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Montag, 17. Juni 2019

Rainer von Pisa





Rainer von Pisa (ital. Raniero da Pisa, * um 1100 in Pisa; † 1160 in Pisa) ist ein Heiliger.
Rainer stammte aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie und führte in seiner Jugend ein extrovertiertes und genussorientiertes Leben. 
Nach einer prägenden Begegnung mit einem Emeriten namens Albert während einer Seereise zog er sich zurück, lebte als Einsiedler und entschied sich für ein Leben der Buße und Kasteiung. 1146 unternahm er ohne jegliche Geldmittel eine Pilgerfahrt ins Heilige Land, wo er sich bis 1153 aufhielt und lebte von den milden Gaben, die er empfing. Von 1153 bis zu seinem Tod im Jahr 1161 lebte er im Kloster San Vito in Pisa. Rainer hatte Visionen und verfügte über die Gabe, böse Geister auszutreiben. Eine Legende erzählt davon, wie er einen Weinpanscher entlarvte. Rainer wurde von Papst Alexander III heiliggesprochen. Rainers Leib ruht, noch heute unverwest, im Dom zu Pisa, wohin er 1591 überführt wurde, in einem gläsernen Schrein.
Sein katholischer Gedenktag wird am 17. Juni gefeiert. Der Name bedeutet mutmaßlich: Rat und Heer (althochdt.). Rainer war Einsiedler, er ist Patron der Stadt und der Diözese Pisa, der Reisenden und Pilger und der Bettler.
(kathpedia)

Reliquienschrein des hl. Rainer von Pisa, in der Kapelle San Ranieri, Dom zu Pisa



Marienkrönung durch die Dreifaltigkeit, Dom zu Pisa

 

Mittwoch, 19. August 2015

Jordanus von Pisa

Jordanus wurde um 1260 in Rivalto geboren. Den Habit empfing er im Konvent der hl. Katharina zu Pisa. In Pisa wie in Florenz hat er als herausragender Prediger viele Menschen bekehrt. Er verstand es, die Fülle und Tiefe des Glaubens mit einfachen Worten in seiner italienischen Muttersprache darzulegen. Auf dem Weg nach Paris, wo er die akademischen Grade erwerben sollte, wurde er krank und starb am 19. August 1311 in Piacenca. Papst Gregor XVI. gestattete am 23. August 1833 seine Verehrung.
(Proprium des Dominikanerordens)

seliger Jordanus, S. Caterina, Pisa

Gott des Erbarmens, du hast den seligen Jordanus
durch sein vorbildliches Leben und seine Güte im Umgang mit den Menschen
zu einem würdigen Verkünder des Evangeliums gemacht.
Nach seinem Beispiel laß uns mit allen Kräften
deinem Wort und dem Heil der Menschen dienen,
damit wir den ewigen Lohn empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
(Tagesgebet)

Dienstag, 7. Oktober 2014

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz


Liebe Kinder, Jesus liebt euch! Bittet auch eure Eltern, mit euch zu beten! Manchmal muß man sie ein wenig drängen. Zögert nicht, das zu tun. Gott ist so wichtig!

Möge die Jungfrau Maria, seine Mutter, euch lehren, ihn immer mehr zu lieben durch das Gebet, das Verzeihen und durch die Nächstenliebe. Ich vertraue euch alle ihr an, ebenso wie eure Familien und eure Erzieher. Seht her! Ich ziehe einen Rosenkranz aus meiner Tasche. Der Rosenkranz ist gleichsam ein Instrument, das man zum Beten gebrauchen kann. Es ist leicht, den Rosenkranz zu beten. Vielleicht könnt ihr es schon, wenn nicht, bittet eure Eltern, es euch zu lehren. Übrigens wird jeder von euch am Ende unserer Begegnung einen Rosenkranz erhalten. Wenn ihr ihn dann in der Hand haltet, könnt ihr für den Papst beten – darum bitte ich euch –, für die Kirche und für alle wichtigen Anliegen. Und nun, bevor ich euch alle mit großer Zuneigung segne, beten wir gemeinsam ein Gegrüßet seist du, Maria für die Kinder der ganzen Welt, besonders für die, welche unter Krankheit, Hunger und Krieg leiden. Beten wir also: Gegrüßet seist du, Maria…


(Papst Benedikt XVI. ermutigt Kinder zum Gebet, 19.11.2011, in Benin)

Maria mit Kind, Dominikanerkirche, Pisa

Montag, 10. März 2014

1. Fastensonntag: der Sündenfall - Bilderupdate

Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte.
Sie sagte zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?
Die Frau entgegnete der Schlange:
Von den Früchten der Baume im Garten dürfen wir essen;
nur von den Früchten des Baumes,
der in der Mitte des Gartens steht,
hat Gott gesagt: Davon dürft ihr nicht essen,
und daran dürft ihr nicht rühren,
sonst werdet ihr sterben.
Darauf sagte die Schlange zur Frau:
Nein, ihr werdet nicht sterben.
Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon eßt, gehen euch die Augen auf;
ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse.
Da sah die Frau, daß es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, daß der Baum eine Augenweide war
und dazu verlockte, klug zu werden.
Sie nahm von seinen Früchten und aß;
sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war,
und auch er aß. (Genesis 3,1-6)


"Im Paradies also stand der Mensch in Gottes Gehorsam, und an diesem Gehorsam hing es, daß er frei und königlich über die ganze Erde herrschte. Es verhielt sich gerade nicht so, wie die Schlange es darzustellen versucht: daß der Mensch, der an sich zur Freiheit berufen war, durch dieses Verbot Gottes in einer unerträglichen Weise eingeengt wurde. "Sie sagte zur Frau: Hat Gott wirklich gesagt: ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?" Listig läßt die Schlange das eine Verbot seinen Schatten über alle Baume werfen. Sie läßt die Freiheit des Gehorsams als Entzug der herrschaftlichen Macht über alle Kreatur erscheinen. Bisher hatte Eva den Gehorsam Gott gegenüber keineswegs als im Gegensatz zu ihrer Freiheit stehend empfunden. Er war für sie die Ordnung selbst: sie gehorsam zu Gott und dadurch alle Wesen gehorsam zum Menschen. Diese Ordnung war so durchsichtig, so evident, daß sie keine Reflexion erforderte. Nichts war einfacher als diese Ordnung, denn in ihr dienten die Menschen Gott, und alles übrige diente ihnen. Es war ein Gehorsam, den sich sie nicht abringen mußten, weil es ihnen nicht einfiel, den Willen Gottes ihrem eigenen Willen vergleichend gegenüberzustellen, sie deshalb auf ihren eigenen Willen gar nicht verzichten mußten, um den Willen Gottes zu tun.
Ihr Wille war einfach und selbstverständlich identisch mit diesem Gehorsam, er war nur das Werkzeug, das sie zum Gehorchen brauchten, und kraft dieses Einvernehmens mit Gott wußten und fühlten sie sich in der Schöpfung königlich frei. Ihre Freiheit war innerhalb ihres Gehorsams geborgen, dieser aber war Gottes-Dienst in Vertrauen, Dankbarkeit, Liebe. Sie war wesentlich Glaube. Glaube war die Regung, in der sie ihr Sein von Gott entgegennahmen und es ihm in Liebe  immer wieder zurückgaben."
(H. U. v. Balthasar, Christlicher Stand 71f)

Sündenfall, Kapelle des hl. Sakraments in nördl. Querschiff,
Dom zu Pisa, S. Maria Assunta
Adam und Eva verstecken sich hinter dem Altaraufbau, wo der Auferstandene
als Herrscher über Sünde und Tod zu sehen ist

Schiefer Turm und Dom zu Pisa