländern zu der unchristlichen Gestalt eines Weihnachtsmanns transformiert, der zwar den Namen „Santa Claus“ trägt, aber seine christlichen Attribute wie Messgewand, Stab und Mitra abgelegt hat. Der echte heilige Nikolaus wird dargestellt in bischöflichem Ornat, mit Mitra und Stab, mit Goldstücken oder Äpfeln.
(Martyrologium Sancrucense)

Literatur: Die Basilika St. Nikolaus, P. Gerardo Ciofarri, OP, dt. Nikolaus Wyrwoll

Basilika San Nicola, Bari

dreischiffiger Innenraum


Ab 1661 wurde die Decke künstlerisch neu gestaltet. Der Maler Carlo Rosa fertigte zwischen 1661 und 1673 große Leinwände für die Decke. Zunächst entstanden die Bilder im Querschiff. Über dem Hauptaltar sehen wir das Paradies mit Gottvater, in den Bildern des Oktogons die Gottesmutter und die Heiligen.

Die Decke des Querschiffs


Über dem Hauptaltar sehen wir das Paradies mit Gott, dem Vater, im Oktogon die Gottesmutter, Märtyrer, Apostel
und Ordensgründer


Decke im linken Seitenschiff: in der Mitte zieht Nikolaus durch Bari und prophezeit: Hier werden meine Gebeine ruhen.
Die vier Szenen um das Bild zeigen die Legende der beiden Esel, den Besuch bei Papst Sylvester, die in den Tiber ge-
stürzte Säule, die Bezahlung der Bauern aus Calista bei Rhodos.

Decke im rechten Querschiff: Mittelbild: Papst Urban II. in der Prozession zur Niederlegung der Reliquien des hl. Nikolaus.
Links unten: Nikolaus stellt die wundertätige Säule auf, oben: er erweckt einen portugiesischen Pilger, der von einem Baum
zu Tode gestürzt war. Rechts oben: Konzil von Bari (1098), unten: Weihe der Basilika (1197)

Die Decke des Mittelschiffes ist in drei große Bilder geteilt. Das erste beim Eingang ist achteckig und zeigt die Episode des Adeodatus, der in der griechischen Tradition Basilois heißt. Es ist die Geschichte von einem Jungen, der im 9. Jahrhundert von den Sarazenen geraubt wurde und in Kreta Tischdiener beim Emir wurde. Am Fest des hl. Nikolaus dachte der Junge an den Schmerz der Eltern und begann zu weinen. Der Emir drohte, dass Tränen und Gebete vergeblich seien. Plötzlich erhob sich ein gewaltiger Wind, der Junge entschwand den Blicken der Tischgenossen und war wieder bei den Eltern.

Nikolaus packt den Jungen bei den Haaren und bringt ihn zu den Eltern, drei der vier Szenen, die das Mittelbild umrahmen,
beziehen sich darauf, im vierten Bild fällt Nikolaus den Baum der Diana, der vom Dämon besessen ist
(rechts oben, nur zT sichtbar)


Das zweite Deckengemälde ist achteckig und zeigt den hl. Nikolaus auf dem Konzil von Nicäa. Er erklärt Kaiser Konstantin die heiligste Dreifaltigkeit, Nikolaus hält in der Hand einen Ziegelstein, aus dem eine Flamme schlägt (in einem einzigen Gegenstand können drei verschiedene Möglichkeiten sein, Wasser, Erde, Feuer.
Die umgebenden Bilder: links unten: Nikolaus verpasste dem Häretiker Arius eine Ohrfeige, so daß der erzürnte Kaiser ihn verhaften lässt. Rechts unten: der verhaftete Nikolaus wird mit dem Abbrennen seines Bartes bestraft, links oben: Jesus und Maria geben dem Heiligen während der hl. Messe Mitra und Pallium zurück, rechts oben: Engel befreien den hl. Nikolaus.

Nikolaus auf dem Konzil von Nizäa



Im dritten rechteckigen Bild rettet Nikolaus Fischer, die durch ein Meeresungeheuer in Lebensgefahr geraten sind. Diese Episode befindet sich nicht in der Lebensbeschreibung des Heiligen.



Die umliegenden Bilder zeigen Rahab und Esther aus dem AT, die beiden anderen bringen Zitate zur Unbefleckten Empfängnis von Augustinus und Thomas von Aquin.


Nikolaus blickt nicht auf das Untier, sondern zur Unbefleckten Empfängnis mit Mond
und Schlange unter ihren Füßen. Die Basilika stand unter dem Patronat des span. Königs,
der den Glauben, dass Maria ohne Erbsünde empfangen war, förderte.




Kathedra des Abtes Elias (1098), der Sitz wird von drei kleinen Pilastern und zwei Sklaven gehalten

Abgang zur Krypta, wo die Reliquien des hl. Nikolaus aufbewahrt werden



Krypta, ein andermal mehr ;-)


Triptychon von Andreas Rico aus Kreta (1451), Mariendarstellung, Jesus schaut auf Engel, der ihm die Kreuzigung voraussagt, der Engel links bringt die Leidenswerkzeuge, links d. Evangelist Johannes, rechts hl. Nikolaus


Fresken von Giovanni Tarent, 1304, in der Mitte die Kreuzigung, links der hl. Martin, rechts viell. der hl. Ludwig

barocker Silberaltar, Szenen aus dem Leben des hl. Nikolaus, darüber Bild des "Schwarzen Nikolaus"


Mausoleum der Bona Sforza, in Bari erzogen, 1517 wurde sie Königin von Polen, Ehefrau von König Sigismund I.
Madonna auf dem Thron mit Kind, Nikolaus und Petrus rechts, links hl. Jakobus
und hl. Ludwig, oben im Bogen Hieronymus (?), rechts Franz von Assisi
Altarbild von Bartolomeo Vivarini (1476)




Statue des hl. Nikolaus, die am 6.Dezember durch die Straßen getragen wird





Hochzeitsvorbereitungen!

Innenhof der Dominikaner




Nach dem Tod seiner Eltern begann er darüber nachzudenken, wie er einen so großen Reichtum zur Ehre Gottes verwenden könnte, um Ruhm bei den Menschen zu finden. Damals war einer seiner Nachbarn, ein Mann aus dem Adel, infolge Geldnot gezwungen, seine drei Töchter, die Jungfrauen waren, zu prostituieren, um sich so von ihrem entehrendem Erwerb ernähren zu können. Als der Heilige das erfuhr, war er über dieses Verbrechen entsetzt und warf nachts einen Goldklumpen, den er in ein Tuch gewickelt hatte, durch ein Fenster in das Haus des Nachbarn und verschwand wieder heimlich. Am Morgen fand der Mann den Goldklumpen, dankte Gott und konnte damit die Hochzeit seine ältesten Tochter feiern. Nicht lange darnach vollbrachte der Diener eine ähnliche Tat. Wieder fand der Nachbar das Gold, brach in unermeßliches Lob aus, beschloß aber, in Zukunft zu wachen, um zu erfahren, wer ihm in seiner Not geholfen habe. Wenige Tage später warf Nikolaus einen doppelt so großen Klumpen Gold ins Haus; bei dessen Aufprall wachte der Nachbar auf, folgte dem fliehenden Nikolaus und rief ihm nach: "Bleib stehen, entziehe dich nicht meinen Augen!" Und als er noch schneller lief, erkannte er, daß es Nikolaus war. Gleich warf er sich zu Boden und wollte seine Füße küssen. Nikolaus aber wehrte ihn ab und verlangte, ihn niemandem zu verraten, solange er lebe.
(Legenda aurea)